Beiträge von Hundundmehr

    Was ich in dem Fall des Hundes Buma, Bumas, Bummet, Bullet oder wie auch immer der jetzt genau heißt, noch zu bedenken geben mag, ist dass seine Halter nicht dabei waren und es eine fremde Person war die dem Hund gegenüber Körperlich/Gewalttätig wurde.

    Es ist doch gar nicht Fakt, dass der Halter des Hundes gar nicht anwesend war.

    Ich vermute: Der Hund wurde gar nicht angemeldet, weshalb sein Halter jetzt nicht herauszufinden ist. Diesen Umstand nutzen die Anwesenden aus, um die Identität des Halters weiterhin zu verschleiern.

    Lucy_Lou Ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen, und nachvollziehen. Ich glaube allerdings auch, dass du hier zu sehr von "normalen" Menschen ausgehst.

    Deshalb hier mal mein ungeschönter Eindruck: Der Betroffene hat nicht nur einfach den Hund massiv weggeschubst - er hat den Hund massiv bedroht, eine testosterongesteuerte, hirnlose, profilneurotische Gewaltdemonstration.

    Die letztendliche Beurteilung des Hundes finde ich einfach nur großartig, und sie bestätigt für mich den Eindruck, den ich schon von Beginn an bei diesem Vorfall von den anwesenden Beteiligten hatte: Asoziales Pack.

    Nun - die Polizei hat mit Sicherheit nach den Besitzverhältnissen gefragt, und entweder war keiner der Anwesenden der Besitzer und hat auch nicht gesagt, wer der Besitzer ist, wobei sich die Frage stellt, warum der Besitzer des Hundes nicht beim Essen anwesend war - oder der Besitzer hat zunächst eine Falschauskunft gegeben.

    Ich finde das schon sehr seltsam.

    An dieser Geschichte ist ganz, ganz viel seltsam ...

    Alleine, dass die Polizei wohl zunächst keine Halter ermitteln konnte, weil keiner der Anwesenden angab, dass ihm/ihr dieser Hund gehörte, ist eine Geschichte für sich, sehr seltsam...

    Die Art und Weise des Umgangs mit dem Hund und der Situation, spricht auch noch mal eine ganz eigene Sprache - wtf bildet jemand sich ein, der einfach aus Wut bei einem Hund nachtritt ... :fluchen: , nach der ersten Situation ... und dann noch bei einem Hund, dem mehr Wehrhaftigkeit zuzutrauen ist als vielen anderen Hunden?

    Ehrlich - ich habe da ein ganz bestimmtes Bild in meinem Kopf, über die "Gesellschaft", die dort zum Essen zusammengekommen ist.

    Zu dem Hund weiß man auch nicht, ob es eine Vorgeschichte gab, dass jetzt dessen Tötung im Raum steht.

    Zu viel Spekulation bei zu wenig bekannten Fakten.

    Ich liebe ja die Spaziergänge zu Weihnachten im Wald - wobei ich erwähnen sollte, dass ich die Hauptparkplätze meide, weil es da erfahrungsgemäß zu wuselig ist.

    Aber wo es weniger wuselig ist, gibt es mit jedem Passanten - mit oder ohne Hund - mindestens ein freundliches "Frohe Weihnachten", nur lächelnde Gesichter ... und oft ist dann auch eine zusätzliche Streicheleinheit für meine Jungs drin :cuinlove:

    Direkt zu Beginn des Weges kamen uns 2 Frauen mit angeleinter Beagleline entgegen, hielten freundlich lächelnd auf uns zu. Ich finde ja, selbst wenn so ersichtlich ist dass ein Kontakt zum angeleinten Hund ok wäre, müssen nicht gleich drei große Hunde im Pulk dahin. Leif war eh noch angeleint, Amigo bekam dann ein Dummy, Vasco bat ich auch darum, bei mir zu bleiben. Die Frauen blieben auf unserer Höhe stehen ... Frohe Weihnachten gewünscht, Leif fand die Beagleline nett, ich bat ihn dann wieder zu mir, damit auch Vasco sie mal näher in Augenschein nehmen konnte, Amigo stand hinter mir mit seinem Dummy und war eher daran interessiert, wann ich es wieder haben wollte um einen erneuten Apport zu machen ...

    Wir wünschten uns dann noch schöne Feiertage und einen guten Rutsch, und gingen unserer Wege.

    Ein Stück weiter, Leif war mittlerweile auch leinenlos unterwegs und vor mir, dachte ich plötzlich: "Was für ein komisches schleifendes, knisterndes Geräusch macht denn Vasco hinter mir???", dreh mich rum - und habe so ca. 5m hinter mir einen Fahrradfahrer, der langsam und umsichtig an Vasco vorbei die Steigung heraufkletterte, und uns dann vorsichtig passierte. Ich konnte nur noch Amigo ein: "Amigo - Achtung Fahrrad!" zurufen, damit er den Radfahrer beachtet und nicht versehentlich den Weg quert, während dieser ihn passiert, es kam ein keuchendes "Danke" vom Radfahrer, und dann war er auch schon vorbei.

    Einige Minuten später sah ich den gleichen Radfahrer auf einem parallel verlaufenden Weg wieder, und weil da eine Gabelung ist, deren einer Abzweig zu dem Weg führt auf dem ich war, habe ich einen Moment gewartet, ob der Radfahrer jetzt in unsere Richtung fährt und ich ihn so erst mal vorlassen kann.

    Er hielt aber an der Gabelung und schaute auf irgendetwas in seiner Hand (Handy?), also ging ich erst mal weiter. Da ich mich aber umgesehen habe, konnte ich sehen dass er tatsächlich in unsere Richtung fuhr.

    Ich also wieder langsamer und ganz an den Wegrand gegangen, meine Jungs aufmerksam gemacht und angezeigt, dass sie auch an den Rand gehen sollen (das ist über Gewohnheit eingeübtes Procedere, welches ich schon beim Welpen an der Leine so etabliert habe, bis sie es auch im Freilauf machen, dann sind sie aber schon Jungspund mit entsprechendem "Verstand") und in Ruhe das Passieren des Radfahrers abgewartet ... als kurz vor uns sagte:

    "Entschuldigung dass ich wieder störe, aber ich habe mich verfahren, das war jetzt das letzte Mal, versprochen :sweet: "

    Hä??????

    "Ist doch kein Thema - Danke an Sie für das langsame und umsichtige Fahren! Mit gegenseitiger Rücksichtnahme ist doch für uns alle Platz, und wir haben alle was davon :cuinlove: "

    Ein erstaunter Blick, ein strahlendes Lächeln - und er hielt auf meiner Höhe an: "Ja, das stimmt! :cuinlove:", und wandte sich meinem Leif zu, der jetzt doch zum stehenden Fahrradfahrer ging ... und hat ihn ganz erfreut gekrault :herzen1:

    "Frohe Weihnachten übrigens - und noch schöne Restweihnachten.", und fuhr er langsam wieder an, sorgfältig auf Leif achtend, der neben ihm war.

    "Ihnen auch - und einen guten Rutsch ins neue Jahr - um die guten Wünsche komplett zu machen :D "

    " xD - Ihnen auch!", und weg war er.

    Schön war das - und schade, dass mir erst danach einfiel, dass er ortsunkundig war, ich hätte ihn noch auf eine wunderschöne, kleine Wegstrecke aufmerksam machen können, die für ihn mit seinem Geländerad sicher interessanter zu fahren gewesen wäre. Na ja, vielleicht hat er sie ja selber entdeckt.

    Ob das Rad ein Weihnachtsgeschenk war, und er jetzt damit seine ersten Wegtouren machte?

    Vielleicht ... aber das war auf jeden Fall eine äußerst nette, herzerwärmende Begegnung :herzen1:

    (War übrigens absolut nicht meine Altersklasse, er war so schätzungsweise Mitte-Ende 20 ... nur dass nicht irgendjemand auf abwegige Gedanken kommt xD)

    Auf dem Rückweg kamen mir dann noch zwei jüngere Männer entgegen - und es kam wie es kommen musste: Als Leif auf deren Höhe ankam, wurde er von den beiden angesprochen ... und ausgiebig bekuschelt xD

    "Ach ja :roll: ... holt sich dieser chronisch unterkuschelte Hund wieder eine Kuscheleinheit ab ... :D"

    "Das glaub ich nicht, dass der bei Ihnen unterkuschelt ist :D "

    " xD ... stimmt. Frohe Weihnachten noch xD"

    "Ihnen auch, und einen guten Rutsch."

    "Gleichfalls :smile: "

    Bei Erreichen des Parkplatzes habe ich dann am Ende des Weges gewartet, weil zwei Autos den Parkplatz verließen. Dafür bekam ich dann zwei Mal ein lächelndes Kopfnicken, das ich lächelnd erwiderte.

    Auf dem Parkplatz habe ich dann noch einen mir bekannten Hundehalter getroffen mit seiner Familie, ein netter, kurzer Plausch, Leif und die dabei befindliche Hündin fanden sich megatoll, es gab noch eine kurze, spielerische Interaktion zwischen den beiden.

    Dann gings ins Auto und nach Hause.

    Das war mal wieder Balsam für die Seele und die Nerven - ich liebe es :herzen1:

    Manchmal, so ein kleines bisschen ... nervt mich ja mein Mann, wenn wir gemeinsam mit den Jungs unterwegs sind xD Der ist so unentspannt bei manchen Begegnungen, und meint schon agieren zu müssen, wenn andere Menschen mit/ohne Hund noch völlig weit entfernt sind:

    "Da kommt ein Hund - ruf doch mal den Leif!"

    Joah ... das Mensch-Hund-Gespann ist noch 200m entfernt ... :roll:

    "Der ist glaube ich angeleint!"

    Joah - Schatzi, wenn du über Nacht Adleraugen bekommen hast, sag mir das bitte - aber auf 190m Entfernung kann ICH nicht sehen, ob da eine Leine dran ist oder nicht.

    Es war keine Leine dran ... und Mensch und Hund kamen uns ganz entspannt entgegen, der Hund neugierig-freundlich, im gebremsten Trab (kennt ihr das? Der Hund kommt entspannt auf euch zu, es ist zu erkennen dass er erst mal versucht herauszufinden, wie sein/e Gegenüber sein Ankommen findet/n.).

    Und Leif?

    Bleibt stehen und überlegt. Geht einige Schritte, bleibt stehen - und überlegt. Rennt wenige Meter, bleibt stehen - und überlegt.

    Ja, Leif überlegt wenn er sich nicht sicher ist. Er überlegt wie der andere drauf sein könnte, und welche Wirkung er bei seinem Gegenüber möglicherweise auslöst.

    War eineHündin, wenig älter als Leif, die erst Leif in Augenschein genommen hat, dann - recht kurz - auch Amigo und Vasco - und sich dann für Leif für weitere Interaktionen entschied. Leif fand sie so klasse, dass er einen kurzen Rennflash hinlegte, die beiden haben ein kurzes Jagdspiel gemacht, derweil wir einige Worte mit der Halterin wechselten, dann ging es weiter.

    "Da hinten kommen Menschen - ruf mal den Leif ran!"

    :roll: ... auch noch 200m Entfernung, zwei Frauen, die uns entgegen kamen....

    Echt jetzt - ich habe verdammt viel Aufmerksamkeit und Konzentration aufgewandt, um meinen jeden-Menschen-liebenden Leifur davon weg zu bekommen, eben nicht mehr zu jedem Passanten hingehen zu wollen, sondern fremde Menschen einfach auch mal links liegen zu lassen, uninteressant zu finden...

    Das darf er dann auch mal ausleben, oder?

    Nun ja - zumindest eine dieser Frauen fand meinen Leif wohl überaus süß, und sprach ihn beim Passieren freundlich an. Woraufhin er seine Streicheleinheit abholte :herzen1:

    Ich mag das. Echt.

    Ich finde es beglückend, wenn andere Menschen meine Hunde als freundlich wahrnehmen, und sie streicheln wenn diese es dann auf freundliche Ansprache hin anbieten. Sie haben aber die Wahl, ob sie gerade gestreichelt werden wollen oder nicht. Dann gehen sie einfach weiter.

    Ich mag es nicht, wenn meine Hunde unaufgefordert anfragen, ob sie mal gestreichelt werden.

    Das fällt für mich in den Bereich "Belästigung".

    Tags zuvor habe ich einen Mann mit einer jungen Jagdhündin getroffen. Nach kurzer Klärung - freie Interaktion war erwünscht - hat sich auch diese Hündin intensiv und freudig mit Leif befasst, derweil ich mich mit dem Mann unterhielt, immer die Hunde im Auge behaltend.

    Der Mann erzählte mir direkt stolz, dass er seine Hündin gerade angekört hat. Er hat vor, mit ihr zu züchten, bildet sie seit 1,5 Jahren jagdlich aus, und sie hätte sich als sehr leichtführig erwiesen.

    Wir haben dann die Thematik "Leichtführigkeit" etwas vertieft, ich musste das Gespräch dann leider abbrechen, weil ich ausnahmsweise mal einen Termin im Nacken hatte, aber das war sehr nett.

    Auf dem Weg zum Auto kam mir dann noch eine Hundehalterin mit an der Schlepp angeleintem Dackel entgegen. Ich hielt meine Jungs bei mir, Leif - der vor mir war - bremste ich mit einem Sitz auf Distanz mal eben aus.

    Ich fragte die Frau, ob ich auch anleinen soll - als sie mir sagte:

    "Ich kenne sie - wir sind uns doch schon mal begegnet. Da haben wir uns länger unterhalten - und wissen Sie, woran ich sie erkannt habe? An der Art, wie sie mit ihren Hunden umgehen xD Sie brauchen nicht anleinen, ich bin gespannt, wie mein Hund jetzt reagiert xD ".

    tja ... meine "Art" ... mein "Sitz auf Distanz" war ein freundliches: "Leifur - bist du bitte so lieb und machst Sitz?" ... :pfeif:

    Ich erinnerte mich noch gut an unsere damalige Begegnung - ihr Hund hat schon von Weitem mächtig Krawall gemacht, und wir haben dann eine sehr überlegte Kontaktaufnahme mit ihrem und meinen Hunden gemacht. Das hat sehr gut geklappt, mit dem Erfolg dass ihr Hund letztendlich entspannt in Gegenwart meiner Hunde sein konnte.

    Deshalb war sie auch so gespannt, wie ihr Hund jetzt auf meine Jungs reagiert - und es kam überhaupt kein Laut von ihm, und er war völlig neugierig und freundlich im Umgang mit meinen Jungs, was sie sehr freute (und mich auch).

    Ich habe der Frau mit Bedauern gesagt, dass ich diesmal leider keine Zeit hätte - sonst hätte ich mit ihr noch eine kleine gemeinsame Runde gedreht.

    Vielleicht beim nächsten Mal.

    Jetzt bin ich mal gespannt auf die Bilder des Fotografen - das war der Termin den ich hatte, gemeinsam mit Mann und Hunden :bindafür:

    Hi, und klar kann ein älterer Thread auch wieder mit Leben gefüllt werden.

    Es gibt hier aber auch noch andere Threads zum Thema Jagd und Dummy, die haben wohl bisher für Interessierte ausgereicht, weshalb dieser Thread hier eingeschlafen ist.

    Haupthintergrund dieses Threads war, das Apportiertraining nicht immer unter dem Fokus eines "Wettkampfsports" zu betrachten, sondern sinnvolle Basics für den Hausgebrauch anzubieten, die weniger auf Perfektionismus und mehr auf die Zweckmäßigkeit gerichtet sind.

    Was machst du denn bisher mit deiner Lilly?

    Heute hat uns eine (noch) nicht wirklich hörende Tut-Nixin einen wunderschönen Spaziergang beschert :smiling_face_with_heart_eyes:

    Mo-Fr bin ich ja morgens am Stall, Leif darf dann immer mit, lernt da "Warten", und darf dann immer zum Ausgleich auf der riesigen Heuwiese rumfetzen, entweder gemeinsam mit der Hofhündin, oder mit einigen gezielten Apportaufgaben.

    Als ich vorhin dort ankam, war meine "Arbeit" aber schon getan: "Wir dachten, du kommst heute nicht weil ja Feiertag ist."

    Joah, habe ich nur noch beim Stallkehren geholfen, und die Gelegenheit genutzt mit Leif dann mal eine außerplanmäßige Einzelrunde im nahen Wald zu machen.

    Fing schon am Parkplatz gut an - zeitgleich kam noch ein weiteres Auto dort an, parkte direkt neben mir.

    Ich bin dann in Ruhe ausgestiegen, und habe dann am noch geschlossenen Kofferraum abgewartet.

    Neben mir wurden 2 BC ausgepackt, habe ich also die Klappe geöffnet, aber Leif noch drin gelassen. Schon mal die Rampe ausgepackt und bereit gestellt, aber gewartet bis die Halterin ihre 2 Hunde (von denen einer auch noch jung war, kein Jahr alt) sortiert hatte und mit ihnen den kleinen Waldweg reinging.

    Leif blieb ruhig, und damit er jetzt nicht total hibbelig die Rampe runterprescht (was altersgereicht seiner Dynamik entspricht) bekam er von mir ein fettes Leckerchen. Er ging dann angeleint richtig ruhig runter, als das Leckerchen fertig gekaut war (obwohl ich schon die Querstange weggenommen und damit den Weg nach draußen eigentlich frei gemacht hatte).

    Ist mein Plan, ihn mit Leckerchen ruhig zu halten, voll aufgegangen :cuinlove: :bindafür:

    Er steuerte dann auch direkt das nächste Grün an, zum Schnüffeln und Markieren, statt den unmittelbar zuvor im Waldweg verschwundenen Hunden hinterher zu wollen - geil, einfach nur geil :herzen1:

    Das fing schon mal gut an, und wir haben dann den dortigen Hauptweg eingeschlagen, um dann einem kleineren Reitpfad zu folgen. Zu der Stunde und bei dem Wind der war, ist es eher unwahrscheinlich einem Reiter zu begegnen, da die Wegstrecke aber derzeit wegen Kurven und dem noch sehr hoch stehenden Königsfarn nicht gut einzusehen ist (Reiter sieht man, aber alles was kleiner als 1,50 ist, nicht), blieb Leif erst mal angeleint. Für ihn und mich eine gute Übung für "Hundedinge erlaubt, Ziehen nicht.".

    Schoß plötzlich um eine unübersichtliche Kurve ein rehbrauner, ungefähr gleichkalibriger Hund wie Leif um die Ecke. Leif blieb stehen, der Hund auch als er uns sah, nahm uns (noch ca. 20m Abstand) neugierig-freundlich in Augenschein, ignorierte das Rufen der Männerstimme von hinten, und rannte freudig auf uns zu.

    Ich nur gerufen: "Alles gut, die darf ruhig kommen!".

    Dem Namen der von dem Mann gerufen wurde nach handelte es sich um eine Hündin, körperlicher Entwicklung und Körpersprache nach noch recht jung - jepp, war 8 Monate alt, wie ich später erfuhr.

    Die Hündin war schon bei uns, bzw. Leif, den ich schon abgeleint hatte, als der Mann um die Ecke hechtete - und sichtlich entspannte bei dem Bild das sich ihm bot.

    Da wurde kurz abgecheckt, festgestellt: "Freund :cuinlove: !" - und da wurde zunächst vorsichtig angetestet, was miteinander spielerisch geht.

    Zur Freude beider Hunde ging spielerisches Raufen, was sie voll auskosteten.

    Gut zu sehen war dabei aber auch, dass beide Hunde sehr wohl "auf die Bremse traten", also ihre Körpermasse sehr wohl dosierten - Rempeln, Betatschen, spielerische Scheinangriffe waren durchaus erlaubt, aber beide Hunde achteten darauf den anderen jetzt nicht umzurempeln oder gar plattzuwalzen.

    Das war sehr schön :herzen1:

    Jetzt war allerdings noch ein Hund dabei, den die Frau des Mannes erst mal bei sich hielt - nicht, weil er gefährlich war, sondern aufgrund seines Alters, er war schon über 14, gefährdet aufgrund der tobenden Jungspunde.

    Dabei hatten sie mehr Angst wegen ihrer jungen RR-Hündin, der sie einfach zutrauten dass diese noch nicht die erforderliche Umsicht diesem alten Hund gegenüber aufbringen kann, wenn sie mit einem anderen Hund am Toben ist.

    Mein Vorschlag, dann gemeinsam den Weg zurück zum Parkplatz zu gehen, mit den Jungspunden mit gutem Abstand vorneweg, wurde freudig angenommen.

    Die Interaktion zwischen der Hündin und Leif war herrlich anzusehen, wir Menschen mussten ein wenig auf unsere Sicherheit achten xD , weil die zwei auch mal zwischen uns rumwuselten, aber beiden Hunden war anzumerken, wie gelöst sie waren und es sichtlich genossen, mal auf einen passenden Sparringspartner zu treffen, mit dem dieses rauferische Spiel möglich war.

    Wir waren ja erst wenige Minuten vom Parkplatz entfernt, dass Ganze dauerte vielleicht so 10-12 Minuten, und beim Abschied, als beide Jungspunde an der Leine waren, durfte dann auch der unangeleinte Althund Leif mal näher in Augenschein nehmen.

    Das ging sehr friedlich und mit großer Ruhe vonstatten, Leif an komplett durchhängender Leine blieb - erwartungsgemäß - völlig ruhig dem alten Hund gegenüber.

    Ich liebe unseren Kleinen :herzen1: , der hat so tolle Veranlagungen die schon so weit ausgebaut und gefestigt sind, dass ich ihn da wirklich als absolut verlässlich bezeichnen kann ... :herzen1:

    (Dafür haben wir andere Baustellen, die aber auch altersentsprechend sind, mich aber nicht daran hindern seine bisher schon vorhandenen Qualitäten zu bemerken, und auch einzusetzen :nicken: ).

    Der Althund wandte nach einer kurzen Inspektion von Leif (kurz geschnuppert, abgecheckt und für "der ist okay" befunden) seine Aufmerksamkeit lieber mir zu (kurz ins Gesicht und in die Augen geschaut, abgecheckt und für okay befunden xD xD), fand dann aber meine Dummyweste, genauer gesagt die linke Tasche der Weste, in der meine Leckerchen waren, interessanter.

    Ja, er durfte dann Leckerchen haben, und weil die ja so besonders lecker schmecken, habe ich der Frau ein paar davon beim Abschied in die Hand gedrückt :D

    Vielleicht sehen wir uns mal wieder, wir waren uns einig dass wir uns darüber freuen würden.

    So souverän fand ich mich garnicht, die Frau sah wirklich sehr verängstigt aus, da irgendwie unfreundlich zu werden nur wegen dem Kleinen wär doch nix.

    Souverän ist aber schon was anderes als "unfreundlich", ne?

    Du hast in der Situation die Regie übernommen, und gewusst was du wann und warum tust.

    Finde ich schon souverän - und hat ja auch den gewünschten Erfolg gebracht.

    Die Frau war ja handlungsunfähig, im Gegensatz zu dir.

    :nicken: :respekt:

    Die Besitzer entscheiden sich spontan um und kommen hoch zu meinem Weg.

    Das sind immer die besten und schönsten Momente, ne? Neue Gesichter, neue Hundegeschichten, schöne Interaktionen der Hunde in dem Rahmen, die der Mensch sich vorstellt ... überhaupt: Das Leben ist schön :smiling_face_with_heart_eyes:


    Lustig isses immer wenn die anderen dann checken wo ich die Packung aufbewahre.... Der Kleine gestern wollte mir schon in die Bauchtasche krabbeln um ab die Teile dranzukommen. :lol:

    Kenne ich auch - ich hatte auch schon so manche feuchte, kalte Hundenase in meinem Leckerchenbeutel stecken.

    Ich gönne dem Hund dann einen kurzen Moment des Selbstbedienungsladens, derweil ich die Halter beschwichtige:

    "Erstens bin ich's selber schuld, wenn ich den so platziert habe dass der Hund ungehindert drankommt - und zweitens freue ich mich immer über die Neugier von Hunden. Neugierige Hunde sind besser als aggressive - und den Beutel platziere ich gleich woanders, wo er nicht mehr drankommt. Aber erst darf sich noch bedienen :rolling_on_the_floor_laughing:"

    Den meisten Haltern ist dieser Selbstbedienungsanfall ihres Hundes nämlich erst mal peinlich.

    Ich sehe da keinen Grund für, freu mich über die Neugier.

    Allerdings weiß ich auch immer, was ich tun muss damit der Hund dann auch damit aufhört - Beutel weg und gut ist.

    Hat bisher immer funktioniert, ich bin da wohl immer sehr klar für die Hunde. Freundlich, aber klar. :ka: