Beiträge von Hundundmehr

    Die Stunde endet übrigens immer damit dass jedem Hund ein Dummy versteckt wird was er suchen muss auf dem Platz, das gefällt mir sehr gut.

    Wie verhält er sich da?

    Sucht er hektisch, überrennt er das Dummy mehrfach, bevor er es findet?

    Nimmt er das Dummy sofort auf und bringt es auf direktem Wege zu dir?

    Edit hat nicht mehr geklappt, deshalb hier:

    Ich meine, AnjaNeleTeam hätte hier auch schon den Tipp gegeben, ein Stück der Wegstrecke zu dem Dummy, welches der Hund holen soll, mit ihm zu laufen, und ihn dann aus dieser kürzeren Distanz zum Dummy zu schicken.

    Jetzt ist es klarer. Auch, was er da macht.

    Einige würden das als Ungehorsam bezeichnen |)

    Ich denke: Dein Hund weiß einfach noch nicht wirklich, was er genau machen soll.

    Im Prinzip macht er das, was er auch macht wenn er das Apportel anderen bringt/präsentiert:

    Er kommt nicht auf direktem Wege zu dir.

    Du hast einen Hund der mit Begeisterung dabei ist.

    Er weiß aber noch gar nicht genau, was er da macht, bzw. was er machen soll.

    An deiner Stelle würde ich jetzt selber erst mal nur mit einem einzelnen Dummy arbeiten, und jedes prompte zu dir bringen mit einem super Leckerlie belohnen.

    Dann würde ich anfangen, 2 Dummies auszulegen, eines vor, und eines hinter euch.

    Zunächst einmal wirklich auf einer geraden Linie, sodass du, wenn dein Hund mit dem ersten Dummy kommt, du auf dem direkten Weg zum 2. stehst, es damit quasi blockierst.

    Ich würde auch, gerade weil dein Hund so begeistert ist, schon Variationen einbringen, wie z. B. enen Standortwechsel, nachdem er das 1. Dummy gebracht hat, und ihn dann von diesem neuen Standort aus schicken.

    Was dein Hund lernen muss: Es gibt EINEN Arbeitsauftrag, der ausgeführt werden soll.

    Einen. Dann warte ich ab, welchen neuen Arbeitsauftrag mein Mensch mir gibt.

    Es gibt ganz viele Variationen, die mit einem oder auch 2 Dummies gearbeitet werden können.

    ....................

    Sag mal... ihr seid jetzt beide mit Begeisterung dabei. Das kann ich verstehen, es macht unglaublich viel Spaß, auch dem Menschen, zu sehen wie ein Hund in einer Aufgabe so richtig aufgeht:herzen1: ...

    aber ...

    wie oft und wie lange trainierst du denn derzeit?

    Täglich? Wie lange? Wie viele Aufträge?

    Ich habe das Gefühl, weniger wäre für euch derzeit mehr :denker:

    Auch wenn die Trainerin euch aufgetragen hat, dieses Y selber zu üben: Der Hund wird nicht dressiert, diese Aufgabe fehlerfrei zu absolvieren.

    Ziel ist immer das hier: Es gibt EINEN Arbeitsauftrag, der ausgeführt werden soll.

    Heute gabs 3 Dummys. 2 je 90 Grad, einer mit 180 Grad Drehung voran.

    Schwierige Beschreibung :ka:

    Zumal ich auch nicht weiß, welches der 1., und welches der 3. Dummy istxD

    Lagen 1. und 3. Dummy vielleicht zu dicht?

    Du hattest doch auch das Problem, dass er beim letzten Mal auch nicht sofort zu dir gekommen ist, sondern seine Beute anderen "präsentiert" hat.

    Seit wann machst du jetzt Dummy-Arbeit?

    Von deinen Schilderungen her kommt mir das Bild, dein Hund ist etwas überfordert :denker:

    Denk mal in die Richtung, spür das mal nach, ob da etwas dran sein könnte.

    Er ist ja superbegeistert dabei, und gerade bei solchen Hunden passiert es schnell, dass dieser Übereifer vom Menschen ja auch bedient werden will - und dann macht man gerne auch zu viel.

    Ihr arbeitet noch an den Basics, und zielgerichtetes Arbeiten ist eben auch etwas, was jeder Hund erst lernen muss.

    3 Apportel fühlt sich für mich zu früh an. Lieber 2, diese ganz klar getrennt, und bei einem davon dann lieber den Schwierigkeitsgrad für das Auffinden erhöhen.

    Er muss doch erst noch lernen, EIN Apportel zügig zu dir zu bringen, und zwar das, welches du bestimmst.

    Im Moment lernt er, dass er die Wahl hat.

    Ich ärgere mich nicht, ist ja nur ein Hobby und soll Spaß machen.

    Dann hatte ich deinen Rote-Karte-Smiley überbewertet, sorry :bussi:

    Ist nur halt blöd für die anderen wenn er hin rennt

    Ist aber andererseits für genau diese eine gute Steadinessübung...

    Ich finde, es kommt auch immer darauf an, wie der Trainer damit umgeht.

    Nimmt er es mit Humor und Gelassenheit, gibt hilfreiche Tipps, die euch helfen ohne dem Hund damit die Motivation kaputt zu machen, ist das schon mal mehr als die halbe Miete.

    Monsieur rannte immer fröhlich mit dem Dummy zu den anderen Leuten und Hunden... :rotekarte: Hat er vorher noch nie gemacht.

    Was für ein toller Hund - hat gerade erst mit dem Apporttraining angefangen, und präsentiert schon freudig und voller Stolz allen anderen, wie toll er das gemacht hat!

    Nicht ärgern :streichel:

    Schau mal in meinem Vorpost, wie ich mit dem ähnlichen Problem von Frau Paula umgehen würde.

    Bringt er den Dummy nicht direkt (am Anfang neigt er am Ehesten dazu, ich vermute er läuft sich den Stress ab),

    Den Dampf vorher rauslassen, bevor es die erste Aufgabe gibt.

    Gerade mein Amigo hat mich gelehrt, deutlich zu unterscheiden zwischen Apportel und Spielzeug.

    Apportel bedeutet Arbeitsauftrag, Spielzeug ist just for fun.

    Evtl. ist das für euch auch brauchbar - ihn vorher mit einem Spielzeug etwas Dampf ablassen zu können?

    Unser Youngster Leif (11 Monate) ist auch eine kleine Flitzpiepe, und dreht dann gerne auf.

    Ich stärke seine Motivation, auf direktem Wege zu mir zu kommen, indem ich bei Bedarf

    - einige Schritte rückwärts gehe

    - mich umdrehe und ein Stück renne

    Dabei halte ich den Kontakt zu ihm, motiviere ihn freudig mit Stimme, zu mir zu kommen.

    Die Betonung liegt auf freudig. Ich muss mir sicher sein, dass er verinnerlicht hat welche Freude es ist, mir ein Dummy zu bringen. Erst wenn das richtig sitzt, kann ich ihn über einen Tadel auf einen Fehler aufmerksam machen.

    Kleine Anmerkung am Rande: Ich rufe nie "Hier!" bei solchen Aktionen. Das Kommando für das Bringen eines Apportel ist "Apport" (oder "Bring").

    Ich habe schon zu oft Hunde erlebt, die super zum Apportel hinsprinteten, es dann aber nicht aufnahmen, oder nur kurz und es dann fallen ließen - und dann mit einem "Hier" gerufen wurden ... was sie dann auch machten, dann allerdings richtigerweise ohne das Apportel noch mal aufzunehmen... :roll:

    Brave Hunde - die dann oft zutiefst irritiert wurden, wenn ihnen dann auch noch ein "Nein" entgegenschallte.

    Ein Aspekt - neben den bisher schon genannten - ist sicher auch nicht zu vernachlässigen: Die erfreulicherweise gestiegene Mobilität.

    Auch das verbraucht mehr an Energie, und da die Futtermenge ja vorsichtig bemessen werden muss und auch genauso vorsichtig gesteigert werden soll, ist es gut möglich, dass aufgrund der stetig steigenden Verbesserung bei gleichzeitiger "Diät" kurzfristig eine Abnahme zu sehen ist.

    So lange Erwin jetzt nicht Woche für Woche abnimmt, und mit einer kleinstschrittigen Erhöhung der Futtermenge weiterhin gut klar kommt, würde ich mehr das Maß seiner Bewegungsfreude zugrunde legen, als Indikator dass es ihm gut geht.

    Fühl dich einfach mal gedrückt :bussi:

    Ganz wichtig ist, dass du selber wieder Sicherheit in deinem Handeln bekommst, also auch davon überzeugt bist: Ich weiß was ich tue, ich habe einen Plan - und der ist richtig!

    Ich weiß noch sehr gut, wie sich dieses mulmige Gefühl, in Erwartung des Verhaltens des eigenen Hundes, anfühlt :streichel:

    Mein Vasco (meine Seele, mein Schaf, mein überaus geduldiger Fels in der Brandung, verlässlich, souverän :herzen1:) hatte mal aufgrund einer von mir falsch belegten Situation :headbash:ein aggressives Wehrverhalten gegenüber hundelose Einzelpersonen, zunächst nur im Wald, später auch in anderen Situationen, entwickelt :shocked:

    Ich hatte damals keine Ahnung, wie ich damit umgehen,geschweige denn es wieder abbauen könnte.

    Eine gute Hundetrainerin hat dann, nach eingehender Analyse, bei der es vor Allem um meinen Gemütszustand ging, folgenden Tipp gegeben:

    Nimm deinen Hund so früh wie nötig dicht bei dir ins Fuß, fass die Leine dabei - möglichst ohne Spannung - so kurz, dass es dich nicht aus den Schuhen hauen kann, wenn dein Hund doch durch eine plötzliche Bewegung einen Ruck auf die Leine ausübt.

    Gehe deutlich vor dem Passieren dieses Menschen einen Bogen, der dich auf großen Abstand bringt - und: Ignoriere diesen anderen Menschen völlig, kein Gruß, kein Blickkontakt, gar nix.

    Signalisiere deinem Hund - wenn du es brauchst und gut anfühlt, gerne auch mit ruhigen, aber freundlichen Worten: "Du - ich sehe diesen Menschen - und er interessiert mich überhaupt nicht! Er ist keine Gefahr, und wir gehen da einfach mit Abstand dran vorbei - Guuuut machst du das - Fuß!"

    Beim ersten Mal musste ich mich echt zusammenreißen und mir einreden, dass ich völlig überzeugt bin von der Richtigkeit und Wirksamkeit dieser Handlung. Mir hat dabei geholfen, das mehrfach in meinem Kopf durchzuspielen, wie ich mich verhalten will, bevor ich es das erste Mal angewendet habe.

    Warum ich das Fuß unterstrichen habe: Es ging ein Lob voran, tatsächlich hat meinen Vasco mein so drastisch geändertes Verhalten direkt beim ersten Mal so irritiert, dass er mitmachte und keinen Mucks von sich gab beim Passieren.

    Nach dem Lob bekam er aber direkt eine Anweisung, was er weiter tun soll.

    Das ist wichtig, gerade bei einem Hund, der noch gar keinen Plan von dem Handeln hat, welches wir erwarten.

    Ein Lob beendet grundsätzlich die vorangegangene Handlungsanweisung (jaaa - bei erfahrenen Hunden ist das später anders, da braucht es diese erneute Handlungsanweisung nicht, der weiß auch nach einem positiven Feedback, was er zu tun und zu lassen hat) aber gerade bei Problemverhalten bedarf es des positiven Feedbacks - und die anschließende Anweisung, was er weiter tun soll.

    Deshalb sagen wir dem Hund nach einer positiven Rückmeldung (Lob) auch, was er weiter tun soll - und zwar DIREKT im Anschluss an das Lob, ohne Zögern.

    Diese Geschichte lässt sich natürlich nicht mit dem derzeitigen Problem deiner Hündin vergleichen.

    Sie dient nur dazu dir zu sagen:

    - du bist nicht alleine, andere kennen auch solche Probleme, vor Allem mit der eigenen Gefühlslage

    - berücksichtige deine eigenen Emotionen und habe sie im Blick

    Wenn mir das ein wenig gelingt, und dir hilfreich ist - dann freue ich mich :smile: