Beiträge von Hundundmehr

    Czarek und Wurli Was an meinem vorausgeschickten "OT (= Off Topic) ist so missverständlich, dass ihr es jetzt auf den Hund der TE bezieht?

    :ka:

    Es bezog sich auf die Aussage: "Sitz und Platz sind Dressur".

    Das ist es nicht. Sonst wäre jedes Signal, egal ob verbal oder nonverbal, welches wir Konditionieren, einfach nur Dressur.

    Aber es ist OT, und hat mit dem Hund der TE nichts zu tun.

    Weil es OT ist im Spoiler: Sitz und Platz als Dressur

    Spoiler anzeigen
    Zitat

    Es geht jetzt nicht darum, dass dein Hund Sitz und Platz unterscheiden kann, also dass er dressiert wird,

    Ich weiß nicht, warum Sitz und Platz immer als Dressur angesehen werden. Klar kann man das einfach als Dressur anwenden.

    Aber was ist "Sitz" und "Platz" eigentlich, und warum findet es so oft Verwendung?

    Wenn der Hintern des Hundes auf dem Boden ist, dann kann er nicht rumhibbeln. Bei vielen Sachen braucht man keinen rumhibbelnden Hund, und gerade im Alltagsgeschehen ist es praktisch, wenn der Hund am Rumhibbeln gehindert wird, wenn er seinen Hintern mal am Boden parkt.

    Das "Platz" ist noch mal eine Steigerung, denn wenn der ganze Hund liegen soll, dann heißt das erst mal: "Jetzt ist Ruhe, mal gar keine Bewegung, leg dich meinenthalben bequem - aber bleib mal an deinem Platz liegen!".

    Auch diese Erfordernis eines nicht herumlaufenden Hundes ist etwas sehr Alltagsgebräuchliches.

    Weil es so alltagsgebräuchlich ist, und viele (nicht Alle!) Hunde gerade das Sitzen auch von sich aus anbieten, sind "Sitz" und "Platz" so mit die ersten Worte, die man versucht dem Hund beizubringen.

    Was macht man da aber eigentlich?

    Man konditioniert Kommunikation.

    Es bedarf einer gemeinsamen Kommunikationsbasis, um miteinander Kommunizieren zu können.

    Weil das gebräuchlichste Kommunikationsmittel die Sprache ist, und weil der Hund wie kein anderes Tier die menschliche Sprache verstehen lernen kann - werden oft die Sachen zuerst konditioniert, die dem Alltagsgebrauch am Nächsten sind.

    Das ist häufig "Sitz" und "Platz" - weshalb es sich eben nicht um Dressur handelt, sondern um die ersten Schritte, um eine gemeinsame Kommunikations mit seinem Freund auf 4 Pfoten aufzubauen.

    Menschen, die Sitz und Platz nicht brauchen, haben mit Sicherheit andere Sachen verwandt, um eine gemeinsame Kommunikationsbasis zwischen Mensch und Hund aufzubauen.

    Ohne eine gemeinsame Kommunikationsbasis gibt es kein Miteinander zwischen zwei unterschiedlichen Spezies.

    Jeder fängt mal an.

    Deshalb degradiert dieses "Sitz" und "Platz" doch bitte nicht zu einer Dressur - wenn es doch den meisten Menschen gerade durch diese alltagdienlichen Signale leicht fällt, dem Hund begreiflich zu machen dass bestimmte Worte einen Sinngehalt haben - um dem Hund etwas mitteilen zu können.

    Das ist doch gar nicht mehr so lang bis dahin :streichel: vor Allem jetzt.

    Schau mal, das Video für Maulkorbtraining ist für dich vielleicht hilfreich:

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    @All wenn ihr da bessere, ausführlichere zu habt, bitte immer gerne - ich habe jetzt das erste genommen, was mir positiv auffiel, eben auch weil ich die Erklärungen und Herangehensweise gut fand.

    Das kann tatsächlich „nur“ das Erwachsenwerden sein. Er wird eben ernsthafter. Ich drücke euch weiterhin die Daumen und würde auch, wie du schriebst, schnellstmöglich einen Maulkorb aufziehen.

    Nein, das ist nicht "nur" das Erwachsenwerden.

    Im Erwachsenwerden und -sein zeigt ein Hund die Ergebnisse der Bausteine, die in seiner Welpen- und Junghundzeit gelegt wurden.

    @Starman du hast ja schon selber erkannt, dass dir da in dieser Entwicklung ein paar Bausteine entgangen sind. Das ist nicht irreparabel, und du bist gerade dabei, dich da selber auf den Prüfstein zu stellen. Das ist der richtige Weg, und eine Zeit lang wird dich da der Einsatz des Maulkorbs begleiten. Begleiten müssen, weil du jetzt erst mal Schutz benötigst, um deine Angst abbauen zu können und dir eine neue Basis für das gemeinsame Leben mit deinem Hund zu erarbeiten.

    Hast du denn jetzt schon einen Trainer gefunden?

    Ich habe das Gefühl dass Egal was sie schreiben würde, es vielen hier nicht passt und sie einfach immer zerrissen wird. :ka:

    Ja, ich gehöre auf jeden Fall zu diesen "Vielen" - aus einem einfachen Grund:

    Für mich hat sie einen Vollknall, und das trägt sich rein in jegliche ihrer Aktionen.

    Es zeigt sich sowohl in ihrem Umgang mit Hunden, der für mein Empfinden mehr durch eine Profilneurose und weniger durch "Liebe zum Hund" geleitet wird; Ich lehne vehement ihre Bootcampmethoden bei der Haltung der Hunde ab, und ihren scheinbaren "Humor" sehe ich einfach nur als Mittel, Situationen herunter zu spielen und etwas zu überdecken. Was sie damit überdeckt ... da sollen sich befähigtere Menschen drum kümmern, Psychologen z. B.

    Ihren Umgang mit Unangenehmem und alltäglichen Schwierigkeiten als Humor zu bezeichnen, ist für mich eine derbe Fehlinterpretation, und wird dem Sinn von Humor mMn nicht gerecht.

    Ihr fehlt nämlich die Fähigkeit, diese Schwierigkeiten heiter und gelassen zu sehen, weil sie mit diesen Schwierigkeiten nicht selber umgehen kann.

    Statt dessen sucht sie die Fehler für ihre Probleme bei anderen - und lässt auch andere ihre Probleme lösen, zuletzt war es Normen Mrozinski, der dafür hergehalten hat.

    @Starman Erst mal Danke für deine ehrliche Antwort - und ein dickes :streichel: für dich.

    Es gefällt mir, wie du dich da jetzt selber einschätzt.

    Es liegen Welten zwischen Formen und Verformen einer Persönlichkeit - du formst über Erziehung, indem du Raum für die Persönlichkeit lässt, aber lehrst, welche Regeln beachtet werden müssen um in dieser Welt gemeinsam miteinander zu leben.

    Verformen tust du nur dann, wenn du ungeachetet der Persönlichkeit einen Hund nach deinen Vorstellungen formst. Dann hat ein Hund nur noch zu funktionieren - und das geht mit Maschinen, aber nicht mit Lebewesen.

    Es ist auch eine großer Unterschied zwischen "sich Unterordnen müssen" und "auf der Nase rumtanzen lassen".

    Das sehe ich so wie SheltiePower : Konsequenz ist Konsequenz, und du kannst da deine liebevolle Schiene durchaus weiterfahren. Nur hast du selber festgestellt, dass es dir an eben dieser Konsequenz mangelt.

    Du wirst sowohl dich, als auch deine Welt, in der du jetzt gemeinsam mit deinem Hund über 2 Jahre gelebt hast, nicht von heute auf morgen ändern können.

    Das kauft dir auch dein Hund nicht ab, gerade auch, weil du erst für dich selber diese Konsequenz üben musst, um zu lernen das auch im weiteren Verlauf überzeugt zu leben.

    Deshalb fängt man mit einer einzigen Sache an - und das ist die Couch in deinem Fall.

    Hier ganz konsequent die Couch zu verbieten, liebevoll aber beinhart den Hund runterführen an der Hausleine, sobald er es sich darauf bequem macht - immer, jedes Mal, es gibt keine einzige Ausnahme (und wenn die Kartoffeln auf dem Herd anbrennen - erst muss der Hund runter von der Couch, oder wenn Besuch da ist und er sich bei diesem auf der Couch einschmeichelt - nein, ist nicht, runter von der Couch).

    Zu deiner Sicherheit, damit du erst mal wieder Boden unter den Füßen bekommst, gehört ein Maulkorb auf die Schnauze deines Hundes. Gar nicht erst Gelegenheit geben, seine "42 Argumente" gegen dich einsetzen zu können.

    Diese Sicherheit brauchst du, im Umgang und Zusammenleben mit deinem Hund, um deine Angst abbauen und wieder Vertrauen zu ihm aufbauen zu können.

    Wenn du dich dabei ihm gegenüber mies fühlst - dann stell dir einfach vor, wie mies es dir und auch ihm gehen würde, wenn du ihn in weniger liebevolle Hände abgeben müsstest, weil du mit ihm so wie er ist (und sich ja weiter entwickelt) nicht mehr zusammenleben kannst.

    In allen anderen Bereichen würde ich an deiner Stelle jeglicher Konfrontation so aus dem Weg gehen, dass ich über ein gut durchdachtes Management mich überhaupt nicht in die Konfrontation mit dem Hund begebe. So wurde hier z. B. der Tipp gegeben, die Futtersituation so zu entspannen, dass du z. B. ein Türgitter anbringst, um in Ruhe das Futter zubereiten zu können, und dann den Raum verlässt, während der Hund dann frisst.

    Das kannst du schon mal machen, bis du einen geeigneten Trainer gefunden hast.

    Lerne Konsequenz - du tust deinem Hund damit etwas Gutes.

    Ich dachte Kauzeug wäre auch essentiell? Für die Zähne und so. Außerdem liebt er es etwas zu kauen, nutzt aber kein Spielzeug dafür. Ich würde mich halt richtig mies fühlen, wenn er plötzlich gar nichts mehr darf. Keine Couch mehr, kein Kauzeug mehr,...

    Genau das ist dein Problem - du fühlst dich mies, wenn du etwas mit deinem Hund machst, von dem du meinst es könnte ihm ja unangenehm sein/nicht seinen Vorstellungen entsprechen/ihn einschränken/nicht seiner Persönlichkeit entsprechen.

    Deshalb hat dein Hund dich erziehen können, und ist dabei sich den Lebensraum, den du ihm geboten hast, nach seinen Vorstellungen zu formen.

    Ehrlich gesagt habe ich Zweifel, dass du mit dieser Einstellung überhaupt geeignet bist, um dein Leben mit einem Hund zu teilen, vor Allem nicht mit diesem.

    Ich empfinde das als grundlegendes Problem, welches sich im Rahmen des Widerstandes gegen frühere "Erziehungsmethoden" (die ich auch vehement ablehne) entwickelt hat: Einen Hund bloß nicht nach seinen Vorstellungen zu formen, weil mensch ja dann die Persönlichkeit des Hundes einschränkt.

    Was dabei einfach vergessen wird: Es handelt sich um eine soziale Gemeinschaft, die man automatisch eingeht, wenn Mensch mit Hund zusammenlebt. Das geht nur, weil auch der Hund ein soziales Lebewesen ist - und im sozialen Miteinander geht es um Regeln, weil diese das gemeinsame Leben in einem Rahmen einbetten, in dem Raum für alle Mitglieder der Gemeinschaft ist, und zwar so, dass Alle davon profitieren ... und nicht nur einer oder wenige.


    Mit sehr viel Freiheiten und regellosem Dasein können Hunde eher nicht umgehen. Mit Vorgaben und Einschränkungen sehr wohl.

    Um direkt Missverständnissen vorzubeugen: Ich mag den gesamten Beitrag, aus dem dieses Zitat stammt. Sehr sogar. Möchte ich gerne 100 mal liken.

    Eine Ergänzung füge ich aber an, weil mich das "und" zwischen "vielen Freiheiten und regellosem Dasein" etwa stört.

    Meine Hunde haben sehr viele Freiheiten, eben weil sie kein regelloses Dasein kennen.

    Diese Freiheiten haben wir uns von Beginn an erarbeitet, die kommen nicht von nix.

    Ohne Regeln lernen auch Hunde nicht, mit ihrer Freiheit so umzugehen, dass sie wissen: Ihre Freiheit endet da, wo die meine anfängt.

    Meine Hunde haben die Freiheit, sich aussuchen zu dürfen wo sie gerne liegen möchten.

    Dazu gehört auch die Couch.

    Aber der erste Hund, der meint mich anknurren zu müssen weil ich auch auf die Couch will ... würde da schneller von runterfliegen als er gucken kann.

    @Starman Ich habe das Gefühl, es ist deine grundlegende Einstellung die zu der Problematik geführt hat, die du jetzt hast. Da wird dir auch kein Trainer helfen können, wenn du nicht bereit bist, deine eigene Einstellung mal auf den Prüfstand zu stellen.

    Deshalb mal grundsätzlich: Du scheinst dich ja erkundigt zu haben, als Hundeanfänger, zu dieser Rasse - denn ansonsten hättest du die Anfangsprobleme, die sich vor den Beißvorfällen gezeigt haben (Futteraggression, Pöbelei) ja nicht als "rassetypisch" eingeordnet - und hingenommen.

    Warum hast du dir einen Shiba geholt?

    Mit Kommando durchsetzen meine ich, dass ich manchmal 5 Minuten lang mit ihm über ein Sitz diskutiere aber nicht nachgebe, bevor er es ausgeführt hat.

    Ähm,

    rein rational gesehen ist dieser Gedanke zwar schon "richtig" - nur, wir reden hier von einem Shiba!

    Die sind speziell.

    Da kommst Du mit einem "Dickkopf" und "ich bin stärker als du" nicht weit(er)!

    Ja, der Gedanke ist durchaus richtig, finde ich auch.

    Es kommt aber - und da finde ich auch, nicht nur beim Shiba, sonderm bei jedem Hund - darauf an, ob der Dickkopf um des Dickkopfes willen durchgesetzt wird (und da geht es auch um das "wie"), und ob ein Sinn für den Hund erkennbar ist, oder nicht.

    Jetzt ist es schwierig, dem Hund den Sinn zu erklären.

    Das muss aber nicht zwingend sein, weil Hunde verdammt gut Menschen lesen können.

    Deshalb "spüren" sie auch, ob ich als Mensch etwas wirklich meine, oder ob nicht.

    Sehe ich schon als Mensch keinen Sinn hinter etwas, was ich dem Hund in dem Moment abverlange, dann erkennt der Hund möglicherweise diesen Zwiespalt, in dem der Mensch sich selbst befindet - oftmals deutlicher, als es dem Menschen selber bewusst ist.

    Mal am Beispiel "Sitz": In welchen Situationen ist ein Sitzen des Hundes zwingend erforderlich?

    Mir fällt ehrlich gesagt keine Situation ein, in der ein Sitz nicht auch durch Stehen oder Liegen ersetzt werden kann im Alltagsleben.

    Worum geht es eigentlich?

    Dass der Hund wartet, und sich nicht weiter fortbewegt - z. B. auf einen anderen Hund zu.

    Deutlicher formuliert: Eigentlich will ich gar keine Gehorsamslektion/Konditionierungsabfrage in Form des "Sitz" vom Hund - ich will dass er Abstand zum anderen Hund hält.

    Das kann ich mit wesentlich mehr eigener Überzeugung tun, indem ich dann mit meinem Hund auf Abstand gehe, als ein Sitz einzufordern, das viel weniger Sinn macht in dem Moment.

    Fordere ich aber statt dessen ein "Sitz" ein in dieser Situation, das wenig Sinn macht - dann setze ich meinen Dickkopf nur um des Durchsetzen willens ein, und das macht mich unglaubwürdig dem Hund gegenüber, und stellt meine Kompetenz in Frage.

    Ist das verständlich geworden, was ich meine?

    Ich gebe zu, dass ich vieles habe einfach laufen lassen wie z.B. seine Futteraggression oder das Pöbeln und es dann als rassetypisch abgestempelt habe, dass er eben stur und selbstständig ist und ich das sowieso nicht aus ihm rauskriege.

    Ich habe irgendwie das Gefühl, Du bist im Krieg mit Deinem Hund. Es liest sich, als ob Du einen Feind bekämpfen willst, wenn es um Erziehung geht. Wie wäre es denn mal das Ganze zu einem Miteinander zu führen?

    Wie meinst du das mit dem Miteinander?

    Futteraggression habe ich z. B. gar nicht entstehen lassen bei meinen Hunden, indem ich von Welpe an positiv belegt habe, wenn ich während des Fressens an den Futternapf gegangen bin.

    Da bin ich einfach zu Beginn mit der Hand während des Fressens an den Napf gegangen und habe noch eine besondere Leckerei reinfallen lassen. Nicht oft, aber immer mal wieder.

    Hat der Hund meine Hand am Napf nicht mehr als ungewöhnlich angesehen, habe ich ihn angesprochen, und den Napf kurz genommen, eine besondere Leckerei zusätzlich hineingetan - und den Hund dann ganz in Ruhe weiter fressen lassen.

    Im weiteren Verlauf habe ich mir dann besondere Kauartikel im Tausch gegen etwas besonders Leckeres geben lassen, den Kauartikel dann kurz "bestaunt", während der Hund die besondere Leckerei gefuttert hat - und ihn dann sofort wieder zurück gegeben.

    So haben sie gelernt, dass es nie zu ihrem Schaden ist, wenn ich an Futter gehe.

    In vielen kleinen, weiteren Schritten verfeinert, haben sie auch keinerlei Futteraggression gegenüber anderen entwickelt.

    Kam ein Hund als Welpe neu dazu, habe ich mehrere Monate (2-3) die Fütterung überwacht. Ging der Welpe neugierig an den Futternapf des Großen, war ich diejenige, die den Welpen freundlich aber bestimmt wieder an seinen Napf gestellt hat. Manchmal habe ich mich auch dazwischen gesetzt. Jeder bekommt etwas, und jeder bekommt Seins. War echt easy :ka:

    Hat der eine Hund mal deutlich länger gebraucht, und hat der andere dann abwartend-neidisch mit Abstand gewartet - dann gab es für beide (oder jetzt alle drei) noch abschließend einen Keks, sobald der letzte mit Fressen fertig war.

    Brav sein lohnt sich :ka:

    Wir wollen ja miteinander klarkommen, und nicht gegeneinander arbeiten.

    Mir war immer ganz wichtig, meinen Hunden zu vermitteln, dass Nichts was ich tue zu ihrem Schaden ist.

    P.S.: Die Situation durch ein "Eigenstudium" versuchen selber in den Griff zu bekommen rate ich ausdrücklich von ab.

    :???:

    ICH habe das auch nicht empfohlen!

    Zumal ich schon vermutet habe, daß der Hund nicht richtig gelesen werden kann.

    Oh sorry :ops: ja, da habe ich nicht aufgepasst durch das Anhängen des "P.S.".

    Das bezog sich tatsächlich auf die Empfehlung von LPaxx , sich über ein intensives Eigenstudium die nötigen Kenntnisse zur Bewältigung der Probleme anzueignen. Davon würde ich in diesem individuellen Fall tatsächlich abraten.

    Sorry nochmal!

    Bowie war irgendwie immer schon ein wenig schwierig, aber einiges davon kann man ja auf die Rasse zurückführen. Er ist z.B. sehr stur. Ihm Kommandos beibringen und diese auch durchsetzen ist manchmal mühselig. Er findet auch andere Hunde ziemlich doof und pöbelt manchmal an der Leine. Außerdem hat er eine Futteraggression.

    Interessant ist, was du mit "durchsetzen" meinst, und wie du das umsetzt.

    Diese Baustellen jetzt auf die Rasseeigenschaften zurück zu führen, finde ich allerdings seltsam.

    Sowohl die Futteraggression als auch das Anpöbeln von Hunden, die er nicht mag ... hat er bei dir gelernt.

    aber seit ein paar Wochen hat er eine neue Baustelle, die mir Angst macht. Bowie beißt!

    Was mich jetzt nicht wundert.

    Du hast die anderen Baustellen hingenommen, Bowie so werden lassen wie er es will, und versäumt mit ihm zusammen zu erlernen, welche Vorstellungen du für eine gemeinsame Basis des Zusammenlebens hast.

    Ich kann mit all diesen Schwierigkeiten leben,

    Genau das ist der Punkt - du hast diesen Schwierigkeiten Raum gegeben und einfach damit gelebt.

    Ich habe den Verdacht, die Basis dafür könnte deine Vorstellung über die Rasse sein.

    Deshalb schließe ich mich dieser Einschätzung und Empfehlung an:

    P.S.: Die Situation durch ein "Eigenstudium" versuchen selber in den Griff zu bekommen rate ich ausdrücklich von ab. Es ist wichtig, jemand Kompetenten von Außen zu haben, weil der Blick auf einen selbst niemals objektiv ist.