Noch mal etwas zum "Abbruch":
Bei meinem Amigo breche ich jegliche Situation sofort ab mit einem freudig-motivierenden Dummylockruf ... Funzt IMMER. Allerdings brauche ich dann irgendein Apportel (was ich aber sowieso immer dabei habe im Dummyrucksack - und ja, ich bin retrievergeschädigt
)
Das bis vor 1 Jahr auch oft eingesetzte Sitz-auf-Distanz verlange ich meinem Amigo nicht mehr ab, weil es ihm aufgrund seines Cauda-Equina-Syndroms zu schwer fällt.
Mein Leifur, zarte 2 Jahre alt, wurde von Beginn an bei mir auf ein zuckersüßes "Leiiiifur" geimpft.
Bringt mir mindestens sofortige Aufmerksamkeit, oftmals aber auch einen sofortigen Spurt zu mir.
Warum er diesen nicht immer macht, liegt einfach daran: Ich habe es nicht weiter so trainiert.
Liegt einfach an meiner Einstellung, dass es nicht zwingend in jeder Situation angebracht ist, dass der Hund sofort alles und jedem den Rücken zukehrt. In manchen Situationen ist das sogar äußerst kontraproduktiv, weil es einen näher kommenden Hund zu einer "Verfolgungsjagd" triggern kann... aber das nur mal so am Rande.
Statt dessen habe ich dieses Aufmerksamkeitssignal so weit verfeinert, dass ich daran andere Handlungsweisen anknüpfen kann.
Das hat sich im Praxisalltag sehr bewährt.
Mein Vasco ... ist ein Goldstück
Mit seinen fast 13 Jahren kennt der die Welt, und vor allen mich und wie wir so üblicherweise mit Situationen umgehen. Der hat einen Altersdarfschein, den er sehr gut händelt, zu 99% so, wie wir es gewohnt sind.
Das maximal 1% ist sein "Altersstarrsinn". Da lebe ich mit.
Abbruch muss nicht aversiv aufgebaut sein.
Zuverlässig muss der Hund sein - zuverlässig im Rahmen dessen, was unser übliches Leben ausmacht.
Der Rest ist Management.