Beiträge von Hundundmehr

    Er ist inselbegabt, wer ihn einmal gestreichelt halt, den vergißt er auch nach 6 Monaten und länger nicht sondern erkennt den Menschen sofort wieder.

    INSELBEGABT.... :lachtot:

    ... und danke dafür, jetzt weiß ich endlich, was mit unserem Amigo los ist :gott:


    Oder die Bekannte aus der Hundeschule deren Jagdhund zwar immer an der Schleppleine gehen muss (was ihr egal ist),

    Läuft dein Hund denn auch nur an der Schlepp?

    Wenn nicht, dann freue dich doch lieber darüber.

    Möglicherweise passiert dir das, was nicht wenigen Menschen bei sich selbst passiert: Die verwenden alle Kraft darauf, ihre eigenen Mängel und Unzulänglichkeiten auszumerzen, und dabei geraten ihre Vorzüge und Fähigkeiten in den Hintergrund, verkümmern sogar.

    Es kann sehr hilfreich sein, sich auf diese Qualitäten zu konzentrieren, diese zu stärken und zu verfeinern ... denn oft bleibt dabei gar nicht mehr viel Raum über für das, was eben nicht so gut klappt, und gerät damit in den Hintergrund - wo es auch hingehört :smile:


    Ich glaube, bei manchen Leuten ist das so ein bisschen wie mit Kindern: Die Kinder anderer Menschen sind immer superkluge Raketenwissenchaftler, die stets bitte und danke sagen, gut gekämmt und mit frisch gewaschenen Händen zu Tisch kommen, während die eigenen Kinder beim Betreten der Wohnung alles zusauen und noch den Dreck vom Sandkasten unter den Fingernägeln haben, während sie einem nicht mehr verheimlichen können, dass es in Französisch doch wieder nur eine 5 gab.

    Ooooh jaaaa ... ich erinnere mich: Wie oft habe ich mir gesagt, es ist absolut normal und richtig und wichtig, wenn Kinder im Elternhaus ausprobieren was geht, und was nicht.

    Das zu wissen, hat mir aber auch nicht immer geholfen :roll:

    Hunde müssen möglichst viele verschiedene Hundetypen kennenlernen um deren "Fremdsprache" verstehen zu können. Das heisst ja nicht, dass man alles ohne Anleitung aufeinander hetzt.

    Dialekte statt Fremdsprache.

    Ich denke, Hundesprache ist sich nicht so fremd, wie sich Fremdsprachen voneinander unterscheiden. Deutsch zu Chinesisch etwa.

    Eher so wie Bayer zu Niederrheiner.

    Wobei diese auch kein Wort verstehen, wenn beide im eigenen Dialekt losschwätzen. Da gibt es dann aber die Gemeinsamkeit des hochdeutschen Sprachschatzes.

    Noch mal etwas zum "Abbruch":

    Bei meinem Amigo breche ich jegliche Situation sofort ab mit einem freudig-motivierenden Dummylockruf ... Funzt IMMER. Allerdings brauche ich dann irgendein Apportel (was ich aber sowieso immer dabei habe im Dummyrucksack - und ja, ich bin retrievergeschädigt xD )

    Das bis vor 1 Jahr auch oft eingesetzte Sitz-auf-Distanz verlange ich meinem Amigo nicht mehr ab, weil es ihm aufgrund seines Cauda-Equina-Syndroms zu schwer fällt.

    Mein Leifur, zarte 2 Jahre alt, wurde von Beginn an bei mir auf ein zuckersüßes "Leiiiifur" geimpft.

    Bringt mir mindestens sofortige Aufmerksamkeit, oftmals aber auch einen sofortigen Spurt zu mir.

    Warum er diesen nicht immer macht, liegt einfach daran: Ich habe es nicht weiter so trainiert.

    Liegt einfach an meiner Einstellung, dass es nicht zwingend in jeder Situation angebracht ist, dass der Hund sofort alles und jedem den Rücken zukehrt. In manchen Situationen ist das sogar äußerst kontraproduktiv, weil es einen näher kommenden Hund zu einer "Verfolgungsjagd" triggern kann... aber das nur mal so am Rande.

    Statt dessen habe ich dieses Aufmerksamkeitssignal so weit verfeinert, dass ich daran andere Handlungsweisen anknüpfen kann.

    Das hat sich im Praxisalltag sehr bewährt.

    Mein Vasco ... ist ein Goldstück :herzen1: Mit seinen fast 13 Jahren kennt der die Welt, und vor allen mich und wie wir so üblicherweise mit Situationen umgehen. Der hat einen Altersdarfschein, den er sehr gut händelt, zu 99% so, wie wir es gewohnt sind.

    Das maximal 1% ist sein "Altersstarrsinn". Da lebe ich mit.

    Abbruch muss nicht aversiv aufgebaut sein.

    Zuverlässig muss der Hund sein - zuverlässig im Rahmen dessen, was unser übliches Leben ausmacht.

    Der Rest ist Management.

    Ich habe 1 Situation, die nicht funktioniert. Ja, vermutlich von uns Besitzern ausgelöst und ja, nicht tolerierbar. Aber nein, davon lass ich mich nicht unterkriegen.


    Seit vielen Monaten kann ich stolz sagen, dass sie in allen situation "funktioniert" hat. Aber weder sie noch ich sind Maschinen. Wir haben einen tollen Rückruf und einen tollen Abbruch. Nur scheinbar ist er nicht perfekt. ALSO ARBEITEN WIR DARAN. JA, AN DER SCHLEPPI.

    Ich glaube, dieser schon im Eröffnungspost geschilderte Sachverhalt ist im Laufe des Threads etwas in Vergessenheit geraten :denker:

    Ich glaube, dass dieser überall ansonsten zuverlässig funktionierende Rückruf in genau dieser einen Situation eben nicht funktioniert, weil du dir da selber am Stuhlbein rumgesägt hast.

    Das habe ich ja schon erklärt, welcher Hintergrund möglicherweise diese scheinbare Gehorsamsverweigerung auslöst, und eben auch, weshalb ich dieser Hündin Mala gegenüber eine völlig andere Alternativhandlung (nämlich weggehen) gemeinsam mit Chuwi erlernen würde.

    Es wird etwas dauern, bis Chuwi dir wirklich glaubt, dass du nie wieder willentlich eine Annäherung zu Mala provozierst.

    Was dir helfen könnte: Du übst immer mal wieder bei Hundesichtungen anderer Hunde diesen "Rückzug", und etablierst dafür ein neues Kommando ("Zurück" z. B., oder ein anderes Wort welches für dich Sinn macht).

    Das würde ich freundlich tun, mit einer schönen Belohnung verbinden, etwas, was sich für Chuwi lohnt. (Dann natürlich tatsächlich KEINEN Kontakt zu diesem andern Hund zulassen - sonst hast du das gleiche Ergebnis wie bisher bei dem (erfolglosen) Rückruf bei Sichtung und anschließendem Kontakt zu Mala).

    Das könnte dir möglicherweise einen entscheidenden Vorteil bringen bei der nächsten, zufälligen Sichtung von Mala, wenn Chuwi schon weiß, welches Handeln mit diesem neuen Signalwort verbunden ist.

    Versuch macht kluch, ne?

    Bei mir - als grundsätzlich Weichgespülte - gibt es auch Grenzen.

    Die "setze" ich - in Notsituationen auch mit Gewalt, wenn ich keine andere Möglichkeit habe, die Situation anders zu beenden UND ich Schaden befürchten muss, wenn es mir nicht gelingt, die Situation rechtzeitig zu beenden.

    Das sind Notsituationen, da bin ich nicht mehr zimperlich, und es geht wirklich nur noch um Schadensbegrenzung.

    Hinterher kann ich mir immer noch Gedanken machen, wie schxxx ich jetzt reagiert habe, wie ich sowas in Zukunft anders verhindern kann - und was ich dafür trainieren muss.

    Ansonsten trainiere ich von Beginn an so, dass meine Hunde erwünschtes Verhalten erlernen, und möglichst gar nicht erst in die Situation kommen wo sie unerwünschtes Verhalten zeigen können.

    Genau so sehe ich auch den Beitrag von hasilein75 : Chuwi hätte direkt beim ersten Mal, als sie einfach das Stopp ignoriert hat und zum anderen Hund gerannt ist, eine gepfefferte Ansage bekommen, die gesessen hätte.

    Bringt aber wenig bis gar nichts, wenn der Hund dieses Verhalten schon mehrfach zeigen konnte, wie es bei der TE ja der Fall gewesen ist.

    Chuwi kennt das Stopp :) das wird aufgelöst sobald der Blick bei mir ist. Aber auch das scheint nicht nachhaltig genug aufgebaut zu sein :thinking_face: Bei Mala werd ich 0.0 gefragt...

    Das ist jetzt nur eine Vermutung, schau mal selber ob und inwieweit das bei euch zutrifft:

    Dieses scheinbare Miteinander-Auskommen in der Pension kann auch ein "Erdulden" mit gegenseitiger Kontrolle gewesen sein, einfach weil sie klarkommen mussten.

    Mala kommt jetzt nicht mehr in die Pension, was möglicherweise eine Erleichterung für Chuwi gewesen sein könnte.

    Dafür spricht, dass sie jetzt wohl äußerst "genervt" reagiert bei den nun doch deutlich selteneren Treffen, die beiderseits alles andere als freudiges Wiedersehen signalisieren.

    Dass das zuvor so sichere "Stop" jetzt in genau dieser Situation eben nicht mehr funktioniert, könnte - mMn sogar mit großer Wahrscheinlichkeit - eben genau daran liegen, dass du bisher immer nach dem "Stop" doch weiter zu Mala mit Chuwi hingegangen bist.

    Möglicherweise hast du - aufgrund der früheren augenscheinlichen Verträglichkeit der Beiden - Signale bei Chuwi übersehen, die dir hätten sagen können, dass Chuwi eben nicht so erfreut ist, ihre frühere Pensionsgenossin zu sehen...

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    Mir ist das Leben, und vor Allem das Leben meiner Hunde zu kurz, um so lange an ihnen rumzuerziehen bis sie in jeder Situation perfekt so funktionieren, wie ich mir das vorstelle.

    Ich bringe ihnen lieber bei: "Wen du nicht magst, dem geh aus dem Weg. Um die nächste Ecke warten 10 Hunde, mit denen du besser und lieber klarkommst."

    Tipps um die Wogen zu glätten?

    Ja.

    Gönne deiner Hündin ihren Lieblingsfeind - und gehe Mala lebenslang aus dem Weg.

    Ich fände jetzt ein gemeinsames Training aufgezwungen, für beide Hunde.

    Das Einzige was ich "üben" würde, wäre: Mit dem anderen Besitzer verabreden, auf eine Sichtung vorbereitet sein - und dann (mit Leine gesichertem Hund) sofort, sobald Chuwi sie wahrgenommen hat, kommentieren: "Oh - da ist Mala, komm wir gehen weg!" - und dann freundlich aber bestimmt eine andere Richtung einschlagen.

    Ganz ehrlich - warum muss Chuwi da irgendwie durch?

    Mach dir nicht deinen bisher doch sicheren Rückruf kaputt, sondern bring ihr lieber bei, dass du sie schützt indem du ihr vermittelst, solche Hunde die sie nicht mag gar nicht erst in ihre Nähe zu lassen.

    Ich habe es auch zweimal gemacht zum abklären.

    Herzschall ist aber leider nicht Herzschall und es scheint auch nicht ganz einfach zu sein den zu interpretieren.

    Deswegen wäre sie erste Frage eher, hat man jemanden Vernünftiges an der Hand.
    Da gibt es einen Zusammenschluss von Tierärzten, das Collegium Cardiologicum.

    Das CC kannte ich jetzt noch nicht, ein guter Tipp, danke dafür!

    Was sich aber im Fall des Falles auch lohnt: Bei einer Kleintierklinik nachzufragen, ob dort ein Spezialist ist.

    Bei meinem ersten Hund ist ein Herzultraschall mit 10 und mit 11 Jahren gemacht worden.

    Weil bei der ersten Untersuchung durch einen der Tierärzte dort, der noch "auf dem Weg" zur Spezialisierung für Ultraschalldiagnostik war, eine Auffälligkeit bemerkt wurde die er selber nicht sicher zuordnen konnte, hat dieser während der Untersuchung den darauf spezialisierten Tierarzt dazugeholt.

    Ergebnis war eine Herzklappe, die nicht richtig schloss, aber in einem Bereich wo die Gabe eines Herzmedikamentes nicht zwingend erforderlich war. Es gab aber schon eine leichte Vorkammer(?)erweiterung.

    Es wurde aber empfohlen, und auch, nach einer gewissen Zeit eine Kontrolle zu machen.

    Das machten wir dann 1 Jahr später, die Herzklappe schloss immer noch nicht ganz, aber doch besser als im Jahr zuvor, die Erweiterung der Vorkammer(?) hatte sich komplett zurück gebildet.

    Marco hatte nie irgendwelche Probleme, die auf eine Herzinsuffizienz hinwiesen.

    Gestorben ist er dann mit knapp über 12 an Lungenkrebs.

    Bekommen hat Marco 1/2 Tablette Fortekor.

    Hi an Alle :winken:

    ich hau mich jetzt hier auch mal rein, mit 2 alten Hunden die Librela bekommen.

    Bisher finde ich die Wirkung sensationell, meine Tierärztin hatte auch mal einen Lieferengpass, konnte mir aber kurzfristig bei der Tierklinik einen Termin besorgen als ihre Lieferung ausblieb.

    Lysaya Nutzt du auch die Klinik in Duisburg-Asterlagen?

    Bei meinem Ältesten Vasco (Golden-Rüde, wird im Juni 13) habe ich das Gefühl, die Wirkung lässt schon früher als 4 Wochen nach.

    Meine Tierärztin und ich haben jetzt überlegt, ob wir eine höhere Dosis nehmen, weil er von der Gewichtsklasse her nah an der Grenze zur höheren Dosis liegt.

    Hat da schon jemand mit Erfahrungen gesammelt?