Beiträge von Hundundmehr

    Aber laut der Geschichte mit dem Postboten und dem Zeitungsartikel scheint es ja doch möglich zu sein, oder?

    Da steht doch nur: "Es wird ermittelt"

    Eben auch wieder, weil ein Mensch körperlich zu Schaden kam.

    Hier ist ja auch noch eine 3. Person beteiligt, der Autofahrer, durch dessen Auto der Mensch dann zu Schaden kam.

    Hierzu fehlen auch Informationen, so ist z. B. nicht bekannt, wie weit der Postbote auf die Straße lief, ob der Autofahrer vielleicht zu nah am Gehweg fuhr, etc.

    Ziel dieser Ermittlungen ist es, dem Gericht Fakten zu liefern, die u. A. Hinweise darauf geben ob die Reaktion des Postboten gerechtfertigt oder völlig überzogen war.

    Ist Letzteres der Fall, gibt es keinerlei Haftung für den Halter des Hundes.

    Wenn der Hund überhaupt keine Anzeichen zeigt, sich dem Menschen zu nähern, und auf ausreichendem Abstand ist (und gehalten werden kann) - warum sollte ich ihn dann anleinen?

    Wobei ich - für mich selbstverständlich - sofort meinen Hund sichere, wenn mir jemand Angst als Begründung angibt. Mehr noch, ich mache von mir aus dann auch soweit Platz, dass dieser Mensch uns angstfrei passieren kann.

    Bei Forderungen, wo für mich erkennbar keine Angst der Grund ist, leine ich mittlerweile nicht mehr an.

    Ist mir mal passiert, dass jemand recht pissig das Anleinen meiner Hunde einforderte, und da noch ein "Hunde müssen hier angeleint werden!" hinterherschob.

    Habe ich geanwortet: "Nein, und Leinenpflicht ist hier auch nicht."

    Darauf kam dann ein sehr pissiges: "Ich habe aber Angst!" hinterher.

    Woraufhin ich dann nur ganz lakonisch antwortete: "Dann gehen Sie da spazieren, wo Leinenpflicht ist."

    Ich mag Menschen einfach nicht, die irgend etwas behaupten, was nicht den Tatsachen entspricht, nur um ihre ureigensten Regeln anderen über zu stülpen und durchsetzen zu können.

    In diesem Fall besonders, weil sie die tatsächliche Schwäche von Menschen mit Hundeangst ausnutzen, und es diesen Menschen damit noch schwerer machen, weil sie sie in Misskredit bringen.

    Das nur grundsätzlich.

    Die tatsächlichen Hintergründe bei dem Geschehen kenne ich nicht, ich weiß nicht warum die Menschen der Aufforderung der Frau nicht nachgekommen sind, wie die Frau ihre Aufforderung nach Anleinen geäußert hat, und wie die Situation tatsächlich war, und was letztendlich zum Sturz der Frau geführt hat.

    Das lässt viel Raum für Spekulationen in alle Richtungen.

    Eines geht aber recht eindeutig aus dem Artikel hervor: Der Hund war nicht aktiv an dem Sturz beteiligt.

    Die Umstände sind entscheidend.

    Bei Leinenpflicht ist es möglich, dass der Tierhalter für die Schäden aufkommen muss.

    Es gibt Gerichtsurteile, bei denen Personen ihre Forderung nach Schadenersatz nicht durchbekommen haben, weil sie ohne Not eine unangemessene Reaktion zeigten, die zu dem Schaden führte.

    Warum die Hundehalter jetzt gesucht werden hat einen Grund:

    Es geht um Körperverletzung, und hier kann nicht die Polizei, sondern nur ein Gericht klären, ob eine Körperverletzung durch Fremdverschulden vorliegt oder nicht.

    Aber auch, wenn sich herausstellt dass es Auflagen (wie Leinenpflicht und Maulkorb) für diesen Hund gab, hat das keine Auswirkungen auf diesen Fall, wenn sich herausstellt dass der Schaden nicht durch Einwirken des Hundes (Anrempeln/Anspringen oder Hinrennen und Bellen) entstanden ist.

    Dass die Frau scheinbar ein sehr großes Problem mit Hunden hat, kann nicht zu Lasten ihrer Umwelt gehen.

    Denn die stecken dann meist im Geäst oder sonst wo drin und müssen gezogen werden.

    Deshalb haben Golden einen ausgeprägten, kraftvollen Fang.

    Spätestens wenn du mal selber erlebt hast, mit welchem Ehrgeiz ein Golden ein im Gehölz verkantetes Apportel herausgearbeitet hat, weißt du was ich meine :smile:

    Beim Training schießt man oft genug daneben, da braucht man das nicht noch mit Absicht zu tun.

    Das macht aus meiner Sicht den Einsatz eines Golden z. B. noch idealer - er ist ein perfekter "Markierer", beobachtet sehr aufmerksam die Flugrichtung seiner "Beute", und lernt - bei entsprechender Ausbildung - sich über längere Zeiträume mehrere Apportel und deren Ablagestellen zu merken, um sie dann bei einem entsprechenden Signal einzeln "abzuarbeiten".

    Er lernt, mit Auge und Gehör, die ungefähre Landestelle zu lokalisieren, sich zu merken - und dann auf Kommando dieses "Landeareal" mit der Nase abzusuchen, bis er die "Beute" gefunden hat.

    Kommt er da tatsächlich nicht dran, kann er auch lernen, seinem Menschen ein "Gefunden!!!" zu signalisieren, damit der Mensch beim Bergen der Beute zu Hilfe kommt.

    Da du auch offen für andere Rassen bist, möchte ich noch den Elo Hund vorschlagen.

    Ich habe jetzt erstmal nur die Rasseinfo überflogen und ja, sieht auf den ersten Blick ok aus. Wenn dann wohl einen Groß Elo, da der bis zu 60 cm wird. Aber da muss ich mich erst einmal näher damit auseinander setzen. Das werde ich übers Wochenende tun.

    Bei deinen sportlichen Aktivitäten und Interessen würde ich bei dir tatsächlich einen Golden Retriever sehen: Längeres Fell, über 50cm - und vielfältig interessiert und bereit, mit dem Menschen bei diesen Interessen zu kooperieren, wenn man es ihm beibringt und ihn lässt.

    Die Anlagen, eine hohe Steadyness zu erlernen, die ihn zuverlässig neben dir sitzen lässt während du anlegst und schießt, bringt er mit. Muss nur vernünftig aufgebaut werden, dann kann er das lernen, grundsätzlich um Längen besser als ein Husky.

    Auch die jagdliche Motivation, die diese Rasse als Jagdhund (für nach dem Schuss) naturgemäß mitbringt, lässt sich aufgrund der hohen Fähigkeit zur Kooperation (die aber auch erlernt werden muss, von nix kommt eben nix) sehr kompatibel mit den Umweltbedingungen managen. Kostet Zeit und Arbeit, hat natürlich auch Grenzen (wie bei jedem individuellen Hund), aber ein aufmerksamer und lernwilliger Hundehalter wird mit einem Golden viel Spaß sowohl bei seinen Streifzügen durch die Natur, als auch bei Streifzügen durch die Stadt viel Spaß haben.

    Besser noch: Aufgrund seiner vielfältigen Veranlagungen hat auch der Golden Spaß an diesen Aktivitäten.

    So grundsätzlich.

    Natürlich gibt es auch Ausnahmeexemplare, wo sich dann herausstellt, dass etwas doch Probleme macht, die man sich so nicht vorgestellt hat. Das gibt es aber in jeder Hunderasse, weil Hunde eben auch Lebewesen, und keine Maschinen sind. Ein guter Garant für einen quicklebendigen, neugierig- freundlich sich allen Herausforderungen des Lebens stellenden und dabei aber ausgewogenen bleibenden Hund dieser Rasse zu bekommen sind dabei gute Zucht- und Aufzuchtbedingungen.

    Mein persönliches Kopfkino: Ich sehe dich beim Bogenschießen, einen Golden begierig, aber seelenruhig neben dir sitzend, mit der Gewissheit darauf wartend, dass er zum Zuge kommt, wenn er auf dein Signal hin einen verschossenen Pfeil holen darf ... du bist so treffsicher, dass du nix mehr verschießt?

    Nun ... du kannst auch bewusst "verschießen", einfach zur Freude deines Hundes, damit er mit seiner jagdlichen Fähigkeit auch "zum Zuge" kommt.

    Dann ist er glücklich :nicken:

    Mal so eine Frage in den Raum gestellt:

    WAS ist denn dann DER Anfängerhund?

    Den gibt es mMn nicht.

    Mir stellt sich eher die Frage, wie ein Mensch sein sollte, der sich zur Hundehaltung eignet.

    Das passt natürlich nicht hier ins Thema, ist aber tatsächlich der Grund, warum ich meine Rasse - den Golden Retriever - auch nur mit Einschränkung empfehle.

    Dabei passt diese Hunderasse tatsächlich zu jedem Menschen, der nur genügend Empathie dafür aufbringt, die Fähigkeiten, die Vielfältigkeit und den Leistungswillen dieser Hunde zu erkennen - und zu bedienen.

    Der Anteil an Hundehaltern, die bei der Anschaffung eines Hundes aber nur darauf achten dass die eigenen Bedürfnisse erfüllt werden, die oft gar nichts mit dem Lebewesen Hund zu tun haben, ist leider viel größer geworden im Laufe der letzten Jahrzehnte.

    Caissa Ich verstehe @prodog jetzt: Sie meint, weil in dem Wort "Psychose" das Wort Psyche drinsteckt, werden alle Erkrankungen der Psyche auch als Psychose bezeichnet.

    Nun ja, da führe ich jetzt nichts weiter zu aus, das bisher von mir Geschriebene sagt alles aus, was ich dazu zu sagen habe...

    Diesem Wunsch schließe ich mich an:

    Ich würde mir wünschen, dass du das nicht weiter vermengst, sowas führt nur zu (weiterer) Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen.

    Anmerkung: Die Worte in diesem Zitat waren an @prodog gerichtet.

    Zurück zu dem Artikel: Mir macht dieser Jäger Angst, als Mensch, denn was ich aus dem Zeitungsbericht mitnehme:

    Hier hat ein Mensch aus Wut über einen nichtigen Anlass ein ihm anvertrautes Lebewesen äußerst brutal hingerichtet.

    Für mein Empfinden ist da eine normalerweise vorhandene Hemmschwelle, die ein solches Vorgehen verhindern sollte, überschritten worden. Dieses Überschreiten einer Hemmschwelle macht mir dabei Angst, und deshalb begrüße ich auch sehr das Statement der zuständigen Jägerschaft, die Konsequenzen folgen lassen will.

    Ich vermute, den Ausschluss und ein Waffenverbot.

    Was in diesem Fall gut wäre.

    Meine Meinung.