Wenn der Hund überhaupt keine Anzeichen zeigt, sich dem Menschen zu nähern, und auf ausreichendem Abstand ist (und gehalten werden kann) - warum sollte ich ihn dann anleinen?
Wobei ich - für mich selbstverständlich - sofort meinen Hund sichere, wenn mir jemand Angst als Begründung angibt. Mehr noch, ich mache von mir aus dann auch soweit Platz, dass dieser Mensch uns angstfrei passieren kann.
Bei Forderungen, wo für mich erkennbar keine Angst der Grund ist, leine ich mittlerweile nicht mehr an.
Ist mir mal passiert, dass jemand recht pissig das Anleinen meiner Hunde einforderte, und da noch ein "Hunde müssen hier angeleint werden!" hinterherschob.
Habe ich geanwortet: "Nein, und Leinenpflicht ist hier auch nicht."
Darauf kam dann ein sehr pissiges: "Ich habe aber Angst!" hinterher.
Woraufhin ich dann nur ganz lakonisch antwortete: "Dann gehen Sie da spazieren, wo Leinenpflicht ist."
Ich mag Menschen einfach nicht, die irgend etwas behaupten, was nicht den Tatsachen entspricht, nur um ihre ureigensten Regeln anderen über zu stülpen und durchsetzen zu können.
In diesem Fall besonders, weil sie die tatsächliche Schwäche von Menschen mit Hundeangst ausnutzen, und es diesen Menschen damit noch schwerer machen, weil sie sie in Misskredit bringen.
Das nur grundsätzlich.
Die tatsächlichen Hintergründe bei dem Geschehen kenne ich nicht, ich weiß nicht warum die Menschen der Aufforderung der Frau nicht nachgekommen sind, wie die Frau ihre Aufforderung nach Anleinen geäußert hat, und wie die Situation tatsächlich war, und was letztendlich zum Sturz der Frau geführt hat.
Das lässt viel Raum für Spekulationen in alle Richtungen.
Eines geht aber recht eindeutig aus dem Artikel hervor: Der Hund war nicht aktiv an dem Sturz beteiligt.