Beiträge von Hundundmehr

    Ich bin ja immer dafür, schon mit dem Jungspund eine gemeinsame jagdliche Beschäftigung zu machen, bevor ihm seine Gene entwicklungsbedingt auf diese Thematik aufmerksam machen ... denn: Machen sie das dann, für mich völlig überraschend, in einer Situation die ich nicht (mehr) kontrollieren kann ... dann ist bei dem Hund ein genetisch veranlagtes Bedürfnis geweckt, bei dessen erster Befriedigung direkt die Erkenntnis mitkommt: DAS kann ich auch ohne meinen Menschen machen ...

    :pfeif:


    ehrlich, ich denke dabei immer an meinen Amigo zurück, und bin so dankbar dafür, dass er schon vor der Pubertät sehr intensiv mit mir die Erfahrung gemacht hat, über gemeinsames Jagen auf von mir bestimmte Beute seine Bedürfniserfüllung zu bekommen.

    Statt Vorwürfen mal dieser Hinweis: Möglicherweise haben die Züchter ja auch darauf geachtet, ein Szenario zu bieten wo die tatsächlichen Atemprobleme der Elterntiere nicht zu erkennen waren?

    Es gibt ja auch durchaus Züchter, die immer noch Stein und Bein behaupten, die röchelnden Atemgeräusche beim Mops sind rassetypisch und haben nix mit Atemproblemen zu tun. Die sind einfach auch entweder blind dafür, oder sie wissen darum und verschweigen es dem Welpeninteressenten, weil sie einfach nur Welpen verkaufen wollen.


    Bei meiner Suche bin ich jetzt auf Wikipedia "Mops" gestoßen - und finde diesen Artikel mal so als Erstinformation für Interessenten dieser Rasse so richtig gut: Mops – Wikipedia

    Da gibt es ein Vergleichsbild "Mops im Seitenprofil" von 1927 zu heute, und da sieht man schon deutlich den Unterschied beim Fang.

    Man kann auch beim Klicken auf den Namen das Selbstbildnis eines Malers aus dem 18. Jahrhundert mit seinem Hund "Trump" sehen, wo deutlich erkennbar die im Vergleich zu heute viel längere Schnauze zu sehen ist.

    Über viele anklickbare Suchworte kann man dann Schritt für Schritt näher in die Materie "eintauchen".

    An dieser Stelle gehe ich auch mal auf diesen Irrglauben, "der Mops ist ein gemütlicher Hund, der keine langen Spaziergänge braucht", ein:

    Jede/r kennt wohl den Begriff "mopsfidel": Ein tatsächlich von der Rasse Mops abgeleitetes Synonym für "lustig und bewegungsfreudig/aktiv", der sich in früheren Zeiten entwickelt hat, und charakteristisch für die Beschreibung des Mops war...

    WAR ... und steht im krassen Widerspruch zu der heutigen, leider weit verbreiteten Aussage des "gemütlichen Hundes, der lieber auf dem Sofa liegt, und keine langen Spaziergänge braucht".

    Was hinter diesem Irrglauben steckt, ist aber unendlich traurig: Ein eigentlich von seiner Gesamtkonstitution her als ausgesprochenes Kraftpaket geborener Hund, dessen Bewegungsfreude sich seiner Sauerstoffversorgung anpassen musste - und diese gibt nicht mehr her als kurze Spaziergänge mit geringer körperlicher Belastung für die meisten Vertreter dieser Rasse.

    Ab wann kann man den kontrollieren ob sie später Probleme bekommen wird? Kann ein Tierarzt da jetzt schon was dazu sagen?

    Ich beantworte mal diese konkrete Frage zu diesem konkreten Welpen:

    Eigentlich kannst du derzeit nur genau die Entwicklung deines Welpen beobachten.

    Seine jetzt schon zu sehenden zu kleinen Nasenlöcher sind ein konkreter Hinweis darauf, dass dein Hund Atemprobleme haben wird.

    Wie groß diese werden, zeigt sich erst im weiteren Verlauf, weil das eben auch abhängig davon ist, wie sich das Wachstum nicht nur im Äußeren, sondern auch im Inneren des Hundes entwickelt.

    Dabei ist die Krux an der Vererbung, dass sie eben nicht "geradlinig" verläuft; Selbst bei "frei atmenden" Elterntieren können aufgrund der Ahnengene, und hier eben auch im Zusammenhang mit zu kurzen Schnauzen, Deformationen im Inneren bei den Nachkommen auftreten.

    Nun ja - wenn sie das mit dem derzeitigen Problem nicht hinbekommen, was nur geht wenn sich der Blick auf den Hund ändert, ist dieser Hund nicht mehr lange bei ihnen. Dann hat die TE mit den zukünftigen gesundheitlichen Problemen nix mehr zu tun.

    :ka:

    Dass gesundheitliche Probleme kommen werden, über deren Umfang derzeit aber noch nichts gesagt werden kann, weiß sie doch jetzt.

    Helfen ihr die ganzen Details, was kommen könnte, und worauf sie achten muss, bei ihrem derzeitigen Problem?

    Du könntest auch einfach sagen, ich werde mich mit dem Thema auseinandersetzen und informieren/einlesen. Dann wäre Schluss mit der Diskussion

    Aber hat sie das nicht?


    Wir werden die Gesundheit im Auge behalten.

    Sicher ist das nicht das kleinste Problem.

    Aber jetzt gerade steht doch erst mal das Problem an, die Beißhemmung beim Welpen hinzubekommen.

    Wozu ein einfühlsamer Blick auf den Welpen nötig ist.

    Mit diesem Blick sind dann auch die Antennen für die gesundheitlichen Aspekte geschärft - und hier kann dann im weiteren Verlauf informiert und unterstützt werden.

    Vielleicht lösen wir erst mal das Problem, was jetzt im Moment ansteht?

    Wir werden die Gesundheit im Auge behalten.

    Mutter und Vater haben übrigens nicht geröchelt, die waren völlig gesund als wir sie kennengelernt haben. Da hat man keine Geräusche gehört. Vielleicht hat die Züchterin ja viel wert auf Gesundheit gelegt?

    Sie hat zwar andere Fehler gemacht, aber wenn sie Mutter und Vater gut ausgesucht hat kann sich das ja vererben oder?

    Ab wann kann man den kontrollieren ob sie später Probleme bekommen wird? Kann ein Tierarzt da jetzt schon was dazu sagen?

    Sie hat noch nie hörbar geatmet, gehechelt schon wenn es heiß ist, aber nicht abnormal oder laut.

    Möglicherweise hat sie das.

    Leider ist das kein Garant dafür, dass die Nachkommen auch aus "frei atmenden" Elterntieren selber "frei atmend" sind.

    Finde ich gut, dass du aus den ganzen Hinweisen hier jetzt mitnimmst, die Gesundheit deines Welpen zu beachten. Am Besten sprichst du deine Tierärztin/deinen Tierarzt bei deinem nächsten Besuch darauf an, dass er/sie dir mithilft, diesen Aspekt im Auge zu behalten.

    Es gibt seriöse, gute Quellen, wo du dich beizeiten auch selber informieren kannst.

    Hier z. B.: Leistungen - kurzkopf - UNIVERSITÄT LEIPZIG | Klinik für Kleintiere (uni-leipzig.de)

    Das steht allerdings derzeit nicht an, die jetzigen Probleme mit deinem Welpen stehen im Vordergrund.

    Hast du denn jetzt einen anderen Blickwinkel auf deinen Welpen bekommen, siehst du, dass er als noch völlig unerfahrenes, kleines und unbedarftes Lebewesen deine fürsorgliche Hilfe benötigt?

    Ihr seid nicht die Einzigen, und sicher auch nicht die Letzten, die so völlig unbedarft auf dieses Friede-Freude-Eierkuchenklischee von "junge Familie mit Hund" reingefallen ist.

    Das ist schon ohne diese Baustelle, die ihr jetzt schon habt, gerade in den ersten Monaten anstrengend, und macht viel Arbeit.

    Zunächst einmal: Diese Regel "man erzieht fremde Hunde nicht" sehe ich hier nicht als allgemeingültig.

    Ihr habt ständig wiederkehrenden Kontakt, und ich finde, du hast da durchaus das Recht eine Regelung einzuführen, die ein problemloses Miteinander gewährleistet.

    Die Welpenzeit, und auch die erste Gewöhnung aneinander, ist sehr schnell vorbei.

    Ich würde mir wirklich einige Wochen die folgende Mühe machen:

    Raus in den Hof ohne meine Hunde, die Welpen sichern, dann meine Hunde holen, sie erst mal rausbringen, dann die Welpen belohnen (Leckerlie) und wieder losmachen, zu meinen (gesicherten) Hunden, diese auch belohnen und dann gehen. Beim Zurückkommen die gleiche Prozedur.

    Unbedingt aber parallel dazu ein Kennenlernen/miteinander befassen dürfen der Hunde stattfinden lassen, unter deiner Aufsicht - und du bist diejenige die darauf achtet, dass deine Hunde gar nicht erst regeln müssen.

    Diese ungeregelte Aufregung der beiden Welpen ist völlig normal. Da würde ich gar nix "laufen" lassen, sondern direkt von Beginn an - völlig unspektakulär - klar machen, dass ich die Regeln bestimme.

    Das hört sich jetzt sehr umständlich und aufwändig an, lohnt sich aber hinsichtlich der Jahre, die ihr ja noch miteinander auskommen müsst.

    Da würde ich es nicht dem Zufall überlassen, welche Verhaltensweisen sich da durch "Laufen Lassen" etablieren könnten - denn mit diesen müsstet ihr dann auch Jahre leben.

    Ja, das halte ich wieder für realistisch. ^^

    Ist aber nicht das was ich unter "Mille" verstehe.

    Mille = Lateinisch = tausend.

    Nicht zu verwechseln mit dem umgangssprachlichen "Mio" für Millionen.

    "Mille" als Bezeichnung für Tausend wurde früher in der Sprache (nicht Schrift) häufiger verwendet, ist jetzt aber eher unüblich geworden.

    Edit: Sorry, hatten schon andere beantwortet, zu spät gesehen.

    "Empathie bezeichnet die Fähigkeit und Bereitschaft, Empfindungen, Emotionen, Gedanken, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen, zu verstehen und nachzuempfinden."

    Wenn Menschen sich ein nicht-menschliches Lebewesen als Familienmitglied holen, ist Grundbedingung sich auch in dieses Lebewesen einfühlen zu können, und/oder zumindest den Willen aufzubringen, so viel zu lernen dass ein Einfühlen möglich wird.


    Wir haben die Kleine nie gequält, das stimmt einfach nicht. Sie hat zweimal einen leichten Klaps bekommen, das kann man nicht mit „eine knallen“ vergleichen! Und Wasser oder wurfdiscs tun nicht weh.

    So vehement wie du dich hier gegen alle anschaulichen Beispiele wehrst, sehe ich hier keinerlei Bereitschaft bei dir, dich in diesen Welpen überhaupt einfühlen zu wollen.

    Mich macht das nur noch wütend, mir tut dieser Welpe, der sowieso schon kein leichtes Leben haben wird aufgrund seiner gesundheitlichen Dispositionen, einfach nur leid.

    Damit bin ich hier raus.