Beiträge von Hundundmehr

    Ein mir recht peinliches "Das hat er ja noch nie gemacht" Erlebnis, gestern auf dem Schmugglerpfad, deutsch-niederländische Grenze.

    Hunde angeleint (Leinenpflicht), es sind auch viele Familien mit vor Allem kleineren Kindern da.

    Hunde freundlich, wir freundlich, Familien mit Kindern freundlich, wir schauen dass wir immer so viel Abstand gerade zu den Kindern (die dort frei laufen :D ;) ) halten, dass sich niemand ängstigen muss.

    An einer Stelle etwas enger, Familie mit zwei kleinen Kindern dabei, ein Kind bekommt große Augen: "Darf ich mal streicheln :cuinlove: ", die Eltern schauen freundlich auf die Hunde, klar darf das Kind streicheln, alles Tutti.

    Leif nimmt auf die freundliche Ansprache hin auch sofort Kontakt auf ... geht an dem Kind vorbei, zur dahinter stehenden Mutter, die (wohl für die Kinder) "Stockträgerin" spielt, hat also einen recht kurzen, dickeren "Knüppel" in der Hand ...

    ... und unser Leif steuert zielgerichtet darauf zu, und packt sich diesen Stock ... :shocked:

    Die Frau nahm es zum Glück mit Humor, und völlig angstfrei, sie war eher - wie ich - völlig überrascht :emoticons_look: xD

    Leif ließ auf mein "Danke" (unser Signal für das Ausgeben/Loslassen) glücklicherweise sofort los, ich habe mich entschuldigt (was die Frau nicht für nötig hielt) und Leif sofort auf etwas Abstand gebracht. Der hatte allerdings sichtbar kein Interesse daran, sich diesen Stock jetzt doch noch mal zu ergattern. Puh :ops:

    Mein Mann und ich waren gleichzeitig peinlich berührt, aber auch belustigt, und uns schoß beiden spontan raus: "Amigo!"

    Leif hatte so etwas noch nie gemacht ... dafür war unser Amigo der Spezialist (weshalb ich bei sowas immer sehr achtsam war bei ihm).

    Nun muss ich wohl zukünftig darauf achten, ob das ein einmaliger Ausrutscher bei Leif war ... oder ob Amigo diese Eigenart tatsächlich an Leif "vererbt" hat ...

    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge geschrieben ...

    Mein Marco (lang ist's her) hat sich mal ganz genüßlich unter einem Gebüsch gewälzt... leider habe ich den dort liegenden toten Fisch zu spät gemerkt. Auch ein Bad am See hat geruchstechnisch keinerlei Besserung ergeben, ich bin dann mit geöffnetem Fahrerfenster nach Hause gefahren, mit nach gammeligem Fisch stinkenden Hund auf der Ladefläche :kotz:

    Obwohl die Fahrt nicht lang war, war ich richtig grün im Gesicht, zu Hause ist Marco dann von mir ungefähr 5 mal durchshamponiert worden.

    Wisst ihr, wie Shampoo mit Fischgeruch riecht?

    Nach 2 Tagen Fischhund bin ich dann los, und habe mir ein Kräutershampoo gekauft, stand extra drauf: "Entfernt auch hartnäckige Gerüche".

    Ist die ganze Flasche für drauf gegangen, hat aber zumindest so weit geholfen, dass ich meinen Hund wieder in meiner Nähe ertragen konnte, ohne sofort eine Würgereiz zu bekommen :ugly:

    .So ähnlich?

    Externer Inhalt up.picr.de
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    So sieht ein glücklicher Hund aus. xD

    :bindafür: - jep, diese Lebensphilosophie wird dir als Golden-Halter mit der Suppenkelle so lange eingetrichtert, bis du sie auch glaubst :bindafür:

    Habe ich schon mal erzählt, wie die typische Goldenhalterin einem Ortsunkundigen den Weg beschreibt?

    "Sie gehen geradeaus, bis Sie zu einer Weggabelung kommen wo auf der rechten Seite eine große Pfütze ist, da gehen Sie dann links. Nach einigen hundert Metern kommt dann auf der linken Seite ein Schlammloch, kurz dahinter gehen Sie rechts den Weg rein. Dort gehen Sie so lange geradeaus, bis Sie an eine Wegkreuzung mit einer großen Pfütze kommen, da dann noch weiter geradeaus und den nächsten Weg rechts.

    Dieser führt dann direkt zum Parkplatz. Kleiner Tipp: Wenn Sie bei ihrem Hund eine kleine Grundreinigung machen wollen: Unmittelbar vor dem Parkplatz geht noch mal rechts ein Weg rein, da wo dann der Reitweg kreuzt ist auf der rechten Ecke eine sehr große Pfütze, die wegen des Lehmbodens immer recht sauberes Wasser hat. "

    Der besonnene Goldenhalter kennt in seinen Wäldern jede Pfütze ... und lernt beizeiten, welche davon zweckdienlich genutzt werden können, um den Hund nicht ganz so verschlammt ins Auto laden zu müssen ...

    :D

    Also ich gehe tatsächlich davon aus, dass ein Besitzwechsel geplant ist, wenn das derzeitige "zur Probe" klappt.

    Die Eigentümerin des Hundes war schon vorher viel unterwegs, weshalb der Hund immer anderweitige untergebracht/betreut werden musste, ist aber durch einen Jobwechsel jetzt noch mehr auf Dienstreisen, weshalb sie den Hund nicht mehr selber halten kann.

    Das ist wohl eine Bekannte der TE, und die Fahrt zur Hochzeit war wohl die Gelegenheit auszuprobieren, ob der Hund dauerhaft zur TE kann, die sich ja einen Hund wünscht.

    Manchmal passieren einem einfach Dinge dann im Leben, wenn sie passen :smile:


    Allerdings muss ich irgendwann wieder 2 Tage Pro Woche für 4h ins Büro.

    "Irgendwann" ist ziemlich diffus, könnte in 2 Wochen oder (erst) in 2 Monaten sein.

    Rein gefühlsmäßig täte es mir leid für Cooper, wenn er für diese Zeit nicht alleine bleiben kann; Zwar kennt er es ja, "fremdbetreut" zu werden, aber ob es für ihn "schön" war, weiß ich nicht.

    Möglicherweise ist es für ihn ja auch völlig unproblematisch, möglicherweise reicht die Zeit bis dahin ja auch für ihn aus, sich so sicher und aufgehoben zu fühlen, dass es ihm gar nichts ausmacht, in seinem neuen und bis dahin vertrauten, sicheren Zuhause auf seine neue Besitzerin zu warten ...

    Mir persönlich wäre das zu viel "möglicherweise", und ich würde mir Gedanken zu einem Plan B machen.

    Dabei hätte ich allerdings ziemliche Skupel, jetzt sofort das Alleinebleiben konkret zu üben ... :denker:

    Leni_channing Was ist, wenn Cooper diese Zeit nicht alleine bleiben kann? Wäre das für dich ein zwingender Grund, ihn nicht behalten zu können? Oder würdest du nach Wegen suchen (können), dass er dann nicht alleine bleibt?

    Idealerweise würde ich in diesem Fall erst mal vordringlich darauf schauen, ob Cooper in den nächsten 1-2 Wochen besser zur Ruhe kommt, und dann in kleinen Schritten testen wie er es aufnimmt, wenn du tatsächlich ohne ihn die Wohnung verlässt.

    Du könntest eine Kamera aufstellen, mit der du beobachtest wie er sich verhält, wenn du ihn alleine zurück lässt.

    Gehst du denn schon ohne ihn aus der Wohnung, z. B. um Müll wegzubringen?

    Es gibt ja immer so kleine Alltagsgelegenheiten, die man oft macht ohne darüber nachzudenken.

    sorry... |)

    Spoiler anzeigen
    Zitat von Zurimor

    war für uns eine Win-Win-Situation

    tut mir leid Schatz, ich konnte heute wirklich nichts im Haushalt machen... oder im Garten... oder einkaufen... Aber die neue Staffel XY war echt gut! :pfeif:

    :lachtot:

    Vor jedem Einzug eines Welpen wurde die Wohnung welpensicher und auf Hochglanz gebracht.

    Der "Hochglanz" ist in den ersten Wochen nach Einzug dann ziemlich gebröckelt.

    Zum Glück brauchte ich nie Ausreden für meinen Mann, der hat das genau so gesehen wie ich.

    ...................

    Das "Auspowern" bei den Spaziergängen liegt evtl. am Einsatz der Schleppleine, die ja dran ist weil der Hund keinen Rückruf kennt.

    Legt die Vermutung nahe, dass er bisher nur an der kürzeren Leine gehalten wurde, und mit der Schleppleine jetzt einen zwar sicheren, aber doch deutlich größeren Radius hat. Vermutlich nutzt er den aus, um endlich mal alle Gänge die ihm zur Verfügung stehen, auch nutzen zu können, junghundtypisch.

    Das dachte ich mir zumindest bei der Erwähnung des Auspowerns, an der Schlepp - eben weil die Verhaltensauffälligkeiten "Rammeln" und "Stöcke zerkauen" deutlich nachgelassen haben, hier hat dagmarjung ja eine ausführliche Erklärung zu geschrieben (der ich voll zustimme).

    Ich bin auch kein Freund davon, den Hund zum Schlafen zu zwingen durch Aussperren.

    Macht möglicherweise die Psyche kaputt, gerade bei einem Hund der so viel rumgereicht wurde.

    Habe erst nach dem Abschicken meines post gelesen, wie kurz er erst bei dir ist.

    Er kommt also zur Ruhe, solange er in deiner Nähe sein kann und du ruhig bist.

    Das ist schon mal ein guter Anfang, überhaupt zu Ruhen ist wichtig.

    Wie schon geschrieben, betrachte ihn aus dem Blickwinkel heraus, dass er noch keinerlei Gewissheit hat, und auch noch keine Ahnung, dass dieses neue Zuhause sein dauerhaftes werden soll.

    Nervt es dich denn sehr sein "Verfolgen"?

    Bring ihm "Platz" bei, ganz kleinschrittig, in der Wohnung.

    Erst mal völlig unabhängig von der Situation, er soll erst mal begreifen lernen, was "Platz" bedeutet: Liegen bleiben, bis ich das Kommando auflöse. Zu Beginn nur wenige Sekunden, loben und evtl. mit einem Keks belohnen. Ein bis zwei mal wiederholen.

    Hat er das begriffen, kannst du das mit der Situation verknüpfen: Du bist am PC und stehst nach einer Weile auf, gibst ihm dabei ein "Platz". Dann gehst du ein paar Schritte, wartest einen kleinen Moment, gehst zurück, setzt dich, lobst (und belohnst) ihn, und bist dann weiter am PC.

    Das baust du weiter aus.

    Ich denke, es wird sich im Laufe der Zeit einspielen :denker:

    Du hast ja ein Auge darauf, und wenn du ihm jetzt hilfst indem du ihm das Eingewöhnen erleichterst und auch auf ausreichend Ruhe achtest, wirkst du auch dem derzeitigen Stress entgegen.

    Mit Deckentraining forderst du den Hund nur (was wieder Stress ist, den du auf den schon vorhandenen Stress draufpackst), ob er dabei lernt, tatsächlich Ruhe zu bewahren wenn er nicht mit dir kommen kann, halte ich für sehr fraglich.

    Hi und Willkommen erst mal in der DF-Family :winken:

    Auch in deiner Vorstellung schreibst du nicht, wie lange du ihn schon zur Probe hast - aber da es ja noch "auf Probe" ist, gehe ich mal von einem so kurzem Zeitraum aus, dass Cooper sich noch nicht wirklich eingewöhnen konnte.

    Schön, dass er bei dir gelandet ist, von deinen bisherigen Beschreibungen zu seinem Vorleben her habe ich den Eindruck, da war für Cooper wirklich zu wenig "Stabilität" und damit auch Sicherheit, und das macht es ihm noch mal schwerer, sich bei dir "einzugewöhnen".

    Dabei hört er sich von seinem Charakter her schon mal ausgesprochen toll an - eine sehr schöne Basis, die eine gehörige Zuversicht auf eine tolle, lebenslange Hund-Mensch-Freundschaft gibt :bussi:

    Üben solltest du schon jetzt - wie auch von tinybutmighty - dieses "Abnabeln".

    Aber bitte jetzt nicht strikt bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten, konkret "nach Plan", sondern immer mal wieder einbauen.

    Ansonsten würde ich diesem Hund sehr viel Oxytocin und Serotonin mitgeben.

    Oxytocin ist ein "Glückshormon", welches hauptsächlich bekannt ist aus der Mutter-Kind-Beziehung, es ist ein Bindungshormon.

    Es "überflutet" uns Menschen beispielsweise beim Anblick eines knuddeligen Welpen (Zuckerschock :herzen1:) - aber eben auch, wenn wir unseren geliebten Hund ansehen.

    Dieses "besondere Glückserleben" stärkt die gemeinsame Bindung.

    Serotonin ist auch ein Glückshormon, und sorgt dafür dass ein Organismus die nötige Ruhe bekommt, auch, um sich zu Erholen.

    Cooper hat jetzt gerade Umstellungsstress (neue Umgebung, neuer Bezugspartner), und alleine das sorgt schon mal für erhöhte Aktivität.

    Möglicherweise spielt da auch noch eine "Unsicherheit" in Bezug auf seine bisher ja vielfältigen, wechselnden "Bezugspartner" mit rein.

    Cooper kann sich also noch gar nicht sicher, und vor Allem: Dauerhaft! bei dir aufgehoben fühlen.

    Das kommt erst mit der Zeit, und ich würde da auch nicht "mit der Brechstange" dran arbeiten wollen, dass er es jetzt unterlässt, dir auf Schritt und Tritt zu folgen.

    Kuscheln, längere Kauvergnügen, für viel Ruhe sorgen zwischen den einzelnen Aktivitäten ist da sehr wichtig, weil es Serotonin produziert.

    Last not least:

    Ich lege dir Apportiersport ans Herz, als gemeinsame sinnvolle Aktivität.

    Meiner Ansicht nach könntest du damit direkt drei Fliegen mit einer Klappe schlagen:

    1. Eine gemeinsame, für beiden Seiten mit Spaß ausgeführte Beschäftigung stärkt die Bindung; Das gibt Cooper Sicherheit.

    2. Mit hoher Wahrscheinlichkeit erfüllst du damit - aufgrund des Golden-Anteils in ihm - ein rassetypisches Bedürfnis auf Jagd

    3. Erarbeitest du bei dieser sinnvollen Beschäftigung auch noch direkt die "alltagstauglichen" Basics, die du sowieso brauchst, wie Führigkeit, Impulskontrolle ... und das freudige zu dir Kommen (Rückruf eben)

    Evtl. verstärkst du damit sogar den Effekt, dass Cooper dieses neue Leben mit dir auch schneller als tatsächlich neues, dauerhaftes Leben für sich begreift - weil: Herumgereicht zu werden kennt er ja bisher zur Genüge; Dass ein Mensch sich aber sinnvoll und für ihn beglückend mit ihm beschäftigt, ihm eine "Arbeit", eine "Aufgabe" gibt, die seinem Wesen entspricht ... kennt er bisher nicht.

    .... okay ... das sind jetzt die Worte einer apportierbegeisterten Goldenhalterin ... xD

    Vielleicht gibt es ja auch etwas anderes, was du mit ihm machen möchtest, und von dem du weißt das es ihm liegt.

    Mache es - aber egal was: Macht es Cooper und dir Spaß, gibst du ihm damit eine sehr große Hilfe, sich leichter in seinem neuen Leben zurecht zu finden und als das zu begreifen, was es für ihn ist: Ein zuverlässiges neues Zuhause mit einem Menschen, an der er sich vertrauensvoll binden kann, weil dieser ihn nicht so herumreicht wie er es bisher gewohnt ist.

    MMn ist die große Falle, in die gerade Ersthundehalter tappen, dieser Anspruch was alles klappen muss, möglichst noch innerhalb eines Zeitrahmens.

    Dann wird krampfhaft versucht, sich an bestimmten Vorgaben und Zielen festhaltend, diesen Ansprüchen gerecht zu werden.

    Dabei geht das "Bauchgefühl" dem Lebewesen gegenüber verloren.

    Ich glaube, genau das ist bei Selinchen passiert :denker:

    Dazu noch der Glaube, gut ausgerüstet zu sein mit dieser Mappe von der Züchterin, haben sie und ihr Mann sich zu sehr an einen "Rahmen" geklammert - und bei diesem Anspruchsdenken übersehen, dass sie ein völlig unbedarftes Hundebaby vor sich haben, welches sich noch an gar keine Anleitungen (Regeln) hält, halten kann, weil es diese noch gar nicht kennt und begreifen kann.

    Möglicherweise ist diese "Mappe" gar nicht so wahnsinnig verkehrt, wird nur zu "starr", dogmatisch aufgefasst?

    Dazu kommt ja noch diese "Idealvorstellung" des knuddeligen Welpen, der zum besten Freund der Tochter wird :denker:

    Selinchen Du kennst den Unterschied zwischen Bauchgefühl und Intuition?

    Bauchgefühl bezieht sich rein auf das eigene Gefühl, welches der jeweilige Mensch situativ hat.

    Intuition ist Gefühl und Wissen, welches unbewusst gefühlsmäßiges Handeln anleitet - eben intuitiv.

    Was du bei deinem Welpen wissen solltest:

    Molly ist ein Baby, ein Hundebaby zwar, aber ganz klar ein Baby - und das kann noch nichts, kennt noch nichts, und es ist deine große Aufgabe, dieses Baby bereit zu machen, um die große weite Welt kennen zu lernen und damit klar zu kommen.

    Welpen haben ein sehr großes "Kaubedürfnis", sie nutzen sehr, sehr stark ihr Maul bei Aktivitäten mit anderen Lebewesen - egal ob auf 4 oder 2 Beinen. Bei der Beschäftigung mit Hunden ist der dabei gezeigte Einsatz der Zähne anders dosiert, weil die Hundehaut geschützter ist. Sie ist nicht zu vergleichen mit der zarten Haut des Menschen (und erst Recht nicht mit der zarten Haut eines Kleinkindes).

    Seinen Zahneinsatz dem Menschen gegenüber anders zu dosieren - eben "zarter" - als einem anderen Hund gegenüber, kann der Welpe noch nicht, und muss es erst lernen.

    In eurem Umgang hat Molly aber "gelernt", ihr Zähne noch mehr einzusetzen, ihr habt sie regelrecht dazu aufgefordert; "Wegschubsen" ist tatsächlich das Signal für: "mach weiter, erneuter Angriff, jippieh!", und dieser Tipp, durch ein "Au!!!" zu signalisieren, dass es euch weh tut, kam tatsächlich als Aufforderung "Mehr! Mach weiter! Jajaja!" bei Molly an...

    Wasserspritze, Maul zuhalten, einen Klapps geben - all das hat Molly nur signalisiert, sich noch mehr reinzusteigern in dieses "Spiel", was ihr da mit ihr macht.

    Was Molly jetzt braucht: Die Lernerfahrung, ihre Zähne in etwas anderes als den Menschen reinzuhacken, wenn der Mensch sich mit ihr befasst.

    Dazu kam der Vorschlag des Zergelns.

    Da hast du geschrieben: Kann sie nicht, interessiert sie nicht.

    Ich habe den Eindruck, du hast schon die Idee, etwas anderes auszuprobieren, legst das ad acta.

    Ich sage dir: Bleibe da am Ball, du brauchst Geduld, mache es für Molly interessant. Sie kennt es bisher noch nicht, das Spiel, in euch reinzuhacken ist alles was sie bisher kennt, und das macht Spaß ...

    Vielleicht bist du zu heftig mit dem Zergel, vielleicht ist es zu hart/zu klein/zu wenig plüschig/zu groß/wird von dir zu viel oder zu wenig bewegt ...

    Ich weiß es nicht, ich bin nicht dabei.

    Ich weiß nur: Jeder Hund zergelt, und es macht ihm dann Spaß, wenn sein Gegenüber auch Spaß dabei hat.

    Lass dir etwas einfallen, werde kreativ - denn nur, wenn Molly lernt dass sie in etwas anderes hacken KANN, wenn ihr euch mit ihr beschäftigt, kann sie auch lernen dass sie nicht in eure Hände/euren Körper hacken soll.

    So lange Molly das noch nicht kann, darf sie sich mit eurer Tochter nicht befassen ...

    Als persönlicher Tipp, nimm ihn als Spielball, mit dem Gedanken wie du dich schützen kannst, was du brauchst:

    Es tut weh, wenn so Welpenzähne ungebremst in Menschenhaut reinhacken, und Schmerz macht ärgerlich. Ärger hindert mich aber daran, das zu sein was ich jetzt eigentlich brauche, nämlich: Geduldig.

    Deshalb würde ich meine Hände im Spiel mit Molly derzeit schützen, durch ein paar alte Lederhandschuhe z. B.

    Zum Schluss noch etwas zum Mutmachen: Die nächsten Wochen werden anstrengend, brauchen viel Geduld und Durchhaltevermögen. Das wird nicht leicht, zumal ihr dabei niemals vergessen dürft, Molly gegenüber freundlich und nachsichtig zu sein - sie ist noch ein Baby!

    Aber: Hunde lernen schnell, und sie entwickeln sich schneller als Menschenbabies - und mit der nötigen Geduld, Nachsicht und dem notwendigen Einfühlungsvermögen sieht eure Welt in 3 Wochen schon ganz anders aus.

    (Nein, Molly ist dann immer noch nicht erwachsen, und diese Kuschelrosawolkewelt gibt es auch nicht; Aber sie wird dann die notwendige Beißhemmung - noch nicht perfekt, aber nahe dran - gelernt haben, und das ist schon mal ein wichtiger Schritt in ein schönes, familiäres Miteinander).

    Eure Tochter wird sich übrigens langsamer entwickeln (logisch, ist ein Menschenbaby), und ein freies Spielen mit Molly wird erst in ca. einem Jahr möglich sein - wenn Molly den Verstand hat zu begreifen, dass sie ein menschliches Kleinkind als Spielpartner hat, bei dem sie mit besonderer Umsicht und auch Nachsicht agieren muss. Denn eure Tochter wird diesen "Verstand" noch einige Jahre nicht haben, haben können.

    Oft holen sich Menschen einen Welpen, nehmen dafür 2-3 Wochen Urlaub - weil man den Welpen ja erst mal nicht alleine lassen soll - und meinen dann aber, nach dieser Zeit kann (und muss der Welpe dann auch, wegen Arbeit und so) man den Welpen dann 4 oder 6 Stunden oder gar noch länger alleine lassen.

    Weil Edit nicht mehr geht: Das geht natürlich mit keinem Welpen, aber gerade bei den reinen Begleithunden kann das u. U. noch länger dauern im Vergleich zu anderen Hunden/Rassen.

    Alleine lassen kann man sie so jung ja noch nicht. Uns wurde gesagt, dass sie frühestens mit 6 Monaten alleine bleiben sollte.

    Euch wurde tatsächlich sehr viel Mist erzählt. Wenn man das alleine bleiben nicht von Anfang an übt wird es immer schwieriger. Mein Zwerg ist 9 Wochen alt und ich lasse ihn bereits ein paar Minuten alleine, wenn ich den Müll runter trage oder nur mal kurz zum Bäcker gehe etc.

    Oh je - da habe ich das erste Mal in diesem Thread gedacht: Endlich mal was vernünftiges als Info bekommen!

    ..........................

    Ihr habt ja alle Recht mit euren Hinweisen, das Alleine-Bleiben-Können schon früh zu üben.

    Ich habe mich über diese Anleitung tatsächlich gefreut, weil ich folgenden Blickwinkel darauf habe:

    Oft holen sich Menschen einen Welpen, nehmen dafür 2-3 Wochen Urlaub - weil man den Welpen ja erst mal nicht alleine lassen soll - und meinen dann aber, nach dieser Zeit kann (und muss der Welpe dann auch, wegen Arbeit und so) man den Welpen dann 4 oder 6 Stunden oder gar noch länger alleine lassen.

    Das sollte man bei einem Mops tatsächlich nicht vor den ersten 6 Monaten erwarten, denn der Mops ist tatsächlich als reiner Begleithund zum Begleiten des Menschen gezüchtet, und da fällt es tatsächlich schwerer, ihm beizubringen dass er zwar manchmal Alleine ge-, aber nie verlassen wird.

    Das ist der große Unterschied - Alleine bleiben KÖNNEN baut auf der Gewissheit auf, nie verlassen zu werden.

    Selinchen Als Mutter eines Kleinkindes sagt dir der Begriff "Urvertrauen" sicher etwas - und genau so ist es bei einem Welpen.

    Dieser wächst in den ersten Lebenswochen idealerweise mit Geschwistern und zumindest dem Muttertier auf (und einem Züchter, der auf die Welpen aufpasst wenn die angestrengte Mutter mal eine Auszeit bekommt), und wenn er tatsächlich nach einem kleinen Schläfchen aufwacht lernt er: Er ist niemals alleine, es ist immer jemand da, auch wenn er wenige Sekunden gucken muss, wo denn da jemand ist.

    Das wird in seinem neuen Zuhause fortgesetzt, in jedem Fall in den ersten Tagen, die er braucht um sich erst mal mit seiner neuen Umgebung vertraut zu machen.

    Ich habe in den ersten beiden Tagen auch den schlafenden Welpen tatsächlich nie alleine gelassen, es war immer jemand mit im Raum, der den Welpen mit leiser, freundlicher Stimme ansprach sobald er aufwachte, damit er sofort wusste: Ich bin nicht allein!

    Nach 2 Tagen war der Welpe schon vertraut mit dem für ihn zugänglichen Umfeld, und ich konnte dann wenn der Welpe schlief auch mal den Raum verlassen, um z. B. mal etwas in der Küche machen. Wachte der Welpe dann auf und stellte fest, dass er alleine im Raum ist - dann machte er sich mit dem Gefühl: "Es war bisher immer jemand da, also gehe ich mal schauen, wo ich jemanden finde" auf, und tapperte durch die Wohnung um zu sehen wo jemand ist. Da wurde er dann auch nach kurzer Zeit fündig, und bekam eine freundliche (aber nicht überschwängliche) Aufmerksamkeit.

    Schon nach ein bis zwei Wochen konnte ich den Welpen für wenige Minuten alleine lassen - und daraus sind dann Hunde geworden, die ohne die Angst des Verlassen-Werdens mehrere Stunden alleine bleiben können.

    Also - wenn jemand unter "Alleine bleiben" versteht, dass der Hund problemlos mehrere Stunden am Stück alleine bleiben kann, dann bitte gerade beim Mops nicht erwarten, dies auch machen zu können bevor er nicht mindestens ein halbes Jahr alt ist.

    Für dieses Ergebnis muss natürlich schon vorher "geübt werden" - aber hier bitte auch nicht mit der Brechstange, und genau nach irgendeinem Plan, sondern dem jeweiligen Individuum angepasst, fürsorglich und mit Einfühlungsvermögen.