Beiträge von Hundundmehr

    Tust du doch auch. Nur weil deine Hunde ggf. ein Problem mit Menschen haben, die in der Naehe niesen, sind Hunde die da nicht ausloesen noch lange keine desinteressierte Mitschlurfhunde ohne Schutztrieb o.ae. ...

    Darum geht es, Massai

    Hunde sind denkende und fühlende Lebewesen - und weil sie Denken können, können sie lernen, u. A. auch, erst zu Denken, und dann zu Handeln.

    Das Schutzverhalten eines Hundes ist eine Motivation, und nicht nur ein Trieb, und es gibt Menschen, die sich verdammt viel Mühe geben, wohlüberlegt und mit Wissen gepaart, um die natürliche Fähigkeit eines Hundes, Gefahren von Nicht-Gefahren zu unterscheiden, so zu verfeinern, dass er es "abkann", zufälligerweise mal berührt zu werden.

    Wie weit das gelingt, ist zum Einen von den Fähigkeiten des jeweiligen Menschen (und dessen Prioritäten) abhängig, und hat seine Grenzen natürlich auch im Typ des Hundes.

    Im Typ - nicht in der Rasse.

    Als Jugendliche habe ich knapp 2 Jahre lang den jungen Schäferhund eines Freundes betreut; Dieser wurde im Übrigen auch im Schutzdienst ausgebildet (eine Zeit lang auch von mir) und des Nachts als Hof-Wachhund eingesetzt. Tagsüber war er im Hofzwinger, und weil ich die Zeit dafür hatte, habe ich mit ihm täglich lange Spaziergänge gemacht.

    Sehr schnell im Freilauf (was zu der Zeit noch überall, auch innerstädtisch, möglich war).

    Einmal habe ich ihn zu einem schulischen Event mitgenommen, hunderte von Schülern von der 5.-13. Klasse im Wald - und Falk ist dort nicht nur völlig problemlos, unangeleint und ohne Maulkorb, mitgelaufen - den hat die johlende Masse an Kindern und Jugendlichen überhaupt nicht gejuckt, ob die ihn mal zufälligerweise oder gefragt antatschten, hat er mindestens als "nicht bedrohlich" eingestuft, ein Streicheln sogar genossen.

    Kurz - dann zog er weiter, Umwelt erkunden.

    Das ging bedenkenlos.

    Aber laut der Geschichte mit dem Postboten und dem Zeitungsartikel scheint es ja doch möglich zu sein, oder?

    Da steht doch nur: "Es wird ermittelt"

    Eben auch wieder, weil ein Mensch körperlich zu Schaden kam.

    Hier ist ja auch noch eine 3. Person beteiligt, der Autofahrer, durch dessen Auto der Mensch dann zu Schaden kam.

    Hierzu fehlen auch Informationen, so ist z. B. nicht bekannt, wie weit der Postbote auf die Straße lief, ob der Autofahrer vielleicht zu nah am Gehweg fuhr, etc.

    Ziel dieser Ermittlungen ist es, dem Gericht Fakten zu liefern, die u. A. Hinweise darauf geben ob die Reaktion des Postboten gerechtfertigt oder völlig überzogen war.

    Ist Letzteres der Fall, gibt es keinerlei Haftung für den Halter des Hundes.

    Wenn der Hund überhaupt keine Anzeichen zeigt, sich dem Menschen zu nähern, und auf ausreichendem Abstand ist (und gehalten werden kann) - warum sollte ich ihn dann anleinen?

    Wobei ich - für mich selbstverständlich - sofort meinen Hund sichere, wenn mir jemand Angst als Begründung angibt. Mehr noch, ich mache von mir aus dann auch soweit Platz, dass dieser Mensch uns angstfrei passieren kann.

    Bei Forderungen, wo für mich erkennbar keine Angst der Grund ist, leine ich mittlerweile nicht mehr an.

    Ist mir mal passiert, dass jemand recht pissig das Anleinen meiner Hunde einforderte, und da noch ein "Hunde müssen hier angeleint werden!" hinterherschob.

    Habe ich geanwortet: "Nein, und Leinenpflicht ist hier auch nicht."

    Darauf kam dann ein sehr pissiges: "Ich habe aber Angst!" hinterher.

    Woraufhin ich dann nur ganz lakonisch antwortete: "Dann gehen Sie da spazieren, wo Leinenpflicht ist."

    Ich mag Menschen einfach nicht, die irgend etwas behaupten, was nicht den Tatsachen entspricht, nur um ihre ureigensten Regeln anderen über zu stülpen und durchsetzen zu können.

    In diesem Fall besonders, weil sie die tatsächliche Schwäche von Menschen mit Hundeangst ausnutzen, und es diesen Menschen damit noch schwerer machen, weil sie sie in Misskredit bringen.

    Das nur grundsätzlich.

    Die tatsächlichen Hintergründe bei dem Geschehen kenne ich nicht, ich weiß nicht warum die Menschen der Aufforderung der Frau nicht nachgekommen sind, wie die Frau ihre Aufforderung nach Anleinen geäußert hat, und wie die Situation tatsächlich war, und was letztendlich zum Sturz der Frau geführt hat.

    Das lässt viel Raum für Spekulationen in alle Richtungen.

    Eines geht aber recht eindeutig aus dem Artikel hervor: Der Hund war nicht aktiv an dem Sturz beteiligt.

    Die Umstände sind entscheidend.

    Bei Leinenpflicht ist es möglich, dass der Tierhalter für die Schäden aufkommen muss.

    Es gibt Gerichtsurteile, bei denen Personen ihre Forderung nach Schadenersatz nicht durchbekommen haben, weil sie ohne Not eine unangemessene Reaktion zeigten, die zu dem Schaden führte.

    Warum die Hundehalter jetzt gesucht werden hat einen Grund:

    Es geht um Körperverletzung, und hier kann nicht die Polizei, sondern nur ein Gericht klären, ob eine Körperverletzung durch Fremdverschulden vorliegt oder nicht.

    Aber auch, wenn sich herausstellt dass es Auflagen (wie Leinenpflicht und Maulkorb) für diesen Hund gab, hat das keine Auswirkungen auf diesen Fall, wenn sich herausstellt dass der Schaden nicht durch Einwirken des Hundes (Anrempeln/Anspringen oder Hinrennen und Bellen) entstanden ist.

    Dass die Frau scheinbar ein sehr großes Problem mit Hunden hat, kann nicht zu Lasten ihrer Umwelt gehen.

    Denn die stecken dann meist im Geäst oder sonst wo drin und müssen gezogen werden.

    Deshalb haben Golden einen ausgeprägten, kraftvollen Fang.

    Spätestens wenn du mal selber erlebt hast, mit welchem Ehrgeiz ein Golden ein im Gehölz verkantetes Apportel herausgearbeitet hat, weißt du was ich meine :smile:

    Beim Training schießt man oft genug daneben, da braucht man das nicht noch mit Absicht zu tun.

    Das macht aus meiner Sicht den Einsatz eines Golden z. B. noch idealer - er ist ein perfekter "Markierer", beobachtet sehr aufmerksam die Flugrichtung seiner "Beute", und lernt - bei entsprechender Ausbildung - sich über längere Zeiträume mehrere Apportel und deren Ablagestellen zu merken, um sie dann bei einem entsprechenden Signal einzeln "abzuarbeiten".

    Er lernt, mit Auge und Gehör, die ungefähre Landestelle zu lokalisieren, sich zu merken - und dann auf Kommando dieses "Landeareal" mit der Nase abzusuchen, bis er die "Beute" gefunden hat.

    Kommt er da tatsächlich nicht dran, kann er auch lernen, seinem Menschen ein "Gefunden!!!" zu signalisieren, damit der Mensch beim Bergen der Beute zu Hilfe kommt.

    Da du auch offen für andere Rassen bist, möchte ich noch den Elo Hund vorschlagen.

    Ich habe jetzt erstmal nur die Rasseinfo überflogen und ja, sieht auf den ersten Blick ok aus. Wenn dann wohl einen Groß Elo, da der bis zu 60 cm wird. Aber da muss ich mich erst einmal näher damit auseinander setzen. Das werde ich übers Wochenende tun.

    Bei deinen sportlichen Aktivitäten und Interessen würde ich bei dir tatsächlich einen Golden Retriever sehen: Längeres Fell, über 50cm - und vielfältig interessiert und bereit, mit dem Menschen bei diesen Interessen zu kooperieren, wenn man es ihm beibringt und ihn lässt.

    Die Anlagen, eine hohe Steadyness zu erlernen, die ihn zuverlässig neben dir sitzen lässt während du anlegst und schießt, bringt er mit. Muss nur vernünftig aufgebaut werden, dann kann er das lernen, grundsätzlich um Längen besser als ein Husky.

    Auch die jagdliche Motivation, die diese Rasse als Jagdhund (für nach dem Schuss) naturgemäß mitbringt, lässt sich aufgrund der hohen Fähigkeit zur Kooperation (die aber auch erlernt werden muss, von nix kommt eben nix) sehr kompatibel mit den Umweltbedingungen managen. Kostet Zeit und Arbeit, hat natürlich auch Grenzen (wie bei jedem individuellen Hund), aber ein aufmerksamer und lernwilliger Hundehalter wird mit einem Golden viel Spaß sowohl bei seinen Streifzügen durch die Natur, als auch bei Streifzügen durch die Stadt viel Spaß haben.

    Besser noch: Aufgrund seiner vielfältigen Veranlagungen hat auch der Golden Spaß an diesen Aktivitäten.

    So grundsätzlich.

    Natürlich gibt es auch Ausnahmeexemplare, wo sich dann herausstellt, dass etwas doch Probleme macht, die man sich so nicht vorgestellt hat. Das gibt es aber in jeder Hunderasse, weil Hunde eben auch Lebewesen, und keine Maschinen sind. Ein guter Garant für einen quicklebendigen, neugierig- freundlich sich allen Herausforderungen des Lebens stellenden und dabei aber ausgewogenen bleibenden Hund dieser Rasse zu bekommen sind dabei gute Zucht- und Aufzuchtbedingungen.

    Mein persönliches Kopfkino: Ich sehe dich beim Bogenschießen, einen Golden begierig, aber seelenruhig neben dir sitzend, mit der Gewissheit darauf wartend, dass er zum Zuge kommt, wenn er auf dein Signal hin einen verschossenen Pfeil holen darf ... du bist so treffsicher, dass du nix mehr verschießt?

    Nun ... du kannst auch bewusst "verschießen", einfach zur Freude deines Hundes, damit er mit seiner jagdlichen Fähigkeit auch "zum Zuge" kommt.

    Dann ist er glücklich :nicken:

    Mal so eine Frage in den Raum gestellt:

    WAS ist denn dann DER Anfängerhund?

    Den gibt es mMn nicht.

    Mir stellt sich eher die Frage, wie ein Mensch sein sollte, der sich zur Hundehaltung eignet.

    Das passt natürlich nicht hier ins Thema, ist aber tatsächlich der Grund, warum ich meine Rasse - den Golden Retriever - auch nur mit Einschränkung empfehle.

    Dabei passt diese Hunderasse tatsächlich zu jedem Menschen, der nur genügend Empathie dafür aufbringt, die Fähigkeiten, die Vielfältigkeit und den Leistungswillen dieser Hunde zu erkennen - und zu bedienen.

    Der Anteil an Hundehaltern, die bei der Anschaffung eines Hundes aber nur darauf achten dass die eigenen Bedürfnisse erfüllt werden, die oft gar nichts mit dem Lebewesen Hund zu tun haben, ist leider viel größer geworden im Laufe der letzten Jahrzehnte.