Tust du doch auch. Nur weil deine Hunde ggf. ein Problem mit Menschen haben, die in der Naehe niesen, sind Hunde die da nicht ausloesen noch lange keine desinteressierte Mitschlurfhunde ohne Schutztrieb o.ae. ...
Darum geht es, Massai
Hunde sind denkende und fühlende Lebewesen - und weil sie Denken können, können sie lernen, u. A. auch, erst zu Denken, und dann zu Handeln.
Das Schutzverhalten eines Hundes ist eine Motivation, und nicht nur ein Trieb, und es gibt Menschen, die sich verdammt viel Mühe geben, wohlüberlegt und mit Wissen gepaart, um die natürliche Fähigkeit eines Hundes, Gefahren von Nicht-Gefahren zu unterscheiden, so zu verfeinern, dass er es "abkann", zufälligerweise mal berührt zu werden.
Wie weit das gelingt, ist zum Einen von den Fähigkeiten des jeweiligen Menschen (und dessen Prioritäten) abhängig, und hat seine Grenzen natürlich auch im Typ des Hundes.
Im Typ - nicht in der Rasse.
Als Jugendliche habe ich knapp 2 Jahre lang den jungen Schäferhund eines Freundes betreut; Dieser wurde im Übrigen auch im Schutzdienst ausgebildet (eine Zeit lang auch von mir) und des Nachts als Hof-Wachhund eingesetzt. Tagsüber war er im Hofzwinger, und weil ich die Zeit dafür hatte, habe ich mit ihm täglich lange Spaziergänge gemacht.
Sehr schnell im Freilauf (was zu der Zeit noch überall, auch innerstädtisch, möglich war).
Einmal habe ich ihn zu einem schulischen Event mitgenommen, hunderte von Schülern von der 5.-13. Klasse im Wald - und Falk ist dort nicht nur völlig problemlos, unangeleint und ohne Maulkorb, mitgelaufen - den hat die johlende Masse an Kindern und Jugendlichen überhaupt nicht gejuckt, ob die ihn mal zufälligerweise oder gefragt antatschten, hat er mindestens als "nicht bedrohlich" eingestuft, ein Streicheln sogar genossen.
Kurz - dann zog er weiter, Umwelt erkunden.
Das ging bedenkenlos.