Beiträge von Hundundmehr

    Wir waren heute auch wieder an den Seen in Duisburg, die junge (Teilzeit-)Hündin meiner Freundin und unser Leifur.

    Vasco blieb zu Hause, er lief gestern nicht ganz rund, weshalb ich ihn heute mal schonen wollte.

    Viele Hunde waren dort unterwegs, und es war unglaublich entspannt, auch, weil die junge Hündin meiner Freundin heute sehr entspannt war.

    Es war eine große Freude zu sehen, wie gut sie sich auch im Freilauf regulieren lässt.

    Ein Paar ist mit seinem mit aufgerollter Schlepp geführten Hund sichtlich erkennbar auf einen Seitenweg ausgewichen. Sah nach Training aus, sie blieben nach ca. 10m stehen und ließen ihren Hund in Ruhe die anderen Hunde beobachten.

    Unsere Zwei sahen zwar zu diesem Hund hin, ließen sich aber durch freundliche Ansprache weiterleiten, ohne den Versuch einer Kontaktaufnahme.

    Vielleicht mal als Anmerkung: Die Hündin meiner Freundin kam mit ca. 8 Monaten aus dem Tierheim zu ihrem Sohn und dessen Lebensgefährtin. Weil beide berufstätig sind, betreut sie die Hündin tagsüber - deshalb "Teilzeithund".

    Die Hündin kam als absolutes Nervenbündel zu ihnen, kannte wohl nichts (sie war von ihrer ersten Familie ins Tierheim gebracht worden, wurde dann nach einigen Wochen dort wieder abgeholt, angeblich von Verwandten, damit der Hund "in der Familie" bleibt - und wurde wenige Wochen später wieder im Tierheim abgegeben), und war selbst mit einem kurzen Waldspaziergang völlig überfordert.

    Sie kommt sehr gut mit anderen Hunden klar, hat aber die Tendenz zur Zicke.

    Sie jetzt so selbstsicher und entspannt zu sehen, macht wirklich große Freude.

    Diese Tendenz hat sie bei einem an der Schlepp befindlichen kleinen Wuschel gezeigt, scheint Terrier mit dringesteckt zu haben, denn der keifte die Hündin gehörig an.

    Kennt ihr das Video von den beiden Hunden, die sich durch ein Metalltor durch angiften - wobei das Tor halb auf ist, aber keiner der Hunde macht Anstalten, durch die offene Seite zu gehen?

    So wirkte das Ganze bei den beiden Giftzähnen... xD

    Ich habe die Hündin mit freundlicher Ansprache unterbrochen und zu mir gebracht ... weil der Kleine aber nachsetzte, machte die Hündin auch weiter :ugly:

    Erst als ich sie nach einer erneuten freundlichen Ansprache für das zügige zu mir kommen mit einem Leckerchen belohnte ... hörte der kleine Wuschel auf zu brüllen ... und sah mit mit großen Augen erwartungsvoll an: "Hey - es gibt Leckerchen, krieg ich auch was?".

    Da war Ruhe im Karton - Leckerchen waren wohl wichtiger als Keifen xD

    Ich habe den Mann gefragt, er fand es grundsätzlich ok ... und hat sich erfreut-erstaunt ein paar Leckerchen von mir in die Hand drücken lassen, die er dann seinem Hund geben konnte.

    So vorzugehen fand ich in dem Moment klüger, weil ich so "Futterneid" (oder etwas anderes Richtung Konkurrenz) vermeiden konnte.

    Es war dann auch tatsächlich Ruhe, dem Mann habe ich zum Abschied dann noch eine fette Portion Leckerchen in die Hand gegeben (was der schlaue kleine Kerl - also der Hund -selbstverständlich sofort bemerkte), und es ging ein glückliches Hu-Ha-Gespann von dannen :cuinlove:

    Der Mann erwähnte übrigens noch, der Hund wäre an der Schlepp, weil er ihn noch nicht so lange hätte, und er es noch nicht wagt, ihn im Freilauf zu lassen.

    Zum Abschluss durfte die Hündin dann gemeinsam mit Leif auf die Ladefläche; Auf der Hinfahrt ist mir das derzeit noch "zu heiß", der große freudige Stress und der doch sehr beengte Raum birgt mir zu viel Potential für ein "Kippen".

    Hinterher haben meine Freundin und ich noch bei einem Kaffee bei ihr zu Hause geplauscht, während die Hund ganz entspannt irgendwo lagen und nach dem langen Spaziergang ruhten.

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    Ich blicke hier immer neidvoll auf die Bilder und auch Videos ... ich schaffe es einfach nie, mal so Aufnahmen zu machen, weil ich immer so sehr fokussiert bin, und oft auch zu spät daran denke.

    Vermutlich muss ich mir mal sowas wie eine Go-Pro anschaffen, oder so :denker:

    Ich find den fiddelten Rotti daneben fast genauso witzig wie das überforderte Herrchen

    Wie kommst du darauf, der Mann wäre überfordert?

    Ich habe eher den Eindruck, er animiert den Welpen dazu, und agiert genau so dass der Welpe lernt, festzuhalten ohne zu schütteln.

    Der Rotti ist echt cool - der ist echt verwirrt, weil er genau weiß: Sowas darf man nicht, also zumindest er nicht, aber den Welpen jetzt daran hindern darf er auch nicht.

    Er ist schon jagdlich motiviert, hat es aber immer vorher angezeigt und und hat es sich verbieten lassen. Auf den Wegen habe ich ihn auch immer Schnüffeln lassen. Er durfte nur nie die Wege verlassen.

    Du schreibst ja selber, du wärest mit dem Kopf völlig woanders gewesen - möglicherweise hat er wie üblich angezeigt, evtl. sogar mehrfach, und deine Nicht-Reaktion als "ok" fürs Jagen aufgenommen.

    Shit happens, aufstehen, Krone richten, Schlepp dran - und weiter gehts :bussi:

    Lass deine Knochen erst mal wieder zur Ruhe kommen, es dauert halt auch bei dir etwas, bis du diesen Schock verarbeitet hast.

    Es ist nichts passiert - und manchmal sind Fehler gut, um noch mal den eigenen Fokus zu intensivieren, und diesen Fehler nie wieder zu machen.

    @Cindychill Danke für deine ausführliche Beschreibung, sie hat mir noch mal einen völlig anderen Fokus gegeben, den ich vorher nicht so, bzw. nicht so stark auf dem Schirm hatte.

    Dann ist hier wohl mein Platz - denn Entspanntheit bringe ich doch reichlich mit.

    Leider beschränkt sich diese Entspanntheit derzeit nur auf den Freilauf, und das wird wohl auch erst mal so bleiben.

    Leif benötigt an der Leine meine 100%ige Aufmerksamkeit, aber das ist schwierig geworden, wenn Vasco dabei ist, weil sich bei Vasco eine "Alterssturheit" zeigt, die eben auch meiner Aufmerksamkeit bedarf...

    Deshalb gehe ich im Wald angeleinten Hunden weiträumig aus dem Weg, was gut geht.

    Aber auch hier hat sich die Zeit sehr rasant gewandelt - während noch bis vor 2-3 Jahren mindestens jede 2. Hundebegegnung leinenlos war, ist es jetzt (gefühlt) nur noch jede 5. Begegnung.

    Begegnungen im Freilauf dagegen sind äußerst entspannt; Je nach Hund(en) bin ich da "die Oberaufseherin", die am Rande das Geschehen verfolgt und bei Bedarf ein wenig mitmischt, was aber sehr leicht und mit wenig Aufwand machbar ist.

    Mobber halte ich von meinen Hunden fern, entweder schon vor einem Aufeinandertreffen, oder ich beende ein Treffen sehr zügig.

    Da brauchen meine Hunde nicht selber aktiv werden, weil ich weiß: Weder meine Hunde noch ich haben irgendeinen "erzieherischen" Einfluss auf Hunde, die das Mobben für sich entdeckt haben, und da gebe ich keinen meiner Hunde her, damit andere Hunde an diesem ihr "Hobby" ausleben können.

    Sunti Meine Hunde bekommen - bzw. würden - einen auf den Sack, wenn sie Tendenzen zeigen einen anderen Hund zu mobben. Mobben ist eine Eigenschaft, die mir zutiefst zuwider ist. Ich will überhaupt nicht, dass meine Hunde lernen, sich gegen solche Mobber zur Wehr zu setzen, sie sollen lernen, Mobbern aus dem Weg zu gehen.

    Zunächst einmal würde ich einen Tracker an den Hund dran machen.

    Das nimmt dir deine Ängste (die dir sicher auch noch in den Knochen stecken), dass du deinen Hund nicht wiederfindest.

    Der Tracker ist jetzt nicht dazu da, den Hund weiter sorglos laufen zu lassen, weil er ja wieder auffindbar ist - nicht, dass das jetzt missverstanden wird!

    Aber gerade bei solchen Erlebnissen, wo man die weichen Knie noch Tage oder gar Wochen später spürt, helfen solche "Absicherungen" einem selbst, sich nicht noch mehr unnötige Sorgen zu machen (wie z. B.: "Hoffentlich rutscht mir die Schleppleine nicht aus der Hand - denn dann ist der Hund wieder weg :shocked:" ).

    Solche Gedanken machen einen selbst unsicher - und gerade diese Unsicherheit braucht mensch mal so gar nicht, wenn ein Training erfolgreich sein soll.

    Das eigentliche Training beginnt damit, dass du deinen Hund erst mal nicht mehr von der Leine lässt - Kurzleine, wo es angebracht ist, Schleppleine, wo es sinnvoll und möglich ist.

    Mit dem so gesicherten Hund trainierst du dann die Signalworte, die du im Freilauf zwingend benötigst, neu und sehr konsequent.

    Bei uns wäre das z. B. das Aufmerksamkeitssignal, das Sitz auf Distanz, und der Rückruf.

    Zu der Ursache, warum dein Hund das jahrelang noch nie gemacht hatte, und jetzt auf einmal dieses Verhalten gezeigt hat, kann auch ich nur spekulieren... :ka:

    Möglicherweise bist du aufgrund der jahrelangen Verlässlichkeit vielleicht doch unaufmerksamer und inkonsequenter geworden?

    Ich weiß es nicht, habe aber selber die Erfahrung machen "dürfen", dass eine intensive Trainingszeit, in der ich meine Konsequenz meinen Hunden gegenüber noch mal nachhaltig beweise, hier "Wunder" gewirkt hat.

    Und statt sich hier im Kreis zu drehen, könnte man auch einfach zum Thema zurück kommen...

    Na gut, beenden wir diese Kreisdiskussion, indem wir der Liste der theoretischen Überlegungen, warum Hunde gefährlich sind, noch den Punkt: "Instinkt/instinktiver Mechanismus, der Hunde auf einen bestimmten Reiz hin dazu bringt, auch ihre Sozialpartner zu töten" hinzu.

    Gute Nacht.

    Phonhaus Ich hatte keine Endlosdiskussion mit dir geführt, sondern eine einfach Frage an dich gerichtet:

    oder z. B. eine Art instinktiver Mechanismus in Gang gesetzt wird, das verletzte Individuum zu töten, weil es die Gruppe gefährdet.

    Kannst du mal bitte Belege aus seriöser Quelle der Canidenforschung bringen, bei denen ein Nachweis für die Existenz eines solchen "Instinktverhaltens" erbracht wurde?

    ...........

    Statt einer Antwort kam dann dieser lange Beitrag ... der dann direkt erst mal mit einer persönlichen Diskreditierung beginnt:

    Sag doch einfach, dass auch du keine Belege aus seriösen wissenschaftlichen Quellen hast, die auf die Möglichkeit der Existenz eines solchen "instinktiven Mechanismus zur Tötung eines Sozialpartners" hinweist :ka: