Grundsätzlich: Den Opa verstehe ich sehr gut; Sein Hund gab ihm Halt, und sich jetzt ein Leben ohne Hund vorzustellen birgt das Gefühl, jetzt nur noch auf den Tod zu warten ... Scheixxxvorstellung.
Auf der anderen Seite stehen da die Bedenken der Familie, die nicht unberechtigt sind.
Trotzdem finde ich die Richtung, in die deren Gedanken aufgrund dieser Bedenken gehen, äußerst übergriffig.
Statt den Opa als "stur" einzuordnen, würde ich versuchen, mit ihm gemeinsam alle Probleme, die ein Welpe seiner Wahl mit sich bringt, Punkt für Punkt durchzugehen und nach gangbaren Lösungen suchen.
Vor etlichen Jahren habe ich einen Mann, der auch Anfang 80 und mit Gehstock unterwegs war, und dessen zu dem Zeitpunkt gerade mal 3 Jahre alte Schäferhündin kennengelernt.
Da passten die Rahmenbedingungen ganz hervorragend, sowohl die Erziehung als auch die Haltung dieser als Welpe für ihn angeschafften Hündin machte dieser Mann aufgrund seiner Erfahrung "mit links".
Gehen tut das, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.
Für unseren mittlerweile verstorbenen Freund wurde ein Dogsitter organisiert, als er nicht mehr in der Lage war seinen Hund ausreichend selber zu versorgen. Dieser hatte sich in die Hündin verliebt, und es war dann irgendwann klar, wo die Hündin ihr neues zu Hause findet, wenn unser Freund stirbt.
Das ist dann übrigens auch testamentarisch so festgelegt worden, damit es nicht im Nachhinein irgendwelche Streitigkeiten gibt.
Es gibt also Lösungen, vielleicht auch die Option eines älteren Hundes, der auf einer Pflegestelle ist, und wo er hin zurück kann, wenn der Opa aus welchen Gründen auch immer als Dauerlösung ausfällt?
In jedem Fall würde ich die Bedürfnisse des Opas weder übergehen, noch ihm einfach irgend etwas aufzwingen ohne sein Einverständnis.
Mein persönliches Empfinden: Das ist nicht Sturheit, sondern "seelische Not", die seine Vorstellungen bestimmt.
Sich damit vernünftig und lösungsorientiert gemeinsam befassen wäre der Weg, der diesem alten Mann gerecht wird.
Ich drücke die Daumen für eine Möglichkeit, die für alle tragbar und angenehm ist: Den Opa, den Hund und die Familie.