Mehr Sorgen als Nr 1, 2 und 4 macht mir die ballsüchtige Nr 3... ich fürchte, die braucht eine andere Selbsthilfegruppe.
Das war auch mein spontaner Gedanke ...
Mehr Sorgen als Nr 1, 2 und 4 macht mir die ballsüchtige Nr 3... ich fürchte, die braucht eine andere Selbsthilfegruppe.
Das war auch mein spontaner Gedanke ...
So ein direkter Kontakt unter kundiger und sicherer Kontrolle würde mich auch faszinieren.
Möglicherweise hat ein solches Erlebnis ja auch Einfluss auf den Respekt, den ich (und eben andere Menschen auch) gegenüber dem Wolf haben. Den Wolf einerseits als nicht zähmbares Raubtier wahrzunehmen, andererseits aber als Lebewesen, welches eben nicht eine "mordende Bestie" ist, die ausgemerzt werden muss, wäre für mich sicher eine besondere Erfahrung.
Natürlich hat das auch "Werbecharakter"; Dass solche Wolfstationen "pro Wolf" sind und sich bemühen, den Wolf in einem besseren Licht als im Rotkäppchen-Märchen darzustellen, ist doch völlig normal und auch legitim.
Dass ich dafür Geld zahle, welches dem Projekt zugute kommt, finde ich dabei ok, zwingt mich ja niemand dazu.
Nein, ich muss nicht alles antatschen, wenn ich das tun wollen würde, hole ich mich zuvor die notwendige Erlaubnis.
Was mich wirklich wundert ist die scheinbare Selbstverständlichkeit, mit der hier Mitverantwortung des Veranstalters für die Aufsichtspflicht gegenüber dem Kind angenommen wird.
Evtl. liegt das an den Erfahrungen in meiner beruflichen Bubble, aber mittlerweile scheint es gängiger Usus zu sein, dass das jeweilige Umfeld Verantwortlichkeiten zu übernehmen hat, die eigentlich alleine in die Verantwortlichkeit der Eltern fallen.
Ganz ehrlich - wo ist denn das Problem, sein eigenes Kind so zu sichern, dass es den erforderlichen Sicherheitsabstand einhält?
Die Daten der angefahrenen Übergabeplätze sind auch vorhanden
Ja - wenn es seriös läuft.
Seriöse Vereine machen z. B. Traces.
Es ging um die Aussage, die Verbringung aller Hunde könnte über Traces nachvollzogen werden, und das trifft eben nicht zu.
Nur für die Hunde, die auch über Traces verbracht werden.
Es gibt zuhauf Meldungen über beschlagnahmte Hunde (und Katzen-) Transporte, weil die entsprechenden Papiere nicht vorhanden waren, bei einigen steht in den Meldungen, ein Teil der Tiere hätte keine Papiere.
Wie hier schon angemerkt wurde, verfügen die entsprechenden Ämter überhaupt nicht über die Kapazitäten, um jegliche Transporte zu kontrollieren; Was über Stichproben dann rausgefunden wird, ist doch nur ein sehr geringer Teil der tatsächlich stattfindenden Transporte.
Genau darauf wird doch von unseriösen Gruppierungen gebaut - das Kontrollnetz ist einfach zu großmaschig.
Dass es schwarze Schafe gibt die sich nicht an bestehende Gesetze halten ist Fakt. Aber hast du Zahlen für die Behauptung - ein großer Teil - ?
Hm - stöber doch mal ein wenig auf den HP einiger Tierschutzvereine, da sind dann oft Dokumentationen zu finden zu Organisation und Ablauf von geplanten Transporten.
Schau mal in einschlägigen Foren/FB-Seiten, wie da organisiert wird, welcher Weitertransport wo und wie und mit welchem Hund gemacht wird, wie viele unterschiedliche Rastplätze angefahren werden.
Oder frag doch mal die jeweiligen Endabnehmer, ob sie denn die Traces-Papiere ihres Hundes mit bekommen haben - denn die brauchen sie, um die legale Einfuhr ihres Hundes nachweisen zu können.
Jein, das ist wieder so ein Poesiealbum Spruch, der eine gewisse Wahrheit enthält, aber eben nicht in vollem Umfang.
Waeren Papiere bzw. Abstammungsnachweise voellig egal, gaeb es sowas nicht.
Ihr habt beide Recht, natürlich haben Abstammungsnachweise auch durchaus noch einen anderen Sinn, wie ihr ihn ausführt.
Der Sinn, den ihr beide beschreibt, lässt sich natürlich über Papiere/Abstammung nachvollziehen, wenn diese detaillierter betrachtet werden.
Entsprechende Abstammung erhöht natürlich die Wahrscheinlichkeit darauf, auch die Merkmale beim Hund zu erhalten, die man sich für die eigenen Vorstellungen wünscht.
Aber auch das Erhöhen der Wahrscheinlichkeit für diese Merkmale ist immer noch keine Garantie dafür, dass diese Merkmale auch tatsächlich in dem erwünschten Maße beim individuellen Hund vorhanden sind.
Ist es besser verständlich, was ich meine?
Aber auch für jemanden, der mit dem Hund weder bestimmte sportliche Ambitionen noch züchterisch etwas verwirklichen will, hat mit dieser Ahnentafel zumindest ein Dokument in der Hand welches belegt, dass hier zumindest ein gewisser Grundstandard hinsichtlich Sorgfalt bei der Zucht zugrunde liegt.
Genau das machen sich ja auch etliche unseriösen "Zuchtvereine" zueigen, indem sie pompöse Aufmachungen für "Ahnentafeln" haben, die sie selber fantasievoll auf ihrem eigenen Computer gestalten und ausdrucken lassen können...
Gibt genug, die darauf reinfallen und dann auch noch entsprechende Preise zahlen...
Du sagst, das stimmt eben nicht - kannst du hier mal ein Beispiel geben, in welchem der Länder die Straßenhundpopulation kleiner geworden ist durch die Tierschutzimporte in Länder ohne diese Problematik?
Ich kenne keines.
Spanien.
Da ist der Export von Hunden nicht der einzige, aber ein wichtiger Baustein, ohne den der TS vor Ort nicht das erreichen konnte, was er erreicht hat.
Womit du immer noch nicht sagst, was er erreicht hat ![]()
Gibt es weniger Straßenhunde in Spanien?
Also ich weiß ja, dass dortige Jäger mittlerweile nicht mehr grundsätzlich ihre nach der Jagd auszurangierenden Jagdhunde aussetzen oder (nicht unüblich auch auf äußerst grausame Art) "entsorgen", sondern erst mal bei Tierschützern nachfragen, ob sie Interesse an diesem für ihn wertlosen Hund haben ...
Aber gibt es deshalb weniger Jagdhunde, die Jahr für Jahr "entsorgt" werden?
Hat sich rechtlich irgend etwas bewegt für die dortigen Jäger, die ihnen Einhalt bei der üblichen Behandlung ihrer Jagdhunde gebietet?
Das nur mal als Beispiel, es gibt durchaus auch noch andere Tücken, die durch den Auslandstierschutz mit "befeuert" werden, gerade weil seriöses Wirken einfach anders aussieht.
Im letzten Bericht, in welchem der Leiter den Hergang schilderte, wurde gesagt, der Großvater hätte die Audienz gebucht (bei der es auch zum Körperkontakt kommen kann), und hätte gefragt, ob sein Enkel ihn begleiten könnte.
Begleiten ist aber nicht zwingend gleichzusetzen mit einer Audienz, bei der es eben auch zu Körperkontakt mit dem Wolf kommen kann.
Beim Spaziergang - wo eine Begleitung von dem Enkel unter Berücksichtigung der Tagesverfassung des Wolfes als Möglichkeit vom Trainer dargestellt wurde - ist der Wolf mit zwei Leinen gesichert, eine davon wird vom Trainer gehalten.
Dazu kam es aber gar nicht - die Audienz mit möglichem Körperkontakt war gerade erst im Gang, und es gab die ganz klare Anweisung bei der vorherigen Einführung, dass alle anderen Personen einen Mindestabstand von 10m einzuhalten haben, während dieser erste Kontakt zum Großvater stattfindet.
Die Eltern des Jungen gehören in den Hintern getreten, und - meiner persönlichen Meinung nach - angezeigt wegen Verletzung der Aufsichtspflicht.
Denn diese hatten sie ganz klar durch die vorherige Einweisung.
.............
Ich bin davon überzeugt, dass ein Anspringen mit Ablecken eines 8-jährigen Jungen, der bei einem auf den Hinterbeinen stehenden Wolf kleiner als dieser ist, niemals zu keinem Zeitpunkt vom Trainer vorgesehen war bzw. überhaupt in Betracht gezogen wurde.
Aber ganz klar hatten die Eltern zum Zeitpunkt des Vorfalls die völlige und alleinige Aufsichtspflicht.
Das habe ich hier nicht gelesen.
Dabei ging es um meine Aussage, es würde als moralisch verwerflich angesehen werden einen Hund vom Züchter zu holen, weil diese einem Tierschutzhund einen Platz wegnehmen würden.
@Garm
Das hier steht im Eröffnungspost, darum geht ja die ganze Diskussion:
Nach seiner Einstellung ist es verwerflich von einem Züchter zu kaufen so lange es noch Hunde in Tierheimen gibt. Er setzt Vermehrer mit Züchtern gleich und meint es gebe halt genug Hunde in Tierheimen, da dürfe man nicht zu Züchtern gehen.
Sowas zum Beispiel stimmt einfach nicht.
Bezieht sich auf meine Aussage, es hat sich trotz der großen Importe von "Straßenhunden" aus Ländern mit eben dieser Problematik nichts an dieser Problematik geändert.
Du sagst, das stimmt eben nicht - kannst du hier mal ein Beispiel geben, in welchem der Länder die Straßenhundpopulation kleiner geworden ist durch die Tierschutzimporte in Länder ohne diese Problematik?
Ich kenne keines.
Man muss doch aber trotzdem die Frage stellen, wie man zumindest auf dem Weg zu diesem Ziel ein Stückchen weiter kommen kann. Die Zustände in anderen Ländern einfach zu ignorieren und ausschließlich Hunde vom Züchter zu kaufen, ist das denn die richtige Lösung?
Nein, das habe ich auch nirgends so geschrieben.
Die Realität erfordert einen sozial motivierten Mittelweg.
Potato hat so wunderbar differenziert und gesagt, man sollte seriösen Tierschutz mit seriöser Zucht vergleichen, und unseriösen Tierschutz mit unseriöser Zucht - und eben nicht alles über einen Kamm scheren.
Seriöser Tierschutz und seriöse Zucht müssen gleichermaßen unterstützt werden, damit das Unseriöse kleiner wird und gänzlich verschwindet.
Nur dann wird sich langfristig für alle Hunde etwas ändern.
Unseriöser Tierschutz macht den seriösen Tierschutz genauso kaputt, wie unseriöse Zucht die seriöse.
Die sehen durch die Traces genau wann wo wohin wieviele Hunde gehen.
Damit sind die Veterinärämter/Behörden gemeint.
Wäre sehr schön, wenn dem so wäre... ein großer Teil der importierten Hunde wird gar nicht über Traces angemeldet.
Mal als Beispiel: Für Traces wird dem zuständigen Veterinäramt im Ausreiseland der Transport gemeldet. Die Reisefähigkeit wird von einem Tierarzt vor Ort offiziell geprüft und dokumentiert, und an das zuständige Veterinäramt übergeben. Dazu muss diesem Veterinäramt der Ankunftsort und die voraussichtliche Ausreisezeit und voraussichtliche Ankunft am Bestimmungsort angegeben werden, diese meldet es dem zuständigen Veterinäramt im Ankunftsland, sodass es die Möglichkeit hat, die Richtigkeit sofort bei Ankunft an dem angegebenen Ort zu prüfen, einschließlich der dazugehörigen Dokumente.
Das ist Traces.
Wie, glaubt ihr, wird das z. B. eingehalten, wenn der Transporter an etlichen verschiedenen Rastplätzen anhält und dort Hunde zum Empfang an Endabnehmer/zum Weitertransport abgibt?
Gar nicht ....
Meine Hunde vom Züchter haben selbstverständlich Papiere (also einen Abstammungsnachweis bzw. Stammbaum).
Bei einem Hund aus dem Tierschutz kann man ja davon ausgehen, dass dieser keine Papiere hat.
Da ich aber auch mit den Hunden vom Züchter weder züchten wollte noch Ausstellen oder speziellen Hundesport machen, hatten sie über den Nachweis einer Verbandszucht hinaus für mich keinen weiteren Nutzen.
Bei Reitern heißt es: "Auf Papieren kannst du nicht reiten!".
Ähnliches gilt für die Papiere (Ahnentafeln) eines Hundes.
Klar gibt es Tierbesitzer, die voller Stolz auf den "adeligen" Stammbaum ihres Tieres hinweisen - nun ja, wer es braucht ... ![]()
Was die Ahnentafeln tatsächlich aussagen:
Sie dokumentieren lückenlos über mehrere Generationen, dass hier nur Hunde zur Zucht genommen wurden, die die jeweils zu dem Zeitpunkt geltenden Zuchtzulassungsbedingungen erfüllt haben.
Dazu gehören u. A. eben auch entsprechende gesundheitliche Bedingungen.
Der Hund ist damit nicht wertvoller, er ist ein Hund wie jeder andere auch.
Für mich gehört aber diese Sorgfalt hinsichtlich Gesundheit zu einer seriösen Zucht zwingend dazu.
Weshalb ich jegliche Vermehrung extrem brachyzephaler Rassen als unseriös ansehe, und nicht als Zucht bezeichne.
Das ist aber ein Problem, welches im Qualzuchtthread diskutiert werden sollte, hier geht es ja um die moralische Verdammung jeglicher Zucht als verwerflich.
ich kann, wenn ich mich anstrenge, der Logik dieses Gedankenganges folgen. Ich glaube trotzdem nicht dass er stimmt. Deine Argumentation ist quasi, dass Zucht so eine Art Glücksproduktion ist, die wir laufen lassen müssen, um immer mehr Glück zu produzieren.
![]()
![]()
Also das ist jetzt aber dein Kopfkino, welches du da reininterpretierst, dementsprechend stimme ich auch deiner im weiteren Verlauf aufgeführten Schlussfolgerung nicht zu.
Wir wünschen uns für jeden Hund ein langes, gesundes und vor Allem glückliches Leben.
Zucht ist aber doch keine Glücksproduktionsstätte, ich weiß nicht wie du darauf kommst ![]()
Es geht darum, dem Welpen alles zukommen zu lassen, was zum Entwickeln seiner körperlichen und geistigen Gesundheit notwendig ist, um den bestmöglichen Start ins Leben zu haben.
Das fängt schon bei der Wahl der Elterntiere an, denn diese dürfen kein Manko hinsichtlich Wesen und Gesundheit haben.
Bei erblichen Krankheiten gehört eben auch die gesundheitliche Dokumentation der Ahnen mit dazu.
Da gehört die fachgerechte, und auch liebevolle Betreuung der Mutterhündin während der Trächtigkeit dazu, genauso wie eine entsprechende Ernährung, die ja nicht nur für die Mutterhündin wichtig ist, sondern auch für die Entwicklung der Welpen im Mutterleib.
Dazu gehört die Unterstützung der Mutterhündin bei der Aufzucht.
Auch die Entwicklung der Welpen ist - neben der fachgerechten Ernährung - gerade im Hinblick auf die körperliche und geistige Entwicklungsförderung nicht einfach, sondern sehr umfassend.
Wann welche Anreize zur Verfügung gestellt werden, um eine umfassende körperliche und neuronale Entwicklung zu gewährleisten, muss ein Züchter wissen.
Bei der rasanten Entwicklung von Welpen ist es zwingend notwendig zu wissen, dass es für eine normale neuronale Entwicklung Zeitfenster gibt, die sehr kurz sind und genutzt werden müssen, damit sich ein gesund funktionierendes Gehirn entwickelt.
Es ist nicht das Ziel, "Glück" zu produzieren - obwohl das oberste Ziel natürlich ein glückliches Leben des Hundes gemeinsam mit seinen Menschen sein sollte.
Es geht darum, dem Welpen alles zukommen zu lassen, was es braucht, damit er sich körperlich und geistig gesund entwickeln kann - und nicht etwa Vorbelastungen hat durch z. B. Mangelerscheinungen durch fehlerhafte Ernährung, oder bestimmte Umweltreize nicht verarbeiten kann, weil er keine diesbezüglichen Reize während seiner Aufzucht kennen gelernt hat.
Das hat nichts mit Glück zu tun, sondern ganz im Gegenteil mit Wissen.
Wissenschaftlich fundiertem Wissen.
Hunde sind keine natürlichen Wesen, und da werden auch nie wieder Wildtiere draus, ob nun ausgesetzt oder nicht. Hunde sind immer von Menschen erschaffene, durch und durch künstliche Wesen.
Und dazu das:
Straßenhunde sind halt eine rein menschengemachte Tragödie, deshalb sehe ich da Menschen auch in der Verantwortung für ethische Lösungen.
Danke dafür!
Die ethische Lösung kann nicht sein, nun den Kauf eines Hundes vom Züchter (nicht Vermehrer) als moralisch verwerflich darzustellen, weil es angeblich einem Hund aus dem Tierschutz einen Platz wegnimmt.
Ganz im Gegenteil - es ist moralisch verwerflich, die einzige ethische Lösung, nämlich mit Liebe, Sach- und Fachverstand für jeden einzelnen Hund den bestmöglichen Start ins Leben zu gestalten, nun zu verdammen, damit bloß gar kein Hund mehr diese besten Möglichkeiten bekommt.
Wenn ich überlege, dass sich trotz der ganzen Tierschutzimporte in Länder ohne Straßenhundproblematik nicht ein bisschen etwas an der Straßenhundproblematik in den Ländern geändert hat, aus denen diese Tiere kommen ... dann frage ich mich, was denn da falsch läuft.