Beiträge von Hundundmehr

    Jeden Hund nur noch mit Leie und Maulkorb (zumindest dann, wenn man den Hund körperlich nicht halten kann) gesichert ausführen ? Freilauf nur auf eingezäuntem Gelände ?

    Als Antwort darauf zitiere ich mich mal selbst:

    War bei der Dogwalkerin in GB ähnlich, wenn ich mich richtig erinnere.

    Im Geschehensablauf gibt es da wohl Ähnlichkeiten, ja.

    Eine Ähnlichkeit in der Ursache sehe ich hier aber nicht.

    Bei der Dogwalkerin hat sich herausgestellt, dass dieser zuvor schon auffällige Hund erst seit (relativ?) kurzer Zeit in ihrem Besitz war.

    Da sehe ich schon eine gewisse Verantwortungslosigkeit im gesamten Handeln, die zu diesem tragischen Unglück geführt hat.

    Im jetzigen Fall sehe ich bisher zumindest keinerlei Ansätze, die eine Verantwortungslosigkeit erahnen lassen, ganz im Gegenteil.

    Ich sehe nur,

    - wie angespannt der Hund da steht

    - dass er viel zu lange Krallen hat

    - dass er kleine Anzeichen von Beschwichtigung zeigt

    - wie unpassend der Mann steht, der den Hund eigentlich sichern soll, als die Frau von vorne kommt um den Maulkorb drüber zu streifen.

    Bei der letzgenannten Sequenz habe ich kurz den Atem angehalten, bis die Frau den Maulkorb übergestreift hat.

    Sie ging ja dazu in die Hocke, brachte ihren Kopf damit auf Kopfhöhe des Hundes - ein Satz des Hundes hätte gereicht, um ihr im Gesicht zu hängen ... :cold:

    Na ja - die Nachbarn habens schon immer gewusst, dass da mal was passiert ... und der Mörder ist auch immer der Gärtner ... :hust:


    Es ist salopp geschrieben für viele Mitmenschen 'einfacher zu begreifen', wenn der austickende Hund einem Klischee Hund-/Haltergespann entspricht, da lässt sich leichter mit dem Finger drauf zeigen!

    Das ist den Menschen gegenüber nicht fair.

    Menschen suchen nach Lösungen, und es sind die einfachen, die für Menschen eben leicht nachvollziehbar sind, die dann genommen werden.

    Nicht, weil man mit dem Finger auf jemanden zeigen will, sondern weil komplizierte, komplexe Lösungen für die Allgemeinheit zu schwer sind, um es in ihrer Welt nachvollziehbar zu machen.

    Es kann noch so sachlich und einfach nachvollziehbar erklärt werden - wenn die populäre Lösung einfach ist, wird diese populär, und es auch bleiben.

    Eine Zusammenfassung der Beißattacken mit tödlichen Ausgang über mehrere Jahrzehnte habe ich zumindest nur auf der ganz und gar nicht neutralen Seite „maulkorbzwang.de“ gefunden, die nicht mehr gepflegt wird.

    hier:

    Todesfälle durch Hundebisse in Deutschland | Statista

    Hier auf die Bundesländer verteilt für den Zeitraum 2009 - 2019

    Durchschnittliche Anzahl von Todesfällen durch Hundebisse nach Bundesländern 2009-2019 | Statista

    Durch Zufall darüber gestolpert:

    Morde in Deutschland bis 2022 | Statista

    Die Wahrscheinlichkeit, von einem Menschen ermordet zu werden, ist um ungefähr das 10-fache größer, als von einem Hund getötet zu werden :shocked:

    (Zur Erinnerung: Auch hier bewegen wir uns in einem Bereich um die vierte Stelle hinter dem Komma ... ;))

    Wer ist denn bitte "die"?

    Die Behörden und die Besitzer :ka:

    Was für mich ja auch verständlich ist.

    In diesem Fall eher die Besitzer.

    Behörden haben es so an sich, bestimmte behördliche Vorschriften und Wege einhalten zu müssen, um eine Entscheidung für oder gegen eine Euthanasierung fällen zu können, und so etwas dauert.

    Aus meiner Sicht hat hier die Besitzerin eine Entscheidung in die Tat umgesetzt, bevor der behördliche Weg Raum für entsprechende Schlammschlachten und "Rettungspetitionen" geben konnte.

    Eine gute Entscheidung!