Wie habt ihr beim ersten Hund die Entscheidung getroffen, gehen wir da zu verkopft ran?
Nein, zu verkopft seid ihr nicht.
Ein Hund ist immer eine emotionale Entscheidung, es ist absolut richtig, hier den Kopf "mitreden" zu lassen.
Meine Entscheidung beim ersten Hund (1999) habe ich nach folgenden Kriterien gewählt:
Schäferhund war von (Klein-)Kindesbeinen an mein Traum.
Bei meinen Überlegungen war das aber schnell vom Tisch, denn als (damals) Alleinerziehende mit einem 6 Jahre alten Sohn fand ich einen Hund mit starker Veranlagung zum Schützen einfach nicht passend.
Es sollte ein Hund sein, der überall mit hin kann und auf Artgenossen und Menschen gleichermaßen freundlich zugeht.
Ich persönlich habe eine Vorliebe zu "möglichst viel Hund", aber nicht so viel, dass es aufgrund der Größe Auswirkungen hat auf Gesundheit und Handhabung.
Außerdem mag ich längeres Fell.
Ich hatte mir ein Buch gekauft, um als Hundeanfängerin überhaupt erst mal ein paar neutrale Informationen zu haben.
Eine gute Wahl, weil neben allgemeinen Informationen (Abstammung der Haushunde vom Wolf, keine Wühltisch- und Vermehrerwelpen, sondern dann lieber vom guten Züchter, Tierheimhunde und mögliche Problematiken) hatte dieses Buch auch Beschreibungen von etlichen Hunderassen, und auch den Hinweis, ob diese Hunde für Anfänger geeignet sind oder Hundeerfahrung unterschiedlicher Art gegeben sein muss.
Letztendlich fiel meine Wahl dann auf einen Golden Retriever, und dieser Hund hat perfekt in mein Leben gepasst.
Mittlerweile habe ich den 5. Welpen dieser Rasse großgezogen (seit 2009 wohnen immer 2 davon bei uns, 3 Jahre waren es sogar mal 3).
Ja, ich gebe zu, Welpenblues (wie er doch immer mal wieder beschrieben wird von Menschen, die sich einen Welpen zugelegt haben) kenne ich nicht.
Dabei ist ein Welpe in den ersten 3-4 Wochen durchaus anstrengend, weil sich (zumindest bei mir) der gesamte Tag um den Welpen drehte.
Nicht dass ich mich permanent mit ihm befasste - aber zum Einen die Rennerei bezüglich der Stubenreinheit, zum Anderen aber auch mein Bestreben, dem Welpen Ruhephasen zu ermöglichen, in denen wir dann auf leisen Sohlen durchs Haus schlichen, um den Welpen bloß nicht zu wecken, haben in dieser Zeit unser Leben bestimmt.
Ein Fazit aus dieser (für mein Empfinden sehr kurzen) Phase:
- Hausarbeit wird überbewertet
- es lohnt sich für das gesamte weitere Hundeleben
So lange ich es körperlich kann, wird bei mir immer wieder ein Hund als Welpe einziehen.
Mein jetziger Jungspund ist jetzt knapp über 2 Jahre alt, ich selber werde 65 (
).
Meine Hunde machen alles mit, und können überall mit hin, wo Hunde erlaubt sind.
Wir selber gehen auch nur noch da hin, wo Hunde erlaubt sind.
Ein Vorteil des Alters ![]()