Beiträge von Hundundmehr

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    WorkingDogs Kriegst du dich mal wieder ein?

    Das hier war die Aussage von Bonadea:

    Ich habe den Labbi als Beispiel gewählt, weil es den Labbi eben zahlenmäßig ähnlich häufig wie den DSH gibt und im Vergleich dazu der DSH subjektiv mehr als überrepräsentiert ist, wenn es zu schwerwiegenden Verletzungen bei Artgenossen kommt.

    Was du jetzt daraus machst:

    Ich denke nicht das diese 1,5% nun so finanziell ausschlaggebend für die Praxen sind oder für nahezu alle schweren Beißvorfälle verantwortlich sind.

    entspricht überhaupt nicht mehr der Aussage von Bonadea, und um das mal mit deinen Worten zu sagen:

    Das ist doch absoluter Blödsinn.

    was du daraus machst.

    Was es für mich zusätzlich so schwer macht: Tiere halten unglaublich lange uns zuliebe durch. Sie fressen noch ein paar Bissen, heben noch einmal den Kopf, wackeln noch einmal durchs Wohnzimmer, uns zuliebe. Nicht, weil es ihnen gut geht, sondern aus Bindung. Und sie können und wollen uns nicht sagen, wie weh es wirklich tut. Es ist unfassbar, wie viel Schmerz Tiere verbergen können, bevor man überhaupt etwas sieht.

    Es muss anber nicht zwingend sein, dass sie es "nur uns zuliebe tun".

    Bei meinem Vasco wusste ich, dass es zu Ende geht.

    Am Tag vor seinem Tod wollte ich ihm einen längeren Spaziergang nicht mehr zumuten, und machte mich fertig um einen schönen, großen Einzelspaziergang mit unserem jüngeren Hund zu machen.

    Ich stand an der Tür, hatte Schuhe und Jacke an und die Leine von Leifur in der Hand - und da stand dann Vasco.

    Er sah mich mit einem Blick an, der mir deutlich sagte: "Ich will mit!" - also habe ich auch ihn angeleint, umdisponiert, und eine eigentlich recht kurze Runde mit beiden Hunden gemacht, die aber deutlich länger ausfiel trotz der kürzeren Strecke, weil wir sie ganz und gar Vasco anpassten, der in Ruhe schnüffelte, markierte (in der Hocke, Bein heben ging seit wenigen Tagen wohl nicht mehr), noch ein paar andere Hunde kontaktierte (ruhig und kurz - aber andere Hunde waren schon immer seine Leidenschaft), und dann ging es wieder nach Hause.

    Es war sein letzter "großer" Mittagsspaziergang, aber da wusste ich es noch nicht ... am nächsten Tag hat er noch die kurze Morgenrunde mit meinem Mann mitgemacht, und ist danach nicht mehr aufgestanden, die Hinterhand machte nicht mehr mit.

    Da er auch das Fressen verweigerte (er hatten am Abend zuvor noch mit normalem Appetit seine komplette Mahlzeit gefressen) wusste ich: Jetzt ist es soweit.

    Am Abend ist dann der TA nach seiner Sprechstunde zu uns gekommen, und er ist friedlich in seinem Zuhause eingeschlafen.

    Leifur hatten wir während der Euthanasierung gemeinsam mit meinem Mann in einem anderen Zimmer - das hat sonst unser Sohn gemacht, aber dieser hatte eine ganz besondere Verbindung zu unserem Vasco, und so sind diesmal er und ich bei der Euthanasierung dabei geblieben.

    Meine Schwägerin ist aus Berufung Palliativpflegerin im mobilen Einsatz, es ist sehr interessant, sich mit ihr über ihre Arbeit auszutauschen.

    Sowas hätte ich mir bei meiner Bekannten damals gewünscht...

    aber dieser langsame jahrelange Abbau, gegen den man sich mit Physiotherapie, mit immer neuer Medikamentenanpassung, mit Fitness und Trainings und Therapie auch wehrt, macht mich mürbe.

    Muss man das als "Wehren" sehen?

    Ich sehe darin eine Möglichkeit, die Auswirkungen dieses unausweichlichen Abbaus zu mildern, und dadurch mehr Lebensqualität für den Hund zu erreichen.

    Wenn man möchte, daß der Hund zu Hause gehen kann, muss man das. (also Tage vorher einen Termin ausmachen)

    Nicht zwingend.

    Bei zweien meiner Hunde ist meine Tierärztin am gleichen Tag gekommen.

    Beim dritten Hund - Vasco - war sie in Urlaub, und ich hatte vorher mit ihr besprochen, was ich machen kann wenn der "Fall des Falles" eintrifft, wenn sie in Urlaub ist.

    Sie hat mit einem Kollegen gesprochen, mit dem sie des Öfteren zusammenarbeitet, und dieser hat sich bereit erklärt zu kommen, sollte Vasco während ihres Urlaubs euthanasiert werden müssen.

    So ist das leider auch eingetroffen, und auch dieser Arzt kam noch am gleichen Tag, nach seiner Sprechstunde, zu uns.

    Das macht sicher nicht jeder Tierarzt - aber sicher viele von denen, die auch noch Hausbesuche machen.

    Man weiss einfach, xyz ist das letzte Mal etc. und nimmt es vermutlich anders/bewusster wahr.

    Oh ja - und dieses Wissen, "Das ist jetzt das letzte Mal", bleibt verdammt lange im Gedächtnis haften...

    Nichts davon möchte ich missen, so viele Erinnerungen sind da, und sie sind wertvoll, die traurigen genauso wie die guten, denn: Ich habe geliebt, und meine Tiere haben diese Liebe gespürt, im Guten wie im Schlechten.

    Bisher hatte ich das Glück, alle meine Hunde mit dieser Liebe gehen zu lassen, bis zu ihrem letzten Atemzug.

    Auch wenn es sehr weh tut.

    Limetti Ich glaube, ich verstehe was du meinst, möchte aber sicherheitshalber nachfragen:

    "In den Vordergrund stellen" meint also, alle möglichen Maßnahmen zum Lebensverlängern nutzen, egal ob das den Wünschen des Sterbenden entspricht oder nicht, weil man nicht loslassen kann und will?

    Womit man dann dem Sterbenden die Chance auf einen in Würden und Stille (also möglichst stressfreien) Tod nimmt?

    Womit dem Sterbenden kein Raum für dessen Bedürfnisse und auch Wünsche gelassen wird?

    Wenn du das so meinst - ja, das unterschreibe ich voll und ganz.

    Ich habe es bei einer sehr nahen Bekannten erlebt, dass deren Familie blind war gegenüber den Bedürfnissen einer Familienangehörigen. Schon drei Monate vor ihrem Tod hat sie mir in einem vertraulichen Gespräch gesagt, sie hätte keine Angst vor dem Tod, sie würde nur noch wollen das es (die ganze Qual) endlich aufhört.

    Sie hat sich gegen die "Fürsorge" ihrer Familie nicht gewehrt, aus Liebe zu ihren Familienangehörigen, die sie nicht gehen lassen wollten.

    Es war schrecklich ihr Siechen mit anzusehen, die ganzen qualverlängernden Maßnahmen, bis sie endlich ganz still und leise und unbemerkt verstorben ist.

    Ich habe mit Engelszungen versucht, die Familie davon zu überzeugen einen Palliativarzt und ein palliatives Pflegeteam hinzu zu ziehen, und ich bin davon überzeugt, dass dieser zu einer deutlich kürzeren Zeit des Quälens beigetragen hätte.

    Das wollte die Familie aber nicht, denn zum Einen meinten sie, aufgrund einer medizinischen Ausbildung eines Familienmitgliedes selber für eine angemessene Betreuung sorgen zu können, und "man hätte ja einen guten Hausarzt, der jederzeit kommt wenn man ihn braucht".

    Dass ein Hausarzt nicht die Spezialisierung eines Palliativarztes hat, das palliativ ausgebildete Pflegekräfte Anzeichen sehen, die anders ausgebildetes medizinisches Personal nicht hat - das haben sie von der Hand gewiesen mit dem Argument, sie würden ihr Familienmitglied besser kennen und auch täglich sehen, und deshalb sehr wohl erkennen, was notwendig ist.

    Haben sie nicht.

    Ich konnte nur dabei sein, tun was ich konnte und durfte - und es war eine Qual, bei der ich mitgelitten habe.

    Da ist Stück für Stück die Würde der Sterbenden verloren gegangen, und ein friedvoller Abschied von dieser Welt war ihr verwehrt.

    Es war schrecklich.

    ..............

    Meine drei Hunde, die ich bisher gehen lassen musste, hatten einen würdevolleren und friedlicheren Tod, durch Euthanasie, in ihrem Zuhause.

    Ich gehe jetzt auch mal ne Runde Weinen ...

    Nur der Vollständigkeit halber erwähne ich hier auch noch die Möglichkeit, bei einem Welpen unbekannter Herkunft auch "Überraschungen" erleben zu können, die sowohl schon bei der Entstehung, als auch während der Entwicklung im Mutterleib, als auch bei der Aufzucht ihre - dann unbekannten - Ursachen haben können.

    Grundsätzlich - und das trifft tatsächlich auf den überwiegenden Teil aller Hunde zu - ist bei einem Haushund mit einem Verhalten zu rechnen, welches sich sehr gut in die Menschenwelt einpasst.

    Wenn man unbekannte Faktoren so weit es geht auschalten möchte, dann ist ein gut gezogener Welpe von einem guten Züchter zwar auch kein Garant für ein möglichst unkompliziertes Zusammenleben, aber die Wahrscheinlichkeit ist höher.

    Das wird noch gesteigert, wenn man sich vorher gut informiert hat, auch über rassetypische Eigenschaften.

    Wenn dann noch Herz und Verstand Hand-in-Hand arbeiten, sind die Aussichten hervorragend, ein Leben mit Hund zu haben, welches für alle Beteiligten als wünschenswert angesehen werden kann.

    Ein Hund ist immer Verantwortung und Einschränkung, weil bei allen Planungen auch die Bedürfnisse des Hundes mit einbezogen werden müssen.

    Viele Hundehalter empfinden diese Einschränkungen allerdings nicht als Einschränkung, weil die Vorteile (zu denen auch das Glück gehört, welches im Zusammenleben mit Hund erlebt wird) deutlich überwiegen.

    Ich erkläre mal meinen Standpunkt, mich persönlich betreffend und aus meiner ganzen bisherigen Erfahrung, warum ich eher einen Welpen aus guter Zucht beim TE sehe - und das ist jetzt wirklich sehr persönlich!

    Ich habe nicht mehr so viele "gute" Jahre vor mir wie jemand, der in den 30ern ist.

    Das ist nun mal ganz realistisch Fakt.

    Ich möchte mein Leben nicht mehr auf irgendwelche Überraschungen einstellen, sondern das verwirklichen was ich möchte - denn "Überraschungen" kommen von ganz alleine, und wenn ich das steuern kann, um so etwas zu verhindern, dann tue ich das.

    Beim TE geht es um die Verwirklichung eines Traums; Sie sind in Rente, sie fahren gerne mit dem Wohnmobil in Urlaub, und haben jetzt die Zeit und die Gelegenheit, diesen Lebensplan gemeinsam mit einem Hund zu verwirklichen.

    Das sollte dann möglichst ein Hund sein, der auch all diese Planungen und Träume mitmacht, mitmachen KANN.

    Es gibt für nichts eine Garantie - aber die Wahrscheinlichkeit ist einfach größer, sich mit einem unvorbelasteten Hund der passenden Rasse vom guten Züchter diese Anforderungen, die der Hund nun mal haben soll, auch zu bekommen.

    Das ist meine persönliche Meinung, aus meiner persönlichen Sicht.

    Abgesehen davon täuscht das Forum hier natürlich auch, weil hier vor allem die Leute schreiben, die Schwierigkeiten mit ihren Welpen haben. All die Menschen, die völlig unkomplizierte Welpen haben, schreiben hier nicht.

    Möglicherweise meinst du das gar nicht so, wie es in deinem Zitat steht - aber Menschen, die keine Schwierigkeiten mit ihren Welpen haben, haben nicht unkompliziertere Welpen als die, die hier um Hilfe bitten weil sie Schwierigkeiten haben.

    Welpen sind Welpen, manche sind pflegeleichter, manche etwas anstrengender.

    Menschen sind Menschen, manche können besser mit Welpen, manche haben ihre Schwierigkeiten.

    Das liegt aber nicht am Welpen, sondern am Menschen.

    Ich glaube, nach allem was ich über das Sterben gelesen habe, das schlimmste was man machen kann, ist sich in diesem Moment des Abschieds in den Vordergrund zu schieben. Wichtig ist dann nur noch eins, das würdige, stille loslassen und dem sterbenden Hund nicht den Raum zu nehmen.

    Wie meinst du das?

    Was ist für dich "in den Vordergrund schieben", und was ist "stilles, würdiges Loslassen", und womit nimmt man dem Hund den Raum?

    Ich habe echt keine Vorstellung, was du damit meinst :???:

    meine Hündin bspw kann ich noch mit meiner Mutter raus lassen, sie is Mitte 60,

    Das beruhigt mich jetzt aber |)

    Derzeit habe ich 2x33kg und 1x27kg an der Leine (Gasthündin, Schwester meines Youngsters)

    Ich lasse meine Hunde nicht in die Leinen preschen.

    Selbst wenn sie ziehen, kann ich sie halten.

    Ich bin ein Leichtgewicht, 60kg bei ca. 170cm (ich bin geschrumpft xD, in meinem Perso steht noch 173).

    Hier spielt Rasse und Erziehung eine Rolle, und die (wenigen) Zeiten, wo eine Schleppleine im Einsatz war, hat die entweder geschleppt, oder wurde so gehalten dass der Hund keinen Anlauf nehmen konnte.

    Ich habe mehr Unfälle mit Schleppleinen gesehen, wo nicht der Hund sondern die auf dem Boden liegenden Schlaufen, in welchen sich die Person verhedderte, zu Fall gebracht haben.

    Das ist sehr viel Technik - über die der TE sich hier erkundigen kann, wenn es bei ihm mal zum Einsatz kommen sollte.

    Terri-Lis-07 Deine Mutter ist das Handling mit deinen Hunden nicht gewohnt, und kennt auch nicht die "Einstellfunktionen" deiner Hunde.

    Wenn es der eigene Hund ist, sollte man das schon kennen |)

    Border Terrier übrigens auch

    Wenn du mehr über diese kleinen Kobolde und Clowns wissen möchtest, sag gerne Bescheid =)

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    Mach das bloß nicht, tomlang - denn ehe du dich versiehst, hast du statt einem Hund zwei Hunde bei euch sitzen ... :flucht:

    Gott ist das ein Bild von den Beiden, zum Wegschmelzen :cuinlove:

    Ich fand die Aufzucht eines Welpen in keiner Weise mit einem Baby vergleichbar. Ich frag mich ja immer, ob Leute, die so einen Vergleich ziehen, mal ein Menschenbaby aufgezogen haben.

    Ja, habe ich.

    Es ist (zumindest immer für mich!) vergleichbar mit einem Menschenbaby - nur eben im Zeitraffer.

    Die ersten 2 Wochen hat man ein Baby - unbeholfen, unbedarft, völlig abhängig von mir, und (wenn ein Züchter gute Vorarbeit geleistet hat) voller Vertrauen in seine(n) neue(n) Menschen.

    Ab der dritten Woche hat man ein Kleinkind, welches - schon gut eingebettet in ein vertrauens- und liebevolles Verhältnis zu seinen Menschen - neugierig-krabbelnd die Welt erkundet.

    Nach wenigen Wochen später hat man dann schon einen Junghund, der schon relativ selbstsicher die Welt erforscht, dabei aber Anleitung durch seine Menschen braucht.

    Zum Ende des 1. Lebensjahres kommt dann schon die Pubertät, mit all ihren Überraschungen und Graue-Haare-wachsen-Situationen ...

    Die Zeitangaben sind ca.-Angaben, und variieren durchaus beim jeweiligen Individuum.

    oder zu einem erwachsenen Hund ab 2,5 Jahren. Da hat man dann meistens doch schon eine gewisse Sicherheit, wo der Hund sich hin entwickelt.

    Ja, genau |)

    Kennt ja keiner, die Problemanfragen von Besitzern eines Tierschutzhundes in den ersten Wochen, wo es dann heißt:

    - Der Hund muss doch erst mal ankommen

    - erst wenn der Hund angekommen ist, "packt er aus"