Beiträge von Hundundmehr

    Hallo, und herzliches Beileid zum Verlust eures vierbeinigen Familienmitglieds :streichel:

    Auch ich habe meine Forentätigkeit vor 12 Jahren in einem Hundeforum mit einem Beitrag in der Regenbogenbrücke begonnen, weil der Schmerz so groß war beim Verlust meines ersten Hundes, und habe damals viel Verständnis und Zuspruch bekommen von Hundemenschen, die mit mir mitfühlen konnten.

    Du weißt, du hast richtig entschieden, aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass dieses Wissen im Kopf da ist - aber das Herz hat das noch lange nicht begriffen.

    Vielleicht ist in nicht zu weiter Zukunft der Gedanke für dich ein Trost, dass Skipper nahezu bis zu seinem Lebensende noch fit war, und er nicht lange leiden musste.

    Dazu durfte er bis zu seinem letzten Atemzug eure Liebe spüren, mit der ihr ihn über die Regenbogenbrücke geleitet habt.

    Die Welt steht einige Tage still, das Loch, welches Skipper hinterlässt, ist unfassbar groß - aber irgendwann, Stückchen für Stückchen und Schritt für Schritt wird der Schmerz kleiner, und du wirst wieder mit einem Lächeln all der schönen Momente gedenken können, die du und deine Familie mit Skipper hattet.

    Fühl dich mal virtuell in den Arm genommen :streichel:

    Mitfühlender Gruß

    Moni

    Es gibt nicht den perfekten Hund. Oder die perfekte Rasse.

    Aber Qualzucht, QUALzucht, das ist kein Plüschfell, oder ne geringelte Rute, oder kein Fell, oder 2 Zähne die fehlen oder ein Hund der sich vor Plastiktüten gruselt.

    Danke dafür :bussi:

    Qual: Schmerz, Leid, etwas physisch und/oder psychisch Belastendes

    Ab wann ist etwas Schmerz und geht mit Leiden einher, das belastend ist?

    Das kann im Moment nur an einzelnen Individuen festgestellt werden.

    Häufen sich solche Vorkommnisse bei bestimmten Hundetypen, stellt sich die Frage nach der Grenze für bestimmte Merkmale - einer Grenze, die eben so gesetzt werden muss, dass in den Nachzuchten diese Qual erzeugenden Merkmale nicht mehr auftreten.

    Ringelrute, Plüschfell, fehlende Zähne, stark ausgeprägtes Verhalten sind erst einmal Anomalien zum genetischen Standard.

    Bei einer Verstärkung dieser Anomalien geht irgendwann die normale Funktionalität verloren, und es kommt zur Qual bei den Nachzuchten.

    Deshalb muss die Grenze für solche anomalischen Ausprägungen deutlich vor einer quälenden Ausprägung gesetzt werden.

    Aus diesem Grund gibt es Diskussionen um fehlende Zähne, Plüschfell und Co.

    Nicht nur der Laie schmeißt dabei jegliches Plüschfell, jegliche Zahnanomalie und jegliches Co in einen Topf, eben weil auch unterschiedliche Studien den einzelnen Argumentationen zugrunde liegen.

    Zum Sheltie: Sicher gibt es Welpenproduzenten, die Plüschbomben produzieren, weil es Käufer gibt, die solche Plüschbomben wollen - ungeachtet der Funktionalität eines solchen Plüschbombenfells.

    Jetzt aber die gesamte Rasse Sheltie in einen Topf zu werfen und gesamt als Plüschbombenrasse mit damit einhergehenden Qualzuchtmerkmalen darzustellen, geht wohl aber an der Realität vorbei.

    Sich der Problematik bewusst zu sein - sowohl als Züchter als auch als Käufer - macht sicher Sinn und hilft, die Ausprägung dieses Extrems erst gar nicht "zur Mode" werden zu lassen, und die Rasse damit ausgewogen und gesund zu erhalten.

    Wieso ist es so schwer, da einfach mal zu akzeptieren, dass andere Leute andere Ansichten zum Thema haben und nur weil es grad modern und für viele positiv ist, das nicht jeder so empfinden muss?

    Du kannst selbstverständlich anderer Meinung sein, und etwas anders empfinden als andere Menschen - nur bleib dann bitte auch bei dir und deinem Empfinden, und degradiere nicht das Empfinden anderer Menschen, so wie du es hier getan hast:


    Nö.

    Ich muss mich nicht auch in meiner Freizeit noch unter Druck setzen, welche Leistungsziele ich noch erreichen muss und es als "Motivation"tarnen.

    Wäre schön, wenn du dich selber an deine eigene Forderung hälst, "zu akzeptieren dass nicht jeder so empfindet und andere Ansichten dazu hat".

    Klar kann man das auch als Leistungsziele-Setzen empfinden, ist aber nicht der Sinn einer solchen Bucket-List :denker:

    Dabei geht es nicht um Leistung - die ja wirklich Druck ausübt - sondern um Träume/Wünsche, die im Alltagswust oft einfach untergehen, und dann evtl. zu späteren Zeiten, wenn eine Umsetzung dieser Wünsche/Träume nicht mehr möglich ist, Bedauern hinterlassen, sich nie die Zeit dafür genommen zu haben.

    Manchen Menschen verhilft diese Bucket-List dazu, unvergessliche Erlebnisse zu haben, die ihr Leben bereichern und das Gefühl hinterlassen, etwas wirklich nur für sich selbst gemacht zu haben.

    Eine gute Bekannte von mir hat mit 75 Jahren z. B. aufgrund dieser Liste einen Tandem-Fallschirmsprung gemacht - einen Fallschirmsprung wollte sie schon immer einmal machen, ist nur nie dazu gekommen, es zu realisieren.

    Es kann äußerst hilfreich sein, sich mal Gedanken darüber zu machen, welche Erlebnisse man sich noch in seinem Leben erträumt, was davon zu realisieren ist, und bewusst zu planen, wann und wie das realisiert wird.

    Diese Gedanken haben nichts mit Leistungsdruck zu tun, sondern mit dem einfachen Fakt dass Menschen oft dazu neigen, sich selbst und die eigenen Wünsche und Bedürfnisse im Alltag "zu vergessen".

    Wenn jemand ein Leben führt, welches alle Träume und Bedürfnisse erfüllt und die Gedanken an eine Bucket-List überflüssig macht, dann ist das doch gut.

    Was ich z. B. auf dieser Liste habe: Ein Wochenende alleine mit meiner besten Freundin und den Hunden - mal weg vom Alltag und jeglicher Störung, viel Wandern, vielleicht mal den ein oder anderen ollen Stein angucken (Burgen, Ruinen, alte Kirchen oder so) - und Klönen bis der Arzt kommt.

    Davon träumen wir schon seit Jahren, aber immer kommt uns irgendwie das Leben dazwischen...

    Was bitte soll ich bzw. die Hundehalter gegen Eure jetzt noch vorhandene und irrationale Angst tun?

    Irrationale Angst?

    Welche Messlatte legst du da an?

    Es ist doch nicht irrational, wenn du wiederholt erlebt hast, mit welcher Vehemenz (Körperkraft und Körpereinsatz) ein Hund am Zaun vorgeht, und du dich fragst, ob die Frau den Hund auch halten kann, wenn er diese Vehemenz in der Öffentlichkeit zeigen sollte?

    Wobei der Dobermann sich nur rassetypisch verhält und das Verhalten etwas ist was ich aushalten muss ( wie gepostetes Gerichtsurteil besagt).

    Du lies auch nur was du lesen willst, nicht wahr?

    Zitat

    Auch sei nichts dafür ersichtlich, dass der Schäferhund schon früher Passanten erschreckt oder gar gefährdet habe.

    Aus dem Gerichtsurteil, welches schon über 30 Jahre alt ist...

    Es schein also schon eine Rolle zu spielen, ob ein Hund das häufiger macht, und - auch aus dem Gerichtsurteil - ob dem Passanten bekannt ist, dass dort ein Hund ist.

    Auch wird in dem Urteil erwähnt, dass gerade in ländlichen Gegenden die Begegnung mit Tieren einkalkuliert werden muss.

    Es gab mal ein Gerichtsurteil irgenwann in den 2010ern, also etwas aktueller, wo ein Passant im Vorbeigehen von einem Hund angebellt wurde - also nicht angesprungen, nicht aggressiv angegangen, der Hund hat nur gebellt als der Mensch vorbeiging.

    Der Passant hat vor Schreck einen Satz zur Seite gemacht, ist dabei gestürzt und hat sich irgendwas gebrochen.

    Die Klage des Geschädigten wurde auch vom Gericht abgewiesen, weil dieses unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Hund war nicht aggressiv, ist nicht zum Menschen hin, hat nur gebellt und war angeleint) zu dem Schluss kam, dass ein Hundehalter nicht für eine übermäßige, unverhältnismäßige Schreckreaktion verantwortlich gemacht werden kann.

    Entsprechende Urteile sind immer - zum Glück! - Einzelfallentscheidungen, die eben schwer miteinander zu vergleichen sind, weil immer der gesamte Kontext berücksichtigt werden muss.