Beiträge von Morelka

    Ich habe den Eindruck, wir reden hier mit einem 5-jährigen Kind, das auf den Boden stampft und schreit "ich will aber, ich will, ich, ich, ich..."

    Du verstehst nach wie vor nicht, was wir alle Dir sagen möchten, weil Du nur an Dich selber denkst. Mich erschüttert vor allem die absolute Gefühlskälte, welche Du an den Tag legst Kona gegenüber. Ich könnte heulen... :(

    Weil die Frage aufkam. Ich habe Kona damals tatsächlich mit dem Wunsch Hundesport zu machen geholt. Aber ich habe mich nur so halbgar informiert. Habe mir zwar viele Videos angeschaut, aber leider keinen Wert auf die Herkunft des Hundes gelegt. Das war definitiv mein Fehler, dazu stehe ich auch.

    Hier liegt wohl der Hase im Pfeffer... keine Informationen eingeholt, sondern nur "Videos angeschaut" :shocked: , also völlig verquere Vorstellungen von Hundehaltung und Hundesport. Und ausbaden muss es jetzt die arme Kona. :verzweifelt:

    Wenn ich mir Videos bei Youtube anschaue über Hunde"sport", SD, etc. dann wird mir schlecht... :kotz:

    Wenn man sich die geeignete Rasse aussucht, dann kann man mit einem guten Bauchgefühl sehr viel erreichen.

    Ich würde mal behaupten, die richtige Rasse/-mischung trägt mind. 80% dazu bei, ob man Erfolg hat beim ersten Hund oder nicht. Die restlichen 20% sind dann Bauchgefühl, Bücher- und Internet-Wissen oder Anleitung von einem guten Trainer.

    Wenn man sich die Problem- und "Welpen-Blues" Threads so durchliest, dann liegt es beim weitaus grössten Teil bei der falschen Rasse/fehlende Information/nur nach Optik gewählt.

    flying_phoenix Du kannst also schon sehr viel richtig machen, wenn Du keine falschen Erwartungen hast und Dich vor einer Anschaffung intensiv mit den Rasse-Eigenschaften und der Kompatibilität mit Deiner Lebenssituation vertraut machst, am besten sogar, indem Du Deine Wunsch-Hunde in natura zuerst mal kennen lernst und erst dann entscheidest.

    Vorsicht bei Züchter-Seiten: Jeder Züchter wird natürlich "seine" Rasse in den Himmel loben, deshalb ist es missverständlich, sich nur nach Züchter-Seiten zu informieren.

    Wenn die beisserei zwischen denen losgeht legen die einen Schalter um beißen nur drauf los.

    Ja, dieses Verhalten gilt durch gezielte Zuchtauswahl als "erwünscht."

    Du hast einen Riesenfehler begangen, indem Du ohne jede vorherige Information über den Rasse-Mix und die Rudel-Zusammensetzung ("jahrelange Hundehaltung" bedeutet nicht, dass man fachlich versiert ist) zwei explosive, gleichaltrige(!!!) Hunde angeschafft hast und wunderst Dich jetzt, weshalb das nicht klappt. Und "nicht klappen" heisst nicht, dass es ein bisschen blöd läuft, sondern hier geht es um Leben und Tod!

    Ich vermute stark, Du hast noch nie im Leben ein Fachbuch über Hundehaltung oder die Genetik der Rassen in die Hände genommen oder Dich via Internet ernsthaft mit diesem Fachgebiet befasst.

    Deshalb ist es jetzt so unglaublich schwer, Dir unsere Gedanken und Tipps näher zu bringen. :verzweifelt: Es ist zum Verzweifeln, denn darunter leiden müssen die Hunde. :( :

    Ich hoffe, dass Dir der Trainer einiges vor Ort erklären kann, damit Dir die Situation etwas besser verständlich wird.

    Ich erinnere mich an den Fall einer guten Freundin, welche drei Hunde hatte, alle Terrier: Ein Scotch-Terrier Rüde, der ruhende Pol im Rudel, eine Skye-Terrierhündin und eine Jack-Russel-Hündin.

    Die beiden Hündinnen konnten es nie wirklich gut miteinander, aber durch Management der Besitzer (die lebten natürlich alle mit den Hunden zusammen in einem Haus!) konnte das einigermassen unter Kontrolle gehalten werden.

    Als die Jack-Russel Terrierhündin einen Wurf Welpen aufgezogen hatte (die andere Hündin wurde von der Wurfbox und Welpenzimmer ferngehalten), veränderte sich das Verhältnis zwischen den beiden Damen nochmals drastisch. Vielleicht wurde die Jack Russel-Hündin selbstbewusster, vielleicht war es Neid, wer weiss... jedenfalls stürzte sich die Skye-Terrierhündin bei passender Gelegenheit auf die JR-Hündin und wollte sie ernsthaft umbringen. Sie konnten getrennt werden, die JR-Hündin war ernsthaft verletzt, musste in der Klinik wieder zusammengeflickt werden, überlebte aber.

    Die Skye-Terrierhündin wurde blutenden Herzens an einen andern Platz abgegeben, denn die Situation hatte sich schon vorher immer mehr aufgeschaukelt, dieser Tötungsversuch brachte dann das Fass zum Überlaufen. Die Skye-Hündin wurde glückliche Einzelprinzessin an ihrem neuen Ort, die JR-Hündin lebte auf und war von der ständigen Bedrohung durch die andere befreit.


    Was ich damit sagen will: Auch andern Leuten passiert sowas mit "harmlosen" Begleithunden. Sie versuchten jahrelang, es irgendwie zu handeln via Management und Verboten, aber zu 100% lässt es sich nicht vermeiden, dass Hündinnen, die sich hassen, halt doch irgendwann aufeinander treffen. Und Hündinnen kämpfen ernsthaft bis zum Tod der einen, bei Rüden ist das weniger der Fall.

    Da muss man halt über seinen eigenen Schatten springen und zum Wohle der Tiere handeln, selbst wenn das bedeutet, dass man sich von der einen trennen muss.