Beiträge von Morelka

    Historisch gesehen sind Spaziergänge mit Hund sowieso erst im 19. Jahrhundert entstanden.

    Du meintest wohl eher das 20. Jahrhundert... ich glaube kaum, dass in den 18-Hunderter-Jahren (das "Viktorianische Zeitalter" in England) jemand mit einem Hund "Gassi" ging ohne einen speziellen Zweck.

    Auch wenn es Offtopic ist: für einen 4 Monate alten Hund ist das viel zu viel Gassi!

    Das finde ich auch zuviel für einen gut 4-monatigen Hund. Da sind Sehnen, Gelenke und Knochen noch völlig weich. Wieviel sein Hirn an Ausseneindrücken verträgt, kann ich nicht sagen, das ist wohl individuell unterschiedlich.

    Ihr habt noch keinen voll erwachsenen, voll belastbaren Hund, sondern einen Junghund!

    Mein 3-kg "katalanischer Windhund" Vicky hat eine hohe Tendenz, mich, bzw. das ganze Rudel zu schützen. Sie guckt aufmerksam nach vorne und hinten, knurrt leise, wenn ihr eine Situation bedrohlich vorkommt (ein Grenzstein am Wegrand...) und zögert auch nicht, wild bellend auf ihr unheimliche, grosse Hunde loszugehen.
    Deshalb muss ich dauernd daran arbeiten, ihr klar zu machen, dass ich solche Situationen schon selber regle.
    Manchmal gelingt es mir gut, manchmal weniger gut, vor allem, wenn wir überrascht werden. Ich nehme an, dass ihr Schutztrieb von der Terrier-Abstammung herkommt.

    Ich erinnere mich an eine Situation vor vielen, vielen Jahren, als ich mit zwei Dalmatinern und der kleinen Zwerg-Appenzellerhündin unterwegs war. Ein Jogger tauchte völlig unvermutet gleich hinter uns aus einem versteckten Waldweg auf. Wir alle waren überrascht, Hunde und ich.
    Die Hunde reagierten blitzschnell: Beide Dalmatiner nahmen den Jogger "in die Zange", eine links, eine rechts, Borsten aufgestellt, Schwanz steil in die Höhe. Der Zwerg-Appenzeller stellte sich frontal vor den Jogger und bellte diesen wütend an. Der Jogger wagte keinen Schritt mehr zu tun, bis ich die Situation auflöste.

    So etwas hatte ich zuvor noch nie erlebt, natürlich auch nie trainiert mit den Hunden, aber es zeigte mir, dass sie mich im Ernstfall offenbar "beschützen" würden. Sie waren ja auch zu dritt, fühlten sich also auch stark genug.
    Normalerweise waren alle ausgeglichene, freundliche Hunde, keine Spur von Schutz-Trieb bei den Dalmatinern (beim Zwerg schon).


    Vorraussetzungen

    - kurzes Fell (Schäferhund ist schon zu lang)
    - sportlich (80 km Radfahren sind keine Seltenheit)
    - keine Extreme
    - händelbarer Jagdtrieb
    - einigermaßen verträglich

    Da kommt mir als erstes der Dalmatiner in den Sinn, die habe ich gezüchtet und nahm sie mit dem Pferd mit. Der Dalmatiner gehört zu den Laufhunden und wurde explizit als Reit-, bzw. Kutsch-Begleithund gezüchtet.
    Meine Hunde konnte ich immer frei laufen lassen, sogar vom Reh abrufen, sie waren sehr sportlich und lernten extrem schnell.

    Abr 80 km Radfahren ist jenseits von Gut und Böse, so was soll und darf von keinem Hund verlangt werden. Wenn ich da schon nur an die Pfoten denke auf hartem Asphalt oder gesplitteten Wegen, never - ever!!!
    Bitte rede das Deiner Tante aus, falls diese Angabe tatsächlich stimmen sollte.

    Mit kleineren Hunden hat er keine Probleme aber wie gesagt nicht so fan von Hunde-Coiffeur. Weiß dann aber auch nicht ob sich die Mini-Begleithunde eignen mit kurzem Fell wie Rattler

    Längst nicht jeder "kleine" Hund muss zum Hunde-Coiffeur, das betrifft nur die Wuschel-Hunde wie Malteser, Bologneser und Co. Solch einen kleinen Wuschel möchte ich persönlich auch nie.
    Es gibt aber noch viele, viele weitere kleine Rassen mit anderem Fell, die keinen Coiffeur benötigen.

    Was bei Kleinhunden allerdings zu beachten ist, das ist die Wärme-Regulation. Ein kleiner Hund mit geringem Körpergewicht kühlt sehr rasch aus schon bei etwas tieferen Temperaturen (schon ab 15 Grad und weniger). Die brauchen dann recht rasch einen Mantel oder Pullover. Das gefällt ihm dann vielleicht auch weniger.

    Also käme am ehesten ein mittelgrosser Hund aus dem Tierheim in Frage, den er vorher kennenlernen kann.
    Überhaupt wäre es vermutlich die allerbeste Lösung, wenn er zuerst als Gassi-Geher das "Hunde-Feeling" kennen lernt, ohne dass er sich gleich einen Hund anschaffen muss. Wer weiss, da drängt sich dann plötzlich von selber ein Hund auf, den er aus dem TH bereits kennt.

    Es gibt ja heute die Möglichkeit, per DNA-Test die beteiligten Rassen zu eruieren.

    Ob wohl diese DNA-Tests als Beweis anerkannt werden oder gilt nur ein "Gutachten", das ja nur auf dem Phänotyp des Hundes beruhen kann?

    Weiss da jemand mehr dazu? Werden wohl die gesetzlichen Bestimmungen an die neuen Möglichkeiten angepasst oder bleibt es bei den "Gutachten?"


    Das stimmt natürlich, ich suche nur nach einen gemeinsamen Hobby für uns wo sie ausgelastet wird und uns beiden Spaß macht.

    Ich würde an Deiner Stelle nicht auf Biegen und Brechen Deine Hündin zu einem "Hobby" zwingen, das ihrem Wesen so absolut gar nicht entspricht. Solch ein Rasse-Mix ist ganz bestimmt nicht für den Zughunde-Sport geeignet, das zeigt sie Dir ja mehr als deutlich.

    Schau Dich doch mal um in Hundeschulen und im Internet, was es alles an Spiel, Sport und Spass gibt für Hunde und ihre Halter. Mir kommt grad spontan Dog-Dancing in den Sinn, es gibt aber noch viele weitere Möglichkeiten.
    Überlass den Zughundesport doch denjenigen Rassen, welche dafür geeignet sind (und gezielt gezüchtet wurden) und selber Spass daran haben.