Beiträge von Morelka

    Bei Vicky hat meine Haustierärztin auch ein Herzgeräusch diagnostiziert, als ich zum ersten Mal zu ihr ging. Ich übernahm sie vor 7 Monaten mit einem geschätzten Alter von 8 - 9 Jahren.

    Sie empfahl mir, einen Herz-Ultraschall machen zu lassen, um genau abzuklären, was es ist.
    Ich ging zur Kardiologin, welche mir am US-Gerät alles ganz genau zeigte und erklärte. Sie gab mir keine Medikamente, denn das sei noch nicht notwendig.
    Anschliessend empfahl sie mir, Vicky ungefähr einmal pro Jahr untersuchen zu lassen, für das zweite Mal aber nicht 12 Monate zu warten, sondern bereits etwas früher kommen.

    Das heisst, ich plane ungefähr für Mai 19 nochmals einen US ein bei genau derselben Kardiologin. Somit kann man den Verlauf und die weitere Entwicklung schön beobachten und rechtzeitig mit Medikamenten anfangen. Die Kardiologin ist zurückhaltend mit Medikamenten und sagte mir, damit würden wir erst bei deutlicher Verschlechterung anfangen.

    Ich fühle mich gut aufgehoben bei diesem Vorgehen und werde das genau so machen.
    Vicky ist nicht eingeschränkt, ausser dass sie nicht unbedingt viel Ausdauer hat. Aber das muss sie auch nicht als ca. 9-jähriges Omilein.
    Wobei... ein so kleiner Hund müsste natürlich ca. 16 Jahre oder älter werden können, d.h. ich rechne schon noch mit einer recht langen Lebenszeit bei ihr.

    Jetzt nochmal zu dem Thema "Brachycephal" und dann würde ich es gerne schließen.

    Ich geb den Schreiberinnen recht das das eine Rassemerkmal ist und auch sicherlich (immer noch, auch wenn inzwischen wieder zurück zum Ursprung gezüchtet wird, sicherlich noch 80 %, wenn nicht noch mehr Bullys gibt, die nicht freiatmen können.

    Richtig, brachycephal ist schlichtweg die Bezeichnung für ein Rassemerkmal aller Kurzkopf-Rassen.
    Dazu müsstest Du vielleicht eher einen eigenen Thread eröffnen oder im Qualzucht-Thread weiterschreiben.

    Spoiler anzeigen

    "Zurück zum Ursprung" bedeutet aber nicht, dass kurzköpfige Hunde früher angeblich "frei atmend" waren, sondern die Kurzköpfigkeit rief schon immer eine Atemnot hervor, je kürzer der Kopf, desto schlimmer die Atemnot (zu langes Gaumensegel, zu wenig Schleimhautoberfläche, um herunterzukühlen, Engstellen in den Atemwegen, usw.)

    Zu BARF kann ich Dir nichts sagen, da fehlt mir die Erfahrung.
    Ich würde mich aber ebenfalls einigen andern anschliessen, welche Dir raten, vor dem Zubettgehen noch ein "Bettmümpfeli" zu geben in Form eines kleines Stückchens Zwieback (evtl. sogar mit etwas Frischkäse) oder in schlimmeren Zeiten etwas Heilerde in warmem Wasser auflösen und mit etwas, was er liebt (spez. Leber-Paste für Hunde z.B.) auflösen, damit er das schlabbern kann vor dem Zubettgehen.

    Ansonsten sollten natürlich solche "Fastenzeiten", in denen er gar nichts kriegt(?), absolut nicht mehr vorkommen. Das ist zu vermeiden!

    Brachycephal ist brachycephal, daran gibt es nichts zu rütteln, egal, was auf Züchterseiten über "freiatmend" etc. gefaselt wird. Ich würde an Deiner Stelle vor allem darauf achten, dass sein Gewicht immer im unteren Bereich bleibt und er nie übergewichtig wird, auch im Alter nicht. Damit kannst Du schon viele Gesundheits-Probleme minimieren oder zumindest abschwächen.
    Alles Gute für den Süssen!

    Ja, vielleicht sollte ich das wirklich mal in Betracht ziehen. Ich mache mich mal auf die Suche nach einem mobilen Trainer.

    Es ist bei ihr nur teilweise Hinterherschnüffeln (tut sie auch immer), aber bei Mira war es wirklich ein "Dringend-Hinterher-Wollen" mit fiepen und abdrehen. Sie kletterte sogar eine Böschung hoch, weil sie auf den andern Weg wollte, eben der Labbi-Hündin hinterher.

    Beim Beagle-Zwischenfall waren wir alle überrumpelt, denn das war ein Ferienhund, der normalerweise nicht an dieser Hausecke steht. Er war vom Gebüsch verdeckt, wir waren also alle überrascht und nicht auf die Situation vorbereitet.
    Auch der Beagle bellte natürlich heftig. Ich pflückte Vicky von seinem Rücken weg und ignorierte sie anschliessend. Sie maulte aber noch auf dem ganzen Heimweg (das war nur 50 m von unserem Haus entfernt, spielte vermutlich auch noch eine Rolle).

    Ich mache fleissig meine Tagebuch-Eintragungen für Vicky, ihre "Noten" schwanken hin und her.

    Aber irgendwie gibt sie mir trotzdem Rätsel auf:
    WILL sie zu andern Hunden oder hat sie Angst und geht deshalb so vehement und aggressiv (beisst) nach vorne?

    Gestern begegneten wir u.a. einer Labrador-Hündin hier aus dem Quartier, die Hündin war also nicht völlig fremd für sie. Der HH wählte jedoch einen andern Weg und ging voraus, ich konnte Vicky ablenken und beruhigen. Trotzdem fiepte und zog sie energisch hinter der Hündin her, wollte immer wieder umdrehen und an der Gabelung denselben Weg nehmen, den die Hündin genommen hatte.

    Sie kam mir also nicht vor, als ob sie denken würde "ufff, Gefahr gebannt, sie ist weg", sondern im Gegenteil "ich WILLLLL aber unbedingt zu Mira!" Weshalb? Um sich mit ihr zu prügeln?

    Ich kann ihr Verhalten ja nicht "testen" und sie einfach laufen lassen... aus anderen Situationen weiss ich aber, dass sie bei Freilauf zu einem fremden Hund hinrennt und sich kläffend auf ihn stürzt und auch zubeisst.
    Vor 2 Wochen hing sie mal wie eine Löwin auf der Gazelle auf dem Rücken eines Beagles und wollte ihn "zerfleischen"... so sah es jedenfalls aus. Mit ihrem filigranen Köpfchen hat sie jedoch nicht viel Beisskraft, d.h. sie hat noch nie einen Hund verletzt, aber die Absicht zählt.

    Ja, was denn jetzt? Hat Vicky Angst oder ist sie einfach schlicht aggressiv?
    Wie gesagt mit ihr bekannten Hunden geht es auf gemeinsamen Spaziergängen gut, da kümmert sie sich kaum um die andern und geht ihres Weges.

    Vergiss vorerst mal das Wort "Gassi gehen"... mit solch einem verängstigten Zwerg kannst Du keinesfalls Gassi gehen, sondern musst ihm zuerst einmal in winzig kleinen Schritten die grosse Welt zeigen, also:

    - warm einpacken mit einem Pulli, der weich und dehnbar ist und ihn nicht zu eng begrenzt
    - in eine Tasche packen und Dir ein ruhiges Plätzchen suchen mit Grünfläche, vielleicht ein Park mit Bank
    - ruhig hinsetzen und ihn aus der sicheren Tasche gucken lassen
    - wenn er sich beruhigt hat, mal auf den Boden setzen und warten, bis er Pipi macht
    - notfalls eben doch ein Welpenpad benutzen in der Wohnung, den Du direkt vor die Haustür legst. Danach ist es nur noch ein kleiner Schritt, um bei wärmeren Temperaturen den Pad wegzulassen und gleich sofort rauszugehen

    Aber zuerst einmal muss Ruhe einkehren, damit der Zwerg Vertrauen fassen kann. Er ist ja total verängstigt, so kann ein Hund nichts lernen.
    Es ist generell immer ein sehr schlechtes Timing, mitten im Winter einen Welpen aufzunehmen, aber für solch einen winzigen Zwerg ist das der pure Horror (Kälte, Nässe, grosse, böse Welt!!)

    Alles Gute für den Kleinen!

    Mudi finde ich rein vom Aussehen her nicht ganz so abwegig, obwohl ich nicht weiss, wieviele Mudis es tatsächlich gibt in Spanien.
    Der Labrador wurde wohl nur genannt, weil es halt ein schwarzer Hund ist.
    Ich dachte zuerst noch an einen spanischen Wasserhund, auch da gibt es angeborene Stummelruten, aber Körperbau und Fell sind schon recht weit entfernt davon.

    Ich finde sie sehr süss und sympathisch, alles andere muss sich halt im Laufe der Zeit ergeben.

    Ich habe hier auch so ein "Engelchen", Smilla, die Chi-Hündin, die mit geschätzten 8 Jahren (eher älter) bei mir einzog vor 14 Monaten.
    Sie zeigte mir explizit, dass sie nicht an der Leine laufen möchte (natürlich hatte sie "Leinenzwang" in den ersten Tagen).
    Sobald ich sie freiliess, hörte sie perfekt auf mich, Rückruf, Abbruch, Richtungswechsel, egal was, sie stellte ihre Radar-Lauscher immer in meine Richtung und befolgte sofort, was ich wollte oder zeigte, dabei musste sie sogar eine "Fremdsprache" lernen, denn bisher lebte sie ja in Spanien.
    Ich wartete immer darauf, dass sie dann doch irgendwann mal ihr eigenes Ding durchzuziehen versuchte, aber nein, sie war und bleibt eine Musterschülerin auch ohne dass ich ausdrücklich mit ihr trainiert hätte.
    Das "Schlimmste", was sie sich getraut an Widersetzlichkeit, ist schlichtes Stehenbleiben, wenn es ihr zu kalt und zu ungemütlich wird oder sie das dringende Bedürfnis nach ein paar Gutelis hat... na ja, dann rufe ich sie halt und werfe ihr ein paar Gutelis. Und schon ist ihre Welt wieder in Ordnung. :cuinlove:

    Mir fällt grad noch ein, dass meine Notfallpläne B, C und D alle flöten gingen im Laufe der Zeit:

    Plan B legte sich einen riesengrossen Labrador-Welpen zu, dem ich meine wacklige, alte Chi-Hündin nicht ausliefern konnte.

    Plan C hat einen bösartigen Hirn-Tumor, fiel von heute auf morgen ebenfalls aus.

    Plan D hat immer wieder andere Ferienhunde, meistens passte es dann auch nicht, denn sie kann nicht so viele Hunde gleichzeitig betreuen.

    Plan E lautete dann, dass ich die Hunde in einen Hunde-Hort geben musste bei meiner letzten Geschäftsreise. Das klappte auch, war ja das letzte Mal vor der Pensionierung. Aber langfristig wäre das auch keine gute Lösung gewesen.

    Ich würde Dir auch zu einem erwachsenen Hund raten aus dem Tierschutz, z.B. ein "Scheidungs-Opfer", der im Tierheim sitzt oder sogar Auslands-Hund.
    Einem Welpen würde ich den Büro-Alltag nicht zumuten, wäre auch mir selber zuviel Stress. Das kann zu bösem Blut führen, wenn Du dauernd abgelenkt wirst durch den Welpen und dauernd mit ihm nach draussen gehen musst. Auch wohlwollende Kollegen können mit der Zeit sauer werden, wenn Du nicht mehr so "produktiv" bist bzw. dauernd störst.

    Ich habe das Thema Büro-Hund gleich dreimal durchgeführt in den vergangenen Jahren, immer mit umwerfendem Erfolg.
    Mein Vorgehen war wie folgt:

    1. Alle Kollegen im Büro fragen, ob jemand was gegen ein Hund hat, Angst, Allergie, generell gegen Hunde. Wenn das abgehakt ist, kommt Punkt 2:

    2. Mit der Geschäftsleitung und dem Personalbüro besprechen, genaue Regeln festlegen und sich eine schriftliche Genehmigung geben lassen

    3. Plan B (und C) abklären, sprich Hunde-Sitter, Betreuung. Wer nimmt den Hund, wenn Du eine Ganztages-Sitzung hast oder wenn der Hund krank ist? Was ist, wenn Du die Stelle wechseln musst oder willst, die Firma umstrukturiert wird, Dein Arbeitsplatz plötzlich irgendwo anders ist?

    4. Im stillen Kämmerlein den gesamten Büro-Alltag gedanklich durchspielen und sich alles mit Hund vorstellen (z.B. so "simple" Aktionen wie aufs WC gehen oder sich einen Kaffee holen)

    5. Augen auf beim Kauf, welcher Typ Hund darf es sein? Für mich war klar, dass nur ein kleiner, "handlicher", ruhiger, älterer Hund in Frage kam. Ich fand meine souveräne, gelassene Chi-Hündin Morelka im Auslands-Tierschutz, eine Entscheidung, die ich nie bereute. Als ich sie nahm, arbeitete ich nur noch 80% und hatte die Pensionierung vor Augen. Trotzdem war es manchmal stressig, weil ich lange Sitzungen hatte oder 2 - 3 Tage auf Geschäftsreise weg musste. Mein Plan B war also enorm wichtig!

    Ich trieb den Büro-Hund sogar auf die Spitze, indem ich noch einen zweiten Chi aufnahm, Smilla, ein Notfall. Niemand hatte etwas dagegen, solange sie sich gleich benahm wie Morelka. Ausserdem reduzierte ich damals die letzten 12 Monate vor meiner Pensionierung auf nur noch 50%, wovon 1 Tag Home-Office war. Ich war also höchstens 2 Tage im Büro mit 2 Hunden.

    Als Morelka starb :( nahm ich wieder eine Zweithündin auf, Vicky. Auch das klappte problemlos.

    Insgesamt waren meine Erfahrungen durchwegs positiv, aber ich hatte erleichternde Faktoren, war nur noch 4 Jahre von meiner Pensionierung entfernt, als ich den Büro-Hund realisierte.

    Ehrlich gesagt hätte ich das niemals gewagt, wenn ich noch 20 Jahre jünger wäre, denn es können im Laufe eines Berufslebens viel zu viele Unwägbarkeiten eintreten, die dann auf Kosten des Hundes gehen.

    Grad kürzlich war hier doch ein Thread mit einem Büro-Welpen, der Hals-über-Kopf abgegeben oder fremdbetreut werden musste.

    An Deiner Stelle würde ich mir das seeeehr gut überlegen. In der heutigen Zeit ist es eher unwahrscheinlich, dass man mind. 14 Jahre lang immer an derselben Stelle sitzt und sich keine Änderung im Berufs- oder Privatleben ergibt.
    Viel Glück!