Beiträge von Morelka

    Zuchtmiete meinst du oder?

    Zuchtrecht nennt man das.

    Ja, ich nehme auch an, dass die Züchter dieser asiatischen Spitz-Rassen, also echte "Ur-Typen", Shibas, Akitas, Shikokus, etc., nicht mit mehreren Rüden im gleichen Haushalt leben, sondern entweder im Zuchtrecht oder halt Zwinger-Haltung, bei denen man sie trennen kann.

    Aber das wird jetzt langsam OT.


    Aber auch die anderen Methoden (bedrängen, bis der Hund aufgibt etc.) sind wirklich veraltet und werden auf Dauer nur noch größere Baustellen schaffen.

    Zudem scheint auch theoretisch nicht viel Fachwissen bei dieser Person vorhanden zu sein...

    :bindafür:

    Ich bin überzeugt, dass das eine Cesar Millan "Trainerin" ist... also bitte, weiiiiiiit weg rennen vor solch einer Person!
    Bedrängen, bis der Hund aufgibt, ich glaubs ja nicht!!!! :shocked:

    sondern darum, eine Bombe zu entschärfen, bevor sie hochgeht.

    Das ist genau die richtige Formulierung! :bindafür:

    Die Brisanz der gesamten Situation (NICHT, dass sie jetzt "nur einmal" aneinander geraten sind) liegt in der Rasse-Kombi, der ältere sogar noch mit Jack Russell gemixt, also gleich nochmals ein bisschen mehr Pfeffer oben drüber gestreut, bzw. noch eine kürzere Zündschnur, wenn wir bei der Bombe bleiben wollen.

    Die Gründe, dass so viele zur Abgabe raten, liegen auch darin, dass der zweite erst seit kurzem bei Euch ist, weshalb eine rasche Abgabe für Euch wie vor allem auch für den Hund einfacher wäre, statt zu warten, bis sich bei allen eine enge Bindung entwickelt hat und es danach dann umso mehr weh tut.

    Die Trainerin hat unter anderem in unseren Augen ganz richtig erkannt, dass der Hündin bisher zu wenig Grenzen gesetzt wurden und sie aufgrund der Tatsache, dass sie alles andere als eine Leithündin ist, sich nicht anders zu helfen weiß, als mit Flucht oder Angriff die Situationen zu lösen (was bisher prima für sie funktioniert hat). Die Trainerin hat ihr gezeigt, dass Beißen/Knurren/Bellen nichts bringt und sie quasi solange in die Enge gedrängt, bis sie sich hingelegt und entspannt hat (dann hat sie ihr sofort wieder Raum gelassen) - sie hat also gelernt, dass es noch einen weiteren Ausweg aus der Konfrontation mit fremden Menschen gibt.

    Kannst Du etwas mehr Hintergrund-Informationen dazu liefern, WAS genau denn das Problem ist bei der Hündin und vor allem, was ihre Vorgeschichte ist? Wie und wo lebte sie vorher, was meinst Du mit "Leithündin", greift sie Menschen an, gab es Beissvorfälle, usw.

    Der reine Horror für den Hund! :verzweifelt: :shocked: :(

    Euer Bauchgefühl ist völlig richtig, bitte schiesst diese "Trainerin" möglichst rasch auf den Mond (Cesar Millan lässt grüssen, ich könnte kotzen!)

    Wie die andern schon schrieben, zuerst mal ein Geschirr, KEIN Halsband. Da sie erst seit wenigen Tagen bei Euch ist, solltet Ihr am besten ein Sicherheits-Geschirr mit doppelter Leine wählen, damit sie auf gar keinen Fall entwischen kann. Ihr könnt sie sonst nicht mehr einfangen, weil sie Euch ja jetzt mit Schmerz und Atemnot verknüpft.
    Die Retriever-Leinen können böse Verletzungen am Kehlkopf und an den Halswirbeln verursachen, wenn sich ein grosser, schwerer Hund mit voller Wucht hinein wirft.

    Fahrt am besten irgendwohin, wo es ruhig ist und sie möglichst keinen Reizen (Hunde, Wild, Katzen) ausgesetzt ist. Sie muss zuerst mal ankommen und Euch kennen und vertrauen lernen.

    Erst danach (in ein paar Wochen, evtl. ein paar Monaten sogar) könnt Ihr daran gehen, ihre Leinen-Aggression in Angriff zu nehmen. Macht Euch aber auf monatelange/jahrelange Arbeit gefasst, das löst sich nicht von heute auf morgen.

    Hier (klick mich) findet Ihr "Leidensgenossen" mit unverträglichen Hunden. Da könnt Ihr mal nachlesen, was andere für Erfahrungen machen.

    Ich denke auch, es wäre einfacher unsere Kater an einen Welpen zu gewöhnen, als einen erwachsenen und dann doch schon großen (für die Kater) Hund.

    Aus dem Tierheim bedeutet aber nicht, dass es dort nur erwachsene Hunde gibt. Die haben durchaus auch Welpen oder Junghunde.

    Ich würde Euch ebenfalls empfehlen, Euch konkret mal in einem Tierheim zu melden (nicht nur HPs durchackern), sondern gleich Kontakt vor Ort und mal einige Hunde in Realität kennen zu lernen. Vielleicht ist da sogar EUER Hund dabei?

    Viel Glück!

    Noch schnell eine andere Frage: Bist Du/seid Ihr Ersthunde-Halter?

    Falls ja, habt Ihr wohl auch keine Ahnung von Hundesprache, könnt also die Hunde und ihre Absichten nicht lesen und somit auch nicht richtig reagieren.

    Bei den Shibas ist das noch zusätzlich schwierig, soviel ich weiss, weil ihr Mienenspiel nicht so deutlich wie bei anderen Hunden zeigt, wie ihre Laune grad ist.

    Sind Shibas da nicht eher noch mehr dafür bekannt als JR?

    Ja, genau!
    Dem Shiba Inu wird also nochmals zusätzlich eine "Krone" aufgesetzt durch den Mix mit einem Jack Russell (= heissblütiges Terrier-Temperament)
    An und für sich schon eine enorm explosive Mischung, die schon alleine wohl genügend viel Arbeit gäbe, solch einen Mix-Rüden sicher durch die Pubertät hindurch zu führen und zu einem halbwegs "gesitteten" Hund zu erziehen.

    Da würde ich ebenfalls dazu raten, den Zweithund möglichst zügig wieder abzugeben und sich lieber auf den Ersthund zu konzentrieren (ohne Kastration natürlich).