Beiträge von Morelka

    das war ne Talentshow, kein Polizeihund und es war ein Mix weder ein Rotti noch ein Minirotti 8selbst wenn es sie gäbe wären es wohl Mischlinge) sondern einfach ein Mischling.

    Ich bezog mich bei den "Mini-Rottweilers" nicht auf dieses Video, das aber immerhin als Quelle die HP der Madrider Polizei angab. Ob das innerhalb einer Talentshow war oder was auch immer kann man in einer 3 Sek. Einblendung nicht sehen.

    Ich beziehe mich auf die vielen amerikanischen Seiten über "Miniature Rottweilers", denn diese gibt es eindeutig, meist aus Kreuzung von Rottweiler x Zwergpinscher, aber auch anderen Rassen.

    Offenbar wollen die Amerikaner alles miniaturisieren, nicht nur die Rottweiler... ich staune, was man da so alles findet.

    Hier nur eine kleine Auswahl:

    Miniature Rottweiler

    Smallbreed dogs

    Gibt es Mini-Rottweiler


    Und so weiter und so fort... das Netz ist voll davon. Natürlich sind diese Mini-Rottweiler (Mini-Dalmatiner, Mini-Schäferhunde, usw.) nicht reinrassig, sondern Mixe, aber offenbar besteht eine Nachfrage danach.

    Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis dieser Trend auch nach Europa überschwabbt... ist er ja bereits mit Mini-Chihuahua, Mini-Aussie, Mini-Bullterrier, etc. Alles muss "Mini" oder noch besser "Micro-" oder Teacup sein. :verzweifelt:

    Ich vermute nach wie vor, dass es halt spontane Kleinwüchsigkeit gibt (Kümmerlinge, nicht Achondroplasie, das ist dann ein anderer Fall), die immer mal wieder vorkommen, so dass gewiefte Züchter auf die Idee kamen, solche kleingeratenen Hunde bewusst durch Kreuzung zu züchten.

    Schade, dass sich die TE nicht mehr meldet... :lepra:


    ich denke irgendwie an Nasenarbeit...Schatzsuche, Mantrailing...so in etwa.

    spricht etwas dagegen mit einem 7jährigen Frenchie, der in seinem Leben noch nicht viel gemacht hat?

    Da spricht absolut nichts dagegen! Vicky hat in ihrem "hohen Alter" (geschätzt ca. 8 - 10 Jahre alt) noch die Schnüffelarbeit gelernt, d.h. sie muss einen bestimmten Geruch suchen.
    In ihrem Fall ist es ein Radiergummi, auf den ich sie konditioniert habe. Der Gummi steckt irgendwo in einem der vielen Spalten, sie sucht gezielt das ganze Gebiet ab.
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    Das 'bei mir sein' soll ja keine 'Bestrafung' sein, sondern ihr Sicherheit geben, also - Ein "Wenn Du bei mir bist und der Käse in Deinen Schlund fliegt, passiert Dir nichts, was bist doch für ein toller Hund."

    Ich habe beobachtet, dass eine blockierte Flexi oder auch nur schon eine normale, gestraffte Leine eben Warnsignale beim Hund mit kurzer Zündschnur auslöst. Damit wird sozusagen über die Leine vermittelt: ACHTUNG, gefährlich!
    Wenn ich sie früh genug stoppen und zu mir rufen kann, dann ist die Leine locker oder sie ist gar nicht an der Leine. Dann kann ich sie ganz entspannt loben und ablenken.

    Aber eben, wenn ich eine Situation kommen sehe, bei der es sicherer ist, sie an kurzer Leine zu behalten, dann bin ich immer im Zwiespalt, ob ich sie locker halten solle (= entspannt, alles easy, kein Problem) oder sie vorbeugend strikte kurz halten soll.
    Ich übe ein Entspannungs-Signal (leises Sch-sch-sch-sch), aber da bin ich noch nicht so weit, dass es zuverlässig funktioniert.

    Wie Du auch schreibst, kann die Situation im Sekundenbruchteil kippen... entweder bleibt sie entspannt und sagt einem Menschen vorsichtig-zurückhaltend Hallo oder sie geht ab wie eine Furie und will den "komischen Kerl" auffressen, weil der so unverschämt ist und mich begrüsst oder sogar etwas plaudert.
    Eigentlich möchte sie mir offenbar alle sozialen Kontakte und Plaudereien vermiesen... :fear:

    Nach über einem Monat muss man hier mal wieder abstauben.

    Du hast recht...

    Mit Vicky erlebe ich Höhenflüge und Tiefflüge... ich befürchte, das wird wohl so bleiben(?)

    Ich habe festgestellt, dass ihre Reaktion sehr stark auch von den Hundehaltern des "gegnerischen" Hundes abhängen. Sind diese ganz entspannt... "ooooch, lassen Sie nur, meiner tut nix", dann "darf" Vicky zwar auf den andern Hund zuschiessen, ihn anschreien oder zumindest anknurren, aber dann ist es gegessen.
    Sie beruhigt sich innert Sekunden und kümmert sich nicht mehr um den andern Hund. Wenn sie frei ist, geht alles viel entspannter, das Problem ist sehr offensichtlich die Leine. Aber ich kann sie ja nicht einfach kritiklos auf jeden Hund zuschiessen lassen, nur damit sie dann feststellen kann, dass alles nicht so schlimm ist.
    Ablenkung mit "Schau, ein Hund" und Mega-Gutelis funktioniert nur auf Distanz. Wenn wir uns kreuzen müssen, dann lässt sie sich kaum noch zurückholen aus ihrer masslosen Aufregung ausser wenn der andere Hund ein tiefenentspanntes Exemplar ist.

    Ihr Auslösen richtet sich aber nicht nur gegen Hunde, sondern auch gegen Traktoren, LKWs, ratternde Anhänger, E-Bikes, Motorräder, den Pöstler auf seinem Elektro-Karren (den hasst sie abgrundtief! :hot: ) und fremden Menschen. Deshalb muss ich immer sehr aufmerksam durch die Gegend laufen und aufpassen, wer oder was da grad unterwegs ist.

    Wie findet man die Balance zwischen "entspannt bleiben", um ihr keine falschen Signale zu geben, sie aber trotzdem an der Leine zu begrenzen?
    Ich versuche immer, so entspannt wie möglich weiter zu gehen, wenn sie einen Menschen fixiert, denn ich will ihr nicht dauernd Warnsignale geben mit der Leine "Achtung, aufpassen, da kommt ein bööööööser Mensch!"

    Gestern bellte sie einen Nachbarn richtig böse an, als er stehenblieb und kurz mit mir plauderte (ein Kapitalverbrechen in Vickys Augen!).
    Er ist hirnverletzt, leicht halbseitig gelähmt und redet etwas "komisch." Ich befürchte, diese Auffälligkeiten genügten ihr schon, um auf Alarmsignal ROT zu schalten.
    Ich bin nicht sicher, ob sie evtl. zugepackt hätte, wenn ich sie ganz zu ihm hin gelassen hätte. Also musste ich sie an kurzer Leine halten, was sie in ihrer Alarmstimmung ja bestätigte.

    Dieses Abschätzen, wieviel darf ich wagen und wann und wo muss ich rigoros begrenzen, finde ich am schwierigsten. :verzweifelt:

    Früher wurde auch viel rigoroser "aussortiert"... wer nicht das gewünschte Verhalten zeigte oder krank war, wurde halt erschossen oder erschlagen.
    In den Anfangszeiten der Rassehundezucht war kein Platz für "Sentimalitäten"... somit überlebten vermutlich weniger genetisch kranke Hunde, d.h. die einzelnen Rassen waren gesünder, Extremzuchten hatten keine Daseins-Berechtigung.
    Ich will damit natürlich nicht sagen, dass man kranke Hunde einfach "ausmerzen" soll, aber zumindest nicht für die Weiterzucht einsetzen.

    Heute ist genau das Gegenteil der Antreiber der Rasse-Zucht: Je extremer, auffälliger, exotischer (und kränker), desto gefragter...

    Ob die Crosszucht das Ruder wieder in eine andere Richtung schwenken kann, weiss ich nicht.

    Irgendwann wurden Zuchtbücher geschlossen und Reinrassigkeit zum obersten Gebot erklärt.

    Das ist der Kernsatz zur heutigen Rasse-Definition! :bindafür:

    Mit einem geschlossenen Zuchtbuch = keine "fremden" Rassen einkreuzen, wird gleichzeitig auch der Genpool verkleinert. Das heisst, die Chance wird kleiner, genetische Krankheiten und gesundheitliche Probleme in den Griff zu kriegen.
    Somit finde ich eine kontrollierte und überwachte Crosszucht durchaus sinnvoll, wenn die Gesundheit als vorderste Priorität gilt.

    Designer-Zucht hingegen, bei der einfach zwei Rassen gekreuzt werden, um irgendwie ein ansprechenderes Erscheinungsbild zu erhalten, finde ich idiotisch.
    Mit der heutigen Vielzahl an Rassen sollte es wahrhaftig möglich sein, für jeden den "Traumhund" zu finden, der ins eigene Leben passt. Da braucht es keine neuen Designer-Hunde.

    Ich habe bisher 3 Hunde aus dem Ausland aufgenommen mit durchwegs guten Erfahrungen. Dazu gehört aber auch, dass man flexibel bleibt und sich auf jeden Hund einlassen kann. Die Hunde verändern sich IMMER im neuen Zuhause, da kann man keiner Tierschutz-Organisation einen Vorwurf machen.

    "Den Tierschutz" gibt es nicht, das hängt alles von den einzelnen Personen ab, die darin arbeiten. Deshalb kann man da überhaupt nichts verallgemeinern.

    Nur weil jemand im Tierschutz arbeitet, bedeutet das nicht, dass die betr. Person ein Profi ist, was Hunderassen (wenn sie denn überhaupt auch nur die Rassen kennen), ihre Eigenschaften und das Verhalten von Hunden betrifft.
    Diese Personen können ebensogut auch nur begeisterte Laien sein, die sich im Tierschutz engagieren, ansonsten aber (noch) nicht viel Ahnung von Hunden haben.

    Deshalb empfehle ich Dir, auf jeden Fall nur einen Hund zu übernehmen, den Du auf einer Pflegestelle besuchen kannst, um Dir selber ein Bild zu machen. Auch dann musst Du noch immer auf Überraschungen gefasst sein (wie bei einem Welpen vom Züchter auch!) und musst Dich auf eine evtl. neue/andere Situation einstellen können.
    Aber zumindest kannst Du einen Hund auf einer Pflegestelle persönlich kennen lernen und auf Dein Bauchgefühl hören. Auch die Leute, welche mit ihm zu tun haben, kannst Du persönlich kennen lernen. Das ist auf jeden Fall besser als nur auf eine Beschreibung im Internet zu vertrauen.

    Viel Glück bei der Suche!

    Oh je, das ist ein trauriger Anlass für den Einstieg ins Forum. :verzweifelt: Trotzdem herzlich willkommen!

    Ich würde Dir auch raten, in erster Linie auf Lebens-Qualität zu achten, mit Cortison und CBD macht Du ja schon sehr vieles richtig. Auch die THP kann Dir bestimmt noch raten, was Du Maja zuliebe tun kannst.
    Aber sobald Du siehst, dass sie sich quält, würde ich sie gehen lassen ohne noch langwierige Abklärungen und Untersuchungen zu machen. Sie hatte ja noch eine schöne Zeit seit Neujahr, das ist das Wichtigste, das zählt!

    Alles Gute und viel Kraft!

    Jetzt bin ich etwas verwundert, dass einige wohl eher über den eigenen Hund irgendwie zum Züchter geworden sind. Das liest sich teilweise so "lapidar" ( nicht negativ gemeint).

    Ja natürlich, das ist eigentlich der Normalfall, soviel ich von früher her noch weiss.

    Man kauft erst mal einen Hund mit Papieren vom seriösen Züchter, tritt in den Verband ein (dafür muss man nicht züchten), geht vielleicht an Hunde-Ausstellungen, lernt Leute kennen, stellt vielleicht sogar selber aus und "irgendwann" kommt der Schritt, dass man selber züchten will. Das ist meist eine schrittweise Entwicklung, nicht eine Entscheidung von Anfang an ("Jetzt werde ich Hunde-Züchter")

    Da hat man im Optimalfall aber bereits schon viel Vorwissen aus dem Verband, von Ausstellungen und dem eigenen Rasse-Club.
    Und dann sollte man natürlich soviel Wissen wie möglich aufsaugen, Züchter-Seminare besuchen, Genetik-Seminare, etc.

    Wenn man wirklich einen Rassehund aus seriöser Zucht haben will, so würde ich immer über den Verband gehen, also in DE via VDH, in der Schweiz über die SKG.
    Da sucht man den Zuchtwart der betr. Rasse und löchert diesen mit Fragen.

    Anschliessend würde es sich lohnen, sich etwas in die Linien einzulesen und vielleicht ein paar Ausstellungen zu besuchen. Da kann man dann bereits einige Kontakte knüpfen und ein gewisses Netzwerk aufbauen.
    Somit besteht weniger Gefahr, dass man auf einen unseriösen Hinterhof-Züchter hereinfällt, der einem das Blaue vom Himmel verspricht.