Beiträge von Morelka

    Ja ich habe da schon einige negative Worte bezüglich der Rasse und der Zucht erhalten.

    Sollte man sich grundsätzlich keine französische Bulldogge holen? Haben Sie in Ihrem Umfeld Menschen die auch eine französische Bulldogge haben und was bei Ihnen für gesundheitliche Probleme auftreten bzw. auftreten können?

    Ja, man sollte sich grundsätzlich keine französische Bulldogge holen, so toll diese Hunde auch charakterlich sind...:verzweifelt:


    Die Rasse ist "kaputt gezüchtet" und gehört zu den Qualzucht-Rassen!

    Dafür braucht man keine persönlichen Erfahrungen zu suchen, sondern findet im Internet jede Menge an Informationen dazu. Ich würde Dir raten, vom Kauf zurück zu treten und Dir eine andere Rasse zu suchen, welche nicht ihr Leben lang Qualen leiden muss, weil er kaum atmen kann.

    Hier kannst Du nachlesen, was ein Tierarzt zu diesen Qualzuchten erzählen kann.

    Ich selber habe in der Nachbarschaft dieses Drama miterlebt bei einer 6-jährigen(!!) Frenchie-Hündin, welche kaum atmen konnte und unter vielen gesundheitlichen Problemen litt (die dauernde Atemnot ist ja nur eine der vielen Qualen, welche diese Hunde ihr Leben lang durchmachen müssen). Sie erlitt einen Bandscheiben-Vorfall (häufig bei Frenchies) und überlebte die Narkose während der OP nicht.

    Die Besitzer sagten hinterher, die Klinik hätte sie informiert über die Probleme bei dieser Rasse, sie möchten jetzt "nie mehr" eine französische Bulldogge...

    Was sehe ich ein halbes Jahr später? Wieder ein Frenchie, diesmal ein Rüde, übergewichtig und japsend (war kein Welpe, sondern bereits 6 Monate alt). Ich werde es nie begreifen...:shocked: bin gespannt, wie alt denn jetzt dieser Hund wird (momentan ca. 2 Jahre alt).


    Du kannst uns alle übrigens duzen, musst uns nicht per "Sie" ansprechen. In einem Forum duzt man sich.

    PS. Bitte lass Dir nicht vom Züchter einreden, seine Hunde seien "ganz anders, nämlich frei atmend"... das ist ein Mythos, denn bis diese brachycephalen Rassen wieder normale Schnauzen und normale Atemwege haben, muss die Zucht komplett umgestellt werden und braucht viele, viele Generationen, bis diese Schäden vielleicht dann mal ausgemerzt sind (was ich nicht glaube, ist eine Illusion).

    Er wird bestimmt sagen, seine Hunde hätten eine "Nase" und könnten gut atmen... alles Bullshit (im wahrsten Sinne des Wortes). Welpen und Junghunde können manchmal tatsächlich noch etwas besser atmen, aber im Laufe der Jahre wird es immer schlimmer, die Hunde meist immer übergewichtiger, die Schleimhäute in den Atemwegen wachsen immer weiter, die Luftwege werden immer enger, bis eine OP notwendig ist (= hohe TA-Kosten das ganze Hundeleben lang)

    Waaaaaarum, warum bloss... Und auch noch gezielt! Wie geil, distanzloser Mali, will man haben. Wenigstens wird erwähnt, dass es kein Schosshündchen ist. Hilfe.


    Malador Welpen

    Meine Güte, was für ein Mix! :flucht:

    Dann noch dazu sind alle schwarz, d.h. viele Käufer denken dabei, dass diese Welpen natürlich ganz nach dem Labrador kommen, nur vielleicht etwas schlanker und sportlicher als ein reiner Labbi.

    Aber dass sie sich damit höchstwahrscheinlich ein Dynamit-Fass ins Haus holen, wissen sie nicht. Ich begreife es auch nicht, weshalb man bewusst solch eine bescheuerte Mischung produziert!:doh:

    Ich möchte nur ergänzen:

    Bitte NICHT hochheben, um sie dann von ihrem Angstobjekt bedrängen und angrabbeln zu lassen.

    Vielen Dank für die Klärung, ja, genau das meinte ich natürlich.

    Viele Menschen neigen dazu, gaaaaanz nah zu einem Hundebaby zu gehen, ihm tiiiief in die Augen zu gucken und zu sagen "Jööööö, bist du aber süüüüüsss, du, du, du, du, duuuu...." Grad bei so einer süssen Kleinen mit blauen Augen liegt das leider nahe... :fear:

    Solch ein Benehmen versetzt das Hundekind in echte Todesangst, denn das ist eine Bedrohung auf höchster Stufe. Bitte vermeide solche Gesichter und starrende Augen ganz nah an Deinem Hundekind!:rotekarte: Greif energisch ein und halte die Leute von Deinem Hundebaby fern!

    Ich finde es sowieso ein Unding, einen Welpen so früh schon von Mutter und Geschwistern weg zu holen, aber es ist halt nun mal schon geschehen. Der 56. Tag ist nur der tierschutzrechtlich früheste Termin, ab wann man Welpen von ihrer Mutter trennen darf. Das bedeutet nicht, dass dies "gut" ist, deutlich zu sehen bei vielen völlig verängstigsten 8-wöchigen Welpen.

    Ich gab meine Dalmatiner-Welpen frühestens mit 10 Wochen ab, manchmal auch später.

    Hochheben würde ich sie nicht, auch wenn ich verstehen kann, dass man das im ersten Impuls tut.

    Doch, ich würde sie durchaus hochheben, wenn ihr das Sicherheit gibt. Nur wächst sie natürlich rasch, so dass dies bald nicht mehr möglich ist.

    Aber wie gesagt, lieber zum Vorneherein Neues nur in gaaaaaanz kleinen Portionen zeigen, am besten erst mal ein paar Tage gar nichts, nur "Sein", gucken, pieseln und kacken... und natürlich schlafen!

    Ich würde jetzt gerne von euch wissen, hab ich sie einfach überfordert heute?

    Eigentlich wollte ich morgen mit ihr bei uns ins Naturschutzgebiet was etwa 500 Meter von uns anfängt um sie da mal ohne Leine laufen zu lassen damit sie etwas mehr von der Welt zu sehen bekommt. Da sind aber natürlich auch andere Menschen und vor allem Hunde,ich denke das ist gut für sie. Hab aber jetzt Angst das sie zu viel Angst hat und alles anbellt was geht und steht.


    Ist es noch zu früh dafür und sollte lieber noch warten?

    Bei Menschen die sie kennt macht sie das übrigens nicht.


    Dienstag gehen wir auch das erste Mal in die Welpenschule.

    Ja, Du hast sie damit überfordert... meine Güte, das ist ein 8 Wochen altes Baby!

    Nein, geh nicht ins Naturschutzgebiet, lass sie nicht zu andern Menschen, erst recht nicht zu Hunden(!!), denn sie hat noch keinen Impfschutz, geh nicht in die Hundeschule, nein, einfach alles nicht!

    Lass dieses Baby erst mal ankommen bei Dir und Deiner engsten Umgebung, also Wohnung (anfangs vielleicht sogar noch auf begrenztem Raum mit Absperrung), ein bisschen Garten, zum Pipi und Kacki machen, steh ein bisschen mit ihr herum und zeig ihr erstmal eine gaaaaaanz kleine Welt, mehr nicht!

    Sie hat den Schock des Verlustes der Familie noch längst nicht verkraftet, da darfst Du sie nicht überfallen mit hunderten von neuen Eindrücken, Menschen und Hunden, die ihr alles Angst machen.


    Was kannte sie bisher, wurde sie gut sozialisiert beim "Züchter" (Mischlings-Vermehrung müsste man besser sagen)?

    Alles Gute für die Kleine... geh es erst mal gaaaaaanz langsam an!

    Heute freue ich mich fast pausenlos über meine Hunde (wobei ich mich kaum je ärgern muss, ausser wenn Bongo mal wieder Fuchs-Kacke frisst!)

    Auf einem schmalen Strässchen kommen uns zwei Radfahrer entgegen, ich stoppe beide unangeleinten Hunde, rufe sie zu mir, Bongo setzt sich hin, Smilla steht wie üblich hinter meinen Beinen, Radfahrer fahren vorbei und der Mann ruft ganz erfreut "Toll, wie die folgen, soooo brave Hunde!" Hach, das ging mir runter wie Öl! :D

    Wobei ich sagen muss, dass das immer so läuft, aber nicht jedesmal reagieren die Radfahrer so hoch erfreut wie dieser heute morgen, meist radeln sie einfach stillschweigend vorbei und finden es selbstverständlich, dass die Hunde so brav warten.

    Beim nächsten Spaziergang (immer unangeleint) kam mir eine Frau mit angeleintem Bolonka entgegen. Ich hielt an, liess Bongo hinter mein Bein sitzen, Smilla stand sowieso eng bei mir, die Frau marschierte auf der andern Strassenseite vorbei und winkte mir zu, ich winkte zurück.


    Es ist alles soooo entspannt und ruhig, seitdem die "kleine Mobberin" (Nachbarshündin Terrier, die immer meinen Bongo mobbte und bei Hundebegegnungen natürlich tüchtig kläffte) nicht mehr dabei ist.

    Noch rasch ein neuer Aspekt bei der Hundesuche:

    Ich weiss nicht, wie es in Deutschland aussieht(?), aber hier in der Schweiz habe ich den Eindruck, dass der Markt für einen seriösen Hundekauf ausgetrocknet ist... die Tierheime sind ziemlich leer, bzw. nur noch die schwer zu vermittelnden Hunde (entweder gleich zwei, die zwingend zusammen bleiben müssen) oder verhaltensauffällige, schwierige Hunde. Normale Otto-Normalverbraucher-Hunde findet man kaum noch auf den Homepages.

    In Inseraten überwiegen seit einigen Monaten bei weitem die "Gesucht"-Inserate, d.h. jeder sucht einen "kleinen, unproblematischen Hund", aber Anbieter solcher Hunde gibt es kaum (ausser vielleicht irgendwelche dubiose Vermehrer, die das Blaue vom Himmel herunter lügen).

    Im Tierschutz gibt es viele, tolle, 3-4 jährige, gefestigte Hunde welche ein Zuhause suchen.

    Genau! :gut:

    Aber das haben viele User (mich eingeschlossen) schon so oft wiederholt, dass ich hoffe, dass es angekommen ist.

    Ich bin gespannt, welche Schritte der TE unternehmen wird.