Genau solche Vorfälle sind ein Albtraum für mich als Kleinhunde-Halterin.
Mein Bongo wäre genau solch ein Beutetier für Deinen Bruno. Bongo hat panische Angst vor (grossen) Hunden, weil er vor einigen Monaten von einem Appenzeller im Genick gepackt und beinahe getötet wurde. Damals lebte er noch nicht bei mir.
Anfangs wusste ich nicht, dass er so panisch reagiert bei andern Hunden, ich habe natürlich in den letzten Monaten intensiv an seinem Selbstbewusstsein gearbeitet. Er hat unterdessen gelernt, dass er sich hinter meinen Beinen verstecken soll.
Trotzdem habe ich selber noch grosse Angst davor, dass er bei einem unerwarteten Zusammentreffen wieder wegrennen würde wie er das anfangs tat, als plötzlich ein (angeleinter) Bobtail auftauchte, ein riesiger Fellberg in Bongos Augen. Es geschah natürlich nichts, der Bobtail war angeleint und jagdlich nicht interessiert, aber es zeigte mir sehr deutlich, wieviel Beuteverhalten er bei andern Hunden auslösen würde, weil er einfach ein quietschendes Fellbündel darstellt, das über eine Wiese wegrennt.
Deshalb kann ich auch nur wiederholen, was die andern schon sagten: Solange der absolute Gehorsam bei Bruno nicht garantiert werden kann (ist das überhaupt jemals möglich?), muss er an der Leine bleiben ausser auf einem grossen, weiten Feld, wo nirgends unerwartet ein "Beutetier" auftauchen könnte.