Beiträge von Morelka

    bedeutet ja trotzdem nicht, das färben oder allgemein Hundefriseur blöd ist für den Hund.

    Das Färben bedeutet nicht "blöd für den Hund", sondern es widerspiegelt in meinen Augen eine bestimmte Einstellung dem Hund gegenüber als "Objekt", das man mit Farben verändern darf...

    Hunde sind eigenständige Persönlichkeiten, die man nicht "degradieren" sollte zu einem anzumalenden Objekt.

    Ich finde Deinen Umgang mit Deinen Hunden absolut top, sie sind sehr gut erzogen, egal, was der Rütter dazu sagt. Du machst das toll mit 6 Hunden, dafür hast Du meinen grössten Respekt! :bindafür:

    Umso weniger verstehe ich deshalb das Anmalen von lebenden, eigenständigen Persönlichkeiten. Was ist Deine Intention dahinter, ausser dass Du es "schön" findest? Das frage ich ganz ernsthaft und ohne Wertung. Es interessiert mich einfach, was hinter solch einer Bemalung steckt.:???:

    Ich weiss, dass die Hunde bestimmt nicht darunter leiden, denen ist das egal. Aber mir stösst einfach das Bemalen von Lebewesen, die sich nicht dazu äussern können, sauer auf... bitte nimm mir das nicht krumm.

    Möglicherweise hat Deine Tochter ihm sogar weh getan, z.B. indem sie die Puppe auf seinem Körper "hopsen" liess. Wenn er Gelenkschmerzen hat, evtl. auch HD oder ED, kann sie ihm sehr wohl einfach weh getan haben.

    Er sollte also auf jeden Fall auch tierärztlich ganz gründlich untersucht werden, ob er irgendwo Schmerzen hat, was bei Schäferhunden ja nicht ungewöhnlich wäre.

    Ich schliesse mich den andern an: Bitte "hampelt" jetzt nicht unentschlossen hin und her und sperrt den armen Apollo in Isolations-Haft, das ist psychisch sehr belastend sowohl für ihn wie auch für Eure Tochter.

    Ruft morgen sofort dem Tierheim an und bringt ihn zurück, Ihr seid das diesem Hund schuldig, damit er nicht noch tage- oder wochenlang irgendwo weggesperrt wird und Ihr Euch immer unsicher und angespannt verhaltet, sobald er mal bei der Familie sein kann.

    Euer Hundewissen ist viel zu begrenzt, als dass Ihr diese Aufgabe packen könntet. Bitte beendet dieses "Experiment" (mal schauen, ob es vielleicht nicht doch klappt...) sofort Eurem Hund zuliebe. Wahre Liebe heisst auch loslassen zu können!

    Vielleicht wäre es besser gewesen von mir meine Arbeitssituation genauer zu schildern. Denn der Hund muss weder mit zu hoch psychotischen Klienten, noch stundenlang in einer Box eingesperrt sein noch stundenlang spazieren gehen.

    Das hätte ich klarer machen müssen, tut mir leid.

    Ich verstehe, was Dir so ungefähr vorschwebt, aber dafür eignet sich kein junger Hund, wie schon Pinkelpinscher schrieb.

    Wenn Du gerne einen Hund dabei haben möchtest bei Deinen Klientenbesuchen, dann solltest Du einen alten, in sich ruhenden Hund aus dem Tierheim holen, der nicht mehr die Bedürfnisse eines Welpen hat.

    Ich merke sogar schon bei meinem alten Bongo (demnächst 10), der extrem gut hört und sehr gut erzogen ist, dass ich immer ein Auge auf ihn behalten und ihn leiten muss. "Nein, nicht in den Garten rein! NIIIIICHT fressen! Bleib hier, nicht auf die Strasse rennen! Oh, da kommt ein Hund, Sitz!" So tönt das dann.
    Bin ich abgelenkt, weil ich mit Nachbarn plaudere, dann macht sich Bongo selbständig und geht fröhlich sämtliche fremden Gärten erkunden, weil er sofort merkt, dass meine Aufmerksamkeit nicht bei ihm ist.

    Aber Bongo ist ein alter, sehr gehorsamer Hund, obwohl er erst ein halbes Jahr bei mir lebt. Ein Welpe wäre mir viel zu anstrengend in solchen Situationen, bzw. ich müsste diesen dauernd an der Leine behalten, wenn ich mich auf ein Gespräch konzentrieren müsste.

    Richtig, die Bedürfnisse eines jungen Hundes kenne ich nicht. Ich bin Hundeanfängerin und bitte hier um Rat.

    Ich habe - wie bei sehr vielen Hundethemen - den Eindruck, dass es enorm schwankende Meinungen gibt.

    Es ist schwierig sich zurecht zu finden.

    Ja, da hast Du absolut recht.

    Mein dringendster Rat ist aber nach wie vor, dass Du zuerst sicherstellen müsstest, dass Du einen Plan B hast. Das heisst also, wenn es eng wird, Du zuviel Stress hast, bzw. zuviele Termine, einen Hundesitter hast, bei dem Dein junger Hund in Ruhe einige Stunden oder den ganzen Tag verbringen kann.

    Es ist stressfreier für Dich wie für den Hund, wenn Du Euch beiden immer wieder mal eine Auszeit gönnst. Das ist sehr wichtig, besser, Du planst das schon vorher, statt dass Du dann plötzlich unter Zeitnot hals-über-kopf irgendeine Lösung finden musst.

    Ich glaube, Du siehst das Ganze viel zu idealistisch und kennst die Bedürfnisse eines jungen Hundes nicht.

    "Immer dabei sein" ist nicht so ideal, wie das aussieht. Das bedeutet, dass der junge Hund wohl kaum zu seinen 18 - 20 Stunden Schlaf pro Tag kommt, sondern dauernd geweckt wird, zu häufig "spazieren gehen" muss oder dauernd darauf wartet, dass Du Dich mal mit ihm beschäftigst. Er findet dadurch tagsüber vermutlich viel zu wenig Ruhe.

    Wenn Du nicht eine zuverlässige Betreuung hast, bei der Du den Welpen/Junghund stundenweise lassen kannst, damit er Ruhe hat, finde ich Dein Projekt nicht gut für einen Hund.

    Ja, Kinder und Hunde sind wirklich ein heisses Thema... vor über 40 Jahren hatte ich einfach Glück, dass nichts passiert ist:

    Ich war an einer Ausstellung mit Cassia, meiner jungen Dalmatiner-Hündin, welche grad in ihrer Box sass, weil wir noch nicht dran waren. Da kam eine Familie vorbei, welche die Schwester von Cassia gekauft hatte.

    Wir begrüssten uns und plauderten, als das 4-jährige Mädchen plötzlich überschwänglich meiner Cassia um den Hals fiel, in der Box drin, Cassia hatte keine Möglichkeit auszuweichen.:shocked: Das Mädchen dachte, da Cassia schliesslich die Schwester ihrer Cindy war, dass sie ihr ebenso stürmisch um den Hals fallen könne wie sie das offenbar mit Cindy tat.

    Cassia war jedoch kinderunverträglich, denn sie wurde am Gartenzaun von Schulkindern gehänselt (was wir natürlich abstellten, sie war dann eben nie mehr im Garten, wenn die Schule aus war...).

    Ich war geschockt, Cassia ebenfalls, aber bevor sie sich wehren konnte und zubiss, hatte ich das Mädchen schon von ihr weggezogen.

    Es war nichts geschehen, aber es zeigte mir, wie schnell so ein Hundebiss passieren könnte... Cassias Schnauze war genau auf der Höhe des Gesichts der Vierjährigen.:flucht:

    Unsere Tochter musste ins Krankenhaus, weil sie schrecklich im Gesicht geblutet hat. Zum Glück(!) hat er das Auge verfehlt und sie wird keine bleibenden, körperlichen Schäden davon tragen.

    Was mir grad noch in den Sinn gekommen ist nebst der ganzen Tragik für Kind und Hund:
    Je nachdem, in welchem Bundesland Ihr lebt, wird da wohl noch was nachkommen von den Behörden, denn Hundebisse sind meldepflichtig.

    Ich nehme an, dass das Krankenhaus diesen Vorfall gemeldet hat und sich evtl. (eigentlich müssten sie das) das Vet-Amt bei Euch meldet.

    Deshalb wäre es auf jeden Fall gut, wenn Ihr einsichtig und ehrlich seid und Apollo ins Tierheim zurück gebt, damit er eine Chance auf einen anderen Platz hat, an dem seine Eigenschaften besser verstanden werden. Apollo hat absolut nichts falsch gemacht und sollte jetzt nicht unter Euren Fehlern leiden, indem er einfach weggesperrt wird.

    Bitte denkt an den Hund und tut das Richtige!

    Ich nehme an, der Ursprung des ganzen Problems liegt beim Hund Nr. 1, der anscheinend ein soooo absolutes Lamm war und sich alles gefallen liess, dass weder Eltern noch Kinder auf die Idee kamen, sich überhaupt mal ernsthaft mit dem Lebewesen Hund auseinander zu setzen.

    Der arme Hund Nr. 1 hat einfach alles ertragen und liess sich missbrauchen als Kinder-Spielzeug. Die Quittung kommt jetzt mit Apollo.

    Das ist ungefähr so, wie wenn man sein Kind auf ein uraltes Pony setzt und es reiten lässt. Danach schafft man sich einen Vollblüter an und setzt das Kind ebenfalls oben drauf, weil das doch immer "so gut geklappt" hat mit dem Pony.

    Ein schlimmer Unfall ist vorprogrammiert mit dem Vollblüter, weil die Eltern nie eine Veranlassung sahen, sich näher mit der korrekten Haltung eines Pferdes (oder eines Hundes) zu befassen.

    Bitte bringt Apollo baldmöglichst zurück ins Tierheim, wurde ja schon mehrfach erwähnt.

    Es wird eine Zeit kommen, in der die Kinder vernünftig genug sind, sich auf den Hund und dessen Bedürfnisse einzustellen und Du Kinder und Hund nicht ständig beaufsichtigen musst - und DANN habt ihr eine Situation, in der ein Hund wieder möglich ist.

    :bindafür::bindafür::bindafür:

    ... und in der Zwischenzeit könnt Ihr Euch weiterbilden zur Hundehaltung und Eure Wissenslücken auffüllen, z.B. was für Bedürfnisse haben Hunde, wie kann man Hunde lesen und verstehen, wie bringt man Kindern Respekt vor andern Lebewesen bei (z.B. NICHT auf einem Hund reiten!!!!), welche Eigenschaften haben bestimmte Hunderassen, was muss die ganze Familie beachten bei der Hunde-Erziehung? und so weiter.

    Ihr solltet dafür wirklich genügend Zeit einberechnen und frühestens in 5 - 6 Jahren nochmals einen neuen Anlauf zur Hundehaltung nehmen, wenn Eure Kinder allesamt gross genug und vernünftig geworden sind und Ihr als Eltern gelernt habt, was es für die Hundehaltung in einer Familie wirklich braucht.


    Alles Gute für Euch und gute Besserung der Kleinen!