Ich sehe bei Euch auch am ehesten einen Dalmatiner.
Mein erster Hund war eine Dalmatiner-Hündin, mit der ich alles machen konnte. Sie lebte in der Familie mit, war auf Wanderungen dabei, spielte und tobte, wenn es ihr danach war, schlief aber auch ruhig stundenlang, wenn keine Action erwünscht war. Ich nahm sie mit auf meinen Ausritten, ging auf Ausstellungen mit ihr und erzog sie ganz alleine, nur mit Hilfe eines Buches.
Sie war ein toller, problemloser Hund, die sich in allen Situationen, auch mit andern Hunden, zu benehmen wusste.
Sie musste mich nur ein einziges Mal "verteidigen", tat das aber ohne Zögern. Wir hatten ein paar Jaher später noch eine zweite Dalmatiner-Hündin sowie eine Zwerg-Appenzeller-Hündin.
Ich war mit allen drei Hunden unterwegs auf einem Waldweg, als von unten her aus einem kleinen Seitenweg völlig überraschend ein Jogger auftauchte. Meine drei Hunde reagierten blitzschnell auf diesen "Angriff:" Die beiden Dalmatiner stellten sich knurrend rechts und links vor den Jogger, während das Zwerglein ihn empört von vorne ankläffte.
Der arme Jogger blieb regungslos stehen, meine Hunde hatten ihn in die Zange genommen. Natürlich löste ich die Situation auf, aber es zeigte mir, dass auch meine gutmütigen Dalmatiner notfalls eingreifen würden in einer Situation, in der wir alle uns bedroht fühlten.
Und so grosse, sportliche, auffällig getupfte Hunde machen durchaus Eindruck auf "dubiose Gestalten."
Ist es das, was Dir vorschwebt?