Beiträge von Anderster

    Wie definierst Du, Anderster , denn 'an etwas arbeiten'?

    Lerntechnisch gesehen stehen uns (zumindest theoretisch) alle 4 Quadranten zur Verfügung um ein Verhalten zu ändern. In dieser Situation würden sich eben die meisten Poster für eine (positive und negative) Strafe entscheiden. Die Gründe dafür müsste jeder selber darlegen. Wie nachhaltig die jeweilige Intervention ein Verhalten auch in Zukunft ändert, kommt auf verschiedene Faktoren an, ist aber nicht nur davon abhängig, welche Methode man wählt. Man kann ja durchaus auch mit konsequent angewandter Strafe ein Verhalten ändern, also 'an etwas arbeiten'. Das geht nicht nur, wenn man über positive Verstärkung arbeitet.

    Im Übrigen würde ich sagen, dass wenn Dein Hund in für ihn stressigen Situationen nicht mehr auf Dich reagiert, Du zu nah am Trigger bist.

    An etwas arbeiten = die Situation so gestalten dass der Hund lernen kann. Genau das meine ich ja die ganze Zeit. Wenn der Hund so heftig reagiert dass er um sich beißt, dann ist das keine Situation wo ich ihn auch noch strafe, denn er nimmt daraus eh nichts mit. Also trennen, aus der Situation raus und schauen dass man beim nächsten Mal eine Situation schafft wo der Hund nicht so eskalieren muss damit man ihn anleiten kann.

    Taavi hat eine Stoffbox mit herabklappbaren Fenstern. Das ist seine Höhle im Schlafzimmer. Da steht also nur die Öffnung am schmaleren Ende auf und es ist nicht stickig darin. Also im Sommer liegt er da weniger drinnen, aber da liegt er grundsätzlich mehr auf dem kühlerem Boden.

    Wenn dich das Gitter stört, würde ich auch am ehesten einen Stoffüberzug nähen. Da kann man ja auch luftigere Stoffe nehmen falls du Sorge hast dass es zu stickig wird.

    flying-paws Wenn geschrieben wird "Ich verbiete es schlicht" klingt das für mich nicht danach als würde an anderer Stelle daran gearbeitet werden. Aber die letzten Post klären das ja besser auf.

    Man könnte auch einfach nachfragen bevor man was unterstellt.

    Man könnte das auch einfach schreiben anstatt zu erwarten das man zwischen den Zeilen liest. Ist vielleicht auf beiden Seiten ein Kommunikationsfehler :ka:

    Aber gut, jeder geht mit seiner Wut oder seinem Frust anders um.

    Warum muss man das immer werten? Man kann auch einfach sachlich korrigieren in solchen Momenten, weil man dabei nicht die Nerven verliert.

    Hä was genau ist denn daran wertend?

    Ich denke dass du das falsch verstanden hast. Mrs. Isegrim schrieb z.B. dass sie/er* ins sich zusammenfallen würde wenn da Gegenwind kommt. Ich dagegen gehe erst recht in die Vollen.

    Ich meine nicht dass ich oder jemand anderes seine Wut an seinem Hund auslässt

    Vielleicht kann ich mir das wirklich so schwer vorstellen weil ich a) keine Hund haben die in dem Moment noch auf irgendwas von außen reagieren und b) weil ich selbst ganz anders drauf bin.

    Aber gut, jeder geht mit seiner Wut oder seinem Frust anders um.

    flying-paws Wenn geschrieben wird "Ich verbiete es schlicht" klingt das für mich nicht danach als würde an anderer Stelle daran gearbeitet werden. Aber die letzten Post klären das ja besser auf.

    Hast du es schonmal mit einer Sitzdose probiert?

    https://www.spass-mit-hund.de/die-sitzdose/

    Das hat hier sehr viel geändert. Zum einen habe ich die Sitzdose draußen vorm Haus hingestellt und meine Freund*innen instruiert wie das funktioniert.

    Dann haben sie mir eine Nachricht geschrieben wenn sie da sind. Ich habe mir den Hunde geschnappt, bin vor die Tür wo wir mit der Sitzdose empfangen wurden. Anschließend sind meine Freund*innen als erstes ins Haus gegangen und wir hinterher.

    Zum einen nimmt das den Fokus vom Besuch weg, der Hund verbindet eine Handlungskette mit dem Besuch die er abspielen kann ohne nachzudenken und es ändert die Stimmungslage beim Hund.

    Das zuerst reinegehen war bei uns notwendig, weil Taavi sehr territorial und unsicher war. Dieses eindrinen in seinen sicheres Zuhause war damit nicht mehr gegeben.

    Heute können die Leute einfach gefahrlos zu uns rein ohne dass wir erst raus müssen. .

    Naja wenn es so falsch wäre wie ich es mache, würden meine Hunde ja bei jeder überforderenden Situation in sich reinhacken :ka:

    Ich kann Grenzen setzen und ja auch Menschen. Zwischen können und wollen gibt es einen Unterschied.

    Es gibt andere Situationen wo ich meinem Hund einfach sage er soll es lassen. Da ist der aber geistig auch dabei es aufnehmen zu können.

    Wenn ich auf 180 bin und mir brüllt jemand entgegen dass ich das lassen soll werd ich deswegen ja auch nicht ruhiger sondern fahr noch weiter hoch.

    Ich finde einfach rückgerichtete Aggression ist ein zu ernstes Thema um daran nicht zu arbeiten sondern es zu verbieten. Mir tut der Hund in solchen Situationen sogar eher Leid dass er keinen anderen Weg mehr wusste als sich umzudrehen.

    Grenzen setzen und verbindlich durchsetzen ist nie kontraproduktiv.

    Da sind Hunde dann doch eher gleich gestrickt .

    Redet ja ( vermutlich) keiner von hysterischen rumkreischen .

    Sondern von deutlich machen " bis hierhin und nicht weiter, wiederhol es nicht" und das durchsetzen.

    Ohne Wut , laut werden ist nicht mit emotionalen Ausbruch gleich zu setzen. Manch einer ist einfach .. laut . Ich geh aber auch zwischen 800kg aufwärts die sich prügeln wollen/ es tun :ka:

    Naja wir (oder zumindest ich) reden davon dass zwei Hunde die sich normal mögen und zusammenleben, in einer krassen Situation überschäumen und rückgerichtete Aggression zeigen weil sie in dem Moment nicht wissen was sie sonst tun sollen. Da bringt es erzieherisch halt nichts rum zu brüllen. Ich kann verstehen dass man es einfach tut weil man eben auch grad nur reagiert, aber nicht in dem Glauben damit nachhaltig was zu bewirken.

    Weil was soll der Hund in Zukunft sonst tun? Das wird ja kaum die Stimmung vom Hund ändern.