Ich sehe auch, wie die Spürhundetrainer aus dem Boden sprießen. Für den Familienhundebereich ist das natürlich auch völlig ok. Da geht es um Beschäftigung und Spaß. Mein Anspruch an mich selbst wäre zwar immer ein optimaler Aufbau, sprich ein super Anzeigeverhalten zum Beispiel. Aber in dem Bereich ist dies ja voll Ok.
Problematisch finde ich, dass jeder, egal wie gut oder schlecht der Hund ausgebildet ist, einen Echtstoff konditionieren kann und in den kommerziellen Bereich wechseln kann. Solche nicht optimal gearbeiteten Hunde beeinflussen das Image der Spürhunde eher negativ.
Es gibt keine standardisierte Prüfung, die ein Spürhund ablegen muss. Nicht ohne Grund hat Kynotec eine Durchfallquote von 70%. Diese Prüfung ist strenger, als Prüfungen von Behörden für Sprengstoffhunde. Aber da steht dann halt auch eine Qualität dahinter.
Irgendwie hat das in mir gearbeitet. Ich hoffe du bist nicht böse dass ich das nochmal vorhole.
Vor ein paar Jahren habe ich genau das nämlich schonmal von jemandem gehört und würde gerne wissen ob es einfach nur deine Meinung ist, dass es viele Teams gibt die nicht vernünftig arbeiten und so negativ auf die Spürhundearbeit wirken oder ob das deine Erfahrungen sind. Ich kenne mich ausschließlich in der Naturschutz-Bubble aus, aber da habe ich diese Erfahrungen nicht gemacht. Dadurch, dass Artenspürhunde ja keine anerkannte Methode sind, ist es eh schon schwierig überhaupt da was mit seinem Hund zu machen. Im Bereich der Forschung sind viele begeistert wenn man seinen Hund für Projekte anbietet, aber in der freien Wirtschaft muss man schon viel dafür tun. Ich selbst arbeite in einer großen Firma und wir haben sehr viele Großprojekte. Trotz dem Engagement meiner Vorgesetzen und Projektleitenden hat es trotzdem 1,5 Jahre gedauert bis wir konkreter starten konnten. Und wenn ich mich im WDD Verein so umgucke, dann arbeiten die wenigsten auf professioneller Ebene mit ihrem Hund. Und das auch alles ausschließlich Leute die selbst in dem Bereich Artenschutz irgendeine Ausbildung haben.
Und mal weiter gesponnen, auch wenn es da ein paar Leute gibt die meinen auf die schnelle Welle da einsteigen zu können und es auch tun, was sollen die für einen großen Imageschaden anrichten? Wenn ich mir anschaue, wie selbstverständlich die vielen Kartierungen von Menschen ohne Erfahrung durchgeführt werden, dann können das auch halbgar ausgebildete Hunde.
Wie es in anderen Bereichen der Spürhundearbeit aussieht weiß ich nicht. Möglich dass es da anders läuft. Wobei z.B. bei den Pathogenspürhunde gefühlt auch immer die selben paar Teams auftreten und ich gehört habe wie schwierig es vor ein paar Jahren war überhaupt mit seinem Hund Bettwanzen zu suchen, dann kann ich es mir einfach schwer vorstellen.