Beiträge von Anderster

    Und uns wurde auch nicht explizit mitgeteilt, dass sie sich territorial verhält o.ä. - wenn das so gewesen wäre, hätten wir sie wahrscheinlich nicht hergeholt. Wir haben danach aber auch nicht gefragt, das hätte wahrscheinlich passieren sollen - das war definitiv unser Fehler!

    Naja.. ich finde, dass es in der Pflicht der Tierschutzorganisation stehen sollte, den Hund bestmöglich charakterlich einzuschätzen - gerade wenn auch an Hundeanfänger vermittelt wird und in Lebensverhältnisse, wie von euch beschrieben. Das scheint hier nicht passiert zu sein.

    Also zum einen sind die Leute meist selbst nicht kompetent genug dass sie sowas erkennen und zum anderen backen Hunde in Tierheimen meist kleine Brötchen. Vor allem wenn sie noch nicht lange da sind. Und man muss noch bedenken dass der Hund erst 1 Jahr ist, da kommen so Sachen wie Territorialverhalten erst langsam auf.

    Mir ist Kochen einfach sympathischer.. und ich will nicht mit Rohem rumpantschen |)

    Sorry ich muss gerade so lachen. Ich wohne in einer 3er WG, zwei Vegetarier*innen und eine die Fleisch auch eher nicht so isst.

    Seit Jahren steht Pansen und Co. zum auftauen in der Küche rum, die Näpfe stehen morgens schon vorbereitet fürs Frühstück auf dem Esstisch, aber meine Mitbewohnerinnen essen dort einfach stumpf anstatt das erstmal weg zu räumen. Aber seit ich für Nuka koche kommt immer "boah das riecht hier voll eklig nach Fleisch". Mir wird dabei auch immer übel. Irgendwie verschoben diese Warnehmungen xD

    Okay ich verstehe deine Intention, aber ich weiß leider wie es ist auf dieser Seite zu stehen und da sind solche Aussagen nicht hilfreich.

    Sechs Wochen sind halt gar nichts. Ich habe fast zwei Jahre gebraucht um mit meinem, zumindest was ich so lese, ähnlich gestrickten Hund einen normalen Alltag führen zu können. Das braucht sehr viel Zeit und das nötige Handling und Wissen was man sich dann eben erst aneignet um dem Hund genügend Sicherheit und den strickten Rahmen zu geben den er braucht.

    Na klar geht es leichter wenn der Hund nicht dauernd seine Trigger bekommt, aber eine erneute Abgabe ist häufig ein erneuter Bruch den solche Hunde nicht gut weg stecken. Immer wieder Stress, wieder keine klaren Abläufe und Regeln die Sicherheit geben.

    Nicht nett nein. Aber die Überlegung ob man wirklich das richtige Zuhause für einen speziellen Hund bietet sollte aus Fährnisse zum Hund zumindest überdacht werden.

    Es ist nämlich eben so wenig nett einen Hund sein Leben lang in einen Lebenssituation zu pressen die eigentlich nicht zu dem Hund passt.

    Ob das nun für diesen Hund zutrifft oder nicht müssen die Besitzer am besten zusammen mit dem Trainer bzw. Hundepsychiologen entscheiden und nicht fremde aus dem Internet die den Hund nie gesehen Haben.

    Ich mache mich damit vielleicht der unbeliebt, aber Hunde sind sehr anpassungsfähig. Ja natürlich wäre ein Haus mit Garten und ohne Nachbarn und ohne Besuch das Non plus Ultra. Braucht es das aber damit der Hund ein zufriedens glückliches Leben hat? Nein.

    Ich denke gerade an einige Hund hier im Forum die so manche Probleme in ihrem Umfeld haben. Es ist einfach völlig übertrieben sich ein neues Umfeld um den Hund zu basteln oder ihn deswegen abzugeben.

    Ich finde es einfach so von oben herab hier im Forum zu sagen "wie du schaffst das nicht, dann gib ihn ab".

    Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Hund mit einem Mehrfamilienhaus, wo er mehrfach täglich durchs Treppenhaus muss, auch einfach unglücklich gewählt untergebracht ist.

    Es gibt Hunde, die brauchen Abstand. Gerade territorial veranlagte Hunde. Die schaffen das nicht, knapp an fremden Menschen vorbeizulaufen, ohne gestresst zu sein. Mal (!) geht das sicherlich, aber dadurch, dass dieser Hund 3-4 x täglich dieser Situation ausgesetzt wird, weil er ja Pipi muss, das ist äußerst unglücklich mMn.

    Da würde ich auf Dauer überlegen, anders zu wohnen, wenn der Hund behalten werden soll.

    Ich finde solche Aussage ehrlich gesagt ziemlich übel. Man hat sich den Hund ja nicht mit dem Wissen geholt dass das schwierig werden könnte.

    Sowas baut einfach unglaublich Druck auf den man in so einer Situation eh nicht noch gebrauchen kann.

    Nein der Hund wird nicht total unglücklich sein nur weil er durch den Hausflur muss.

    Vielmehr kann man über Management (Maulkorb, doppelte Sicherung, vorher hören ob jemand im Hausflur ist) das sehr gut meistern.

    Nicht jeder kann es sich einfach leisten in ein Haus zu ziehen. Und dieses indirekte "na wenn ihr das nicht könnt müsst ihr den Hund abgeben" ist einfach nicht nett.

    Anderster

    Was ist denn eine Sitzdose?

    Oh ja das sollte ich vielleicht erklären. Eine Dose wo Leckerchen drinnen sind. Der Hund lernt im ersten Schritt dass er sich setzen soll wenn man ihm die Dose zeigt. Dann stellt man sie an einen Ort wo der Besuch die Dose nehmen kann bevor der Hund kommt. Sie zeigen ihm die Dose, der Hund setzt sich und er bekommt ein Leckerchen aus der Dose zugeworfen.

    Das hat zum einen den Vorteil dass der Hund von sich aus eine Rückwörtsbewegung zeigt anstatt den Besuch stellen zu wollen (oder was auch immer) und zum anderen wird auf Dauer die Erwartungshaltung des Hundes eine andere gegenüber dem Besuch.

    Ich habe mit meinem Russen ähnliches durch (und wohne in deiner Ecke :D ).

    Ich kann dir vor allem sagen dass das sehr viel Zeit braucht. Über den Satz z.B. bin ich gestolpert:

    Die Psychologin hat uns geraten, dass wir streng auf die Reihenfolge des Eintretens in die Wohnung achten - zuerst der Besuch, dann wir. Das haben wir auch probiert, aber das blieb ziemlich erfolglos.

    Sowas geht leider nicht von heute auf morgen, aber die Reihenfolge wie rein gegangen wird hat bei uns viel geholfen. Gerade territoriale Hunde akzeptieren Besuch der quasi schon in der Wohnung ist wenn sie rein kommen viel leichter.

    Das heißt wenn es klingelt leine ich den Hund an, gehe raus (komplett raus, nicht in den Hausflur) und dort wird der Hund mit einer Sitzdose empfangen. Danach geht der Besuch zuerst rein, dann ich mit dem Hund. Der Besuch wird vorher natürlich instruiert. So haben wir es geschafft dass Leute die regelmäßiger kommen mittlerweile sogar einfach so rein kommen können. Bei Besuch der nur kurz kommt wie Handwerker, kommt der Hund einfach vorher ins Auto. Das ist viel stressfreier.

    Insgesamt habe ich eher den Eindruck dass ihr gerade mehr reagiert anstatt vorher zu managen. Wenn der Hund z.B. vorschießt wenn der Besuch sich bewegt und ihr erst dann den Hund anleint, hat er einfach wieder mehr gelernt alles selbst zu regeln und mit jedem Mal festigt sich dieses Verhalten.

    Ich wünsche euch viel Erfolg.

    fliegevogel Du arbeitest doch eh mit Erregungswellen oder? Dann fällt dieses der Hund soll keine Aufregung mit Wild verknüpfen ja eh weg.

    Wenn du merkst dass er anfängt auf Fährte zu gehen, stoppst du halt, lässt ihn sich umorientieren und als Belohnung lässt du ihn los fetzen. Du kannst das ja auch wieder unter Kommando setzen.

    Gerade wenn er ja auf dem Weg bleibt und nicht sich links und rechts wegschießen will, hast du doch eine super Möglichkeit ihn gezielt jagen zu lassen und vor allem macht ihr das ja auch noch zusammen.