Beiträge von Anderster

    Scent Detection ist nur ein Überbegriff von vielen für die Spürhundearbeit.

    Es gibt zwei Arten seinen Hund auszubilden und die unterscheiden sich sehr deutlich, also ist es wichtig zu wissen was man möchte.

    Das eine ist die Ausbildung zum Spezialisten, also ein Hund der auf ein Signal hin einen bestimmten Geruch sucht (oder auch mehrere, aber man baut diese Gerüche eben auf). Das andere ist die Ausbildung zum Generalisten, der sucht dir alles was du ihm vorher unter die Nase hälst. Hat beides seine Vor- und Nachteile.

    Ich war gerade 10 Minuten in der Küche während die Hunde im Zimmer mit angelehnter Türe waren. Ich habe sogar den Müll rausgebracht ohne das auch nur ein Beller kam :applaus: . Beide lagen völlig entspannt auf ihren Plätzen (bzw. da wo sie eben wollten, bei mir gibt es keinen festen Platz).

    Ich hätte nicht gedacht dass wir nun doch so schnell vorwärts kommen.

    Ich habe den Hunden erstmal beigebracht sich mit dem Maulkorb zu bewegen bevor ich den Riemen geschlossen habe.

    Also eine Hand hält den Maulkorb, die andere füttert und während dessen bewege ich mich nach hinten.

    Aber ich kann dir aus meiner Erfahrung berichten, mein Hund findet den Maulkorb genauso bescheiden wie das Geschirr, auch nach zwei Jahren regelmäßiges üben. Er trägt ihn zwar ohne dass er sich schubbert oder mit den Pfoten dran geht, aber es züngelt die ganze Zeit und hält den Kopf tief.

    Ich befürchte einfach es gibt Hunde die sich an sowas nicht gewöhnen können.

    Nachdem der beste Kumpel meines Hundes weg gezogen ist (die zwei haben fast jeden Tag einige Stunden miteinander verbracht), habe ich gemerkt wie sehr ihm ein fester Hundekumpel fehlt. Ich wollte eigentlich keinen zweiten Hund mehr weil es mit einem alleine schon einfacher im Alltag ist.

    Aber so ganz war ich ja auch nicht abgeneigt, sonst hätte ich mir keinen zweiten Hund geholt.

    Ich würde ihn auch einfach lassen. Mit anderen Hunden gebt ihm Sicherheit. Wenn er spielen möchte kommt das irgendwann von alleine, wenn nicht ist es genauso gut. Hauptsache ihr schützt ihn davor dass die anderen Hunde ihn bedrängen.

    Wenn der Hund merkt, dass er jetzt dran ist mit Aufmerksamkeit, rastet er aus vor Freude und dreht sich schwanzwedelnd wild hin und her, will spielen. Mehr kommt da allerdings nicht, jeglicher Versuch zu animieren endet in Stillhalten. Der Hund scheint einfach nicht zu wissen, wie man spielt.

    Ich glaube eher dein Hund ist überfordert und fiddelt sich einen ab. Mein Auslandshund war damit auch überfordert und hat sich genauso verhalten wenn ich versucht habe ihn zum spielen aufzufordern. Was geholfen hat war einfach sehr viel Zeit in dem man ein gutes Vertrauensverhältnis aufbaut und auf keinen Fall Druck aufbauen indem man ihn mit Spielzeug bedrängt.

    Nach 2,5 Jahren hat mein Hund dann irgendwann angefangen selbst mit seinen Spielzeugen zu spielen und dann hat er auch Spaß daran gefunden mit mir zu spielen.

    Echt schade! Über andere Belohnungen stelle ich mir das auch schwierig vor. Womit belohnst du Taavi denn sonst?

    Mit Futter. Bei den meisten Übungen ist dieses krass Futter fixiert sein ja sogar super. Für den ist ein geschmissenes trockenes Leckerchen ein wirklich adäquater Ersatz zum jagen. Aber überall wo man Ruhe rein bringen muss mache ich das nur über Stimme.

    Aber der hat halt bei einer bewussten Übung immer die Erwartungshaltung dass es was zu futtern gibt. Also das anbinden z.B. funktioniert so für uns schon wieder nicht, weil auch jedes Ansprechen dafür sorgt dass er unter Hochspannung steht. Der zittert dann regelrecht.

    Was ich mir gerade dachte: Evtl könnte das auch über Belohnung durch "da bin ich wieder" funktionieren.

    Also Hund über Kamera beobachten und bei minimalem Runterfahren SOFORT wieder da sein. Aber das kommt mir auch sehr stressig vor und mir fallen zig Szenarien ein, in denen das schiefläuft |)

    Das würde aber ja nur funktionieren wenn der Hund schonmal kein Problem mit dem weg gehen hat, was aber ja fast jeder Hund mit allein sein Problematik hat. Die meisten Hunde würden sich ja einfach weiter rein steigern anstatt runter fahren.

    Ah okay das macht Sinn.

    Allerdings frage ich mich wie ich einen Gemütszustand belohnen soll. Denn zum einen, in dem Moment wo ich den Hund belohne ist er einfach nicht mehr so entspannt wie vorher und zweitens frage ich mich ob der Hund sowas verknüpfen kann. Eigentlich belohne ich ja erstmal ein Verhalten also z.B. dass er auf seinem Platz liegt.