Das glaub ich gar nicht mal unbedingt. Die Border Terrier werden ja auch zur Jagd eingesetzt & müssen entsprechend kontrollier- & motivierbar sein.
Aber ich meinte halt, dass Hunde, die zur Jagd gezielt gezüchtet wurden und dieses Verhalten von "Haus aus" mitbringen, größere Ambitionen zum jagen haben als z.B. ein Hütehund/Herdenschutz ... etc.
Jein. Diese Hunde sind idR ja auf Zusammenarbeit mit dem Menschen selektiert und zudem jagen die ja nicht das ganze Jahr. Außerhalb der "Saison" müssen die auch wildgehorsam sein.
Während der Jagd ja ebenso, die entscheiden ja nicht eigenständig, wann es los geht und was gejagt wird. IdR sind die auch spezialisiert.
Ich schmeiße auch nochmal das Buch von A. Fiedler in den Raum und Ines Scheuer-Dinger. Pia Gröning kenne ich nur vom Podcast.
Letztlich kann man schon zwei bis drei Jahre rechnen bis das soweit sitzt. Vermutlich ist es schwerer bei einem erwachsenen Hund als wenn man mit dem Hund von klein auf arbeiten kann.
Lola ist bei vor ihr aufgehendem Wild schwer zu bändigen. Finde ich aber okay, denn das kann ich nur recht schwer als Trainingssituation herbei führen. Aber wenn genug Abstand ist, ist Stehen und Gucken schon ganz gut und genau diese Sequenz mache ich mir zunutze, baue sie aus und versuche ihr die folgenden Sequenzen dann selbst zu geben. Da Lola sehr futteraffin ist, kann ich idR mit Vertilgen enden, was sie gut runterfährt.
Wichtig ist mMn wirklich auch das Auslasten in reizarmen/-ärmeren Gebieten. Irgendwo, wo die Antennen nicht immer so heiß laufen und der Hund sich mal anderweitig austoben kann.
Klein Lola (man bedenke mal, die ist ja echt erst 16 Monate alt!) versuche ich selbst entsprechend umzulenken. Leckerli in Mauseloch oder Maulwurfshügel, Freiverlorensuche/Gegenwindsuche teils mit Bringen, teils direkt zum Vertilgen. Kleine Futtersuchen in meiner Nähe macht sie idR ganz gern und total und übelst beliebt: zergeln und das Ding dann auch noch hetzen und beuteln. Vertilgen wird dann wieder durch mich simuliert.
Stehen und Gucken bzw Scannen unterstütze ich sehr. Das kann sie nämlich am eigentlichen Auslöser. Oder wenn sie was spurt (auf dem Weg!): wegen mir. Ich bestimme dann halt "Reicht, geht weiter". Oder mal an der Schlepp über die Wiese stöbern. Total beliebt.
In Summe: mit mir zusammen was machen, was die Sequenzen bedient.
Allerdings wohnen wir nicht gerade in Hasencity.
Außerdem sinnvoll für uns das UOS und einen Anker. Und Platz-Pfiff. Platz mag sie nicht immer, aber wenn der Reiz nicht sehr hoch ist, geht das gut. Sonst finde ich ja auch super, wenn der Hund hält (und dann ansprechbar ist).