Ich lese auch oft still in diesen Threads mit und staune. Mittlerweile gibt's kaum eine Rasse, die keine mega Auslastungsansprüche mehr stellt, selbst für die Gruppe der Begleithunde ist "nur" Spazieren gehen und dabei sein angeblich zu wenig.
Auf der anderen Seite dann dieser extreme Ruhe- und Stresswahn, gefühlt rühren 99% aller Probleme daher, dass der Hund zu viel macht, zu wenig schläft... Wehe dem, der jeden Tag ein paar Stunden spazieren geht oder seinen Hund nach einem anstrengenden Tag nicht grundsätzlich ne Woche ans Sofa tackert. Kein Wunder, dass das Tier völlig überfordert ist 
Für mich passt das irgendwie so gar nicht zusammen und ich hab das Gefühl, die gesunde Mitte geht langsam verloren. Und wenn ich hier oft lese, dass der Hund zwar mehrmals die Woche irgendwie künstlich "ausgelastet" wird, gleichzeitig dann aber Spaziergänge gestrichen werden, weil der Hund sonst angeblich überlastet ist, frage ich mich schon oft, inwieweit das im Sinne der Hunde ist.
Wenn ich mit meinem Hund 2, 3 Stunden durch die Natur streife, der dort eifrig Spuren abschnuffelt, rennt, schwimmt, Artgenossen trifft, mal ne Runde mit mir spielt, Blödsinn macht und danach erst mal müde und zufrieden ein paar Stunden schläft... Dann frage ich mich schon, warum "nur" Gassi gehen angeblich so unbefriedigend sein sollte. Und ob der Hund glücklicher wäre, wenn der stattdessen stundenlang im Auto hocken muss, um dann ein paar Minuten offiziellen Hundesport zu betreiben 