Beiträge von Irish Terrier

    Jettes Vorgänger hat mich..... des öfteren an meine Grenzen und darüber hinaus gebracht. Ein PRT mit gepflegter Angstaggro, nach vorn gehend ist als Anfänger nicht leicht zu führen.

    Er war alles: Charmbolzen, großer Schauspieler und Geschichtenerzähler, Herzensdieb und Sargnagel. Er ließ mich auf den Zahnfleisch gehen und so unendlich viel lernen.

    Über Hunde, den Terrier und ganz viel über mich.

    Ich war verliebt. manchmal entnervt, wütend auf mich und auf andere Hundehalter, am Verzweifeln und oft auch unglaublich stolz auf mein´Terrortölchen.

    Und als er ging hinterließ er bei uns allen ein Riesenloch.

    Für Hass, das Gefühl er wäre ein Klotz an meinem Bein oder ähnliches war da gar kein Platz. Er war ein Teil der Familie und ich glaube, das fehlt bei der TS.

    Weißt Du, Jettes Vorgänger hatte DCM. Eigentlich etwas, was beim PRT damals noch nicht so aktuell war.

    Er brach uns bei feuchtem Herbstwetter auf der Straße wild hustend zusammen, die Lungen voller Wasser.

    Er war ein absoluter Notfall in der TK und der zuständige TA gab alles.

    Der Terrierjunge überlebt, zwar haarscharf, aber er überlebte und wurde unter Medikamente gestellt.

    Wir hatten noch eine Woche um uns von ihm zu verabschieden, dann ließen wir ihn gehen.

    ER hat auch noch gefressen.....

    Aber:

    Er konnte nicht mehr Gassi gehen

    Durch die Tabletten konnte er den Urin kaum noch halten

    Ochsenziemer kauen konnte er nicht mehr

    Er war oft atemlos

    DAS war kein Leben mehr für den Terrier, der bei allem immer dabei sein musste, gern und lange lief und mitten im Leben stand.

    Ich sehe da ebenfalls kein Problem. Ich habe sowohl Goldies als auch Großpudel als Assistenzhunde erlebt, die mit ihren Menschen als Team gut harmonierten.

    Allerdings sollte ein soziales Netz vorhanden sein, das den Hund übernehmen kann im Fall von Reha, Krankenhausaufenthalten und ähnlichem.

    Der Winter könnte eine Herausforderung werden aber mit ein bißchen Hilfe sehe ich auch hier kein Problem.

    Depressionen sind nicht heilbar, man kann nur lernen mit ihnen umzugehen und zu leben.

    Es braucht ein gutes soziales Netz und man selbst sollte immer vor Augen haben, dass der eigenen Hund nicht als Therapeut missbraucht werden darf!

    Pardon, aber das kann ich so nicht stehen lassen. Depressionen können sehr unterschiedliche Ursachen haben und wenn die individuelle Ursache behoben oder sehr gut adressiert werden kann, ist die Depression sehr wohl geheilt. Bestes Beispiel: gyn. hormonelle Imbalance bei Frauen.

    Beim Rest geb ich dir recht.

    Erklär das bitte mal meiner Major Depression. Der Punkt ist: Es geht nicht um depressive Episoden aufgrund von Dysbalancen oder gerissenen Fingernagel, die jeder mal hat sondern um manifestierte Depressionen oder auch die Kombi Depression und Manie.

    Und die kann man nur händeln und lernen damit zu leben. Heilbar sind sie nicht. Wohl aber gibt es symptomfreie Zeiten bis zum nächsten Trigger.