Beiträge von Irish Terrier

    Nun ist mir persönlich die Optik erstmal schietegal. Wichtig ist für mich, dass das Wesen, der Charakter des Hundes zu mir und mein Leben passt.

    Was nützt es mir, wenn ich den Mali toll finde von der Optik aber nicht bereit bin ihn seinem Wesen und seinen Anlagen entsprechend auszulasten?

    Da werden weder der Hund noch ich glücklich

    Vorallem geht diese Lebenserwartungsspanne vom Idealfall aus. Die Gleichung hat aber eine Unbekannte und die heißt Leben.

    Der Hund kann vor´s Auto laufen, sich vergiften, unglücklich stürzen, krank werden etc.pp.

    Berechnen kann man ein Leben und dessen Verlauf schlichtweg nicht.

    Der Preis war damals auch das letzte, was mich interessierte. Ich wusste, wo der IT preislich ungefähr lag.

    Was mich mehr, wesentlich mehr interessierte war das Wesen der Hunde, der Umgang der Züchter mit ihnen, die Zuchtstätte selber und das sie auch Rüden aus dem Ausland mit in die Zucht einbezogen und eben nicht auf den preisgekrönten Rüden und oft gewählten Rüden hier in DE zurückgriffen ( grad mit Blick auf das Entstehen von Verhaltensauffälligkeiten nicht ganz unerheblich - Stichwort Cockerwut-) .

    Puh, harter Tobak.

    Nun bin ich ja terrieraffin und somit schaue nicht unbedingt da, wo man den Familienhund vermutet. Tatsächlich war mir das auch ziemlich lax.

    Ich wollte einen sauber durchgezüchteten Terrier und den hab ich.

    Jette kommt sehr nach ihrem Vater, vom äußerlichen wie auch vom Wesen her. Zudem verpaart die Züchterin ihre Damen auch mit passenden Rüden aus dem Ausland um ein gewisses Wesen, einen gewissen Charakter zu erzielen. Typisch Irish aber nicht mit dem Griff, den die amerikanischen Linien verfolgen.

    Aus der Disposition des Irish zu Hyperkeratose und Cystinurie wurde kein Hehl gemacht. Warum auch? Es ist ja bekannt das die Irish dazu neigen.

    Ebenso erwähnte die Züchterin, dass es ein bis zwei Hündinnen mit Mammakarzinom in ihrer Linie gab. Fand ich persönlich super, diese Ehrlichkeit.

    Viel hab ich als Käufer doch selbst in der Hand je besser ich mich mit der bevorzugten Rasse, deren Historie und deren Dispositionen auseinandersetze.

    Jettes Vorgänger musste ich mit Fährten, Suchspielen aber auch leichten Apportgeschichten auslasten da er ohne dem auf sehr schräge Ideen kam. Ebenso mussten sämtliche Kommandos immer wieder abgefragt werden sonst gab´s Chaos und Herr PRT meint selbst zu entscheiden wie sich das mit dem Ausführen der Kommandos so verhält nach seiner Meinung. Unschön.

    Jette ist da unkomplizierter. Sie schätzt ein bissl Intelligenzspielzeug, Frauchen begleiten, Freilauf um sich lang zu machen, ein bissl Spiel mit Frauchen oder einem anderen Hund und gut ist.

    Allerdings ist sie auch im Gegensatz zu ihrem Vorgänger keine Jagdsau sondern ein Allrounder, was es nach meinem Empfinden einfacher macht.

    P.S. als ich das letzte Mal flach lag versuchte mein Sohn mit ihr zu gehen.

    Nun ja, schnell auspinkeln, Haufen bauen und ab zu Frauchen auf´s Bett. Auf Frauchen aufpassen.

    PRT wie auch JRT haben einen ausgeprägten Jagdtrieb. Auch wenn sie momentan grad gern als Agi-, Familien- oder Begleithund verhökert werden.

    Zudem diskutieren Terrier und hinterfragen Terrier gern. Man braucht also ne ganze Menge Konsequenz, Humor, Souveräntität und einen gesunden Fatalismus um mit denen warm zu werden.

    Außerdem sind oftmals Nasentierchen und das war ja nicht so gewünscht.