ich wollte gern noch was zum "Fiddeln" schreiben.
Also, wir gehen gern mit einer Gruppe Hunde (wir mit 2 und zwei weitere) regelmäßig laufen. Unser kleiner Westie- Mischling(schon gesegnete 10 Jahre alt und damit der Gruppenälteste
) ist eigentlich ein verkleideter Sheriff... wir haben ihn jetzt seit Januar, und er zeigt allmählich, was in ihm steckt.
Wenn einer der Hunde das macht, was er ganz gern aus Unsicherheit macht, nämlich Rumfiddeln, dann wird der Kleine ganz fuchsig. Er rennt so lange neben dem großen Fiddler her, knurrt leise und kläfft kurz und in einem hohen Ton und ist offensichtlich sehr bemüht, den Fiddler zur Ruhe zu zwingen, bis dieser langsamer wird und sich am Ende idealerweise nur noch extrem kontrolliert bewegt
. Meistens gehen wir dazwischen, weil 1. ist das nicht sein Job, sondern der Job der Besitzerin des Fiddlers, die auch dazwischengeht und ihn dann zB kurz an die Leine nimmt, und solche Stuationen können schnell umschlagen in was Unschönes. Außerdem stärkt das Kleinis Ego, und das ist schon groß genug
.
Mir zeigt meine Beobachtung, dass Herumfiddeln und Albern nicht unbedingt ein Ausdruck von Freude ist. Eher von Stress, Unsicherheit, Sich-Entziehen-Wollen, Beschwichtigen, vielleicht auch Nett die eigenen Interessen umsetzen wollen, ohne Haue zu kassieren.
Noch was dazu aus Google:
Zitat:
"Nun wendet sie eine nächste Taktik an, um den ungehobelten Leo auf Distanz zu bringen. Sie beginnt zu „fiddeln“. (herumalbern). Durch stark übertriebenes Spielen als Übersprungshandlung in diesem Moment möchte Cara zeigen, dass sie dieser Situation nicht gewachsen ist, sie wünscht sich immer noch Distanz zu dem Rüden. Doch dieses Fiddln wird von den Besitzer meist falsch interpretiert. „ Schau jetzt spielen sie doch miteinander, na siehst Cara – geht ja.“ Doch diese übertriebene Gehampel (es ist aus Hundesicht eindeutig kein echtes Spielen) bringt Leo leider auch nicht dazu Ruhe zu geben."