Beiträge von DerFrechdax

    Hallo :winken:
    Erstmal finde ich es toll, dass du dem alten Mädchen ein Zuhause gegeben hast :herzen1:

    Mir ist beim Lesen so in den Sinn gekommen, dass alte Hündinnen es gern zu Hause ruhig haben. Ich hatte selbst eine alte Schäferhündin, die andere Hunde überall wo wir sie getroffen haben als total unnötig empfunden hat, und als sie 11 war, haben wir uns unsere Leo- Hündin als Welpen dazugeholt. Die anfänglich genervten Blicke, wenn die damals noch Kleine mit mir gespielt hat... Sie wollte daheim einfach Ruhe im Karton haben, nicht angespielt werden, keinen, der ihren Schwanz jagt, einfach nur Ruhe. Sie ist dann immer weggegangen, ich musste das aber im Auge behalten. Hat dann aber sehr gut geklappt bei uns, zum Glück.

    Vielleicht ist da auch bei deiner Hündin einfach ein starkes Bedürfnis nach Ruhe, Überschaubarkeit, Kontrolle vorhanden, wenn sie sich in geschlossenen Räumen befindet. Du weisst nicht, was ihr in ihrem Leben vielleicht schon passiert ist.

    Ich würde wie schon vorgeschlagen Situationen vermeiden, bei denen es brenzlig werden könnte, Maulkorb verwenden, und daheim ganz viel Ruhe reinbringen. Also keine Spiele mit dem Hund der Freundin. Neutrales Verhalten deiner Hündin sollte sich für sie aber schon lohnen, dabei ist aber Timing sehr wichtig, wenn du dieses Verhalten belohnst.
    Deshalb wäre es nicht schlecht, wenn du die Möglichkeit hättest, einen Trainer mit hinzuzuziehen, der beide Hunde mal in Action sieht und dir Tipps gibt, wie du neutrales, also gleichgültiger Verhalten, wo sie den anderen Hund ignoriert, belohnen kannst, und Eskalationen vermeiden kannst.

    Wäre interessant, wie alt der andere Hund ist... unser Kleiner, ein Terriermix (der momentan mit der Leohündin bei uns wohnt), ist auch schon 10 und sagt jüngeren Hunden auch ganz schön Bescheid, wenn ich ihn lassen würde... Sie dürfen gerade mal atmen, ginge es nach ihm. Hier in unserem Haus frei herumlaufen würde er sie nicht lassen, ginge es nach ihm xD (geht es aber nicht).

    Duldet deine Hündin also keine anderen Hunde bei euch zu Hause, könnte das ihrer Stellung aufgrund des Alters und auch territorialem Gehabe geschuldet sein, oder auch von gemachten Erfahrungen beeinflusst sein. Genauso anderswo... wenn sie da keinen Kontakt wünscht, würde ich das respektieren und dafür sorgen, dass sie auch dort ihre Ruhe hat. Wer weiss, vielleicht wird das mit der Zeit auch besser, wenn sie sieht, dass ihr da nichts passiert... könnte aber sein, dass der Zug einfach abgefahren ist und das nie so wird, wie du es dir vorstellst.

    Ich wünsche euch egal wie es sich entwickelt viel Erfolg :bindafür:
    Und großes Lob für das tolle Verhalten deiner Hündin im Freilauf... das ist nicht selbstverständlich :smile:

    Hallo an alle Welpenbesitzer :winken:

    Ich hatte schon mehrere Hunde, davon 3 von Welpe an.
    Die Welpenzeit ist wirklich extrem anstrengend, und ich kann das durchaus nachvollziehen, dass man an die Grenzen seiner Belastbarkeit kommt, besonders, wenn ein Züchter den Eindruck erweckt, das Leben würde sich nicht grundlegend ändern mit einem Hundebaby.
    Das ist schlicht und ergreifend eine Lüge oder ein krasser Fall von Betriebsblindheit, denn natürlich ändert sich ALLES mit dem Einzug eines Hundes, und das für mindestens 10 Jahre.

    Hier ein paar Erste- Hilfe- Tipps:

    - werdet ordentlich. Je weniger herumliegt, umso weniger kann der Welpe kaputt machen. Also Schuhe weg, Schmutzwäsche weg, Badvorleger weg. Alles weg bis der Hund wieder normal ist, was schon länger dauern kann :roll:

    - denkt drüber nach, ob ihr den Bewegungsradius des Welpen bei Bedarf einschränken möchtet, zb durch Türgitter. Ein Welpe muss nicht in jeden Raum der Wohnung/des Hauses dürfen, und er kann auch mal am Gitter warten, wenn man selbst eine Dusche nimmt. Räume, die zb voll Kinderspielzeug sind, sind natürlich eine Versuchung für so ein Hundekind. Von daher wäre es sinnvoll, den Zutritt einzuschränken, dann spart man sich schon mal viel Schimpfen.

    - hört euch beim Gassi bei anderen Hundehaltern nach guten Trainern oder Hundeschulen um. Sucht euch jemanden, der euch unterstützt, bei dem ihr nachfragen könnt, wenn ihr nicht weiterkommt, der euch wieder aufbaut und das Gefühl gibt, dass einen Hund zu erziehen etwas ist, was ihr auf jeden Fall schaffen könnt. Manchmal langt dazu eine nette Gassibekanntschaft, die vielleicht schon einen älteren Hund hat und mit dem man sich zum gemeinsamen Gassi verabreden kann.

    - schaut im Internet nach Blogs und Erklärungen zu Hundeverhalten und Hundeerziehung. Auch hier lesen viele Blogs und können euch sicher das eine oder andere empfehlen, lest euch in Bücher über Hundeverhalten, Hundepsychologie, Hundeerziehung ein. Es gibt viele verschiedene Strömungen, und manchmal gibt es mehrere Wege, ein gewünschtes Verhalten des Hundes zu bewirken. Überlegt euch, was euer Weg sein könnte.

    - denkt immer daran, dass ihr in 3 Jahren das ernten könnt, was ihr jetzt an Arbeit und Energie in den Hund steckt. Nach Welpenzeit und Pubertät werdet ihr feststellen, dass doch eine ganze Menge hängengeblieben ist, was ihr dem Hund in mühsamer Kleinarbeit beigebracht habt. Und dann freut euch über euren wohl erzogenen Hund und sammelt die Lorbeeren ein.

    - und zum Schluß: macht euch frei von unrealistischen Vorstellungen und/ oder überzogenen Erwartungen. Am Anfang muss ein Hund noch nicht Sitz, Platz, Fuss beherrschen. Er sollte seinen Namen kennen, draußen Pipi machen, schlafen und wachsen. Dann kommt an der Leine laufen, ohne sich drin einzuwickeln, irgendwann Rückruf, dem Hund die Welt zeigen, Rollschuhfahrer, Skateboarder, Rollstuhlfahrer, schreiende Kinder, Kinderwägen, LKWs, .... alles schön langsam positiv belegt und dem Hund die Zeit geben, alles zu verarbeiten, über Monate, Jahre.

    Ich wünsche allen Welpenbesitzern gute Nerven und trotz allem auch viele schöne Momente mit ihren Zwergen :bindafür:

    Eine Möglichkeit wäre noch, statt sich über den Hund zu beugen und ihn seitlich anzustupsen, den ganzen Fuß unter den Hund zu schieben, sobald er sich hinlegen will ( oder auch, wenn er schon liegt, wenn du es nicht geschafft hast, es zu verhindern) und dann mit den Zehen gegen den Bauch zu wackeln und den Bauch mit dem Fuß leicht hochzuheben. Dann musst du dich nicht bücken und kannst das sozusagen gleich aus dem Laufen heraus machen, wenn er sich hinlegt. Der daruntergeschobene Fuß ist unbequem und verhindert ein "Festliegen".

    Ob du die Hände nimmst oder deinen Fuß ist mMn egal, und so hast du die Hände frei für die Leine.

    Ich würde die nächste Zeit vermehrt darauf achten, dass er mit solchen Aktionen keinen Erfolg hat (zb Spielen).
    Ansonsten hast du ja schon viele tolle Tipps bekommen.

    Viel Erfolg :gut:

    Du ist hundegeschädigt, wenn du gedankenverloren mit deiner guten Spülbürste reinigend im angeschlonzten, vor kurzem noch rohes Fleisch enthaltenden Futternapf rührst, dir dessen bewußt wirst, dass du die falsche Spülbürste hast, und diese statt sie etwa vielleicht wegzuwerfen nach einem kurzen Bad in kochendem Wasser wieder für deine eigene Pfanne verwendest. Weiss ja keiner... :lol:

    @Lorbas

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    Meinst du mit ausweichen einen Bogen laufen?Das halte ich aber nicht für verkehrt, ich würds in dem Fall auch so tun.
    Eine Belohnung gibts hier nur, wenn der Hund ohne Kommentar, anstandslos vorbeigelaufen ist.

    Nee, ich meinte mit ausweichen einen komplett anderen Weg laufen und der Situation/den Hunden ausweichen und einen andren Weg nehmen.

    Ich seh da einfach eine neue Herausforderung auf mich zukommen, ich konnte bisher immer 100% sagen "Die macht nix/die ist brav!" ...
    Und, ich hab ja 2... der Kleine starrt natürlich auch schon fleißig mit... :lepra:

    @Cindychill Danke für deine ausführliche Erklärung.

    Dass man schaut, was schafft der Hund jetzt zu leisten, was macht er gut, und nichts in der Situation Unmögliches verlangt, damit man Erfolgserlebnisse und keine negativen Erlebnisse hat, finde ich auch wichtig.

    Manchmal muss halt aus meiner Sicht auch ein Abbruch/ eine Korrektur kommen, wenn ich bestimmtes Verhalten nicht möchte.

    Noch besser wäre es, gar nicht erst korrigieren zu müssen, aber da beginnt auch schon schnell das Meideverhalten von mir als Halter.

    Zb stellt sich allmählich heraus, dass unsere Große leider so gar keinen Bock mehr hat auf viele kleine Hunde, die bei uns oft pöbelnd in den Leinen hängen.
    Ich gehe also immer größere Umwege, um zu verhindern, dass wir mit den kleinen Giftzwergen konfrontiert werden, weil ich nicht möchte, dass meine beiden zurückpöbeln (Außerdem hab ich's grad im Kreuz und 50 Kilo Hund hält sich dann nicht so einfach).
    Inzwischen sind manche fremde Hunde (auch, wenn sie komplett desinteressiert sind), zb heute ein Husky, den wir nicht kennen, ein Grund, sich aufzubauen und zumindest böse zu starren. Gebellt wird nicht, aber dieses ab und an sich groß machen und showhalber neben mir her zu tänzeln gefällt mir nicht, es macht mich sogar ein bißchen traurig, weil die Große früher so nicht war.

    Jetzt kann ich das korrigieren, mit Leckerli winken (interessiert die Große nicht in dem Moment) oder lieber einen andere Weg nehmen. Dadurch, dass wir ausweichen, löst sich das aber nicht, ich hab das Gefühl, es verstärkt sich eher. Für mich bleibt hier nur die Korrektur eines unerwünschten Verhaltens übrig als Handlungsoption.

    Es kommt halt auch immer auf den jeweiligen Hund an, wie lang seine Leitung ist, ob er WTP hat oder nicht, wie er geprägt ist, den Charakter.
    Wünschenswert wäre natürlich, dass wir alle in einer soulmate- artigen Mensch- Hund- Beziehung stecken... in der Praxis hat jeder so seine Baustellen und arbeitet daran, so gut, wie er eben kann...

    PS: über Tipps zu oben bin ich immer dankbar :D