Hallo 
Wir haben hier in der Nachbarschaft eine Hündin, die sich so wie deine benimmt: sie biedert sich bei fremden Leuten auf dem Bauch robbend und wie irr schwänzelnd an, unterwirft sich strampeln, rennt in Kreisen um einem herum und schleckt einem die Hände ab. Manchmal pinkelt sie unter sich.
Dieses Verhalten der Hündin empfinde ich als sehr gestresst und unsicher, die Ohren sind hintergeklappt und der Schwanz leicht eingezogen.
Ich würde (als Vorschlag) an eurer Stelle dem Besuch ggü. die Bitte äußern, den Hund so lange zu ignorieren, solange er in so einem Modus ist. Irgendwann wird der Hund damit aufhören und zur Ruhe kommen.
Schimpfen oder gar Strafe wäre bei so einem unsicheren Hund kontraproduktiv, aber wenn er keine Beachtung erfährt, niemand von ihm was will, dann wird er (hoffentlich) auch nicht mehr so ein gestresster Verhalten zeigen. Kommt der Hund "normal" aufmerksam zu eurem Besuch oder euch, kann man ihn natürlich ruhig an der Hand schnüffeln lassen oder mal an der Brust streicheln.
Bei einem Hund, der so unsicher ist mit neuen Eindrücken, muss man sich langsam vortasten, viele gute Erfahrungen machen lassen und viel Sicherheit geben.
Andere Menschen, die sie anknurrt, da würde ich den Hund mit einem eingeübten "Schau!"- Kommando zu mir herschauen lassen --> Leckerli bzw. Herrufen, wenn sie nicht neben mir steht, "Schau" --> Leckerli. So verbindet sie bald fremde Leute mit "Oooh, gleich gibt's bei Frauchen Leckerli!!" und Menschen werden positiv verknüpft.
Hinlassen zu anderen Hunden oder Menschen würde ich nur nach Absprache und nur, wenn sichergestellt ist, dass da keine bösen Überraschungen auf sie warten, damit sie Zutrauen und Vertrauen fassen kann und gute Erfahrungen macht.
Alles Gute für euch 