Hallo ![]()
wir hatten hier vor kurzem so einen ähnlichen Fall, da haben sich ebenfalls 2 Kumpels nicht mehr vertragen, ich glaub, das waren Bulldoggen, als der jüngere in die Pubertät kam.
Ich sehe entweder die Möglichkeit, die Hunde getrennt zu halten, 2 von ihnen als Einzelhunde zu vermitteln an erfahrene Hundehalter und damit abzugeben.
Oder dafür zu sorgen, unter Anleitung eines versierten Trainers, dass eure Hunde einerseits toleranter werden und ruhiger, weil sie nicht mehr selbst alles regeln sollen, sondern du das übernimmst, andererseits für sie Rückzugsorte geschaffen werden, die dann jeweils nur dem betreffenden Hund gehören.
Ihr habt aber auch eine (genetische) Mischung daheim sitzen
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Bei uns hier ist es so, da kuscheln meine beiden kein einziges Bisschen. Der Kleine (Dackel-Westi-Mix) kam vor ca. 1 Jahr als knapp 10jähriger zu uns, meine Große (Leonberger) ist hier seit Welpe. Der Kleine ist sehr kontrollsüchtig, territorial, wacht und fühlt sich für alles zuständig (Terrier halt
). Der braucht von mir immer wieder mal ab und an die Rückmeldung, dass er jetzt Sendepause hat, in seine (offene) Box gehen darf und dort die Klappe halten darf für 5 Minuten. Als Beispiel.
Die Große hat ihren eigenen Rückzugsort unter der Treppe, dort darf der Kleine nicht hin. Ihre Kissen sind tabu für ihn, ihre Futterschüssel ebenfalls.
Füttern tu ich eh getrennt, mit Tür dazwischen zu.
Leckerli gibt's getrennt, Knochen ebenfalls getrennt, weil doch immer einer das vom anderen interessanter findet und dann gibt's Knaatsch.
Bei uns gibt es kein Spielzeug, kein herumliegendes Knabberzeug, nichts, was ein Hund für sich beanspruchen könnte.
Couch und Bett sind hier absolut tabu, besonders für den Kleinen, der das eigentlich als angemessenen Sitzplatz für die ihm seiner Meinung nach zustehenden Position im Rudel ansieht
und der es auch vom Vorgänger gewöhnt war. Dafür hat er eine Stoffbox, die neben der Couch steht, die er exclusiv zur Verfügung hat.
Jeder Hund hat hier seinen Bereich und seine festen Plätze, und dadurch gibt es keinen Streit und keinen Stress.
Dominant auftreten allein ist nicht der Schlüssel. DU musst aufkommenden Streit "riechen" können und schon im Vorfeld dazwischenfunken und den Hunden eine neue Aufgabe zuweisen, zB ein Hund fixiert den anderen und verstellt mit seinem Körper die Tür, du schiebst dich (je nach Situation evtl. körperlich oder auch nur gedanklich) dazwischen, rufst den Hund raus aus der Situation und belohnst sein Kommen zB mit einem kurzen Bauchkraulen oder anderem angenehmen Dingen.
Dein Hauptaugenmerk muss in der nächsten Zeit unbedingt darauf liegen, Geprolle, Großmachen der Hunde und Imponiergehabe untereinander sofort abzubrechen und zu entschärfen, indem du sie wieder in einem ruhigen, entspannten energetischen Zustand bekommst.
Am Besten geht das, wenn du dich mit Hundeverhalten und auch Hundepsychologie an sich mehr beschäftigst, es gibt auch hier im Forum einige User, die sehr viel Erfahrung haben, und die einem neue Anregungen geben können. Man lernt auch mit lebenslanger Hundehaltung nie aus und immer noch dazu. Und ein Trainer kann dir da auch sehr viel helfen.
Alles Gute für euch! ![]()