Hey ![]()
Ich seh da mit den großen Ohren irgendwas Windhundartiges mit reingemixt
jeder sieht wohl das, was er sehen möchte, durch seine jeweilige Brille ![]()
Ihr habt ja schon viele tolle Tipps bekommen. Auf den Bildern wirkt der Hund auf mich unsicher, aber auch ein bißchen frech... ein typischer Junghund eben, nur wohl nicht ganz unbelastet, aber auch nicht "gebrochen", da ist noch Feuer da. Das ist gut.
Mein erster Gedanke, wenn sie so massiv knurrt und sich so schnell bedrängt fühlt, auch die viele Pieselei, dass sie bisher von Menschen wohl nicht allzu viel Gutes erfahren hat.
Jetzt sollte man mMn allerdings vermeiden, das wieder "gut machen" zu wollen, indem man den Hund besonders pampert. Sondern stattdessen dem Hund Führung geben, Sicherheit und Vertrauen. Ihr seid jetzt für ihn da, gebt seinem Leben Struktur, ohne ihn zu überfordern, strahlt Ruhe und Gelassenheit aus und seid für ihn der Ruhepol, zu dem es sich lohnt, zu kommen und an dem man sich orientieren kann, wenns unübersichtlich wird.
Ich würde diesen Hund weitgehend zu Hause ignorieren, gebt ihr was zum Kauen, lasst ihr meinetwegen das Körbchen zerkauen, lieber das Körbchen als eure Tischbeine
. Das erste Körbchen ist hier bisher immer gestorben, gemeuchelt vom Junghund im Zerrupf- Fieber
wenn der Hund älter wird, kommt dann was hochwertigeres Neues zum Einsatz als Plätzchen zum Schlafen.
Ich würde alle Situationen vermeiden, wo der Hund sich genötigt fühlen würde zu Knurren. Ihn also nicht bedrängen, sondern aktiv wegschicken, wenn er wo weggehen soll. Mich nicht über ihn beugen, sondern ihn kommen lassen (wie ihr es schon macht). Immer freundliche, deeskalierende Gesten machen, um ihm zu zeigen, dass er nichts von euch befürchten muss.
Gleichzeitig würde ich aber aufpassen, dass er sich nicht Dinge rausnimmt, die er später auch nicht dürfen soll - zB dieses Kleben beim Kochen am Bein. Damit kontrolliert er euch, wenn ihr euch ums Essen kümmert, eine wichtige Ressource. Da wird bei uns jeder Hund rausgeschickt, an der Tür warten ist gerade noch erlaubt hier im Hause Frechdax
.
Es ist nicht leicht, die Balance zu finden, um einem unsicheren Hund Halt zu geben ohne ihn zu verhätscheln oder Fehlverhalten, das ihm selbst nicht guttut, durchgehen zu lassen. Gerade am Anfang ist man oft geneigt, 5 gerade sein zu lassen. Der Hund wird vieles ausprobieren, Trial and Error, sozusagen, und ihr lehrt ihm jetzt nach und nach, welche Regeln in eurem Haushalt gelten. Die Unsicherheit des Hundes ist dabei immer im Hinterkopf, eine Eskalation wünscht sich dabei auch keiner - gleichzeitig braucht so ein Hund Geradlinigkeit und Verlässlichkeit und feste Abläufe und Hilfe, um sich zurechtzufinden.
10 Tage ist dabei sehr, sehr kurz, da würde ich außer Ankommen lassen und die immer gleiche Gassirunde erstmal gar nix Großes von der Hübschen verlangen und eher versuchen, viele schöne kleine Mini-Erlebnisse zu generieren, wo der Hund merkt, wie schön es bei euch ist. Der Rest kommt dann nach und nach.
Ich wünsche euch gutes Gelingen und gratuliere euch zu eurem hübschen Neuzugang ![]()