Gegenfrage: Wie setzt du denn durch, daß der RR immer befolgt wird?
An die, die den Rückruf dann durchsetzen: Wie macht ihr das denn?
Ich mache das von klein an/ von Anfang an genauso wie whyona :
Kommt auf die Situation an ... ich ruf einmal ... reagiert der Hund nicht, dann gibts ne warnung (n hey), reagiert der Hund lade ich wieder zu mir ein. Reagiert er nicht sammel den Hund ein, geh hin und treib ich zb von nem duftfleck/was leckerem was da liegt etc weg und zwar so dass Hund das mitbekommt das das grad ne schlechte idee war oder es fliegt auch mal was ...
Und ich fang damit nicht erst in der Pubertät an ... sofortiges kommen wird grosszügig belohnt, ein nicht reagieren nie ignoriert ...
Hätte ich n Hund der sich komplett entziehen würde, wäre da einfach ne Schleppe dran ... meine Hunde ordnen sich dann aber eigentlich bei mir ein wenn sie merken ich bin stinkig ... dann ist aber auch wieder gut ...
Zu mir orientieren wird anfangs (als Welpe oder direkt bei Eintreffen hier) mit Party, Leckerchen und begeistertem Spiel belohnt, auch zu Hause, später wird dann ein "Schau"- Signal aufgebaut, damit meine Hunde sich auf Wunsch auf mich fokussieren. Beim Gassi bleiben meine Hunde im Freilauf immer in einem relativ festen Radius um mich herum, während ich ziemlich zielstrebig vor mich hin laufe und die Gegend scanne, Nachzügler werden konsequent rangepfiffen, weites vorauslaufen wird mit "Stop" (plus Lob) unterbunden. Meine Hunde schauen eigentlich den ganzen Gassigang im Freilauf immer, wo ich bin, und kommen auf Leine vom Hals nehmen am Ende ohne Worte recht zügig zum Anleinen.
Auf Zuruf kommen sie ebenfalls beide sehr pronto, natürlich springt auch oft was raus, zumindest aber immer ein zufriedenes Lob.
Sehe ich, dass mein Hund zB durch einen anderen Hund gerade sehr abgelenkt ist, rufe ich nicht (zB als reines Training), ich provoziere also grundsätzlich nicht absichtlich eine Situation, die einen Misserfolg zur Folge haben kann. Dann gehe ich lieber hin und hole den Hund ab, ohne Kommando.
Gebe ich aber das Kommando, muss es befolgt werden.
Das setze ich durch wie oben im Zitat beschrieben. Ich korrigiere erst stimmlich mit einem Hey, rufe dann nochmal. Schaut Hund und setzt sich in Bewegung, alles gut. Schaut Hund und/oder ignoriert mich absichtlich, was jeder meiner Hunde spätestens in der Pubertät mal gebracht hat, dann werd ich sofort sehr deutlich, und zwar gleich beim ersten Mal, wenn das vorkommt.
Ich arbeite dann also zugegebenermaßen mit Druck, nach dem Motto "Wehret den Anfängen", und nehme Druck sofort weg, wenn der Hund gut reagiert um zu loben. Meine Hunde haben alle ziemlich fix rausgehabt, wann es besser ist, zu hören, und wann noch Spielraum ist, fertig zu schnüffeln und eben kurz das Bein zu heben
. Ich hab sogar verschiedene "Heran" bzw. "Hier"- Rufe in verschiedenen Tonlagen.
Würde ich ohne erkennbaren Grund (zB lag im Feld ein totes Reh... klar, dass da der RR etwas verzögert ankam
) ignoriert werden, käme die nächste Zeit eine Leine dran und ich würde den RR wieder üben.
Lieber sag ich nichts, als dass ich rufe, Hund hört nicht und lernt dadurch, dass dann auch genau gar nichts passiert. Damit ist mein Kommando versaut und wertlos geworden.