Beiträge von DerFrechdax

    Interessanter Thread, meine Kinder sind schon was größer, aber damals war meine DSHin gerade 3 Jahre alt, als das erste Kind kam. Die beiden wurden strickt getrennt, alles was das Kind anging, hatte den Hund nicht zu interessieren. Das war allein meine Aufgabe, ich wollte nicht mal, dass sie an ihr schnüffelt. Vielleicht aus heutiger Sicht etwas übertrieben, aber ich war mit meinem Kind etwas eigen damals (war aber auch ein schwieriger Start, sei zu meiner Entlastung gesagt). Später, als das Kind krabbeln und laufen konnte, hatte ich nochmal ein besonderes Auge drauf, und nochmal später sind die beiden echt dicke Freunde geworden. Die Hündin hat sich nie daneben benommen und war sehr rücksichtsvoll und eher deeskalierend unterwegs bzw. hat sich zurückgezogen, wenn zB das Kind geschrien hat oder anderweitig laut war.

    Das mit der vollen Windel, wenn man nicht möchte, dass nachher der Hund den Windeleimer ausräumt, sollte man vielleicht davon absehen, ihm eine volle Windel zu überlassen ;) :lachtot:.

    Auch die tollen Tipps, die ich damals ungefragt gekriegt hab, von wegen "Baby nach der Ankunft direkt dem Hund nackt hinlegen, damit er das neue Familienmitglied akzeptiert" und solche Scherze, neee :headbash: wer auf solche Ideen kommt.... :gott: :lachtot: Hündinnen lassen an ihre Welpen auch niemanden anderes hin anfangs, und so hab ich das auch gehandhabt. War überhaupt kein Thema bei uns damals, Kind war halt dann da und fertig.

    Klar kommt der Hund anfangs etwas kurz, wegen Schlafmangel, und bis man zum Gassi startklar ist... da hat man manchmal schon gefühlt gepackt, als wolle man den Mont Blanc besteigen, bis alles im Kinderwagen war. Falls es kalt ist, und falls dies und jenes... :lol: aber weil man auch mehr Zeit hat, weil man u.U. weniger oder erstmal nicht mehr arbeitet macht man dann auch schöne Gassigänge... und das hat schon was Meditatives, zu einer schönen Bank in der Pampa hinwandern, dort den Hund rumschnüffeln lassen, während man im Sonnenschein das Baby stillt... *hach* ...Zeit haben ist schon was Schönes......

    Sich über die bedrohte Besucherin auch noch lustig zu machen

    Das finde ich auch nicht gut ... aber manche denken halt gar nicht so weit. :ka:

    Wir hier sind alle Hundekenner, auch echte Profis sind hier unter uns, und da gibt es natürlich eine Art Kodex - Tabus, die wir nie im Leben brechen würden, einfach, weil wir (meistens) wissen, wie Hunde ticken (können) und hier liest man ja auch jeden Tag Interessantes, das den eigenen Horizont erweitert und Verhaltensoriginalitäten von Hunden, die man bisher noch nicht kannte und dann in Zukunft einbeziehen kann.

    Menschen, die keine Hunde halten und nicht viel mit Hunden zu tun haben, wissen das alles nicht und lesen hier auch nicht mit.

    ZB dass man in eingezäunte Areale, wo ein friedlicher Hund irgendwo herumliegt (wenn man ihn denn bemerkt), besser nicht hineingeht. Oder dass ein Hund, der bellt, eben nur seinen Job macht und nicht automatisch böse und bissig ist. Dass man nicht wegrennt, wenn ein Hund angelaufen kommt. Dass man dem aber auch nicht die Hand einfach so hinhält :ugly: . Dass man einen Hund nicht einfach so anlangt etc. pp.

    Wir finden alles das selbstverständlich und langen uns an den Kopf, aber Leute, die sich damit nicht auskennen, wissen das nicht. Deshalb ist es doch unsere Pflicht, als Hundehalter für solche Menschen mitzudenken, oder? Zu unserem eigenen Schutz, denn wenn was vorfällt, sind wir die Gelackmeierten, und dem Besucher möchte ich auch das Erlebnis ersparen, sein Vertrauen in Hunde für immer verloren zu haben.

    Interessanterweise würde ein Hund, der sofort bellend ans Tor schießt, wahrscheinlich die meisten Fremden abhalten, das Grundstück zu betreten, ein Hund, der abwartet und dann den Besucher nicht mehr rauslässt, das ist dann nochmal was ganz anderes. Irgendwie finde ich das unfair. Vor allem, wenn offen und Klingel am Haus... aber ich wiederhole mich :roll:.

    Ich habe diesen Thread und den anderen mit dem Erschrecken von Passanten durch meine Große jedenfalls jetzt zum Anlass genommen, Warnschilder draußen hinzuhängen. War bisher mMn nicht nötig, die Große war eher friedlich und ignorant bisher und es hat sich bisher niemand ernsthaft gestört gefühlt, wenn sie doch mal kurz gebellt hat.

    Seit kurzem ist sie ein bißchen wachsamer als früher, und ich will, dass Leute von draußen klingeln und nicht erschrecken, wenn die Große bellt, sie soll aber eben schon wachen. Und deshalb kommen jetzt Schilder raus, Klingel ist schon da, und der Weidenzaun muss auch erneuert werden. Tor ist immer abgesperrt. Hab ich was vergessen? :smile:

    Hallo!

    Anfangs waren wir ziemlich froh darüber, dass unsere Emma sich meldet wenn sie sich lösen muss. Sie geht brav zur Tür und bellt ein Mal.

    Inzwischen haben wir sie glaube ich blöderweise dahingehend konditioniert, dass sie Bescheid weiß: Bellen = raus.

    Ihr habt einen ziemlich hellen Hund daheim sitzen, aber das hatte ich schon mal geschrieben :D

    Ich würde weiterhin auf das einmal "Pipi- Bellen" reagieren, und zwar dahingehend, dass sie an den nächstmöglichen grünen Fleck geführt wird und dort ein paar Minuten Zeit hat, auf ein Kommando zu pieseln oder ihr großes Geschäft zu machen. Sag ihr ein paar mal, während sie das Jeweilige erledigt ein "Gut tust du XY machen", und sie wird das Wort, das du wählst, sehr schnell mit dem jeweiligen Geschäft verbinden. Dann kannst du es abfragen, während ihr nach dem Bellen geschwind runtergeht zum nächsten grünen Fleck, wo sie sich dann erleichtert. Dann wird ohne Umwege wieder hochgegangen (ich glaub, ihr seid nicht im EFH mit Garten, oder?). So lernt sie, dass ihr ihr Bedürfnis ernst nehmt, und aber dann auch nur das passiert und nichts anderes Aufregendes.

    Wenn du sicher bist, dass sie auch noch etwas aushalten kann, kannst du auch immer erstmal sagen "Gleich gehen wir Gassi". Das sage ich manchmal, wenn meine müssen, ich aber noch was fertig machen muss. Dann wissen sie, gleich gehts raus. Dann muss ich aber innerhalb der nächsten paar Minuten auch wirklich gehen. Irgendwann pendelt sich das ein. Nur zu einem Dauerbeller darf sie dadurch nicht werden. Es muss klar sein, du hast es zur Kenntnis genommen, und gleich gehts auch echt raus. Die Zeit dazwischen kann man dann immer um ein paar Minuten verlängern, bis man tatsächlich geht. Wie gesagt, wenn man sicher ist, dass sie aushält. Und natürlich, dass nichts Organisches vorliegt.

    Ach Leute... von meiner Seite aus ist alles gesagt und hab viel Input gekriegt.

    Merci an alle. Falls noch jemandem ein Detail oder was Neues einfällt, nur zu...

    (und ich hoffe, dass besonders ganz viele Leute ohne Hund, die regelmäßig fremde Menschen zu Hause aufsuchen müssen [Staubsauger- Vertreter, Zeitungsverkäufer, Obst vom Bodensee- Anbieter, *mansetzebeliebigesAnliegenein*] hier mitgelesen haben und ihre eigenen Schlüsse zu ihrem persönlichen Schutz und dem der im Grundstück freilaufenden Hunde ziehen)

    Finde es ja schade, dass man auf Komplimente, die das mit den Nägeln ja eigentlich sein sollen, so befremdlich reagiert. Klar, vielleicht etwas unbeholfen, aber heutzutage macht man anderen Leuten so selten Komplimente, man mäkelt ja sonst eher rum. Ich finds immer nett, wenn mich jemand auf meine Nägel anspricht =)

    Vielleicht ist eher die Überraschung der Lobgebenden das Bemerkenswerte, dass die Nägel echt sind und einfach so schön wachsen... weil die meisten davon ausgehen, wenn man schöne Nägel, Haare, Wimpern, Augenbrauen, ähm, ja, :hust: auch Oberweite hat, dass man da nachgeholfen hat.

    Und die Verwunderung dass es tatsächlich noch Leute gibt, die von Natur aus einfach nur schön anzusehen sind, ja, die finde ich dann wieder bemerkenswert ;)

    Ich fühl mich gut unterhalten, muss ich gestehen.

    :bindafür: ich auch


    Ich hätte nie gedacht, das man ohne Klingel förmlich ein potentieller Mörder, zumindest aber asozial ist.

    Das hätte ich auch nie gedacht :shocked: wo genau hast du das denn gelesen? :denker:

    Mir fehlt die Quelle, um deinen Auszug nachvollziehen zu können und den Kontext lesen zu können. Die letzten beiden Sätze widersprechen sich meines Erachtens nach irgendwie.

    So sehen doch in Deutschland Millionen von Häusern aus. o.o

    Was ich vorhin schon schrieb, das wird so zu 90-99% geduldet/gewünscht. Aber wenn man auf den Rest trifft hat man rechtlich schlicht und ergreifend erstmal eine Straftat begangen und erst ein Richter wird entscheiden können ob das Betreten gerechtfertigt und damit nicht widerrechtlich war.

    siehe oben. Sagt einer, ich soll von seinem Grund runtergehen, klar, kein Problem, sonst mache ich mich strafbar. Ist das Tor aber nicht abgeschlossen, kein Betreten-verboten-Schild o.ä. sichtbar, gehe ich davon aus, dass es ok ist, zur Tür zu gehen, um mich bemerkbar zu machen.

    Mich schockiert ja nicht das rechtliche sondern einige Kommentare, die ziemlich aggressiv auf etwas reagieren, wo die Sache an sich nicht schlimm ist. Geht es hier um Prinzip es ist MEINS und da darf niemand drauf! So gesehen habe ich jetzt wieder Angst vor jeglichen fremden Menschen wieder bekommen.

    Ich mein ich war schon mal auf den Trichter alle Menschen sind gegen mich und ich habe keine Berichtigung quasi zu existieren. Danach habe ich lange gedacht, dass es dem nicht so stimmt. Nun habe ich Angst sollte ich umziehen vor meinen neuen Nachbarn. Am besten mache ich mich in Zukunft unsichtbar für alle möglichen Menschen. Die ganze Reaktion bezüglich eines harmlosen klingelns belastet mich nun wieder sehr....

    Jeder Mensch hat die Berechtigung, zu existieren.

    Manche Leute nehmen ihre Umwelt aus persönlichen Gründen oder Erfahrungen als grundsätzlich feindlich gesinnt wahr und meiden den Kontakt mit Fremden, sogar, wenn die ihnen positiv gesinnt sind. Das hat nichts mit dir als Person oder deinem Wert zu tun!! Das ist das Problem allein derjenigen, die lieber den "Einsamen Wolf" geben oder die hier (u.a. in teils recht pöbeliger Weise, wie ich finde) ihre entsprechende Meinung kund tun.

    Es ist nicht dein Problem.

    Zieh dir den Schuh nicht an. :streichel:


    Diesen Auszug fand ich sehr hilfreich und interessant und bestätigt meine Gedankengänge (und die vieler anderer hier):

    "Alle Besucher des Anwesens - seien es eingeladene Gäste, der Paketdienst oder sonstige Personen, die Kontakt zu den Bewohnern des Hauses aufnehmen wollen - waren daher darauf angewiesen, das Grundstück zu betreten, um zu den Klingeln zu gelangen. In einer solchen - von den Bewohnern des Grundstücks bewusst so geschaffenen - Situation und bei unverschlossenem Gartentor darf auch ein vorsichtiger Mensch davon ausgehen, dass ihm jedenfalls tagsüber, d. h. zu einer Zeit, zu der Besuche üblich sind, durch den auf dem Gelände gehaltenen Hund kein Schaden droht - sei es, weil der Hund gut erzogen oder aber weggesperrt ist."

    https://www.der-tieranwalt.de/hund-recht-anw…siger-hund.html

    (Fettdruck von mir)

    Danke für den Link dazu Einstein51 !


    Ansonsten finde ich die Diskussion hier sehr interessant und aufschlussreich. Ich freue mich über jeden, der seine Meinung sagt, bitte ohne persönlich zu werden. Man kann seinen Standpunkt auch mitteilen ohne andere herabzusetzen durch Formulierungen wie "einen an der Klatsche haben" etc. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, wie ich finde.

    Ansonsten ein herzliches Dankeschön an alle, die sich Zeit genommen haben, um sich zu äußern :bindafür:

    Aber nicht für so einen Pillepups

    vor allen Dingen ist ne Hündin ja nicht nur einen Tag läufig....man müsste den armen Hund ja tagelang „abschießen“

    Vor allem ging es nicht um eine Hündin, die mit im Haushalt lebt, wenn ich das richtig verstanden habe, sondern um die Hündinnen in der Nachbarschaft... und da ist halt irgendwie immer irgendeine gerade läufig

    Edit: Äh, ok, lese gerade die Freundin in der Nachbarschaft, um die geht's.