Beiträge von DerFrechdax

    Aber in deinem Beitrag urteilst du ziemlich eindeutig über deine Familie. Genau das ist ja schon kein "zwischendenzeilen"-Kritisieren mehr.

    Ich verbinde Ursache und Wirkung. Alles, was ich tue, hat Konsequenzen. Ernähre ich mich hochwertig, werde ich mit etwas Glück lange gesund leben können. Ernähre ich mich ungesund und esse zu viel und das Falsche, entwickelt mein Körper entsprechende Krankheiten und wiegt zu viel.

    Ich möchte gesund leben, soweit es diverse genetisch bedingte Unpässlichkeiten bei mir zulassen, und achte besonders darauf, was in meinen Körper hineinkommt.

    Natürlich treffe ich eine Auswahl für mich, wäge ab , bewerte und urteile, das tun wir alle. Ich sehe etwas und ziehe daraus meine Schlüsse und handle entsprechend (anders).

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    Und wenn dann das Gejammer wieder groß ist, weil ernährungsbedingte Erkrankungen bei gewissen Personen auftreten, dann sag ich nichts und denke mir meinen Teil. Wenn das urteilen ist, ja, dann urteile ich.

    Es wird doch grad drüber gesprochen, wie man vermeiden kann, auch unbewusst, die Moralkeule zu schwingen :ka:

    Ich hätte hier in der Familie ein Beispiel zum Thema Moralkeule bzw.wer der bessere und aufgeklärtere Verbraucher ist :smile::

    Ich mag Biogemüse und kaufe wirklich wo es geht, Bioprodukte. Ich mag einfach konventionell hergestellte Obst- und Gemüsesorten nicht, sie schmecken nach nichts und sind oft nur aufgeblasen und wässrig anstatt wirkliches Aroma zu besitzen. Ich mag sie halt nicht.

    In meiner Familie gibt es nun Menschen, die sich eigentlich nur aus dem Discounter ernähren, stark übergewichtig sind, und Bio für eine Vermarktungsmasche halten.

    Soweit, so individuell. Ich missionieren nicht, ich gebe nur !!unser!!! Geld für die teureren Bioprodukte aus. Ich zwinge niemanden, es ebenso zu tun.

    Trotzdem, kommt eine kritische Reportage über einen Biobetrieb oder wird ein Etikettenschwindel aufgedeckt, wo Bioware betroffen war, wird uns das immer aufs Aug gedrückt. Tenor ist immer, wie bescheuert wir doch sind, da drauf reinzufallen. Und wie klug die anderen, die sich da nicht in die Irre führen lassen. Witze über Vegetarier, Memes über Veganer, Bioprodukte...all das zb über Whatsapp geht an unsere Adresse.

    Dass die gesundheitlichen Einschränkungen dieser Personen auch durch die jahrelange ungesunde Ernährung verursacht wurde - geschenkt. Dass wir alle in unserer 4köpfigen Familie normalgewichtig sind, obwohl mit den stark übergewichtigen Personen verwandt (deren Gewicht ist nur wegen Genetik und so, haben halt schwere Knochen usw.) - Zufall...

    Hauptsache, man kann sich lustig machen über jemanden anderes, der sich Gedanken macht, und so das eigene "Nicht- Gedanken- machen" erhöhen und sich selbst gut dastehen lassen.

    Das geht natürlich auch andersherum, Leute, die gern andere belächeln, gibt es überall, auch unter Vegetariern/Veganern, auch unter Allesessern.

    Es gibt einfach Leute, die lieber Gräben ausheben und darin kämpfen, anstatt Brücken zu bauen.

    Zum Anderen fand die Entscheidung schon früher statt. Du hast WhatsApp auf einem Telefon installiert, auf dem fremde Daten gespeichert wurden und wurdest in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der App bzw. des zugrundeliegenden Dienstes über die Weitergabe der Daten aufgeklärt. Das entspricht einer eigenverantwortlichen Übermittlung der Daten.

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    Und da wären wir wieder bei dem Streitthema, inwiefern man von einem "Verstanden und Zustimmen" ausgehen kann, wenn die Lesedauer für die AGBs ungefähr 2 Tage in Anspruch nimmt, und wie gültig dieses "Zustimmen" dann ist. Denn lesen tut diesen Buchstabenwust keiner.

    Ehrlich gesagt, bin ich es auch leid, als Verbraucher und Nutzer von Diensten immer den schwarzen Peter zugeschoben zu bekommen rechtlich (allgemein, jetzt nicht von dir). Zum Glück ist diese Praxis der großen Global Player wie Google und Facebook inzwischen auch schon den Verantwortlichen hier aufgefallen und wird hoffentlich irgendwann man zu Rechtssicherheit für den Nutzer führen.

    Danke dir für deine Erklärungen, wie man das Importieren verhindern kann, das wusste ich nicht. Ist man privater Nutzer, ist das nochmal was anderes, als wenn man selbstständig ist. Als Selbstständiger wie deine Trainerin hat man eine ganz andere Aufklär- und Sorgfaltspflicht im Umgang mit den Daten von Kunden. Mein Mann kann auch ein Lied davon singen :D .

    DerFrechdax


    Aber eine freundliche Nachfrage ist doch kein „Faß aufmachen“? Dafür sind doch die Mitarbeiter der Gemeinde (unter Anderem) da: Fragen zu beantworten, wenn ich bei einem Formular etwas nicht verstehe.

    Das Fass wurde ja hier aufgemacht und vorher wohl im Kopf des TE, meine ich.

    Dass man freundlich bei dem Sachbearbeiter anfragen kann und dem schildern kann, wo die Bedenken liegen, das ist nochmal was ganz anderes. Der Ton macht halt auch die Musik...

    Dann lese ich hier auch mit :mrgreen-dance:

    ich tu mir schwer damit, Fleisch komplett aus meinem Speiseplan zu verbannen. Ich hab mehrere Unverträglichkeiten und muss Milchprodukte und glutenhaltige Getreide eh schon durch teils recht teure Ersatzprodukte ersetzen. Äße ich jetzt auch kein Fleisch und keine Salami etc., würde meine Lebensqualität schon recht leiden. Soja mag ich eher nicht so, Ersatzprodukte für Milch(produkte) schmecken mir auch nicht immer so. Das ganz billige Fleisch aus dem Discounter mag ich aber auch nicht, das graust mich. Ich bin das, was man hier "gnärschich" nennt :D


    Also hab ich für mich den Mittelweg gefunden, vom Metzger zu kaufen, was natürlich auch recht teuer ist, v.a. weil wir ein 4 Personen- Haushalt sind. Auch Gemüse kaufe ich wegen der Pestizide in Bioqualität, auch das für die Hunde, die ich ja bekoche.

    Ab und an gibts bei uns Tage, da mache ich dann viel mit Bohnen und Linsen für uns, dann wieder gibts ein paar Tage zB Gulasch und die Reste dann nochmal zu irgend einer Sauce verarbeitet... ich werf sehr ungern was weg und versuche immer alles noch zu "verwursten" irgendwie.

    Mein Mann hat einen Bekannten, der zieht selbst Rinder in Biohaltung, der schlachtet auch selbst. Davon gönnen wir uns manchmal ein Steak, aber das ist ein seltener und sehr teurer Genuss.

    Allgemein finde ich es gut, zB Kindern begreiflich zu machen, dass für das Fleisch auf dem Teller ein Tier sterben musste. Habe ich die Wahl, wähle ich lieber den Dattel- Nuss- Snack oder meinetwegen für die Kinder ein paar Käsewürfel anstatt die Billig- Salamisticks.

    Den Planeten retten werde ich leider nicht können. Ich versuche halt den Spagat zwischen bewusst einkaufen und konsumieren und nicht allzuviel Schaden anrichten mit meiner Lebensweise und nicht ganz asketisch oder genusslos leben müssen. Irgendwo dazwischen.