Beiträge von DerFrechdax

    Hey :winken:

    Ich finde es schwierig, wenn man sich als Mensch emotional so abhängig macht vom Hund und ihn dann als "Krücke" fürs eigene seelische Wohlbefinden benutzt.

    Natürlich hängen wir alle an unseren Tieren, ich auch, nur ist es schon ein Unterschied.

    - Wenn ich sage, ich liebe meinen Hund, ich hänge an ihm, und ich nehme ihn so, wie er ist, dann ist es auch ok, wenn er Abstand braucht und lieber den ganzen Tag pennt, anstatt mit mir um die Häuser zu ziehen. Ein Hund in dem Alter wie deiner ist auch nicht mehr so jung, dass er so viel Beschäftigung bräuchte. Manche empfinden Einfordern von Kuscheln als stressig.

    - Oder ob ich sage "Du bist für mein seelisches Gleichgewicht verantwortlich, und ich brauche dich, zum kuscheln und um mich zu beschäftigen, weil ich mich sonst schlecht fühle." - dann wird der Hund in die Rolle eines Animateurs und Therapeuten gedrängt, der er nie und nimmer gewachsen ist.

    Versuche, das Verhalten deines Hundes nicht persönlich zu nehmen.

    Wenn du der Meinung bist, dass er eine offenkundige Abneigung tatsächlich hat gegen dich, dann wäre eine neutrale Person, die sich auskennt, und mal drauf schaut, sinnvoll. Das kann ein Hundetrainer sein, oder ihr belegt Schnupperstunden in einer Hundeschule. Vielleicht hilft euch auch, durch moderierte Übungen ein Team zu bilden und ein Agilitykurs oder Mantrailing wäre was für euch.

    Ich kann von meinen eigenen Erfahrungen berichten, ich hatte mehrere Fachärzte durch, und keiner konnte eine Ursache finden für meine Beschwerden.

    Geholfen hat mir damals eine Heilpraktikerin, die mich mit Organpräparaten von Wala behandelt hat. Das sind kleine Ampullen, die ich unter die Zunge sprühen musste.

    Zusätzlich habe ich seitdem immer Berberis/Apis comp. im Haus, bei den ersten Anzeichen für eine Verkühlung nehme ich die, dann ist sofort wieder Ruhe. Cantharis in D30 hat mir ebenfalls damals sehr gut geholfen, Cantharis hilft besonders bei brennenden Beschwerden, D weil es chronisch war, 30 weil ich es schon so lang hatte (stärkere Potenz).

    Zusätzlich habe ich mir einem Tee mischen lassen in der Apotheke mit Birkenblättern, Orthosiphonblättern, Goldrute und Schachtelhalm. Bärentraubenblätter kann man auch dazunehmen zum Tee, sie belasten aber bei häufigem oder längerem Einnehmen die Leber (weshalb man auch Arctuvan wie schon geschrieben nur 1 Woche und nur bis zu 5x/Jahr nehmen soll).

    Auf Angocin schwöre ich auch, nehme es in der Erkältungszeit immer mal wieder, wenn der Hals kratzt, und es hilft mir immer. Nur ist es auch scharf und kann empfindliche Mägen reizen (ist ja aus Meerettich und Kapuzinerkresse).

    Gute Besserung fürs Hundi :winken:

    @Lorbas

    Unsere Kneifzange ;)

    Unser Kleiner macht das ab und zu, wenn er mit der Großen tobt. Er begrenzt sie dann beim nebeneinander her rennen. rupft im Rennen Fell raus am Kragen und versucht offensichtlich, sie zu begrenzen/kontrollieren.

    Sie macht dann immer mit, schnappt sanft nach ihm und scheint sich nicht dran zu stören, sie legt sich manchmal auch kurz auf den Rücken, strampelt wild herum und schnappt selber sehr sanft (!) nach seinem Fell an der Wamme um sofort wieder aufzustehen und loszusprinten.

    Manchmal beginnt auch sie die Interaktion, indem sie in Rodeosprüngen auf ihn zuspringt und ihn animiert, mitzurennen. Und dann fängt er meistens an mit dem eingrenzen und Fell rupfen. Also es hat definitv mit der Bewegung der Großen zu tun, je schneller sie wird, umso mehr strengt er sich an sie einzuholen und anzuspringen.

    Manchmal, wenn er in eine Art Wahn kommt, wird das zu wild, er beginnt dann auch terriermäßig zu knurren, und meistens breche ich dann ab und die Große kommt zu mir, weil sie weiß, bei mir ist Pause, und ich treibe den kleinen Rambo weg von uns. Wenn er wieder ansprechbar ist, schüttelt er sich immer als erstes.

    Es ist in meinen Augen eine sehr grobe Art zu toben, aber solange beide Hunde damit gut sind und keiner droht oder böse wird, lasse ich es manchmal laufen. Ich beobachte die Interaktion aber sehr genau, weil ich den Zeitpunkt nicht verpassen will, wo es kippen könnte, was es aber noch nie gemacht hat.

    Bei fremden Hunden... hui, das breche ich sofort ab, wenn er damit anfängt, einen fremden Hund im Rennen so behindern zu wollen, im Zweifel kommt er an die Leine. Mir scheint das bei unserem Kleinen ein Dominanzding zu sein, um auf dicke Hose zu machen und zu gucken, wie weit man gehen kann.

    Bei einem fremden Hund ist die Gefahr groß, dass der die Interaktion mit Kneifen richtig kacke findet.

    Aber wer von dem Müttern/Vätern hier könnte absolut sicher sagen das er in der Lage absolut sicher den fremden Hund hätte lesen können und in 5 Sekunden die Gesundheit seines Kindes darauf gewettet?

    Das ist halt der große Unterschied, wenn man mit Hunden aufgewachsen ist und fast durchgehend Hunde gehalten hat in seinem Leben.

    Dann ist man zwar nicht unfehlbar, aber die Körpersprache eines Hundes lesen, bis zum Detail, in welchem Winkel die Ohren stehen, wo die Rute ist, ob Fell gesträubt wurde, der Blick, die Körperhaltung, die Lefzen... das alles nimmt man im Bruchteil einer Sekunde wahr und sortiert das sofort in "alles ok" - "da muss ich vorsichtig sein" - "den vertreiben ich lieber aktiv".

    Das ist zumindest mir in Fleisch und Blut übergegangen (und ich kann ja nur für mich selber sprechen), so dass ich mich eigentlich, wenn ich allein unterwegs bin, immer auch freue, fremde Hunde zu treffen, und mit den Besitzern ein paar Worte zu wechseln.

    Mir ist tatsächlich noch nie passiert, dass ich mich persönlich körperlich wirklich von einem Hund bedroht gefühlt habe - wenn, dann waren meine Hunde das Ziel.

    Entsprechend gehe ich mit fremden Hunden um, entsprechend gehe ich in Situationen rein oder auch nicht... alles nach Gefühl.


    Und jetzt stell ich mir vor, jemand hat das alles nicht, weil er nie die Chance hatte, das zu lernen, dieses Gespür zu entwickeln, aus dem Bauch raus Tiere zu lesen.

    Daraus entsteht natürlich Unsicherheit, daraus entsteht Angst.

    Das soll jetzt nicht wertend dastehen, sondern da fehlt Wissen und Bauchgefühl.

    Eine Entschuldigung, direkt einen Angriff zu starten ist es allerdings auch nicht.

    Aber wie gesagt, es war niemand dabei, und wie der Hund dastand, ob starrend oder nur guckend, seitlich gestellt oder frontal, das weiss ja keiner von uns.