für mich hört sich das nach einem extrem verunsicherten Hund an, der durch lückenlose Kontrolle vermeiden will, den einzigen Bezugspunkt, den er hat, zu verlieren.
Ich wette, die Hündin begleitet deine Schwester auf Schritt und Tritt und liegt immer da, wo sie sie im Blick hat. Manche Hunde entwickeln da einen regelrechten Zwang.
Zuerst würde ich dem Hund zu Hause eine oder mehrere kuschelige schöne Rückzugsmöglichkeiten anbieten, viele Hunde mögen feste Boxen, die mit Stoff abgehängt werden und weich ausgepolstert sind (mit Tür offen).
Dorthin kann man nach und nach üben, den Hund zu schicken, wenn man zwar daheim ist, aber der Hund einen nicht direkt kontrollieren soll, sondern er auf seinem Platz liegen soll.
Dafür kann man auch eine Hausleine am Geschirr nehmen, um den Hund sanft wieder einzusammeln, wenn er aufsteht und weggeht. Natürlich muss das langsam aufgebaut werden, mit ein paar Minuten dorthin schicken und dann steigern. Mit einem Kong oder Knabberzeug kann man den Hund das Auf- den- Platz- schicken angenehmer verknüpfen lassen.
Dann kann man als Lösung oder für den Übergang den Hund im Auto mitnehmen, wenn eines zur Verfügung steht, solange er noch so unsicher ist. In einer weich ausstaffierten Transportbox im Auto zu warten, wenn sie nicht mitkann, damit fühlt sie sich vielleicht ganz wohl? Geht im Sommer und im Winter nur eingeschränkt, versteht sich.
Alternativ könnte man mit Babygittern den Radius des Hundes begrenzen, in dem sie sich bewegen kann, wenn sie allein bleiben muss, weil es nicht anders geht. Es gibt so Elemente, die man aneinander stecken kann (um Kinder zb vom Kamin fernzuhalten), die sich auch für Hunde eignen. Darin kann man auch Welpenpads auslegen.
Darin kann man den Hund kurz einsperren, und dann kurz weggehen, wie es schon beschrieben wurde, und so in Anwesenheit das Allein bleiben kleinschrittig üben.
Im Auslauf kann man auch eine Box etablieren, damit der Hund sich dort wohler fühlt.
Es geht nicht darum, den Hund auf Dauer stundenlang wegzusperren, sondern ihn zu begrenzen, bis er das Muster, den Menschen zu stalken und sich an diesen mental zwanghaft anzuhängen, aufgibt und merkt, dass es auch ok ist, aus der Ferne zu beobachten.
Irgendwann wird der Hund dann ruhiger und entspannter (hoffentlich).