Beiträge von DerFrechdax

    Dass Trainer und Hundeschulen nicht in Anspruch genommen werden können, um Ersthundehalter entsprechend zu schulen und auszubilden, damit sie ihrem Hund gerecht werden können, das finde ich ehrlich gesagt gravierender.

    Denn, komme ich mit meinem Welpen/ Hund nicht zurecht und finde niemanden, der mich unterstützt, ist die Option, ihn abzugeben, wesentlich schneller gewählt.

    Ganz viele Anfragen hier im Forum kann man nicht über ein Forum klären, sondern da muss ein Trainer kommen. Der aber teils aktuell nicht praktizieren kann. Bei manchen Hunden kann man sich schon vorstellen, wo das dann endet, und das macht mich traurig.

    Hi, ich möchte nochmal kurz hervorheben, dass du schreibst, der Hund kam mit 6 Wochen schon von der Mutter weg und wurde ausgesetzt.

    Ein Hund, der sich schon so jung allein irgendwo wiederfindet, dann mehrfach hin und her geschoben wird und nirgendwo richtig zu Hause war, muss Strategien entwickeln, um zu überleben. Gleichzeitig hat er viele positive Dinge nie lernen und verknüpfen können.

    Das mit dem weißen Auto kann auch aus dieser Zeit kommen, vielleicht hatte die TS- Organisation oder das Shelter einen weißen Kleintransporter.

    Dass ein verunsicherter Hund gerne auf einem erhöhten Liegeplatz ruht, um um sich herum alles im Auge zu behalten, finde ich nicht ungewöhnlich. Lasst ihm dort doch seinen Rückzugsort und nehmt ihn so an, wie er ist.

    Wenn ihr arge Zweifel habt, körperlich wurden Mittelmeerkrankheiten abgeklärt? Auch der Kot auf Parasiten untersucht? Frisst er gut und säuft? Vielleicht wurde er auch mehrfach geimpft in sehr kurzer Zeit, um ihn reisefertig zu machen. Nicht jeder Organismus verkraftet all diese Veränderungen und Eingriffe so einfach.

    Lasst ihm seine Zeit und seid nicht allzu enttäuscht, denn das spürt ein Hund. Lasst ihm die Zeit, die er braucht, um sich zu sortieren und verlangt nichts von eurem Hund das er (jetzt noch) nicht leisten kann.

    Alles Gute für euch :winken:

    Hi, an sich kann das funktionieren, wenn an es richtig aufbaut und die Kaninchen mitmachen.

    Es gibt ja auch bei Kaninchen charakterliche Unterschiede. Manche lassen sich nichts gefallen und sind mutig und ein bisschen dickköpfig :D Und andere sind eher ängstlich und schnell im Fluchtmodus.

    Das muss wirklich gut aufgebaut werden, Jagdverhalten muss schon im Ansatz beim Hund erkannt und unterbunden werden. Und da sehe ich eher das Problem, weil du ja schreibst, es wäre der erste Hund.

    Das Internet ist voll mit Bildern, auf denen ein Hund ein Kaninchen in der Kur hat, bedrängt und hindert, wegzulaufen, das Kaninchen mit Angstblick, und die Überschrift ist "Aaaawwwww... so sweet!!!"

    Ist jetzt etwas überspitzt, und ist bestimmt nicht böse gemeint von mir, aber man sieht das manchmal einfach nicht, wenn man die Erfahrung nicht hat.

    Deshalb würde ich Hund und Kaninchen nie allein lassen. Auch der brävste Hund kann von irgendwas getriggert werden, und dann ist es halt schnell passiert. Unsere Kaninchen sind immer hundesicher hinter Gittern, im Winter innen im Haus, im Garten in einem großen eingezäunten Auslauf mit vielen Versteckmöglichkeiten und selbstgebuddelten Gängen :hust:. Damit fühlen sich alle tierischen Beteiligten ganz wohl.

    Wie habt ihr eure Hottis stehen?

    "Mein" Mädel steht halbjährig Tag und Nacht auf der Wiese, wobei immer gewechselt wird zwischen verschiedenen Koppeln.

    Im Winterhalbjahr, was du ja wahrscheinlich meinst :D, steht die Stutenherde getrennt von den Wallachen in einem Offenstall, der 2 überdachte Sandplätze und einen überdachten, mit Stroh eingestreuten Bereich beinhaltet sowie einen Außenbereich, der halb gepflastert ist und halb festgetrampelter Lehmboden. Heu gibt's in einzeln zugänglichen überdachten Fressständern, wegen der Stutenbissigkeit, wenns ums Futter geht. Da gönnen die sich nämlich genau gar nix :D

    Bis auf Kackflecken, weil die Damen recht gern im Stroh ihre Hinterlassenschaften fallen lassen, geht's eigentlich mit dem Dreck am Pferd. Ich finde, die stehen dort richtig schön und haben viel Freiheit, wo sie sich gerne aufhalten wollen.

    Er ist sehr jagdlich motiviert

    Jerry ist nämlich nicht besonders lernwillig. Er stellt sich manchmal recht doof an, auch bei Kommandos.

    Ich habe über diese beiden Äußerungen nachgedacht. Schon vom Bild her springt mich bei Jerry irgendwas Bluthund-Mix-artiges (?) direkt an.

    Dann hab ich mir die Rassehundebeschreibung gegoogelt. Dort heißt es:

    Da sie zum selbständigen Arbeiten gezüchtet wurden, ist damit zu rechnen, dass sie, sobald sie irgend etwas wittern, was für sie von Interesse sein könnte, sich voller Elan auf diese Fährte stürzen und trotz heftiger Ermahnung seitens seines Besitzers die Nase nicht mehr vom Boden erheben, bis sie die vermeintliche Beute aufgestöbert haben.

    Aufgrund ihres angeborenen Instinkts, Fährten zu verfolgen, ist ihr Sinn für Gehorsam nicht sonderlich stark ausgeprägt.

    Eine intensive und geduldige Erziehung, nach Möglichkeit auf einem abgegrenzten Gelände, ist deshalb unabdingbar.

    Dabei sollte man ihn zu seiner eigenen Sicherheit nach Möglichkeit auch niemals ableinen, seine eigenwillige und manchmal ein wenig sture Art könnten sonst für die eine oder andere unangenehme Überraschung sorgen.

    Les dir in Ruhe nochmal diese Zeilen durch. Erkennst du deinen Hund wieder?

    Hunde wurden teilweise über viele Jahrhunderte selektiert auf bestimmte rassetypische Verhaltensweisen, zb auf Selbstständigkeit in der Jagd.

    Diese Hunde entscheiden also teilweise ohne Besitzer, sie himmeln ihren Halter nicht immer an wie es ein Schäferhund oder ein Retriever tun würde, und man muss so eine Art Hund händeln können, damit niemand gefährdet wird und der Hund problemlos durch seinen Alltag geführt werden kann.

    Das, was du dir vorstellst, wird dein Hund vielleicht nie leisten können. Das Zusammenleben mit uns Menschen kann für einen schlecht vorbereiteten Hund extrem anstrengend sein, viele Reize, neue Regeln, und für einen Hund mit extrem feiner Nase und starkem Jagdtrieb wie zb einem Bluthundmix ist jeder Spaziergang anstrengend und extrem stimulierend.

    Manches kann man vermeiden (Besuch), anderes muss man managen (Katzensichtungen), anderes muss man trainieren (Leinenführigkeit und die Orientierung zum Halter).

    Ihr habt wirklich viele Baustellen am Hund und noch nicht das Wissen, das notwendig wäre, um einen solchen Hund zu führen und zu trainieren. Deshalb nochmal der dringende Appell, euch einen Trainer zu suchen (Etwas nicht zu wissen ist keine Schande, aber nichts zu tun, um dem Nichtwissen abzuhelfen und dadurch andere zu gefährden, das ist schlimm).

    Und noch kurz zu der Äußerung der Tierschutz- Organisation, dass das mit dem Beißen ja mal vorkommen könnte: das ist schon ein krasses Stück. Ein Hund kann auf viele andere Arten auf unerwünschtes Anfassen reagieren, niemand zwingt ihn zum Beißen. Tut er das, war die Situation für ihn so ausweglos, dass er sich zu diesem letzten Schritt genötigt gesehen hat. Entweder weil er tatsächlich so sehr bedrängt wurde, oder weil er sich zumindest so massiv bedrängt gefühlt hat.

    Und hat er diesen Weg schon 4 Mal mit entsprechendem Erfolg gewählt (danach wurde er ja wahrscheinlich in Ruhe gelassen, also Ziel erreicht), ist es sehr wahrscheinlich, dass er diesen Weg wieder einschlagen wird.

    Und damit habt ihr ein Problem!, wodurch wir wieder beim strikten Trennen vom Besuch sind und dem unverzichtbaren Maulkorb.

    Hi :winken:

    Mit dem Juckreiz, habt ihr Flöhe ausgeschlossen? Die sieht man auf dunklem Fell kaum...

    Ansonsten würde ich eher bei den ganzen Zusätzen ansetzen, die ihr dem Hund gebt. Es gibt Hunde, die vertragen das Enterogan nicht, andere Bierhefe... Ich würde die ganzen Zusätze vielleicht mal weglassen und dann nach 1 Woche eins nach dem anderen wieder einführen... zumindest mit dem TA absprechen.

    Euer TA, der nur abwarten will... hm... bissi passiv. Nicht mal einen Abstrich oder Geschabsel gemacht..? Hmm..

    Es gibt hier einen Thread zu Darmproblemen und Giardien... Warte, ich suche ihn raus. Dort sind mehr Leute, deren Hund wegen Allergie oder Giardien Probleme hat, vielleicht haben sie noch mehr Tipps für dich.

    Alles Gute :winken:

    Edit: Hier ist der Link:

    Giardien & Co... der Darmgesundheits- Laberthread

    Hi, erstmal, ein sehr hübscher Kerl, euer Jerry!

    Aus Menschensicht ist es natürlich ein schöner Gedanke, wenn ein Hund zwischen den Menschen herumwuselt und mitten im Geschehen ist und nicht "ausgegrenzt wird".

    Aus Sicht des verunsicherten Hundes ist Besuch eine Katastrophe. Der Hund kennt weder euch so richtig noch die Nachbarschaft, ist aus seinem vertrauten Umfeld herausgerissen, und er ist ja auch kein Welpe mehr, also hat er auch schon gewisse Erfahrungen gemacht, die ihr aber nicht kennt.

    Besuch ist Aufregung, fremde Leute die er nicht einschätzen kann, die er nicht versteht, die was von ihm wollen, ihn betatschen und anreden und er weiss gar nicht, was die von ihm wollen und was überhaupt los ist....

    Bitte erspart ihm diese Überforderung und lasst ihn erst einmal ankommen bei euch und lernt ihn erst mal richtig kennen.

    Dann wäre eine gute Hundeschule oder ein Trainer, der sich die Situation ansieht, wichtig. Weil das wegen der Pandemie gerade wohl nicht umsetzbar ist, erspart euch und ihm bis auf weiteres Besuch und Aufregung. Nutzt den Lockdown, um ihn sich sicher , geborgen und ruhig fühlen zu lassen.

    Auf lange Sicht müsste man sehen, ob der Hund "sein Territorium" verteidigt und ein Problem hat, dass Fremde überhaupt reinkommen ins Haus, oder ob er nur nicht angefasst werden will. Das kann euch ein guter Trainer hoffentlich sagen.

    Und, hochwertigen Maulkorb auftrainieren. Unbedingt. Denn, wer sagt dir, dass nicht mal ein Kind euren hübschen Hund sieht und hinrennt, um ihn zu streicheln? Nicht alles sieht man sofort kommen. Deshalb würde ich einen bissigen Hund, und das ist er laut deiner Beschreibung, nur noch mit MK ausführen in der Öffentlichkeit.

    Allerdings weisst du dann auch wieder nicht, wieviel Calcium du dadurch in den Hund bringst... außer du wiegt es ab und schaust im Netz nach einem "Umrechner" :smile:

    Auf den Fertigpacks steht es halt drauf, wieviel g wieviel Fleisch "neutralisiert".

    gerne :smile:

    Ich meinte eigentlich das fertige Pulver, aber eure leeren Eierschalen vom Kochen gehen natürlich auch. Pass nur auf, weil 1. können die scharfkantig sein, wenn man sie nur so zerdrückt, und zum anderen können bei rohen Eierschalen Salmonellen draufsitzen. Anfangs hab ich auch eigene Eierschalen verwendet, bin dann aber bei den gekauften zerriebenen von Lunderland gelandet.