Beiträge von DerFrechdax

    er hat sichtbare Kratzer an der Tür hinterlassen! Wir wohnen zur Miete und sowas geht einfach gar nicht.

    Das mit der Haftpflichtversicherung wollte ich auch gerade schreiben.

    Spoiler anzeigen

    Unsere Große hat zb irgendwann beschlossen dass sie es ganz doof findet, wenn ich die Wohnzimmertür, die mit Glas gefüllt war, geschlossen habe, wenn ich außer Haus war. Sie wollte aus der Terrassentür das Gartentor im Auge haben :roll:.

    Sie ist dann immer hochgesprungen und hat versucht die Tür zu öffnen. Weil ich aber abgesperrt hatte, war bald die komplette Tür verkratzt und das Glas genauso.

    Also habe wir das eine Weile gelassen, und irgendwann später haben wir dann das Ganze der Hundehaftpflicht gemeldet und nach Kostenvoranschlag abgerechnet. Dann haben wir was draufgelegt und uns eine Schiebetür gegönnt (die dann offenstehenblieb).

    Schön, dass du das Feedback hier annimmst und versuchst dazuzulernen.

    Ich bin sehr gespannt, was der Trainer im Januar zu eurer Situation sagt.

    Krass...

    Er war gestern ca. 9 Stunden und heute um die 6 Stunden drinnen. Dazwischen sind wir natürlich auch einmal mit ihm rausgegangen. Ja, das klingt nach viel, aber was hätten wir sonst tun können?

    die Antwort hast du selbst formuliert:

    allen Freunden und Verwandten absagen, nur weil der Hund nicht an die Box gewöhnt ist

    Das wäre der hundegerechte Weg gewesen.

    Wir wollen, dass er normal wird

    Was heißt für euch normal? Ein Hund, der so ein Päckchen tragen muss wie euer Jerry wird nie so "normal" mitlaufen wie ein freundlicher Begleithund, der immer schon sicher geführt und geborgen gelebt hat.

    Wenn ihr das nicht akzeptieren könnt, ist Jerry der falsche Hund für euch. Das tut mir dann leid, aber dann findet er vielleicht woanders eine Familie, die seinen Bedürfnissen gerecht werden kann.

    Ach so, vergessen, eine Box ist kein Erziehungswerkzeug. Man kann einen Hund der drüber ist, mal kurzfristig in der Box runterkommen lassen mMn. Man kann ihn da kurzzeitig sichern, wenn man nicht für ihn da sein kann, weil man auf Toilette muss oder draußen ein Paket entgegen nimmt.

    Aber zuerst wird die Box positiv aufgebaut, zB indem man dort Knabberzeug gibt, es dort schön kuschelig einrichtet und dabei bleibt.

    Räumlich wegsperren könnte man statt einer engen Box viel besser mit einem Kindergitter in der Wohnzimmertür oder einem abgetrennten Teil des Raumes und eben, wie schon mehrfach gesagt, Erziehung.

    Für uns sind das alles schon Zeichen, dass er sehr sehr gerne dabei wäre

    Die Frage ist, was die Motivation des Hundes ist, dabei zu sein. Ihr stellt euch vor, dass er gern dabei wäre und Spaß dabei hat. Das trifft mit ziemlicher Sicherheit aber nicht zu.

    Mein Terriermix zum Beispiel muss überall dabei sein, alles abchecken, Geräuschquellen sofort nachgehen. Besucher werden, wenn es nach ihm gehen würde, "bewacht", da wird sich quer vor ihre Füße gelegt, um sofort mitzubekommen, falls sie aufstehen.... ein unheimlicher Stress für ihn. Er muss alles kontrollieren , wenn es nach ihm geht, und käme so nicht zur Ruhe.

    Deshalb hat er lernen müssen, dass Besuch ihn nichts angeht. Er muss inzwischen nicht mehr auf seinem Platz bleiben, aber Besuch wird nicht kontrolliert, nicht angebettelt, nicht verfolgt. Rennende Kinder triggern ihn immer noch, so dass ich ihn im Auge erhalten muss und wegrufen muss aus dem Garten, was auch ganz hervorragend funktioniert.

    Komischerweise mag er sich aber von Fremden nicht streicheln lassen, da knurrt er ganz schnell. Man würde ja denken, wenn er so gern in der Nähe unseres Besuch ist, mag er den Kontakt. Nein, weil er den Kontakt nicht aus Menschenfreundschaft sucht, sondern aus Kontrollbedürfnis.

    Alles, was verunsichert, muss abgeklärt werden, deshalb sind viele nervöse Hunde gern mitten drin. Es stresst sie und triggert sie, aber sie können es auch nicht lassen. Manche Hunde maßregeln auch, begrenzen die Menschen, stehen oder liegen im Weg herum, drängen sich auf.

    Souveräne Hunde liegen irgendwo am Rand und schauen vielleicht mal mit einem Auge hin, wenn etwas ihrer Aufmerksamkeit wert ist. Ansonsten kümmern sie sich um ihren eigenen Kram.

    Und, es gehört auch zu einer guten Hundeerziehung, dass ein Hund sich mal zurücknimmt, nicht überall als erstes dabei sein muss, sondern wartet, bis man ihn dazu einlädt.

    Besonders mit dem Hintergrund, dass euer Hund schon so oft gebissen hat, würde ich den Hund nur noch mit Maulkorb sichern, wenn die Möglichkeit besteht, dass er auf Menschen trifft, und ihm beibringen, dass er nicht überall dabei sein muss und die Nummer 1 sein muss. Auch für die Leinenführigkeit ist es wichtig, dass ein Hund nicht sofort jedem Impuls nachgibt, sondern gelernt hat, sich zu beherrschen.

    In den Kleinanzeigen hatte ich ein altes Pärchen (beide deutlich über 10, wirkten sichtlich alt) kleiner Hunde gesehen. Besitzer gestorben, die Kinder sind nicht in der Lage sie zu übernehmen. Sowas vermittelt sich allerdings immer ziemlich schlecht :( :

    Sowas tut mir immer so leid :( : In einem Tierheim warten zwei Pudel auf eine gemeinsame Vermittlung, einer ist 17, der andere glaub ich war 12. Beide natürlich auch sehr krank. Das tut mir dann leid, wer nimmt denn solche Hunde? :(

    Vieles ist aber einfach nur Rücksichtnahme. Da muss man keine 20 Jahre Hunde halten oder zur Hundeschule gehen um das zu wissen...

    Ja, natürlich gehört mitdenken für andere und Rücksicht und Höflichkeit auch dazu.

    Es ist natürlich nur ein Teilaskpekt, dass nun u.U. traumatisierter Hund aus dem Shelter oder Welpe mit nicht ausreichend informiertem und naturgemäß wenig erfahrenem Ersthundehalter zusammentrifft und die Möglichkeiten, sich Hilfe zu suchen aktuell eher Mau sind.


    Ich selber bin einem neuen Zweithund irgendwann wieder auch nicht abgeneigt. Aber Mondpreise für gruselige Mixe oder Hunde aus dem Shelterkatalog kommen für mich nicht in Frage, die Tierheime und In- Not- Seiten haben keine passende Kandidaten, die für unsere Familie in Frage kämen, und viele Züchter, die ich mir bisher online angesehen habe, haben aktuell keine Würfe.

    Und ohne die Möglichkeit, eine gute Welpen- bzw. Junghundesstunde zu besuchen, mag ich auch keinen zu mir holen. Das Feedback und den Blick vom Fachmann möchte ich auf keinen Fall missen, wenn ich einen Junghund erziehe. Also warte ich lieber auf bessere Zeiten (und meine Süße ist ja auch gerade erst gegangen ?).


    In einem Jahr kann man sich die Junghunde, die von privat wieder hergegeben werden, dann wohl aussuchen, die man dann für viel Geld und mit viel Einsatz wieder gerade biegen darf... :|

    Solche Leute gabs allerdings auch schon vor Corona. Und wirds auch danach immer wieder geben, leider.

    Es tut mir aber wirklich leid für all diejenigen, die in solchen Gebieten leben und Spazierengehen müßen, wo das gerade extrem gehäuft auftritt bedingt durch Corona!


    Ich für meinen Teil bin bloß froh, dass ich momentan keinen Hund suche... wenn man sich die Kleinanzeigen anschaut, wird einem ganz anders.

    Klar gibt's auch Leute, denen einfach alles wurscht ist. Aber gibt halt auch welche, die würden schon gern lernen und es geht nicht.

    Ich schau mich ja auch immer mal auf Tierheimseiten um... bei unseren in der Umgebung ist alles wie leergefegt. Fast nur noch Hunde mit Beißthematik, mit Krankengeschichte oder alte Hunde, und beinahe alles Kandidaten, die schon recht lange auf eine Vermittlung warten. Easypeasyhunde, die umständehalber abgegeben wurden finden sich da nicht.

    Ich könnte mir vorstellen, das Problem ist auch, es gibt halt wie bei allem anderen auch in der Hundehaltung "ungeschriebene Regeln". ZB man lässt nicht einfach seinen unangeleinten Hund in angeleinte Hunde reinbomben. Man hebt die Hinterlassenschaft seines Hundes auf. Man leint erst ab, wenn der Rückruf sitzt. Solche Dinge halt.

    Dinge, die man sich in der Hundeschule oder durch Lesen entsprechender Bücher aneignet.

    Da aber gerade Hundeschulen, Hundetreffs oder Gassigruppen etc. nicht stattfinden, holen sich aktuell eine Menge Leute wohlmeinend eine Hund ins Haus ohne das nötige Rüstzeug zu haben, um ihn auch angemessen erziehen zu können.

    Und das fällt dann der Allgemeinheit auf die Füße.