Beiträge von DerFrechdax

    Guten Morgen,

    Danke, dass du dir nochmal so viel Mühe gemacht hast, genau auf alles einzugehen <3

    Für mich als Außenstehende liest es sich sehr verwirrend, als wäre da gerade ein sehr großer Knoten in jemandes Kopf :lol: Vielleicht zerdenkst du die ganze Sache einfach zu sehr.

    An und für sich ist das doch kein großes Ding und kommt im Zusammenleben zwischen Hund/ Halter oder Eltern/ Kinder oder auch Lehrer/ Schüler milliardenfach vor. Eine Autoritätsperson sagt "Nein" und der Schutzbefohlene sagt sich "Nööööö" und macht sein Ding einfach weiter.

    Dann muss sich der Betreffende überlegen, wie er mehr Nachdruck in die Sache reinbringt.

    Ich persönlich bin immer schon bei Pferd und Hund eher der deutliche Typ. Deutliche Korrektur, sofortiges Lob und Freundschaft und Eierkuchen, wenn reagiert wurde. Meine Tiere wissen immer, woran sie sind, weil ich klar und deutlich meistens aus dem Bauch raus und schnell reagiere.

    Wie du jetzt auf Wurfschellen oder Wasserspritze kommst, weiß ich allerdings nicht... :???: Verwende ich beides nicht und hab ich auch noch nie, weil ich solche Hilfsmittel zu ungenau und destruktiv auf das Vertrauen wirkend empfinde. Ich verwende meine Stimme und Körpersprache.

    Aber je nach Hund und je nach "Vergehen" kann es schon mal vorgekommen sein, dass ich ein kurzes Donnerwetter loslassen musste, weil zb die Große den RR ignoriert hat und abwartend in 10 Meter Entfernung stand und überlegt hat, ob sie mich veräppeln kann und zum Fremdhund rennen kann oder ob ich es ernst meine. Und ihr Umdrehen zu mir hab ich natürlich auch immer mit Engelszungen und Leckerli bestätigt.

    Bei einem Hund, der so weich und fein erzogen wurde wie bei dir, reicht es vielleicht schon, den Namen zu sagen und das Abbruchskommando, und wenn das ignoriert wird, sich vorzubeugen und ihn mit der Hand seitlich an den Rippen zu berühren. Das empfinden zumindest meine Hunde als Korrektur.

    Wird reagiert, wird gelobt. Wird es weiter ignoriert, wird der Hund mit den Finger an den Rippen angetippt und weggeschoben. Je nach Hund habe ich das auch mal zu einem Pieks werden lassen (ich hab ja immer große Hunde gehabt, da war meistens noch viel Fell mit dran), wenn nicht reagiert wurde.

    Wichtig finde ich, dass schnell, authentisch, deutlich und klar agiert wird und sofort! Druck weggenommen wird, wenn der Hund einlenkt. Das kann ablassen sein, aber auch die typischen Beschwichtigungssignale wie Wegschauen, Nase schlecken, Blinzeln. Dann kann man zb wegschicken oder heranrufen, und das ist wahrscheinlich auch mit Alternativverhalten gemeint.

    Ich weiß jetzt nicht, ob antippen oder in die Seite pieken von dir als aversiv angesehen wird... Ich bin auch schon zu meiner Großen hingerannt wie ein Unwetter und hab sie durch den ganzen Garten gejagt, weil sie sich zum 100. Mal meine guten Schuhe zum zerkauen geholt hatte. Ich mache vieles aus dem Bauch raus und hab mir da auch ganz viel von meiner Schäferhündin abgeschaut. Die Große durfte ja von ihr 2 Jahre lang von Welpe an miterzogen werden, und ich muss sagen, die alte DSH hatte zwar eine langen Geduldsfaden, aber wenn es ihr gereicht hat, dann konnte sie auch mehr als deutlich werden, und dann hat die Große sofort "gespurt".

    Ich will jetzt nicht sagen dass du grob mit deinem Hund umgehen sollst, überhaupt nicht. Aber wenn der Hund einen in bestimmten Phasen nicht ernst nimmt, werden Weichen gestellt. Man kann mit ein, zwei deutlichen Korrekturen (auch beim Pferd zb) es sich ersparen, immer und immer wieder ein Thema durchzukauen, weil es halt einfach klar geklärt wurde. Und ich bin der Typ, ich kläre das lieber einmal und für immer (geht natürlich nicht, aber doch so, dass es ne Weile passé ist) anstatt jedes Mal neu diskutieren zu müssen. Das ist mir einfach zu mühsam.

    Ist aber natürlich wie alles individuell und auch vom Hund abhängig und wie man selbst der Typ ist. :ventilator:

    so wie ich das verstanden hatte, geht es @Lucy_PRT nicht um das Spielzeug, sondern dass der Hund das "Nein" ignoriert.

    Mich würde interessieren, ob das "Nein" auch in anderen Zusammenhängen ignoriert wird oder nur beim Spielzeug/Socken/wenn was herumliegt.

    Vielleicht ist das Spielzeug nur aus der Beobachtung des Menschen nicht wichtig, während der Hund das völlig anders sieht. Wäre nicht das erste Missverständnis zwischen Hund und Mensch.

    Aber sie hat ja versprochen, heute Abend ich ein Update zu posten :smile: Bin gespannt :nicken:

    04.01.: Das Beste am heutigen Tag? (The best part of today?)

    Bisher war das Highlight des Tages ein schöner Ausritt mit meinem braven Mädel, das sich so schön zusammengenommen hat trotz offensichtlich Wildgeruch im Wald...und feiner Stollen mit einem guten Cappuccino.... und gleich bringt der Mann noch Sushi mit... kann mich gar nicht entscheiden, ist alles so toll...


    04.01: Welches Familienmitglied habt ihr zuletzt besucht?

    Puh, das ist schon so lange her... Ich glaube, das waren die Schwiegereltern irgendwann im Oktober... oder doch meine Eltern...? :denker:

    Ich würde es eher damit vergleichen, wenn ein Hund z.B. ein Wurstbrot vom Tisch klaut.

    Mein Problem ist noch gar nicht mal das Wurstbrot - sondern die Tatsache, dass Lucy das Wurstbrot (also sinnbildlich) vom Tisch klaut, obwohl ich direkt daneben stehe und "nein" sage.


    Beim Wurstbrot-klauenden Hund würde ich da auch kein Ressourcen-Problem sehen - sondern einen Hund, der unbedingt ein "nein" lernen muss.

    Wenn ich das, was du hier schreibst, für sich nehmen würde, dann fehlt nach meinem Empfinden krass gesagt deinem Hund der Gehorsam und der Respekt vor dir. Du sagst nein, Hund schaut dich vielleicht auch noch an (tut sie das?) und macht dann, was sie will, nicht, was du sagst.

    Deine Texte lesen sich so, dass du sehr ruhig, überlegt, freundlich und weich mit Lucy umgehst. An sich auch wunderbar und sehr wünschenswert. Bei einem Hund, der aber seinen eigenen Dickkopf hat und vielleicht nochmal in einer Phase ist, wo er guckt, ob die Regeln auch wirklich noch gelten, kann es schon sein, dass man mal was deutlicher werden muss. Damit meine ich kein herumschreien oder gar Schlagen, sondern eine gewisse Nachdrücklichkeit und auch eine entsprechende Körpersprache.

    Und ich würde das Spielzeug reduzieren, ihr zb jeden Tag nur ein Teil zur Verfügung stellen und das andere wegräumen und immer durchwechseln. Kinderspielzeug ginge sie dann nichts an und fertig.

    Vielleicht warst du in Lucys Augen nicht konsequent genug oder die Regeln sind für sie nicht klar genug oder werden nicht ausreichend deutlich durchgesetzt.

    Hochheben in einer Konfliktsituation finde ich übrigens unter uns gesagt ein bisschen unfair =). Als kleiner Hund mit großem Selbstbewusstsein würde ich da auch knurren. Vielleicht ist das, weil ich immer große Hunde hatte, wo es diese Option eh nicht gibt :D Aber ich diskutiere Konflikte am Boden aus und lasse den Hund mit seinen 4 Füßen auf selbigem stehen. Das Hochheben könnte Lucy durchaus als übergriffig empfunden haben und geklärt wurde dadurch auch nichts irgendwie. Sie wurde ja nur gegen ihren Willen aus der Situation herausgenommen. Weißt, wie ich meine?

    Wenn ich das richtig verstehe, ist Spielzeug für sie also ein Mittel, um an deine Aufmerksamkeit zukommen und eine Interaktion auszulösen?

    Dann hat Spielzeug für sie schon einen herausragenden Wert- sie kommt dadurch an deine Aufmerksamkeit, die durch das Baby ziemlich deutlich für den Hund limitiert sein dürfte und anderweitig gebraucht wird. Schlauer Hund :lol:

    Hi, sorry, dass ich so "reinplatze" :smile:

    Ich hab mir überlegt, dass Terrier eine leicht zwanghaft Ader haben können. Und, als das Baby noch nicht da war, lag vermutlich auch nicht viel herum, könnte ich mir vorstellen... wenn jetzt plötzlich das Spielzeugparadies in eurem Wohnzimmer ausgebrochen ist, ist das für einen Hund vielleicht stressig, da liegt so viel herum, was ihn anlacht... wenn sie früher viel Spielzeug apportieren durfte (alles ja ihrs), kann sie vielleicht irgendwie unter dem "Einzelkindsyndrom" leiden?

    Dann wäre es vielleicht eine Lösung, wirklich alles unerreichbar für sie zu lagern und nichts mehr herumliegen zu lassen bzw es deutlich mit Tabu zu belegen? Ähnlich wie bei Balljunkies...

    Wenn nichts mehr an Spielzeug herumliegt, und was herumliegt, geht sie nichts an, wird das vielleicht zu ihrer Entspannung beitragen.

    Not long ago I was in some monastery. I forget where except that it was in the lands that were once Mercia. I was travelling home with a dozen men, it was a wet winter’s day, and all we needed was shelter, food and warmth, but the monks behaved as though a band of Norsemen had arrived at their gate. Uhtred of Bebbanburg was within their walls and such is my reputation that they expected me to start slaughtering them.

    Bernard Cornwell, 'The Burning Land'

    (The Saxon Stories Part V)

    Ganz ehrlich, ich frage mich echt, was da falsch läuft...

    Vor kurzem habe ich eine Person flüchtig kennengelernt, die erinnerte mich an deinen Faden hier. Derjenige hat mir detailliert erzählt, wie er sich im Grunde wie der Blockwart und Gouvernante des ganzen Hauses in persona aufführt. Der macht das aber nicht anonym, sondern hängt zu allem und jedem Zettel auf im Hausflur des MF-Hauses oder ruft gleich die Polizei.

    Das war für ihn, was er unter "Zivilcourage" versteht... waren seine eigenen stolzen und ein bißchen trotzigen Worte dazu... quasi der Kampf gegen die Verlotterung der Welt und des ganzen Universums noch gleich dazu :fear:

    Uiiii, gerade diesen überaus interessanten Faden entdeckt und mag auch meinen Senf dazugeben :mrgreen-dance:


    01.01.: Was ist deine Mission? (What's your mission?)

    Dieses Jahr möchte ich erneut wieder einen neuen Hund hier einziehen lassen. Noch mag mein Mann nicht, er scheut die Umstände, weil ein neuer Hund natürlich erst mal gezogen werden muss und vielleicht auch sein Päckchen mitbringt. Meine Mission könnte sein, anzunehmen was kommt, ohne mich zu sehr zu stressen.

    02.01.: Können Menschen sich ändern? (Can people change?)

    Ja, alle nachhaltige Veränderung kommt jedoch aus uns selbst und muss von uns selbst gewollt sein.

    01.01: Was wünscht du dir für deine Familie?

    Ich wünsche mir für uns, dass wir die Pandemiezeit gesund und mental & körperlich unbeschadet überstehen und uns diese Zeit in Liebe noch enger zusammenbringt.

    02.01: Was wünscht du dir für dich selbst?

    Ich wünsche mir für mich selbst, immer neugierig, offen, freundlich und positiv durchs Leben gehen zu können, mich und die Menschen, die mir etwas bedeuten, immer noch besser kennen- und verstehen zu lernen und nie aufzuhören, dankbar zu sein und Freude am Leben zu empfinden.

    03.01.2020 Was liest du gerade?

    "The Burning Land" von Bernard Cornwell

    Wobei beobachtest du deinen Hund gern?

    Wenn der Kleine neben mir auf der Couch schläft und mit seinen Hinterbeinchen tastend den Kontakt zu mir sucht, ob ich noch da bin :herzen1: Da geht mir das Herz auf...


    Puh, ein Glück, hab ich den Faden schon am 03. entdeckt und nicht erst am Ende des Monats :lol: Da hättet ihr jetzt eine Menge zu lesen :D

    schönes Leben voller Liebe, Zuwendung und Freude zu haben.

    Würde euer Hund sein Leben als "voller Liebe, Zuwendung und Freude" empfinden, warum sieht er es dann als angezeigt an, 5 (!) mal zu beißen?

    Eure Sicht der Dinge scheint sich von der Sicht eures Hundes sehr zu unterscheiden. Und solange das so ist und ihr euch nicht auf die Ebene eures Hundes begebt, werdet ihr auch nicht wirklich etwas verändern können.

    Ich mag jedenfalls nicht mehr. Andere und ich haben uns die Finger wund geschrieben. Bewirkt hat es genau gar nichts.

    Alles Gute von mir für euch und Jerry...