Beiträge von DerFrechdax

    Ich glaube, viele haben von den VDH- Züchtern auch falsche Bilder im Kopf... die denken da an Zwingerhaltung, die Hündinnen ständig trächtig, dass die mit dem Züchten ein Geschäft machen als Lebensunterhalt. Und als teuer empfindet man die Tiere auch.

    Dann kommt da der liebevolle "Hobbyzüchter", der die Welpen bei sich im Wohnzimmer aufzieht, Papiere braucht man ja nur zum "echten" Züchten, war ja ein Ups- Wurf, so eine nette Familie, und bestimmt ist der VDH- Züchter viiiel viel teurer...

    Über rassespezifische Krankheiten sind die meisten nicht informiert, ich wusste zb auch nicht, was es alles an Krankheiten gibt, auf die zB Shelties oder Aussies getestet werden müssen und deren Träger sie sein können. Dass das Merlegen nicht nur hübsches Fell und blaue Augen macht, sondern auch Probleme, wenn man sich nicht auskennt.

    Krankheiten, Charakterfehler oder überraschend nicht rassetypisches Aussehen werden nicht auf die fehlenden Gentests und fehlerhafte oder ungeeignete Elterntiere zurückgeführt, sondern als Zufall oder Schicksal oder jedenfalls als außerhalb der Kontrolle des Welpenproduzenten liegend erklärt.

    Da ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig, aber gegen Mythen in den Köpfen der Menschen kommt man schlecht an.

    Ich würde halt auch nicht wollen, dass jemand mir reinredet, ob und wohin ich den Hund zur Urlaubsbetreuung bringe, oder wenn ich mir TA- Behandlungen "genehmigen" lassen müsste. Ich übernehme ja alle Pflichten, und ein bißchen Vertrauen würde ich mir auch wünschen. Aber, morgen bin ich hoffentlich schlauer.

    Danke für eure Gedanken dazu und dir, Luna345 , für deinen ausführlichen Beitrag. So ähnlich hatte ich das auch gelesen, dass ich der Besitzer bin und es dann eine Art Verwahrungsvertrag wäre. Aber bei einem Vertrag, bei dem ich eigentlich nur eine Pflegschaft übernehme verstehe ich dann auch nicht, warum ich dann Steuer oder Versicherung oder TA bei Erkrankungen zahlen soll, wenn der Hund mir gar nicht gehört und ich nur auf den "aufpasse" sozusagen.

    Es gibt auch Hundetypen, die grundsätzlich wenig vorwarnen.

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    Unsere Große hat zb mal anfangs, als der Kleine noch recht frisch da war, mal die Terrassentür nicht freigeben wollen. Sie stand schräg davor, nicht mal komplett sondern nur neben dem Kleinen, und beide wollten gleichzeitig durch die Tür rein.

    Sie hatte den Kopf leicht geduckt, den Kopf leicht in Richtung des Kleinen gedreht, und ihre Augen waren plötzlich irgendwie blutunterlaufen. Der Kleine ging in eine Meidehaltung, es gab ein ganz leises Grollen und schon hat sie vor ihm abgeschnappt gehabt.

    Das ging so subtil und unklar und schnell, dass es sehr schwer war, das vorherzusehen. Erst im Nachhinein beim Nachdenken darüber ist mir aufgefallen, wie sie gewarnt hat- eben nur kurz und für mich zumindest nicht beim ersten Mal sofort klar ersichtlich.

    Deshalb hab ich dann grundsätzlich einfach darauf geachtet, dass keiner der beiden in einer Tür oder an strategischen Plätzen herumgestanden ist.


    Es ist also sinnvoll, den Hund immer zu sichern und ihn nicht ungefragt anzufassen, wenn er so wenig sichtbar warnt.

    Hier gabs doch gerade nen Fred wo versucht wurde den Hund zurück zu holen weil die Herzwurmerkrankung nicht beim TA der Orga gemacht wurde.

    Ja genau, deshalb habe ich auch gleich am Telefon gefragt, ob sie auch solche Klauseln im Vertrag haben.

    Wäre mein Horror, fremde Leute, die unangekündigt kontrollieren und bewerten, ob meine Hundehaltung okay ist, und bei Nichtgefallen den Hund wieder zurückfordern würden...

    Ins Haus käme mir momentan sowieso niemand.

    Es gibt noch eine andere TS-Orga, die gleich 3 Hunde haben, die mich interessieren, die sind aber erst wieder ab 10. da, außer sie verlängern wegen dem Lockdown ihren "Urlaub"... die vermitteln gerade aber nicht, glaube ich. Die haben gute Bewertungen laut Web. Vielleicht wären die die bessere Wahl...

    z.B. einen Verkauf bei ebay Kleinanzeigen verhindern (so schon vorgekommen).

    Ja, das verstehe ich auch vollkommen.

    Die Züchter meiner Großen habe uns auch einen seitenlangen Vertrag "aufgedrückt" ;) Und alles mögliche aufgeführt, was wir nicht machen durften- u.a. Zwingerhaltung, vermehren oder auch weiterverkaufen. Dafür hatten sie sich ein Vorkaufsrecht zusichern lassen, das fand ich okay.

    Man kann sich doch ein Vorkaufsrecht/ Rückkaufsrecht zusichern lassen.

    Hier scheint es mir halt so, als hätte ich alle Pflichten und dürfte für den Hundeunterhalt blechen ohne Ende, was wir ja auch gerne machen natürlich, am Ende gehört mir aber doch nichts. Irgendwie doof.

    Soll bei der Tierschutzorganisation, mit der Du im Kontakt bist, dieser Eigentumsvorbehalt unbefristet bleiben? Meines Wissens wird in solchen Fällen vertraglich eine halbjährliche Frist vereinbart - und der Eigentumsvorbehalt der TSO danach hinfällig.

    so wie ich es am Telefon erklärt bekommen habe, scheint es unbefristet zu sein.

    Morgen schauen wir uns den Hund an, indem wir uns zu einer Gassirunde treffen, und dann bekomme ich auch den Vertrag zu Gesicht.

    Mein Einwand, dass man bei Vorkontrollen doch sehen könne, ob es dem Hund gut gehen wird, wurde beantwortet mit dem Einwand, dass sie schon so viel erlebt hätten und es Dinge gibt, an die man als Otto Normalhundehalter nicht denkt, deshalb ließen sie da nicht mit sich reden. Also zb Zwingerhaltung, Vernachlässigung oder besonders bei Hündinnen Missbrauch als Welpenproduktionsmaschine.

    Dafür verpflichten sie niemanden zur Kastration, sondern empfehlen es lediglich ;) (Wäre rechtlich nicht haltbar, soweit ich weiß).


    Danke ihr Lieben für eure Einschätzung, sie deckt sich weitgehend mit meiner.

    Hallo ihr Lieben,

    Wir sehen uns gerade nach einem neuen Zweithund um, nachdem unsere Große uns vor kurzem so plötzlich verlassen hat.

    Nun sind wir über Tasso Shelta auf einen Junghund aufmerksam geworden, der sich in unserer Nähe in Pflegschaft befindet. Nach einem Telefonat mit der Pflegerin (oder wie heißt das, Pflegestelleninhaberin? :denker:) habe ich eine Frage zu dem Vertrag, weil das etwas Grundsätzliches für mich ist.

    Der Hund würde uns nur überlassen werden, uns aber nicht als Eigentümer gehören, weil sie die Sicherheit wollen dass der Hund bei schlechter Haltung dort wieder gerichtlich rausgeklagt werden kann, wie sie es mir erklärt hat.

    Abgesehen davon, dass mir das widerstrebt, einen Hund mit allen Pflichten zu kaufen, aber dann doch irgendwie nicht Eigentümer zu sein, würde mich interessieren, ob solche Verträge rechtlich haltbar sind. Konkret wird wohl angeblich sehr selten von dieser Klausel Gebrauch gemacht, etwa, wenn tietschutzrelevante Verstöße bemerkt werden.

    Meine Frage ist, kann man das getrost unterschreiben? Ich gehe davon aus, dass diese Klausel nie Anwendung finden wird bei uns, da wir natürlich schon immer eine tip-top Hundehaltung betreiben. Ich habe aber keine Lust, dass ich mir dann vielleicht ständige Kontrollen und Einmischung gefallen lassen muss, zB zum Thema allein bleiben oder Box. Und dass der Hund mir nicht gehört, ist für mich irgendwie auch eine Kopfsache und gefällt mir nicht so richtig. Was meint ihr?

    wo kommen denn nun die Fragen her? Hab ich das verpasst?

    Die kommen von Javik

    Ich fand diese Fragen zusätzlich auch ganz nett, wenn man sie auf seinen Hund bezieht

    05.01.: Was war das letzte Restaurant, welches du besucht hast? (What was the last restaurant you went to?)

    Puh, irgendwann am Ende des Sommers, ein griechisches Restaurant, mit einer sehr guten Freundin. Leider war außen nichts mehr frei, sie hatte aber schon fest reserviert leider und innen saß dann in meinem Rücken ein Mann, der immer mal wieder gehustet hat und Nase geputzt hat. Kein gutes Gefühl also gewesen :tropf:

    05.01: Hast du schon mal etwas für deinen Hund getan, wovon du früher nie gedacht hättest, dass du es jemals tun wirst?

    Ich habe schon drei Hunde, als es soweit war, auf ihrem letzten Gang begleitet. Habe sie gestreichelt, ihren Kopf gehalten und ihnen Nähe und Liebe gegeben, als sie eingeschlafen sind. Das ist etwas, das ich für meine geliebten Tiere tue, wenn die Zeit gekommen ist, das ich mir früher definitiv nie hätte vorstellen können, dass ich das je schaffen würde. Aber manchmal zeigt sich Liebe auch im Loslassen zur richtigen Zeit.