Beiträge von DerFrechdax

    Ich würde halt auch nicht wollen, dass jemand mir reinredet, ob und wohin ich den Hund zur Urlaubsbetreuung bringe, oder wenn ich mir TA- Behandlungen "genehmigen" lassen müsste. Ich übernehme ja alle Pflichten, und ein bißchen Vertrauen würde ich mir auch wünschen. Aber, morgen bin ich hoffentlich schlauer.

    Danke für eure Gedanken dazu und dir, Luna345 , für deinen ausführlichen Beitrag. So ähnlich hatte ich das auch gelesen, dass ich der Besitzer bin und es dann eine Art Verwahrungsvertrag wäre. Aber bei einem Vertrag, bei dem ich eigentlich nur eine Pflegschaft übernehme verstehe ich dann auch nicht, warum ich dann Steuer oder Versicherung oder TA bei Erkrankungen zahlen soll, wenn der Hund mir gar nicht gehört und ich nur auf den "aufpasse" sozusagen.

    Es gibt auch Hundetypen, die grundsätzlich wenig vorwarnen.

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    Unsere Große hat zb mal anfangs, als der Kleine noch recht frisch da war, mal die Terrassentür nicht freigeben wollen. Sie stand schräg davor, nicht mal komplett sondern nur neben dem Kleinen, und beide wollten gleichzeitig durch die Tür rein.

    Sie hatte den Kopf leicht geduckt, den Kopf leicht in Richtung des Kleinen gedreht, und ihre Augen waren plötzlich irgendwie blutunterlaufen. Der Kleine ging in eine Meidehaltung, es gab ein ganz leises Grollen und schon hat sie vor ihm abgeschnappt gehabt.

    Das ging so subtil und unklar und schnell, dass es sehr schwer war, das vorherzusehen. Erst im Nachhinein beim Nachdenken darüber ist mir aufgefallen, wie sie gewarnt hat- eben nur kurz und für mich zumindest nicht beim ersten Mal sofort klar ersichtlich.

    Deshalb hab ich dann grundsätzlich einfach darauf geachtet, dass keiner der beiden in einer Tür oder an strategischen Plätzen herumgestanden ist.


    Es ist also sinnvoll, den Hund immer zu sichern und ihn nicht ungefragt anzufassen, wenn er so wenig sichtbar warnt.

    Hier gabs doch gerade nen Fred wo versucht wurde den Hund zurück zu holen weil die Herzwurmerkrankung nicht beim TA der Orga gemacht wurde.

    Ja genau, deshalb habe ich auch gleich am Telefon gefragt, ob sie auch solche Klauseln im Vertrag haben.

    Wäre mein Horror, fremde Leute, die unangekündigt kontrollieren und bewerten, ob meine Hundehaltung okay ist, und bei Nichtgefallen den Hund wieder zurückfordern würden...

    Ins Haus käme mir momentan sowieso niemand.

    Es gibt noch eine andere TS-Orga, die gleich 3 Hunde haben, die mich interessieren, die sind aber erst wieder ab 10. da, außer sie verlängern wegen dem Lockdown ihren "Urlaub"... die vermitteln gerade aber nicht, glaube ich. Die haben gute Bewertungen laut Web. Vielleicht wären die die bessere Wahl...

    z.B. einen Verkauf bei ebay Kleinanzeigen verhindern (so schon vorgekommen).

    Ja, das verstehe ich auch vollkommen.

    Die Züchter meiner Großen habe uns auch einen seitenlangen Vertrag "aufgedrückt" ;) Und alles mögliche aufgeführt, was wir nicht machen durften- u.a. Zwingerhaltung, vermehren oder auch weiterverkaufen. Dafür hatten sie sich ein Vorkaufsrecht zusichern lassen, das fand ich okay.

    Man kann sich doch ein Vorkaufsrecht/ Rückkaufsrecht zusichern lassen.

    Hier scheint es mir halt so, als hätte ich alle Pflichten und dürfte für den Hundeunterhalt blechen ohne Ende, was wir ja auch gerne machen natürlich, am Ende gehört mir aber doch nichts. Irgendwie doof.

    Soll bei der Tierschutzorganisation, mit der Du im Kontakt bist, dieser Eigentumsvorbehalt unbefristet bleiben? Meines Wissens wird in solchen Fällen vertraglich eine halbjährliche Frist vereinbart - und der Eigentumsvorbehalt der TSO danach hinfällig.

    so wie ich es am Telefon erklärt bekommen habe, scheint es unbefristet zu sein.

    Morgen schauen wir uns den Hund an, indem wir uns zu einer Gassirunde treffen, und dann bekomme ich auch den Vertrag zu Gesicht.

    Mein Einwand, dass man bei Vorkontrollen doch sehen könne, ob es dem Hund gut gehen wird, wurde beantwortet mit dem Einwand, dass sie schon so viel erlebt hätten und es Dinge gibt, an die man als Otto Normalhundehalter nicht denkt, deshalb ließen sie da nicht mit sich reden. Also zb Zwingerhaltung, Vernachlässigung oder besonders bei Hündinnen Missbrauch als Welpenproduktionsmaschine.

    Dafür verpflichten sie niemanden zur Kastration, sondern empfehlen es lediglich ;) (Wäre rechtlich nicht haltbar, soweit ich weiß).


    Danke ihr Lieben für eure Einschätzung, sie deckt sich weitgehend mit meiner.

    Hallo ihr Lieben,

    Wir sehen uns gerade nach einem neuen Zweithund um, nachdem unsere Große uns vor kurzem so plötzlich verlassen hat.

    Nun sind wir über Tasso Shelta auf einen Junghund aufmerksam geworden, der sich in unserer Nähe in Pflegschaft befindet. Nach einem Telefonat mit der Pflegerin (oder wie heißt das, Pflegestelleninhaberin? :denker:) habe ich eine Frage zu dem Vertrag, weil das etwas Grundsätzliches für mich ist.

    Der Hund würde uns nur überlassen werden, uns aber nicht als Eigentümer gehören, weil sie die Sicherheit wollen dass der Hund bei schlechter Haltung dort wieder gerichtlich rausgeklagt werden kann, wie sie es mir erklärt hat.

    Abgesehen davon, dass mir das widerstrebt, einen Hund mit allen Pflichten zu kaufen, aber dann doch irgendwie nicht Eigentümer zu sein, würde mich interessieren, ob solche Verträge rechtlich haltbar sind. Konkret wird wohl angeblich sehr selten von dieser Klausel Gebrauch gemacht, etwa, wenn tietschutzrelevante Verstöße bemerkt werden.

    Meine Frage ist, kann man das getrost unterschreiben? Ich gehe davon aus, dass diese Klausel nie Anwendung finden wird bei uns, da wir natürlich schon immer eine tip-top Hundehaltung betreiben. Ich habe aber keine Lust, dass ich mir dann vielleicht ständige Kontrollen und Einmischung gefallen lassen muss, zB zum Thema allein bleiben oder Box. Und dass der Hund mir nicht gehört, ist für mich irgendwie auch eine Kopfsache und gefällt mir nicht so richtig. Was meint ihr?

    wo kommen denn nun die Fragen her? Hab ich das verpasst?

    Die kommen von Javik

    Ich fand diese Fragen zusätzlich auch ganz nett, wenn man sie auf seinen Hund bezieht

    05.01.: Was war das letzte Restaurant, welches du besucht hast? (What was the last restaurant you went to?)

    Puh, irgendwann am Ende des Sommers, ein griechisches Restaurant, mit einer sehr guten Freundin. Leider war außen nichts mehr frei, sie hatte aber schon fest reserviert leider und innen saß dann in meinem Rücken ein Mann, der immer mal wieder gehustet hat und Nase geputzt hat. Kein gutes Gefühl also gewesen :tropf:

    05.01: Hast du schon mal etwas für deinen Hund getan, wovon du früher nie gedacht hättest, dass du es jemals tun wirst?

    Ich habe schon drei Hunde, als es soweit war, auf ihrem letzten Gang begleitet. Habe sie gestreichelt, ihren Kopf gehalten und ihnen Nähe und Liebe gegeben, als sie eingeschlafen sind. Das ist etwas, das ich für meine geliebten Tiere tue, wenn die Zeit gekommen ist, das ich mir früher definitiv nie hätte vorstellen können, dass ich das je schaffen würde. Aber manchmal zeigt sich Liebe auch im Loslassen zur richtigen Zeit.

    Guten Morgen,

    Danke, dass du dir nochmal so viel Mühe gemacht hast, genau auf alles einzugehen <3

    Für mich als Außenstehende liest es sich sehr verwirrend, als wäre da gerade ein sehr großer Knoten in jemandes Kopf :lol: Vielleicht zerdenkst du die ganze Sache einfach zu sehr.

    An und für sich ist das doch kein großes Ding und kommt im Zusammenleben zwischen Hund/ Halter oder Eltern/ Kinder oder auch Lehrer/ Schüler milliardenfach vor. Eine Autoritätsperson sagt "Nein" und der Schutzbefohlene sagt sich "Nööööö" und macht sein Ding einfach weiter.

    Dann muss sich der Betreffende überlegen, wie er mehr Nachdruck in die Sache reinbringt.

    Ich persönlich bin immer schon bei Pferd und Hund eher der deutliche Typ. Deutliche Korrektur, sofortiges Lob und Freundschaft und Eierkuchen, wenn reagiert wurde. Meine Tiere wissen immer, woran sie sind, weil ich klar und deutlich meistens aus dem Bauch raus und schnell reagiere.

    Wie du jetzt auf Wurfschellen oder Wasserspritze kommst, weiß ich allerdings nicht... :???: Verwende ich beides nicht und hab ich auch noch nie, weil ich solche Hilfsmittel zu ungenau und destruktiv auf das Vertrauen wirkend empfinde. Ich verwende meine Stimme und Körpersprache.

    Aber je nach Hund und je nach "Vergehen" kann es schon mal vorgekommen sein, dass ich ein kurzes Donnerwetter loslassen musste, weil zb die Große den RR ignoriert hat und abwartend in 10 Meter Entfernung stand und überlegt hat, ob sie mich veräppeln kann und zum Fremdhund rennen kann oder ob ich es ernst meine. Und ihr Umdrehen zu mir hab ich natürlich auch immer mit Engelszungen und Leckerli bestätigt.

    Bei einem Hund, der so weich und fein erzogen wurde wie bei dir, reicht es vielleicht schon, den Namen zu sagen und das Abbruchskommando, und wenn das ignoriert wird, sich vorzubeugen und ihn mit der Hand seitlich an den Rippen zu berühren. Das empfinden zumindest meine Hunde als Korrektur.

    Wird reagiert, wird gelobt. Wird es weiter ignoriert, wird der Hund mit den Finger an den Rippen angetippt und weggeschoben. Je nach Hund habe ich das auch mal zu einem Pieks werden lassen (ich hab ja immer große Hunde gehabt, da war meistens noch viel Fell mit dran), wenn nicht reagiert wurde.

    Wichtig finde ich, dass schnell, authentisch, deutlich und klar agiert wird und sofort! Druck weggenommen wird, wenn der Hund einlenkt. Das kann ablassen sein, aber auch die typischen Beschwichtigungssignale wie Wegschauen, Nase schlecken, Blinzeln. Dann kann man zb wegschicken oder heranrufen, und das ist wahrscheinlich auch mit Alternativverhalten gemeint.

    Ich weiß jetzt nicht, ob antippen oder in die Seite pieken von dir als aversiv angesehen wird... Ich bin auch schon zu meiner Großen hingerannt wie ein Unwetter und hab sie durch den ganzen Garten gejagt, weil sie sich zum 100. Mal meine guten Schuhe zum zerkauen geholt hatte. Ich mache vieles aus dem Bauch raus und hab mir da auch ganz viel von meiner Schäferhündin abgeschaut. Die Große durfte ja von ihr 2 Jahre lang von Welpe an miterzogen werden, und ich muss sagen, die alte DSH hatte zwar eine langen Geduldsfaden, aber wenn es ihr gereicht hat, dann konnte sie auch mehr als deutlich werden, und dann hat die Große sofort "gespurt".

    Ich will jetzt nicht sagen dass du grob mit deinem Hund umgehen sollst, überhaupt nicht. Aber wenn der Hund einen in bestimmten Phasen nicht ernst nimmt, werden Weichen gestellt. Man kann mit ein, zwei deutlichen Korrekturen (auch beim Pferd zb) es sich ersparen, immer und immer wieder ein Thema durchzukauen, weil es halt einfach klar geklärt wurde. Und ich bin der Typ, ich kläre das lieber einmal und für immer (geht natürlich nicht, aber doch so, dass es ne Weile passé ist) anstatt jedes Mal neu diskutieren zu müssen. Das ist mir einfach zu mühsam.

    Ist aber natürlich wie alles individuell und auch vom Hund abhängig und wie man selbst der Typ ist. :ventilator: