Beiträge von DerFrechdax

    Ich habe mir angewöhnt drinnen mit Trockenfutter zu arbeiten bzw. das er sich das verdient

    Mit dem Verdienen, da wäre ich insofern vorsichtig, als ich dem Hund zu den üblichen Futterzeiten schon seine (evtl. reduzierte) Futterration zum sattwerden- ohne dass er was tun muss- hinstellen würde.

    Es gibt ja Leute, die den Hund nur aus der Hand füttern, um ihn zur Mitarbeit zu bewegen. Das kann den Hund aber stressen und sollte nur im Ausnahmefall eingesetzt werden, finde ich. Ich füttere zu den festen Fütterungszeiten halt etwas weniger, den Rest gibt es dann als Leckerli. Aber geben tut es immer was, da kann sich mein Hund drauf verlassen.

    20.01.: Bist du aktuell nachtragend/hegst du aktuell einen Groll? Wegen/Gegen was?

    Nicht direkt nachtragend, aber eine bestimmte Person hat mich in der Vergangenheit heftig und wiederholt enttäuscht und dann den Kontakt abgebrochen, um sich einer Klärung zu entziehen.

    Und genau diese Person hat nun den Kontakt gesucht zu mir, um in eine WA Gruppe reinzukommen, in der ich mich sehr gerne austausche. Und das habe ich nun freundlich unterbunden.

    Ist das nachtragend? Vielleicht. Habe ich ein schlechtes Gewissen? Leider ja. Fühle ich mich aber so besser? Auf jeden Fall.

    20.01.: Welchen Erziehungstrick hast du neulich entdeckt?

    Ist zwar schon ne Weile her, aber dass man einen Hund mit dem einmaligen Werfen eines Balles belohnen kann oder indem man ein Rennspiel veranstaltet, das fand ich damals ziemlich cool. Gesehen habe ich es auf einem Video von Mockingjay shelties, glaube ich. Nach jeder erfolgreich gelaufenen Aufgabe wurde der Ball einmalig geworfen. Das hatte unsere Hundetrainerin uns damals nicht gezeigt :emoticons_look: :skeptisch2:  :lol:

    wenn ich anfing mit ihm zu rennen, wurde ich wenige Sekunden später durch sein gezerre an der Hose ausgebremst. :tropf:
    Obwohl ich es für zu früh hielt mit dem Apportieren anzufangen, habe ich nun einen Futterdummy besorgt und einen Safestix (Stöcken gehen immer). Da guckt er schon freudestrahlend wenn ich die nur raushole und bekommt gar nicht genug davon.

    Ich hoffe sehr das er an diesen Sachen nicht so schnell die Lust verliert, wie an den anderen Sachen die ich probiert habe.

    Also, da würden ich den Kerl gleich mal einbremsen, an meine Hose wird nicht gegangen :gelbekarte: :lol: Ich bewege mich frei und unkontrolliert von Herrn Hund. Ich führe, Hund folgt. Nicht umgedreht.

    Der Futterdummy und der Safestix gefallen ihm also, soso. Das würde ich ausnutzen. Und zwar, dass es den nur extrem selten gibt, nur ganz kurz, und nur als Bestätigung für absolutes, punktuell gezeigtes Wohlverhalten. Also zb du rufst, Hund kommt, er darf 1x (!) den Futterdummy holen und eine Kleinigkeit daraus fressen, dann steckst du den ein und ignorierst sämtliche Versuche seinerseits, an das Teil nochmal zu kommen (herumlaufen, bellen, was auch immer). Nach einer Weile, Hund macht was anderes, kannst du etwas anderes verlangen, zb seinen Namen rufen und "Schau", und wenn er schaut, loben und wieder 1x den Dummy werfen als Bestätigung. So lernt er außerdem, dass du bestimmst, wann er das begehrte Teil bekommt, und dass er dafür etwas tun muss, nämlich das, was du von ihm möchtest. Er wird über den Dummy motiviert, auf dich zu achten und dich im Auge zu behalten, weil es sich lohnen könnte.

    Den Rückruf habe ich relativ früh trainiert und da kommt er auch, wenn nicht gerade etwas interessanter ist. Ein "Warte" an der Schlepp habe ich vor kurzem eingeführt und das hat er halbwegs schon verinnerlicht. Das mit der kurzen Leine sind gute Tipps. Hier zieht er zwar schon seltener, aber erstmal muss er Zeitung lesen und läuft überallhin, wenn er damit fertig ist, ist das Neben mir laufen kein Problem. Ohne anhalten zu schnüffeln wäre Klasse xD Auf Grund seiner Größe hat er die Nase schneller am Boden.
    Das sind gute Tipps! Darf ich fragen wie das aussieht wenn du ihn "weitertreibst"? Das mit dem "Schau" verstehe ich nicht ganz, wenn du das Superleckerlie rausholst schaut er doch eher darauf als zu dir? Aber das werde ich probieren, statt dem Absitzen.

    Ich lese aus dem, was du im Zitat schreibst, dass der Rückruf leider nicht funktioniert, weil er nur dann kommt, wenn ihm danach ist. Beim "Warte" musst du dir überlegen, ob du möchtest, dass der Hund stehenbleibt, bis du es auflöst, oder ob er selbst entscheidet , wann und ob er weitergeht. Und dann übe entsprechend und konsequent.

    Nach Erfolgserlebnissen sofort aufhören und den Hund in Ruhe lassen, klappt es nicht so gut, einmal durchsetzen und dann halt mal nix weiter üben. Keine Misserfolge provozieren, indem man etwas zu Tode trainiert. Immer aufhören, wenn der Hund noch voll dabei ist.

    Interaktion mit dir ist das Tollste und Höchste für den Hund, er weiß es nur noch nicht xD

    Du beginnst und beendest die Interaktion, und behältst die Situation dadurch unter Kontrolle und machst dich zur Instanz für deinen Hund, auch zu Hause übrigens.

    Beim Gassi gehen wir aus dem Haus, dann erstmal Beinchen heben, und dann nehme ich den Hund abgewandt vom Grünstreifen an die kurze Leine und laufe einfach zu. Stoppt er, zieht ihn die Leine mit, also wird er mitlaufen. Sträubt er sich komplett weiterzugehen, habe ich gute Erfahrungen gemacht, statt ihn am Halsband hinterherzuschleifen, den Fuß sanft unter den Hundepopo zu schieben und ihn damit weiterzuschieben, er wird dann schnell weitertrippeln. Wird Hund langsamer, kann man auch ein "Ä-äh" anbringen. Ä-äh heißt hier bei uns, was immer es ist, lass es sofort. Läuft Hund super mit, kann man auch mal loben natürlich. Ach ja, muss Hund ein dringendes Geschäft machen, halte ich natürlich an xD.

    Das mit dem Schau ist so, ich habe im Laufen das Stückchen Wienerle in der Hand versteckt, sage den Hundenamen und "Schau!". Schaut Hund, lobe ich und stecke ihm das Leckerli ins Maul. Ich zeige es also vorher nicht, das wäre dann Locken, das fällt für mich unter Bestechung :D

    Es gab Zeiten, da hatte ich beim Gassi ständig ein paar Stückchen getrocknete Hähnchenbrust in der linken Hand.

    Ich rief Hund zu mir -> Stückchen Leckerli geht in Hund. Hund hört "Stop!", bleibt stehen, ich lobe laut. Rufe ihn sofort zu mir -> Leckerli. Hund läuft neben mir, ich sage "XY, schau!!", Hund schaut -> Leckerli ins Maul.

    Wir sehen einen Hund, ich rufe Hund heran-> Leckerli, hole Superdummy raus, sage "Schau!", Hund schaut, ich winke ein bißchen mit dem Dummy rum als Bestätigung, laufe ein paar Schritte flotter, sozusagen im Spielmodus, wir sind an dem Hund vorbei, ich werfe Dummy und Hund darf den holen und kriegt was draus. Danach wird der Dummy weggenommen, beim Auslassen gelobt, und weggepackt. Dann darf Hund wieder machen was er will, und ich ignoriere den Hund, bis ich wieder was von ihm will.

    Phasen, wo der Hund sich auf mich konzentrieren soll, sollten sich mit Phasen, wo der Hund einfach nur schnüffelt und herumgondelt, abwechseln. Kein Hund kann nur üben. Aber wenn ich was vom Hund will, dann muss er auch reagieren. Was sich dann wieder für ihn lohnt, immer.

    (Wenn du vermehrt Leckerli fütterst, musst du das übrigens bei der Futterberechnung berücksichtigen.)

    Das mit dem Weiterlaufen mache ich auch ander Schlepp übrigens. Ich laufe zu, und wenn die Leine zu Ende ist, spannt sie sich halt und Hund wird mitgezogen. Nach kurzer Zeit lernt der Hund, dass seine Zeit zu schnüffeln begrenzt ist, nämlich genau so lange wie die Leine ist (und natürlich, wie schnell ich laufe). Manchmal bleibe ich "zufällig" stehen, wenn ich dem Hund die Chance geben will, länger zu schnüffeln. Aber grundsätzlich laufe ich meinen Stiefel vor mich hin, und Hund kommt im Radius der Schleppleine mit. Nach einiger Zeit lernt er, den Radius richtig auszunutzen und einzuschätzen und bleibt immer in meiner Nähe. Das hilft mir später, wenn ich den Hund freilaufen lassen will. Dann weiß er, in welchem Radius um mich herum er sich aufhalten soll. Weiter darf er nicht, sonst kommt ein "Stop"signal.

    Ich glaube, allmählich komme wir zum Kern des Problems... dein Hund ist ein ganz normaler Junghund, der nur Quatsch im Kopf hat und natürlich lieber mit allen Hunden Party machen wollen würde statt mir dir gesittet weiterzugehen. Und, natürlich braucht ein Hund auch Kontakte, er muss auch mal flitzen dürfen, auch gern mit anderen jungen Hunden, wenn es gut passt. Die Dosis macht halt wie bei allem das Gift.

    Abstand entzerrt bei Hunden vieles, denn jeder von ihnen hat den Wunsch nach Distanz in unterschiedlich ausgeprägter Form. Das hat einfach auch mit dem Wunsch nach Kontrolle zu tun, den erwachsene Hunde haben (und wir Menschen übrigens auch, keiner mag Drängler oder Menschen, die einen einfach anfassen).

    Und wie Gammur schreibt, muss das jeder Junghund lernen sich zurückzunehmen, sonst wird er später Mühe haben bei Begegnungen mit anderen Hunden.

    Mach einen neuen Faden auf zum Thema Leinenführigkeit und Fokus auf dich, dann bekommst du mehr Input. Es gibt verschiedene Wege, dorthin zu kommen, Runa-S hat ja schon einige gute genannt.

    Ich übe zb anfangs ganz viel den Rückruf und stehenbleiben auf Distanz. Für den Hund soll es sich immer lohnen, zu mir zu kommen. Deshalb hab ich gute Leckerli dabei, die er sehr mag. Dann das Stop, um ihn anzuhalten auf Distanz (natürlich mit Schlepp gesichert), dann das umorientieren, zu dir rufen, das kommt dann nach und nach. Dann gibt es neben mir laufen an der Leine, da nehme ich eine kurze Leine. Hund kreuzt nicht, läuft nicht vor meinen Füßen, sondern flott neben mir ohne anzuhalten zum Schnüffeln, bis wir auf dem Feld sind. Dort leine ich um und gebe ihn frei mit einem Kommando (Lauf, okay o.ä.)

    Sehen wir Leute mit Hunden, weichen wir aus oder leinen rechtzeitig an (Stop und Rückruf) und gehen dann an der kurzen Leine vorbei. Nicht der Hund bestimmt dann, ob es eine Interaktion gibt, sondern ich. Er wirft dann nicht den Anker aus und sitzt und fixiert, sondern wird von mir weitergetrieben, und erst, wenn ich der Meinung bin, er ist angemessen ruhig, leine ich nebenbei ab und gebe ihn frei. Hibbelt er zu sehr, kann auch mal keine Interaktion erfolgen. Zum vorbeilaufen an Hunden hilft es, ein Superleckerli dabei zu haben, das nur rausgeholt wird, wenn er an Hunden vorbeilaufen soll ohne Terz. Das halte ich dann anfangs vor seine Nase, dazu ein "Schau" (Schau heißt, jetzt kommt was Gutes, es lohnt sich, mich anzuschauen), und sind wir vorbei, wird gelobt und Hund bekommt das Superleckerli.

    Dein Hund ist nicht dumm, er wird sehr bald verstehen, dass an Hunden vorbeigehen cool ist, weil es da Wienerle, Käsestückchen, Hähnchenbrust o.ä. leckere Sachen gibt.

    Genauso wird er bald bei Hunde- oder Passantensichtung gucken, ob du ihn zurückrufen möchtest, weil danach kommt was Gutes.

    Vielleicht hilft dir das ein bisschen...eigentlich bräuchtet ihr eine gute Hundeschule, die euch in echt und nicht virtuell weiterhilft.

    Wenn du einen neuen Faden aufmachst, verlinke ihn bitte hier, damit ich ihn finde :D Danke

    Im Grunde muss dein Hund lernen, andere Hunde erstmal zu ignorieren, außer du gibst sie frei. Dazu muss er Impulskontrolle lernen, dass nicht jeder Hund gleich Party bedeutet. Und vielleicht bist auch du zu sehr auf andere Hunde fixiert. Wenn du andere, unpassende Hunde ignorierst, und dich mehr auf deinen Hund konzentrierst, wird auch dein Hund mehr und mehr den Fokus bei dir haben.

    ich weiss nur nicht wie sinnvoll es ist wenn ich da mit ihm weitergehe während er zum Hund zieht und die HH da weniger die Geduld/Zeit haben für meine Korrektur.

    Wie sieht denn deine Korrektur aus, wenn dein Hund zieht? Wenn die im Stehenbleiben besteht, bis der Hund aufhört zu ziehen... empfehle ich dir eine andere Form der Korrektur. Denn, da muss ein Hund wirklich ums Eck denken und unter Ablenkung, wenn da noch ein anderer Hund läuft, ist das doppelt doof für den Hund und Frust ist vorprogrammiert. Und da hast du Recht, so geht es sich nicht schön Gassi.

    Wenn du Tipps zur Leinenführigkeit haben möchtest, kannst auch einen neuen Faden aufmachen und um Tipps bitten. Das kann man gut auch allein trainieren und das hilft dir, dass dein Hund sich mehr auf dich konzentriert.

    Überhaupt, Hundekontakte schön und gut, aber im Grunde möchten wir doch, dass unsere Hunde sich an uns orientieren und nicht immer nur an Nachbars Schnuffi, oder? Und da muss man dann dran arbeiten (falls du es nicht schon tust). So macht das Gassi auch wieder mehr Spaß, wenn der Hund gedanklich mehr bei dir ist, stell ich mir vor.

    Vielleicht habe ich dann den Fehler gemacht die kleine zu streicheln, nachdem sie ständig an mir hochsprang, weil sie die Leckerlies gerochen hatte und meiner glaubte dadurch sie auch Begrüßen zu müssen/dürfen? Ich fand es toll wie entspannt sie bei uns Menschen blieb. Meiner ging dann ganz langsam zu ihr hin mit wedelnden Schwanz und ja vielleicht war ich von diesem Verhalten zu sehr überrascht, als die Sekunde zu sehen in der bei der Pinscherhündin die Stimmung kippte und sie in den Angriff überging. :tropf: Sie hatte ihn an die Wand eines Schneebergs gedrängt, das ich ihn nicht einfach da wegholen konnte. Ich hatte nicht das Gefühl das sie gemerkt hat das er sich vor Angst ganz klein gemacht hat und ohne mein Eingreifen abgelassen hätte. Nur deshalb habe ich sie von ihm weggeschoben, weil mir das zu extrem war, sie ihm keine möglichkeit zur Flucht lies, aber nicht um sie irgendwie zu Maßregeln. Das hatte dann der HH übernommen :verzweifelt:

    Diese Situation ist aus dem, was ich herauslese, eskaliert, weil die Pinscherhündin gebettelt hat, du sie gestreichelt hast, dein Hund auch Lust hatte, sich streicheln zu lassen oder vielleicht auch gucken wollte, ob ein Leckerli abfällt und neugierig angelaufen kam... und sie ihn dann vertrieben hat, weil sie deine Leckerli und deine Streicheleinheiten für sich beansprucht hat. Es ging also aus meiner Sicht wahrscheinlich um die Ressourcen, um die sich gestritten wurde bzw. die die Pinscherhündin frech für sich beanspruchte.

    Deshalb streichle ich fremde Hunde nie im Beisein meiner Hunde, und Leckerli an fremde Hunde gibt es erst recht nicht. Fremde Hunde springen mich nicht an, und ich streichle sie danach auch sicher nicht als Belohnung ;) Und, wird mein Hund so angegangen, greife ich natürlich auch ein, und in Zukunft wird der Kontakt mit dem betreffenden Hund vermieden.

    Nicht stehenbleiben sondern lieber immer weitergehen, gern mit dem anderen HH zusammen, hilft auch. Aber das haben andere und ich ja schon geschrieben.

    Allgemein ist es schwierig, die Situationen zu beurteilen, die du schilderst. Es ist ja keiner dabeigewesen und wir haben nur deine Schilderungen, die zwar detailreich sind, aber wesentliche Infos irgendwie doch wieder nicht enthalten. Ist nicht böse gemeint.

    Und noch ein letztes:

    Spoiler anzeigen

    Wenn du in Quarantäne bist, bleib bitte daheim und geb deinen Hund einem Hundesitter oder Gassigänger mit. Alles andere ist unfair.