Beiträge von DerFrechdax

    ich kann ihr nicht 24/7 die komplette Aufmerksamkeit geben. Sie wirkt oft unausgeglichen. P.s.: wenn wir mit ihr spielen kann es nie genug sein, Hauptsache sie ist der Mittelpunkt. Sie hat auch nie etwas angeknabbert oder sowas, ist eine tolle Hündin.

    Ich bin jetzt um 4. Monat schwanger und uns ist es sehr wichtig, Jule hin fang an mit ans Baby zu lassen damit sie sich nie benachteiligt fühlt

    Ich würde mir mit einem fähigen Trainer zusammen überlegen, warum dieser Hund so unausgeglichen ist und irgendwo auch gestresst.

    Hat sie Bauchweh? Verträgt sie ihr Futter nicht? Hat sie ab und zu Durchfall? War sie schon mal läufig? Muss sie immer da sein, wo ich bin (=mich überwachen)?

    Ein Hund, der gewohnt ist, dass der Mensch springt, wenn sie fiept, wird sich schwer tun, wenn euer Baby da ist und sie nicht immer alles sofort bekommt, was sie will. Da ist es gut, wenn sie das schon jetzt lernt, dass sie manchmal warten muss.

    Das mit dem "benachteiligt" kannst du gleich wieder vergessen. Das Kind geht immer vor, Hunde denken nicht in partnerschaftlichen Strukturen. Deshalb habe ich meinen großen Hund vom Baby fern gehalten, das Baby ging den Hund schlicht nichts an.

    Natürlich habe ich weiter Zeit mit dem Hund verbracht, aber wenn ich gestillt habe, gewickelt oder das Baby bespielt, hatte der Hund nichts am Kind zu suchen. Das war mein "Welpe", und da hatte kein Hund was verloren. Später, als sie größer waren, waren sie die besten Freunde, meine Kinder und der Hund, eine Schäferhündin.

    Eine Entscheidung sollte nun so schnell wie möglich getroffen werden und zwar im Wissen, was die Konsequenz daraus sein wird. Es gibt aktuell zwei Parteien die leiden. Zum einen das Mädchen, welches panische Angst vor dem Hund hat und zum anderen Apollo, der unter dem weggesperrt sein leidet.

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    Das sehe ich doch genauso.

    Ich denke, das wird der TE auch durchaus bewusst sein.


    Waldhörnchen es ging doch gar nicht darum, irgend jemandem den Mund verbieten zu wollen. Wer bin ich, mir das anzumaßen? Der Ton macht halt manchmal die Musik, ganz grundsätzlich.

    Mehr schreib ich jetzt nicht dazu.


    Ich gehe davon aus, dass sich die TE schon genug Selbstvorwürfe macht, weil sie die Situation verkannt hat und ihr Kind dadurch zu Schaden kam.

    Jetzt noch zum 100sten Mal in die gleiche Kerbe zu hauen ist wohl eher kontraproduktiv (ich meine das allgemein und niemanden im Speziellen).

    Warum lässt man das Erlebte nicht einfach mal sacken, es ist ja auch erstmal 2 Tage her, und wartet, wie die TE weiter vorgehen möchte? So eine Entscheidung zu treffen, braucht Zeit... traue ich mir das zu, nochmal bei Null anzufangen, kann ich mir kompetente Hilfe holen, schaffe ich es zeitlich, den Hund genug auszulasten, kann ich meinen Kindern garantieren, dass es bei diesem einmaligen Biss bleiben wird... das sind alles Fragen, für die es Zeit braucht, sich klar zu werden, ob man das leisten kann, oder ob man den Hund lieber zurück gibt, damit er woanders eine Chance bekommt.

    Gerade, wenn man sich das alles so schön ausgemalt hat und es mit dem anderen Hund auch so gut geklappt hat, braucht man Zeit, alles zu verarbeiten und abzuwägen... die damit einhergehenden Gefühle müssen ja auch irgendwohin, und es hängen ja auch nochmal mehr Personen dran, die einen sind für, die anderen gegen ein Verbleiben des Hundes.

    Ich möchte aber auch nochmal hervorheben, dass, solltet ihr den Hund behalten, einiges im Umgang und im Handling sich ändern muss, um weitere Vorfälle zu verhindern. Kleine Kinder und Hund, der ernst macht, wenn ihm was zu viel wird, das ist eine ungute Mischung. Da gehört viel Disziplin dazu, viel Konzentration, der Hund läuft dann nicht mal eben nebenher, denn die Unversehrtheit der Kinder hat oberste Priorität.

    Kind hat Hund belästigt, Hund hat kurz abgeschnappt, es ist körperlich kein Schaden entstanden, Kind hat einen gehörigen Schrecken bekommen.

    Das liest sich für mich im Eingangspost anders:

    Unsere Tochter musste ins Krankenhaus, weil sie schrecklich im Gesicht geblutet hat. Zum Glück(!) hat er das Auge verfehlt und sie wird keine bleibenden, körperlichen Schäden davon tragen. Aber Narben werden wohl bleiben. Es ist einfach schrecklich. Unserer Kleine hat seitdem furchtbare Angst vor dem Hund. Wir können den Hund nur mehr wegsperren, weil wir Angst haben, dass er nochmal zubeißt.

    Das Kind wurde verletzt, hat jetzt große Angst vor dem Hund und wird Narben behalten. Das Vertrauen der Familie zu dem Hund ist bei Null.

    31.01.: Wer möchtest du sein?

    Ich hab ziemlich lange gebraucht, bis ich mich so mochte, wie ich bin... und jetzt lebe ich schon so lange mit mir selbst, jetzt hab ich mich an mich gewöhnt xD

    Also niemand anderes, nur ich selbst. Mit einem etwas sonnigeren Gemüt vielleicht, falls Sonderwünsche erlaubt sind :D

    31.01.: Welche drei Anschaffungen hast du zuletzt für deinen Hund gemacht?

    Futter... puh, mehr fällt mir gerade nicht ein. Ein Besuch beim Groomer letztes Jahr... mal ein neues Halsband vor längerem... TA vor ner Weile... der Kleine ist echt pflegeleicht :nicken:

    Hallo liebe Apollo

    Was ihr erlebt habt tut mir von ganzem Herzen leid :tropf:

    Ich hab mir einiges herausgepickt und schreibe mal drauflos, okay?

    Wir sind total am Ende. Wir sind totale Hundemenschen und wollen nicht, dass unsere Tochter jetzt ein Leben lang Angst vor Hunden hat. Ein Leben ohne Hund ist für uns alle unvorstellbar.

    Ich verstehe total in welchem Gefühlschaos ihr euch gerade befindet. Ihr habt euch alles ganz anders vorgestellt, ihr mögt Schäferhunde, und ihr hattet mit eurem vorherigen Hund so eine schöne Zeit.

    Apollo ist nicht unser erster Hund. Wir hatten bis vor einem Jahr einen anderen Schäferhund, den wir leider wegen Krebs gehen lassen mussten. Dieser Hund war einfach der perfekte Familienhund, der beste Freund unserer Kinder, unser Beschützer, unser bester Freund. Daher war klar, dass es wieder ein Schäferhund werden muss.

    Ihr hattet Glück, so ein Goldstück zu erwischen. Jeder Hund ist anders, jeder Hund hat seine eigene Geschichte. Euer vorheriger Hund war ein Lamm, das muss man einfach so sagen. Und das ist okay, es gibt solche Hunde, die sich so fest binden, so treu sind, dass sie alles mit sich machen lassen. Das ist eine große Ausnahme und ein Glück.

    Unsere Tochter musste ins Krankenhaus, weil sie schrecklich im Gesicht geblutet hat. Zum Glück(!) hat er das Auge verfehlt und sie wird keine bleibenden, körperlichen Schäden davon tragen. Aber Narben werden wohl bleiben. Es ist einfach schrecklich. Unserer Kleine hat seitdem furchtbare Angst vor dem Hund. Wir können den Hund nur mehr wegsperren, weil wir Angst haben, dass er nochmal zubeißt.

    ...und hier komme ich an den Punkt, wo ich ganz klar sagen muss, gebt ihn sofort ab.

    Kein Kind sollte in Angst aufwachsen müssen. Sich zu Hause, dem Ort, wo es sich geborgen und sicher fühlen sollte, nicht mehr beschützt fühlen können.

    Dieser Hund ist anders. Er ist nicht die Reinkarnation eures verstorbenen Hundes, er hat seine eigene Geschichte und seine eigenen Erfahrungen. Seine Zündschnur ist scheinbar kürzer, und das im Weg herumliegen in der Nähe von euch kann verschiedene, nicht freundliche Motivationen gehabt haben, das muss keine Anhänglichkeit sein.

    Meine Kinder sind ebenfalls mit einer Schäferhündin aufgewachsen. Diese Hündin war 3 und von Welpe an bei uns, als das erste Kind bei uns kam. Von Anfang an war klar, dass sie von sich aus niemals! nie! niemals nicht von sich aus dem Kontakt sucht zum Kind. Nicht, als ich als der Klinik heimkam, nicht, wenn ich gestillt habe, nicht, als das Kind laufen konnte. Nicht, als es mit Breze in der Hand durchs Haus gewackelt ist. Nicht, wenn es Kinderbesuch hatte. Der Hund lag immer abseits, nie im Geschehen. Ich hatte sie immer im Blick, und sie war toll. Hat die Kinder ignoriert, hat sich um sich selbst gekümmert, war zurückhaltend und freundlich.

    Umgekehrt durften die Kinder nie an den Hund, wenn er gefressen hat oder geruht. Der Hund wurde nie von den Kindern "miterzogen". Die Bezugsperson und zuständig für den Hund war allein ich. Die Schlafzimmer der Kinder waren tabu für den Hund, so dass die Kinder ungestört spielen konnten. Der Hund wurde nicht bedrängt und nicht umarmt oder bespielt, lag aber auch nie im Weg mitten Geschehen herum.


    Ich muss sagen, niemals würde ich mir einenTierheimhund mit 3 kleinen Kindern ins Haus holen. Man weiß einfach gar nichts über den Hund, da wäre mir das Risiko viel zu groß.

    Und, ja, man muss seinem Familienhund ein Stück weit vertrauen können. Man kann nicht immer 100% überall dabei sein, man muss dem Hund auch mal den Rücken kehren können, ohne dass man Angst haben muss, dass jemand zu Schaden kommt. Dafür ist euer Rüde wohl nicht der richtige.

    Deshalb plädiere ich dafür, ihn abzugeben bzw. zurückzugeben ins Tierheim.

    Was wir wissen wollen ist, ob das jetzt bedeutet, dass wir Apollo abgeben müssen, oder ob sowas ein einmaliger Vorfall sein kann? Ist unser Hund gefährlich, muss er vielleicht eingeschläfert werden?

    Das kann euch niemand sagen. Es kann aber wieder passieren, wenn der Hund sich wieder in einer ähnlichen Situation findet und diese wieder durch Zuschnappen lösen möchte. Grund, sein Leben zu beenden ist das nicht. Aber ein Grund, ihn abzugeben, weil es mit euch als Familie, ganz speziell, in dieser Konstellation, nicht passt.


    Im Grunde ist das Vertrauen im Eimer, und euer verletztes Kind ängstigt sich vor dem Hund. Ich persönlich würde das Ganze mit der Familie besprechen, den Kindern den Grund zu erklären, nämlich dass der Hund nicht an der richtigen Stelle ist bei euch und es einfach nicht passt. So wäre meine Wahl.

    Ich wünsche euch von Herzen alles Gute und gute Besserung für eure Tochter :streichel: