Beiträge von DerFrechdax
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Ich hätte mal eine Frage:
Eine Freundin der Tochter wird am Samstag ihren ersten eigenen Hund aus dem TS bekommen. Ein Windhundmix, 6 Monate alt, aus Bulgarien. Der Hund wurde auf FB ausgesucht, anhand von 2 Photos. Samstag Nacht um 3 soll die Freundin zu einem Autobahnrastplatz kommen und dort den Hund, der mit mehreren Hunden im LKW transportiert wird, entgegen nehmen. Der Hund ist extrem billig, knapp über 100 €, der Transport kostet nochmal 200.
Meine Frage ist, ist das üblich, dass man mitten in der Nacht seinen Hund auf einem Rastplatz in den Arm gedrückt bekommt? Ich dachte eigentlich immer, dass die Hunde zu Pflegestellen oder Tierheimen oder wenigstens festen Unterkünften gebracht werden, bevor sie weiterreisen.
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Nach dem, was ich gelesen habe, ist mMn gerade nicht so der optimale Zeitpunkt, um sich überhaupt einen Hundewelpen ins Haus zu holen.
Ihr werdet bald ein Baby im Haus haben das just zu der Zeit, in der der Welpe seine Flegelphase haben wird, das krabbeln anfangen wird.
Ein Baby im Haus ist eine große Umstellung und kann sehr, sehr anstrengend sein (was du ja schon weißt, du hast ja schon Kinder).
Es ist natürlich auch was Schönes, aber frischgebackene Eltern haben oft keine großen Ressourcen, um weiter ihren Hobbys nachgehen zu können, geschweige denn einen Jungspund zu erziehen, auf den Hundeplatz oder die Hundeschule zu gehen und jeden Tag mehrmals Gassi. Das muss man wirklich wollen und vieles geht durch Hundeerfahrung auch im Autopilot.
Ein Welpe und Junghund ist nicht immer nur süß. Er macht viel kaputt, bellt, wenn das Baby schlafen soll, hat Durchfall oder übergibt sich und haart in den meisten Fällen wie Sau. Er muss konsequent erzogen werden, egal ob ich müde bin oder das Baby jetzt Priorität hat, weil es gewickelt werden will oder Hunger hat. Und es können ungute Seiten am Junghund zu Tage treten, wo ich rechtzeitig gegensteuern und vielleicht mit Unterstützung eines Trainers daran arbeiten muss.
Du schreibst, du gehst auf Reha... vielleicht ist es eine gute Idee, in der Zwischenzeit einige Bücher oder Lehrvideos auf YT anzusehen und Kontakte zu seriösen VDH- Züchtern zu knüpfen und mit dem Hundekauf noch zu erwarten. Der richtige Hund läuft euch nicht davon, ein Impulskauf aus dem Bauch heraus kann aber etwas sein, was euch viel Sorgen, Ärger und Tränen einbringen kann. Nur meine Meinung.
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Bei "Bauernhof" reagiere ich direkt allergisch... ganz oft sitzen da die Welpen in einer alten Pferdebox in der Scheune, weil dort ist es egal, was sie dreckig und kaputt machen. Sozialisation gleich Null, denn in so ner Scheune kommt höchstens mal der Trecker reingefahren nach Feierabend.
Die Gefahr ist also groß, dass man "vom Bauernhof" einen Hund bekommt, der nichts kennt, ängstlich auf alles reagiert und dann bei der Rasse-Kombi von dir mit Aggression reagiert auf alles, was er nicht kennt.
Ich kenne einige solcher "Bauernhofhunde" aus Anbindehaltung oder aufgewachsen in der Box- da steckt unheimlich viel Arbeit und Management drin, wenn man sie durch ihren Alltag führen will, und in der Stadt drehen solche Hunde mit ziemlicher Sicherheit aufgrund der vielen Reize durch.
Was genau gefällt dir denn an den Bullys/Pitbull/ Amstaff?
Vielleicht gibt es eine Rasse, die du dir aus verantwortungsvoller Zucht holen kannst, die besser zu dir passt. Und, weit wichtiger als die Optik ist der Charakter eines Hundes und ob er klar in der Birne und vernünftig gezogen und aufgewachsen ist.
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Ich persönlich bekomme immer Bauchschmerzen, wenn ich von solchen Hunden in Anfänger Händen höre .
geht mir genauso
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Was genau fasziniert dich denn so am Charakter der Amstaff/ Bully/ Pitbulls? Gibt es da was konkretes?
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Ich befürchte eher, dass voll gewollt solch eine "kraß coole" Mischung gewählt worden ist.
Vielleicht wäre es in dem Fall hilfreich zu erwähnen, was mit solchen "krass coolen" Hunden geschieht, wenn die mal aufgrund des Versagens ihres Halters jemanden schädigen - die Tierheime sind bei uns voll mit solchen unvermittelbaren Listenhunden, die von überforderten Haltern nach einem Beißvorfall abgegeben werden mussten.
Ich frage mich wirklich, was das für Menschen sind, die solche Mischungen produzieren.
Aber ich will ja nicht gleich den Teufel an die Wand malen.
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Ich würde mir auf jeden Fall auch schon mal Gedanken um eine gute Kranken- und Op Versicherung machen.
Und unbedingt eine gute Hundehaftpflicht... Mit entsprechendem teuren Aufschlag für Listenhund
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Hab dir mal was reinkopiert, der Fettdruck ist von mir. Bist du dir nach der Lektüre immer noch sicher, dass das der richtige Hund für dich ist?
https://www.zooplus.de/magazin/hund/h…it-bull-terrier
ZitatCharakter
Das Erbe der grausamen Hundekämpfe einerseits, verantwortungslose Halter andererseits haben den Pit Bull in Verruf gebracht. Richtig ist: Schlecht sozialisierte Pit Bulls können ein hohes Maß an Aggressivität gegenüber Mensch und Tier zeigen, denn sie sind unerschrocken und grundsätzlich eben das, wozu sie früher gezüchtet wurden, nämlich „kampfbereit“. In der Beziehung zu Menschen ist die Rasse in der Regel allerdings grundsätzlich sehr unterordnungsbereit, was bereits zu den unrühmlichen Tierkampf-Zeiten wichtig war, denn die Vierbeiner mussten sich immer von einem Menschen aus dem Kampf heraus trennen lassen können, ohne dass der Zweibeiner dabei angegriffen wurde. Wie bei den meisten dieser „Kampfhunde“ zeigt auch der Pit Bull, dass die Gefahr vom anderen Ende seiner Leine ausgeht. So gelten sorgfältig sozialisierte Pit Bulls als sanftmütig und sind mit ihrem intelligenten Wesen sowie ihrer Verspieltheit ausgezeichnete Hunde für sportliche Familien und tolle Gefährten für Kinder. Als Wächter eignen sie sich aufgrund ihrer Unterordnungsbereitschaft nicht. Grundsätzlich sind bei dieser Rasse – beziehungsweise dieser Rasse-Variante – immer Herkunft, Sozialisation und Erziehung entscheidende Faktoren für ein entspanntes Zusammenleben. Wackelt eine dieser Säulen, kann der Hund zu einer Gefahr werden – Hundeanfänger sollten dieses Risiko keinesfalls eingehen.
Erziehung ist Expertensache
Ein Pit Bull braucht in jedem Fall hundeerfahrene und besonnene Halter, für die Hundeerziehung kein Neuland ist. Diese sollte eine gründliche und frühe Sozialisierung gegenüber anderen Hunden und Menschen beinhalten. Zudem gilt es bei diesen Vierbeinern immer eine klare und konsequente, dabei natürlich gewaltfreie Führung innezuhaben, da Pit Bulls sonst versuchen, den ersten Platz in der Rangordnung einzunehmen. Dies kann bei einem Tier mit den beschriebenen Anlagen fatale Folgen haben. Suchen Sie mit einem jungen Pit Bull auf jeden Fall eine Welpenspielstunde auf, damit er sich an den Umgang mit verschiedenen Hunden gewöhnt. Auch der Besuch einer angeschlossenen Hundeschule kann sehr hilfreich sein.
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Hi, hast du denn schon Hundeerfahrung, oder wird das dein erster Hund?