Hi,
zur Rasse Mali selbst kann ich nichts beitragen, ich weiß nur dass das ein Hundrasse ist, von der ich weiß, dass sie trotz vieler Jahrzehnte Hundehaltung und -erfahrung niemals hier einziehen wird, weil ich ihr nie gerecht werden könnte.
Zum Thema Welpe kann ich dir sagen, wie unser Tagesablauf mit 12 Wochen altem Welpen, der seit knapp 2 Wochen hier wohnt, aussieht:
früh um 6 Minipipirunde auf die nächste Grünfläche 20 meter neben dem Haus, dann immer mal kurz gemeinsam in den Garten zum Lösen. Zwischen Pipigängen wird geschlafen. Um ca. 16 Uhr erfolgt eine kurze Gassirunde zum Feld, die maximal 20 Minuten bis allerhöchstens 30 Minuten dauert, wenn wir viel stehen bleiben und gucken.
Danach wieder kurze Pipigänge in den Garten. Um 22 Uhr ist hier Schicht im Schacht und Welpi schläft in der Box neben meinem Bett und ich halte die Hand rein, wenn er unruhig sein sollte (was er aber nicht ist, ihm reicht es, mich atmen zu hören).
Er kennt seinen Namen, hört auf "Komm", geht leidlich an der Leine mit. Das ist alles, was er können muss bis jetzt. Er guckt sehr viel, muss sich alles genau anschauen, Menschen, Fahrräder, Motorsäge beim Baumfällen, Autos, Kinder...
Heute haben wir 2x sowas wie Rückruf an der Schleppleine gemacht, das reicht schon wieder, gerade schläft er, kaputt vom Ausflug zu einem anderen Stück Feld.
Das da:
Meistens sind wir morgens und abends eine halbe Stunde draußen und nachmittags eine Stunde. Dazwischen gibt es natürlich Pipirunden. Wir trainieren und spielen jeweils ca 30 Minuten am Tag mit ihr.
ist für eine 10 Wochen alten Welpen viel zu viel Action. Dadurch werden Hormone freigesetzt, die den Hund abends total überdrehen lassen. Der kommt dann wie ein quengelndes Kind nicht zur Ruhe.
Deshalb, überleg dir, ob du das überhaupt leisten willst. Willst du den Hund deines Freundes erziehen? Traust du dir das zu? Dann setz dich hin, les ein paar gute Bücher für die Grundlagen, telefoniere ein paar Trainer ab und nimm Einzelstunden, um dir das Wichtigste an Erster Hilfe zukommen zu lassen. Fahr das Programm herunter, übe Sinnvolles wie kurzes Alleinbleiben, Beißhemmung, Spielzeug abgeben, oder mal ne Weile im Welpenauslauf bleiben, während man was anderes macht (aber bitte nur eins davon ein bis zwei mal pro Tag und gebt dem Welpen mehr Ruhe und Zeit, alles was er erlebt, auch zu verarbeiten, um nicht reizüberflutet hohl drehen zu müssen).
Verabschiedet euch von romantischen Gedanke , was man alles Krasses mit dem Hund später machen könnte - jetzt geht es nur noch um Schadensbegrenzung!
Am Besten für die Maus und auch euch wäre, wenn ihr den Hund abgeben würdet. Hier im DF sind viele vernetzt und wissen sicher, wo ihr Hilfe zur Vermittlung bekommen könntet, ihr braucht nur was sagen.
Bitte überlegt euch sehr bald, wo die Reise hingehen soll und dann setzt es um. So oder so wird es nicht leicht, aber denkt bitte in erster Linie an euren Hund. Sie hat es nicht verdient, nach den ersten Beißvorfällen getötet zu werden oder im Tierheim unvermittelbar den Rest ihres jungen Lebens zu versauern, weil ihr ahnungslos wart.
Und lass bitte deinen Freund den Faden hier lesen- unbedingt!