Beiträge von DerFrechdax

    Runter vom Gas. Bei allem.

    wo liest du heraus, dass mit dem Hund zu viel gemacht wird? :???:

    Wenn neben seiner Lösewiese eine Straße ist und der Welpe Angst hat vor den Autos, ist das so verwerflich, hier anzufragen, ob jemand Tipps hat oder bei seinem Welpen das Gleiche erlebt hat?


    Was ich noch schreiben wollte, das Hochnehmen habe ich auch immer dann gemacht, wenn es dem Welpen sichtlich zu viel geworden ist. Das hat ihm gut getan, weil er sofort aus der angstmachenden Situation herausgenommen war und die Körpernähe ihn beruhigt hat. Das tut ihm noch jetzt gut, wenn er "drüber" ist, ihn kurz in den Arm zunehmen oder wenigstens den Arm um die Körpermitte zu legen und ihn sanft zumassieren. Das beruhigt ihn sofort.

    Hast du schon mal probiert, dich einfach mit ihr soweit in der Nähe der Straße aufzuhalten, wie sie noch tolerieren kann und einigermaßen entspannt ist und dort einfach stehen zu bleiben und zu warten?

    Wir haben das anfangs mit unserem inzwischen 16 Wochen alten Welpen gemacht, der Autos auch etwas gruselig fand. Jede Straße, jedes Auto war eine Übung, ruhig stehen zu bleiben und den Autos zuzugucken oder woandershin... alles war erlaubt, nur nicht bellen oder herumhampeln, das wurde durch weitergehen und sich etwas weiter entfernen unterbunden.

    Irgendwann war unser Kleiner in der Lage, sich hinzusetzen und ruhig den Verkehr anzugucken, irgendwann hat er sich sogar hingelegt. Dann hab ich ihn leise gelobt und wir sind irgendwann weiter. Inzwischen ignoriert er Autos weitestgehend, weil wir anderen (ein alter Hund und ich) sie ebenfalls nicht weiter spannend finden.

    Die Bewegung, die von Autos oder Motorrädern etc ausgeht, kann ein ganz schöner Trigger sein, und der Lärm, den sie fabrizieren, kann Angst machen. Lässt man ihnen die Zeit, zu sehen, dass nichts weiter passiert, kann das schon ganz viel bewirken im Welpenköpfchen.

    Viel Erfolg! :winken:

    Ja, nun, schade, ich hätte gern noch ein bisschen was zu Welpen an sich und wie man sich das so vorstellen kann, wenn ein Welpe einzieht, geschrieben, einfach auch, um der Familie Newbie ein bisschen zu schildern, wie der Alltag mit einem Hundebaby so aussehen kann...

    Aber wenn das dann nicht gelesen wird, mag ich auch keine Zeit investieren.

    @NewbieFamily Wenn du doch noch dabei bist, sag Bescheid, dann bekommst du von mir nochmal ein Posting mit meiner Meinung als langjähriger Hundehalterin und aktuell Welpenmama. Wenn nicht... dann alles Gute und viel Erfolg beim weiteren Gucken nach dem richtigen Hund für euch :winken:

    Viele Hunde, die z.B. auf einen anderen Hund losgehen, lassen sich von Menschen wegschicken, wenn der nur ein bisschen klar auftritt.

    Ich glaube, das hat eher mit dem Auftreten zu tun und mit der Körpersprache und auch mit der Erziehung und dem Training, also wie der Hund geprägt worden ist.

    Im Faden mit den nervigen HH liest man oft von kleinen Hunden, die eben so gar nicht beeindruckt waren vom klaren Auftreten der Menschen, die ihn blocken wollten, einfach, weil es so manchen kleinen Hund gibt, der nie gelernt hat, dass der Mensch eine Instanz ist, die zu respektieren ist, sondern manche HH kleinen Hunden oft vieles durchgehen lassen.

    Es ist halt immer alles fließend, wie ich als Mensch rüber komme, wie der Hund so drauf ist, ob ich es wirklich auch innen drin ernst meine.

    Ich hab bisher jeden Hund blocken können, groß und klein, oft nur durch Fixieren und einem lauten "Geh ab!", meine Hunde hinter mir. Das heißt jetzt aber nicht, dass der Hund Menschen einen höheren Status zuerkennt, sondern genau das: dass ich in dem Moment den Hund blocken konnte, weil ich ihm klargemacht habe, dass es eine sehr gute Idee ist, abzudrehen und dahin zu verschwinden, wo er hergekommen ist.

    klares Hierarchiedenken

    Hatte ich auch früher, habe ich teilweise heute noch, aber in einer positiveren Richtung.

    Ich hatte am Anfang meiner Zeit hier im DF sogar einen Faden dazu aufgemacht: Hundeerziehung: Führung, Dominanz oder Laisser-faire... eure Meinung interessiert mich! :)

    Früher hatte ich eher die Denkweise, was kann der Hund für mich tun, einfach, weil ich es ihm so sage.

    Inzwischen denke ich, ich tue was für den Hund also tut er was für mich.

    Ich hab inzwischen statt eines Schäferhundes oder eines Leonbergers eineinhalb Terrier hier sitzen. Denen brauchst du nicht mit Druck oder "Du machst das jetzt, weil ich das so sage" ankommen. Die kannst du aber super über die Mitarbeit und das Gemeinsam- was- Tolles- Erleben kriegen. Dann sind sie voll dabei.

    So wird also nicht geschimpft, wenn der kleine Terrierwelpi meldet, wenn ihm was komisch vorkommt (was natürlich noch sehr häufig vorkommt, da er noch sehr jung ist), sondern ich rufe ihn ab und lobe ihn, oder ich gehe gucken und sage, dass es gut ist.

    Schimpfe ich, steigt die Erregungslage nur noch mehr, weil meine beiden nicht verstehen, warum ich schimpfe, wenn sie mir doch etwas von so wichtiger Tragweite wie ein komisches Geräusch mitteilen wollen.

    Und Wachtrieb, als Beispiel, ist ja nun auch rassetypisch, würde ich dagegen vorgehen wollen, weil ich meinen Chef raushängen lassen wollen würde ("Hund bellt nicht, wenn ich das nicht will"), würde ich scheitern, und die Beziehung zu meinen Hunden würde sehr leiden.

    Natürlich habe ich die Verantwortung und das letzte Wort hier, entscheide für uns alle und bestimme, wo es lang geht, aber die innere Einstellung zu meinen Hunden, die Art, wie ich es umsetze und auch der Weg dorthin, wohin ich will, hat sich sehr verändert.

    Knurren ist eine Warnung. Braucht der Hund nicht warnen, weil alles paletti ist, braucht er auch nicht knurren.

    Es kommt aber auch immer auf den Hund an, jede Rasse und jeder Hund individuell ist anders, es gibt eher stille Typen und auch solche, die schnell an die Decke gehen. Solche, die sich eher zurückziehen und solche, die nach vorn gehen, welche, die schnell abstrafen, und solche, die einen langen Geduldsfaden haben oder eher deeskalieren.