Hatte ich auch früher, habe ich teilweise heute noch, aber in einer positiveren Richtung.
Ich hatte am Anfang meiner Zeit hier im DF sogar einen Faden dazu aufgemacht: Hundeerziehung: Führung, Dominanz oder Laisser-faire... eure Meinung interessiert mich! :)
Früher hatte ich eher die Denkweise, was kann der Hund für mich tun, einfach, weil ich es ihm so sage.
Inzwischen denke ich, ich tue was für den Hund also tut er was für mich.
Ich hab inzwischen statt eines Schäferhundes oder eines Leonbergers eineinhalb Terrier hier sitzen. Denen brauchst du nicht mit Druck oder "Du machst das jetzt, weil ich das so sage" ankommen. Die kannst du aber super über die Mitarbeit und das Gemeinsam- was- Tolles- Erleben kriegen. Dann sind sie voll dabei.
So wird also nicht geschimpft, wenn der kleine Terrierwelpi meldet, wenn ihm was komisch vorkommt (was natürlich noch sehr häufig vorkommt, da er noch sehr jung ist), sondern ich rufe ihn ab und lobe ihn, oder ich gehe gucken und sage, dass es gut ist.
Schimpfe ich, steigt die Erregungslage nur noch mehr, weil meine beiden nicht verstehen, warum ich schimpfe, wenn sie mir doch etwas von so wichtiger Tragweite wie ein komisches Geräusch mitteilen wollen.
Und Wachtrieb, als Beispiel, ist ja nun auch rassetypisch, würde ich dagegen vorgehen wollen, weil ich meinen Chef raushängen lassen wollen würde ("Hund bellt nicht, wenn ich das nicht will"), würde ich scheitern, und die Beziehung zu meinen Hunden würde sehr leiden.
Natürlich habe ich die Verantwortung und das letzte Wort hier, entscheide für uns alle und bestimme, wo es lang geht, aber die innere Einstellung zu meinen Hunden, die Art, wie ich es umsetze und auch der Weg dorthin, wohin ich will, hat sich sehr verändert.