Beiträge von DerFrechdax

    Ich freue mich, dass du noch dabei bist :bindafür:

    Meine Sicht der Dinge (und wirklich ausschließlich meine persönliche Meinung):

    . Hund dackelt mir Zuhause hinterher. Verneinen oder einfach nur auf den Platz schicken? Wenn auf Platz schicken: Wann davon erlösen?

    Das mit dem Auf den Platz schicken ist ein zweischneidiges Schwert. Man muss echt am Ball bleiben und konsequent sein. Mir liegt das nicht, deshalb gibt es hier Hunde-/Kindergitter und einen großen Welpenauslauf, wo der heißgeliebte Donut und die offene Schlafbox stehen. Folgen ist durch die diversen Gitter limitiert, ich schicke auch mal weg, dreht Welpi arg auf und ärgert den Senior zb ohne sich abbrechen zu lassen, sitzt er auch mal kurz im Hundeauslauf, wo er sofort in einen komaartigen Schlaf verfällt.

    2. Hund frisst unterwegs Blätter, Rinde, Zweige (Naturmaterialien). Zulassen, ja oder nein?

    Klares Nein. Meine Lösung wäre, entweder schon im Ansatz zu unterbinden, dafür müsste man aber Augen wie ein Luchs haben, oder ich lasse mir alles bringen und tausche für ein Leckerli. Für einen Hund, der arbeiten will, nicht die schlechteste Strategie, aber man muss dann damit leben, dass der Hund einem halt echt jeden Kack bringt, weil er Leckerli abstauben will (Verhaltenskette).

    . Hund zieht an Leine. Zulassen oder mit Stehenbleiben/Richtungswechsel korrigieren? (Das ist für mich ein sehr ledliches Thema.. Ich weiß, dass es ein junger Hund ist, aber ich hab Angst, dass wenn ich ihm das gestatte, es eher schlimmer wird.)

    Ich mach es wie schon empfohlen- am Halsband (ich nutze eine Retrieverleine mit zweifachem Stop) kein Ziehen, am Geschirr an der Flexi auch nicht, da bin ich aber nicht so pingelig. Grundsätzlich mag ich nicht durch die Gegend gezogen werden und werd da auch sehr deutlich. Ist gerade bei uns mit Jack auch ein Thema, das ich hoffe, in der Hundeschule bald bearbeiten zu können.

    . Anderer Hund kommt uns entgegen. Hinlaufen lassen/zu mir lotsen?

    Nein, nie. Ich leine sofort an und checke erst mal ab, ob der Hund zu uns passt. Verwickle den Halter in ein kurzes Gespräch und leine dann ab, wenn mein Hund ansprechbar und auf mich fokussiert ist (Schau- Kommando- Lob und Leckerli). Ist er das nicht und am rumspacken und in die Leine springen, gebe ich ihm noch etwas Zeit zum Beruhigen, klappt das nicht, gibt es auch keinen Kontakt.

    Hund lernt- es lohnt sich, ruhig zu bleiben, sonst gibt es keinen Hundekontakt.

    5. Andere Hunde generell meiden oder Nähe suchen?

    Kommt auf die Hunde an. Ruhige, ältere Hunde, die souverän genug sind, einen Jungspund ausspacken zu lassen und nicht weiter drauf einzugehen, sind Gold wert. Alle Hunde, die auf die Rennspiele, die ja meist ein Fiddeln sind und ein Übersprung, eingehen und anfangen zu jagen/ hetzen etc., würde ich meiden.

    Eher würde ich mir Leute suchen, mit denen man sich ab und an trifft, 2- 3 gezielte Hundekontakte pro Woche mit ruhigen, gesetzten Hunden sind Gold wert und wesentlich besser für den Jungspund als Kontakte, nach denen er drei Tage braucht, bis er wieder normal ist.

    Wäre meine Strategie.

    6. Hund liest die eigenen Fellbüschel vom Teppich auf und frisst sie. Zulassen, ja, nein?

    Von meinem Gefühl her eher nein, ich hätte Angst vor gesundheitlichen Komplikationen. Mein Hundebub macht das auch, wenn ich ihn kämme und mal ne Strähne abschneiden muss. Die muss ich in Sicherheit bringen, sonst ist die im Welpenbauch.

    Da dein Hund ständig was aufliest, würde ich das konsenquent und egal was es ist, unterbinden, einfach grundsätzlich.


    7. Hund beißt sich in eigene Pfoten und rupft sich Schwanzhaare aus. Zulassen oder unterbinden?

    Unterbinden. Das ist eine stereotype Verhaltensweise, die zu einer Zwangsstörung werden kann. Stattdessen Programm runterfahren, Kong anbieten, Hund zur Ruhe bringen.

    8. Bisher kam sein TF ja immer als Belohnung mit nach draußen. Weitermachen oder sein lassen? Und im Zuge dessen: Richtiges Verhalten (an Ampel stehen bleiben, Fuß gehen, wenn es wo eng wird, Kontakt zu mir suchen, ect.) belohnen, ja oder nein? Wenn Belohnung: Futter oder nur verbal? Und wiederum: Zusätzluch zum Hauptfutter oder davon abgezogen? (Das ist eune sehr lange Nr. 8.. :P)

    Die Art der Belohnung würde ich vom Eregungspegel des Hundes abhängig machen. Ist er schon recht drüber und giert nach Bestätigung, würde ich verbal, vielleicht ein leises, tiefes "Fein" loben. Ist er noch recht ruhig und das, was er tut, wirklich außerordentlich toll, dann gern ein kleines Leckerchen, was mir zufällig aus der Hand in den Hundehals fällt.

    Je hochgepushter der Hund, umso ruhiger musst du sein. Manches, was der Hund ungefragt anbietet, wird vielleicht auch einfach mit einem Blick zur Kenntnis genommen, wenn es nicht explizit gewünscht worden ist. So bekommt der Hund schnell ein Gefühl dafür, was du willst (einen ruhigen, jedoch aufmerksamen Hund) und was nicht (einen Hund, der drüber ist und sich nicht mehr im Griff hat).

    Grundsätzlich lobe ich für ruhiges mich anschauen, neben mir laufen, befolgen leiser Kommados. Vom groben Kommando arbeite ich mich zu feinen Kommandos vor, so dass am Ende ein Fingerzeig oder ein Blick genügt, und Hund weiss, was ich jetzt will. Dann kann man auch die Leckerli eher durch ruhiges Lob ersetzen.

    Abziehen vom Futter, das würde ich ehrlich gesagt davon abhängig machen, wie hoch der Proteingehalt des Futters ist und was für Leckerlis das genau sind.

    Ich koche für meine Hunde, sie fressen viel Gemüse, so dass ich bei Leckerlis in Fleischform sehr großzügig bin und eher von der Figur abhängig mache, wieviel ich gebe.

    Trainer finde ich bei euch auch sehr wichtig... es ist keine Schande, sich Unterstützung und Zuspruch zu holen, wenn man einen anspruchsvollen Hund hat. Viel Glück!

    Phonhaus  @Hostage

    Terriermensch

    Aus Interesse: wie ist „der Terrriermensch“ denn so in euren Augen?

    Ich ahne irgendwie mittlerweile, dass ich es vielleicht doch ein bisschen bin. :lol: Hab aber zu wenig Erfahrung.

    Phonhaus  @Hostage

    Terriermensch

    Aus Interesse: wie ist „der Terrriermensch“ denn so in euren Augen?

    Ich ahne irgendwie mittlerweile, dass ich es vielleicht doch ein bisschen bin. :lol: Hab aber zu wenig Erfahrung.

    Natürlich die mit Abstand sympathischsten Hundehalter überhaupt (und gelegentlich ähnlich größenwahnsinnig wie ihre Hunde). =) :D

    Hallo miteinander,

    Weil das Thema aufkam und ich es selbst auch sehr interessant und spannend finde, mache ich mal einen eigenen Faden auf und hoffe auf eure rege Beteiligung =)

    Die Frage war, was macht einen Terriermenschen aus. Fühlt euch frei, eure Sichtweisen hier zu äußern- ich bin sehr gespannt, was zusammenkommt :applaus:

    Mit eurem Einverständnis zitiere ich die bisher geäußerten Antworten hier eben nochmal geschwind.

    Viele Grüße vom Frechdax :winken:

    Macht euch nicht verrückt, der soll sitzen, weil er ansonsten, während ich nicht schauen kann, Müll frisst, in ein Auto rennt oder an anderen Leuten hochspringt!! o.O Oder so sehr in die Leine springt, dass ich direkt in seinen Haufen stürze.. Bitte nicht falsch verstehen, das dient seiner und meiner Sicherheit.

    Wenn das so ist, wie es sich für mich anhört, dann wäre doch ein guter Ansatz, zu üben, auf einem Fleck stehen zu bleiben und Hund kommt zur Ruhe. Oder, wenn das nicht geht, weil Hund durchdreht, ganz langsam Gassi zu gehen und immer mal wieder kurz stehen zu bleiben und den Hund warten zu lassen.

    Mir kam der Gedanke, dass das Verhalten eures Hundes auch für euch Stress ist, weil die Angebote, die euer Hund euch ständig macht, euch in den Zugzwang bringen, ihm mehr anbieten zu "müssen".

    Vielleicht wäre es für euch und auch den Hund eine gute Übung, einfach mal auszuhalten, dass nichts passiert, zu warten und wieder ein Stück weiterzugehen und dann wieder zu warten.

    Ich verlinke dir noch ein Video, das ich sehr hilfreich fand zum Ruhe finden. Die Trainerin hat selbst Hütehunde, man sieht auch die Leistungsbereitschaft der Rasse, aber sie nutzt das, um dem Hund zu helfen, sich zu entspannen. Ihr Kanal ist grundsätzlich sehr interessant und lehrreich.


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    Phonhaus  @Hostage

    Terriermensch

    Aus Interesse: wie ist „der Terrriermensch“ denn so in euren Augen?

    Ich ahne irgendwie mittlerweile, dass ich es vielleicht doch ein bisschen bin. :lol: Hab aber zu wenig Erfahrung.

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    Ich bin zwar nur ich =) schreib trotzdem aber kurz was dazu. Verglichen mit der langen Zeit, die ich schon Hunde halte bin ich auch eher Neuling mit Terriern, aber ich kann dir erzählen, was mich so beeindruckt bei meinen beiden. Einer ist ja ein Terrier-Mix, und er hat mich eigentlich soweit für die Terrier eingenommen, dass ich mir das zumindest ansatzweise mal für die Zukunft vorstellen konnte und nicht mehr kategorisch abgelehnt habe.

    Der Rest kam dann durchs Hundeforum und Eni46 s tolle Hilfe zustande.

    Was ich sehr bewundere bei meinen beiden, ist ihr Mut. (Meine) Terrier sind kleine Stehaufmännchen, energetisch, aktiv, immer gut gelaunt, fröhlich, verspielt, wachsam.

    Besonders bei dem Wheaten merke ich eine innere Aufgeräumtheit, eine mentale Stärke, eine innere Ruhe, obwohl er auch aufdrehen kann und eigentlich hat er immer gute Laune.

    (M)Ein Terrier geht für seine Leute durchs Feuer, ist unbedingt loyal, ohne Kadavergehorsam zu zeigen. Er ist schnell zur Mitarbeit zu begeistern, hochmotiviert und für jeden Quatsch zu haben.

    Das einzige, was ein Terrier nicht abhaben kann ist Härte und ungerechte Behandlung seitens seines Menschen. Korrektur und Erziehung sollte aus meiner Sicht so erfolgen, dass der Hund weiter mit mir zusammenarbeiten will. Also viel über Bestätigung und wenn ich "schimpfe", dann auf eine sanfte Art und Weise, die immer die Tür offen hält, sofort wieder gut miteinander zu sein. Da musste ich selbst auch etwas umdenken, denn meine Schäferhündin habe ich damals halt ganz anders erzogen.

    Beispiel: Jack klaut gern Papiermüll oder Socken und rennt damit herum. Mein Mann hat ihn laut geschimpft, in unfreundlichen Ton gerufen und wollte ihn über Gehorsam dazu bringen, herzukommen und ihm das Teil abzugeben. Bei so einem erbosten Menschen kommt Jack aber nicht, sondern er verfiel (verunsichert) ins Fiddeln und rannte große Kreise im Garten. Mein Mann wurde immer sauerer und rief und rief und schimpfte.

    Ich kam dazu, nahm ein paar Leckerli in die Hand, habe Jack mit honigsüßer Stimme gerufen, er kam stolz angelaufen, ich ließ ihn auslassen, habe das Teil abgenommen, hab mich freundlich bedankt, und Leckerli angeboten als Lohn. Alle waren glücklich und ich hoffe, so das Abgeben von Dingen positiv aufbauen zu können. Für meine Mann war dieses Erlebnis übrigens eine Art Offenbarung xD

    Zu der Frage, wann man ein Terriermensch ist, mal meine Interpretation:

    Vieles, was ich oben aufgezählt habe, könnte man auch negativ sehen. Die Sturheit, das Vorndranseinwollen, immer mittendrin, schnell hochdrehen, immer der Kasper sein, schnell fiddeln (zumindest momentan noch unser kleiner Bub), manchmal die Ohren auf Durchzug stellen, die innere Unabhängigkeit und mentale Stärke, das kann einen Menschen, der vielleicht selbst nicht in sich ruht und vom Hund erwartet, absolut gehorsam zu sein, triggern.

    (Meine) Terrier haben ihren eigenen Kopf, und die Kunst ist, ihnen das, was ich von ihnen will, so zu verkaufen, dass sie es gern machen, weil sie selbst es so wollen. Man braucht eine eher großzügige Grundeinstellung und darf nicht aus allem einen Machtkampf werden lassen, den verliert man nämlich höchstwahrscheinlich

    Zudem durchschauen sie sofort, ob man selbst überzeugt ist von dem, was man da tut. Sie wissen sofort, wenn man nur so tut als ob. Unsicherheit, Zaudern, unklare Befehle, Inkonsequenz und verkehrtes Timing kommt nicht gut an bei meinen zwei, dann kümmern sie sich nämlich selber xD

    Hab jetzt bestimmt nicht alles erfasst, ich lerne ja auch noch dazu. Sind jetzt so meine Gedanken dazu...

    Vielleicht wäre das Thema einen eigenen Faden wert? @Juno2013 und BieBoss haben auch Terrier, von ihren Postings habe ich immer schon viel gelernt und mitgenommen für mich.

    Das mit dem vielen Saufen hört sich nicht gut an. Wenn das tierärztlich abgeklärt ist (es gibt auch Krankheiten, die immens Durst machen) und ohne Befund, würde ich es als Übersprungshandlung interpretieren, genauso wie das Fressen von Zeug, das herumliegt. Das macht er innen wie außen, oder?

    Es tut mir echt leid, aber für mich liest sich das nach einem Hund, der gestresst ist und dem es nicht gut geht. Ich habe selbst keine Hütehunde, aber hatte mal einen Bordermix, den ich vor vielen Jahren aus Zeitmangel abgeben musste. Der war so drüber, dass er im Kreis gerannt ist, immer wieder, wenn er gestresst war.

    Ich meine auch, hier im DF gelesen zu haben, dass diese Rasse zu Zwangshandlungen neigt. Das exzessive Saufen passt dazu.

    Das ist kein Vorwurf an dich! Nur, wenn man weiß, da ist Handlungsbedarf, kann man probeweise das Programm ja mal für einige Wochen runterfahren und gucken, was passiert.

    Zuerst wird der Hund zwar die Wände hochgehen, das ist wie Entzug. Danach wird er aber ruhiger, und es könnte sein, dass sich das exzessive Saufen und Aufklauben von Dreck auflöst.

    Das Programm eines Tages bei euch würde hier für 3 Tage reichen. Mein Wheaten ist jetzt auch 5 Monate alt. Entweder wir üben beim Gassi ein paar wenige Kommandos, oder wir treffen mal einen Hund (ging bisher nur auf Distanz wegen Giardien), oder wir spielen was im Garten.

    Nächste Woche ist das erste Mal Hundeschule bzw ein Kennenlernen mit der Trainerin geplant. Den Tag darauf wird es gar kein weiteres Programm geben.

    Ihr habt alle Zeit der Welt, dem Hund noch über viele Jahre tolle Dinge beizubringen.

    Ruhe zu lernen und sich herunterzufahren bzw nicht hochzupushen bei Reizen (fremder Hund zb) ist essentiell und mMn neben dem Rückruf und dem Auslassen von Dingen auf Kommando die wichtigste Lektion für einen Junghund. Diese Fähigkeit wird ihn auf Dauer gesund halten, weil ein ständig erhöhter Cortisolspiegel auf Dauer krank macht.

    Nein, sie bekommt morgens und abends Nassfutter. Problem bei ihr ist, sie ist ein Labrador Mischling und wenn sie nichts zur Belohnung draußen bekommt, hört sie Nicht und 2. Sucht sie sich dann ihr fressen selbst und saugt alles ein was sie findet😅 wir sind auch grad im Training.

    Sie ist 10 Monate alt und macht dann nur Unsinn. Sie macht halt alles fürs Fressen 😅

    Mein Leo hat damals nur Pute vertragen und weißen Fisch, dann gab es halt nur Leckerli aus 100% Pute... kann man auch selbst herstellen, wenn man zb Hähnchenleber oder Pferdeherzwürfelchen kross anbrät - je nachdem, welches Fleisch der Hund im Nassfutter eben auch verträgt, würde ich entsprechendes Fleisch selbst anbraten oder fertig als 100% Leckerli kaufen und als Leckerchen mitnehmen. Gibt hier auch einen Faden dazu, glaub ich, zum Leckerli selbst herstellen. Irgendwas mit Backmatten =)